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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2022

Aufreibend

Sanfte Einführung ins Chaos
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Naja, ein gