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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2026

Spannende, humorvolle Geschichte, dazu eine verschneite Hütte, die Behaglichkeit verbreitet.

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Die MörderMitzi freut sich auf einen Retreat im Dachsteingebirge, die ihr ehemaliger Therapeut Dr. Rannacher leitet. In einer verschneiten Hütte, abgeschlossen von der Außenwelt, sollen acht Teilnehmer ...


Die MörderMitzi freut sich auf einen Retreat im Dachsteingebirge, die ihr ehemaliger Therapeut Dr. Rannacher leitet. In einer verschneiten Hütte, abgeschlossen von der Außenwelt, sollen acht Teilnehmer zur inneren Ruhe finden. Mensch, da hat sich die MörderMitzi aber gefreut. Endlich darf sie mal wieder ihren Therapeuten sehen und sprechen. Auf einer kleinen Erkundungstour findet sie im Wald einen Schneemann ⛄️, gefüllt mit einer Leiche. Das darf doch wirklich nicht wahr sein, oder?


Isabella Archan verbindet Krimi und behagliche Atmosphäre zu einem stimmigen Ganzen. Mit der MörderMitzi hat sie eine liebenswürdige Figur geschaffen, die für jeden Verbrecher und Mörder nette Worte findet. Das hält sie jedoch nicht davon ab, Verbrecher zur Strecke zu bringen.

Der, mit einer Leiche gefüllte Schneemann ⛄️, soll nicht die einzige Leiche bleiben. Im gemeinsamen Schlafraum der Frauen liegt eine Teilnehmerin tot im Bett.

Immer wieder kommt der geheimnisvolle "Eisprinz" zu Wort, der die Morde begangen hat und sich in der Gruppe befindet. Das ist ein sehr spannender Bestandteil der Geschichte. Wer von den männlichen Teilnehmern ist der Mörder? Gehören die zwei Morde zusammen? An unglückliche Unfälle mag die Mitzi nicht glauben; zumal ihr eigenes Leben in Gefahr gerät.

Die Figuren sind wunderbar ausgearbeitet und ich konnte zu allen einen Bezug aufbauen. Die Patienten von Dr. Rannacher haben mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen und statt Meditation, werden sie mit einer Leiche konfrontiert. Den Schneemann ⛄️ verschweigen Mitzi und der Therapeut. Mitzi bekocht die Gruppe und versucht mit ihren kulinarischen Genüssen eine entspannte Atmosphäre zu schaffen.

Dieser österreichische Cosy Crime ist wirklich spannend. Während ich das Buch gelesen habe, hat es bei uns geschneit. Das hat das wunderbare Feeling beim Lesen noch zusätzlich unterstrichen. Immer wieder habe ich mir das wunderschöne Cover angeschaut, das zusätzlich noch einen Wohlfühleffekt erzeugt, mit dem vielen Schnee und dem beleuchteten Fenster in der Hütte.

Das war nicht das erste Abenteuer, das ich mit der MörderMitzi erlebt habe. Mittlerweile hat sie ja einen Lebenspartner gefunden, der ein Café führt. Den hat sie sehr vermisst; sowie ihre beste Freundin Agnes. Es ist das erste Verbrechen, welches sie ohne ihre Freundin lösen muss. Ob sie es geschafft hat? Das solltet ihr selbst erkunden. Der Cliffhanger am Ende hat mir Gänsehaut beschert. Eine klare Empfehlung!

Danke Isabella Archan. Ich freue mich auf weitere Abenteuer von der MörderMitzi.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Ein Pageturner, der mich durch die Seiten gejagt hat

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Es geht um Dawn Schiff und Natalie Farrell, die beide in einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel arbeiten. Dawn arbeitet in der Buchhaltung und Natalie ist für den Verkauf zuständig. Ihre Büros liegen ...



Es geht um Dawn Schiff und Natalie Farrell, die beide in einer Firma für Nahrungsergänzungsmittel arbeiten. Dawn arbeitet in der Buchhaltung und Natalie ist für den Verkauf zuständig. Ihre Büros liegen nebeneinander.

Dawn ist eine unscheinbare, schrullige junge Frau, die ein Faible für Schildkröten in jeglicher Form hat. Sie nervt andere Menschen mit ihrer Pedanterie und treibt, mit ihren Monologen über Schildkröten, ihre Kollegen in den Wahnsinn. Sie ist von ziemlich magerer Statur und trägt ihr dünnes Haar raspelkurz.

Natalie wird von allen Nate genannt und ist überall beliebt. Sie erreicht hohe Verkaufszahlen und ist zudem bildhübsch. Sie ist nett; auch zu der sonderbaren Dawn, die immer pünktlich um 8:45 zur Arbeit kommt. Als sie einmal nicht zur Arbeit erscheint, spürt Nate, dass irgendwas Schlimmes passiert sein muss. Nach einem mysteriösen Anruf verschafft sie sich Zugang zu Dawns Haus und macht eine grausame Entdeckung.

Dieser Thriller hat mich von der ersten Silbe an gefesselt und erst wieder am Ende losgelassen. Raffiniert führt uns die Autorin an der Nase herum und lädt zum Rätseln ein. Besonders mit Dawn hat sie eine liebenswürdige Figur gezeichnet, die sehr zu Herzen geht. Ihre Unfähigkeit Freundschaften zu schließen berührt sehr. Ihre Liebe zu Schildkröten nimmt einen beachtlichen Platz in der Geschichte ein. Das hat mir sehr gut gefallen, da es wunderbar in die Geschichte passt. Schildkröten können sich in ihren Panzer zurückziehen, wenn es ihnen zuviel wird. Ich denke, so einen Panzer hat Dawn um sich aufgebaut und ist gerade dabei, aus ihm hervorzukriechen.

Ist Nate wirklich immer freundlich zu Dawn gewesen? Warum tauchen auf ihrem Schreibtisch ständig Porzellanschildkröten auf? Hat sie mit dem Verschwinden von ihrer Kollegin etwas zu tun; oder macht sie sich wirklich große Sorgen um sie? Eins ist auf alle Fälle sicher: Nate wird zur Hauptverdächtigen.

Der Schreibstil liest sich wie Butter und die Figurenzeichnung ist sehr gut gelungen. Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören, zu lesen. Die Spannung steigt kontinuierlich und endet mit einigen Überraschungsmomenten.

Freida McFadden widmet sich gerne dem Thema Mobbing und seinen verheerenden Auswirkungen, die es auf die Opfer hat. Der Plot-Twist am Ende hat fast alle meiner Vermutungen zunichtegemacht.

Eine klare Empfehlung. Danke Freida McFadden.

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Veröffentlicht am 07.01.2026

Fesselnde Spionagegeschichte nach wahren Begebenheiten

Codename Hélène
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1936 - 1945
Es geht hier um einen biografischen Roman, aus der Feder von Ariel Lawhon. Die Autorin konnte mich schon mit "Der gefrorene Fluss" schwer begeistern. In dieser Geschichte erleben wir den Aufstieg ...

1936 - 1945
Es geht hier um einen biografischen Roman, aus der Feder von Ariel Lawhon. Die Autorin konnte mich schon mit "Der gefrorene Fluss" schwer begeistern. In dieser Geschichte erleben wir den Aufstieg Hitlers, den Zweiten Weltkrieg und die damit verbundene Judenverfolgung. Im Fokus steht die mutige Nancy Wake, die nicht nur eine große Leidenschaft für rote Lippenstifte hegt, sondern sich auch dem Kampf um Gerechtigkeit verschrieben hat.

Sie lernt den Womanizer Henri Fioca kennen und lieben. Schnell heiraten die beiden. Kurz darauf hat die mutige Auslandskorrespondentin ihre ersten Einsätze als Spionin, die sie unter verschiedenen Decknamen ausführt.

Frau Lawhon versteht ihr Handwerk. Sie hat mich wieder an die Seiten gefesselt und mir spannende Lesestunden beschert, indem sie wahre Begebenheiten mit Fiktion zu einem harmonischen Ganzen verwoben hat. Die verschiedenen Zeitebenen sind gut integriert und haben meinen Lesefluss zusätzlich erhöht.

Es ist ein wichtiger Roman, gegen das Vergessen, der besonders in der heutigen Zeit von großer Bedeutung ist. Wieder einmal wird einem der Wahnsinn vor Augen geführt, der im 2. Weltkrieg stattgefunden hat.

Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte aus der Sicht der gebürtigen Neuseeländerin Nancy Wake erzählt wird und zeigt, wie hilfreich diese Frau in den schwierigen Zeiten war. Während der deutschen Besetzung Frankreichs hat sie ihr Leben als Fluchthelferin aufs Spiel gesetzt.

Ich habe Informationen aus dem Netz dazu gelesen. Das mache ich besonders gerne bei biografischen Romanen und komme damit den Personen noch ein Stückchen näher.

Eine klare Empfehlung, für diesen gut recherchierten Roman, der die Handschrift von Ariel Lawhon trägt. Mitreißend, spannend und sehr emotional, bekommt man hier ein Stück Geschichte. Ich empfehle, das Nachwort zu lesen.

Mein großer Dank geht an Ariel Lawhon und dem Adrian Verlag.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Zu viele Ungereimtheiten und platte Dialoge

Der Lehrer – Will er dir helfen oder will er deinen Tod?
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Nach "Der Freund" habe, habe ich mich sehr auf "Der Lehrer" gefreut. Leider konnte mich diese Geschichte nicht überzeugen. Warum das so ist, werde ich nun berichten.

Sämtliche Figuren blieben mir fremd, ...


Nach "Der Freund" habe, habe ich mich sehr auf "Der Lehrer" gefreut. Leider konnte mich diese Geschichte nicht überzeugen. Warum das so ist, werde ich nun berichten.

Sämtliche Figuren blieben mir fremd, da ich mir keine bildlich vorstellen konnte und ihre Handlungen in keinster Weise für mich nachvollziehbar waren.

Die Mathematiklehrerin Eve Bennett und ihr Mann, der Englischlehrer Nate, führen eine lieblose Ehe. Warum das so ist, hat sich mir am Ende erschlossen.

Die 16-jährige Addie umgibt ein Geheimnis, welches sie in der Schule zum Mobbingopfer macht. Einzig der Englischlehrer Nate bringt ihr Wertschätzung entgegen. Sie hegen beide eine große Leidenschaft für die Dichtkunst.

Ich weiß, in der Schule ist Mobbing nicht selten. Addie wurde jedoch so öffentlich attackiert, dass ich mir die Passivität der Lehrerschaft nicht erklären konnte. Egal was sich in der Vergangenheit ereignet hat, rechtfertigt dieses Verhalten, gegenüber einer Schutzbefohlenen, nicht.

Die Dialoge empfand ich als ziemlich steif und manche Sätze waren unglücklich formuliert.


>>Ich bin überrascht, Mr. Bennett hinter mir stehen zu sehen. Ich schätze, er musste auch auf die Toilette. Ich wusste, dass wir dieselbe Wellenlänge haben. << Seite 130.
War das von der Autorin so gewollt; oder handelt es sich um eine unglückliche Übersetzung? Soll mit dieser Aussage die Naivität eines jungen Mädchens unterstrichen werden?

Sämtliche Geschehnisse kommen konstruiert und unglaubwürdig daher. Für mich muss in einem Buch nicht immer alles nachvollziehbar sein, aber hier waren es mir entschieden zu viele Ungereimtheiten. Besonders das Ende verlief mir zu reibungslos und unlogisch. Nur eine Sache hat mich dann doch positiv überrascht, die ich natürlich nicht verrate. Von "Der Freund" war ich begeistert. "Der Lehrer" konnte mich nicht überzeugen. Jetzt bin ich gespannt, ob es "Die Kollegin" kann.

Was ich jedoch wieder als sehr positiv empfand, dass sich auch dieses Buch, trotz meiner Kritikpunkte, gut weglesen ließ. Durch Freida McFaddens Bücher rast man förmlich.

Danke Freida McFadden.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Spannender zweiter Teil der Bill Hodges Trilogie

Finderlohn
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Es geht um den Autor John Rothstein, der in den 60er Jahren drei Bestseller geschrieben hat. Pech für den Autor, wenn er Jahre später von dem großen, gestörten Fan Morris Bellamy ermordet wird, der vergeblich ...



Es geht um den Autor John Rothstein, der in den 60er Jahren drei Bestseller geschrieben hat. Pech für den Autor, wenn er Jahre später von dem großen, gestörten Fan Morris Bellamy ermordet wird, der vergeblich auf weitere Geschichten gewartet hat. Der zudem noch entsetzt davon ist, wie der berühmte Autor zuletzt lebte. Morris entwendet viel Geld und Rohsteins Notizbücher, die er in der Nähe seines Hauses vergräbt. Morris muss wegen eines anderen Verbrechens ins Gefängnis. Blöd gelaufen, da Jahre später der Junge Peter Saubers den Schatz entdeckt und damit heimlich seine Familie unterstützt. Er überweist anonym regelmäßig Geld und versucht, die Notizen zu verkaufen. Das hätte er besser nicht gemacht ...

Ich war sofort wieder mit all meinen Sinnen in die Geschichte eingetaucht. Wie schon bei Mr. Mercedes wusste mich die Lebendigkeit von Kings Figuren zu überzeugen. Er ist sich bewusst, was dem Leser Schnappatmung beschert; besonders wenn Kinder mit im Spiel sind.

Normalerweise wärmen Geschichten das Herz, wenn es darin um Autoren und Bücher geht. Aber doch nicht, wenn Stephen King sie geschrieben hat. Da ist man schon darüber glücklich, wenn einem beim Lesen nicht das Herz zu Eis erstarrt. Ein Highlight war das Wiedersehen mit Holly, Bill und Jerome - ein Wermutstropfen, das mit dem Mercedesfahrer ...


Klare Empfehlung. Besten Dank, Stephen King. Ich dachte immer, Schriftsteller leben ungefährlich.

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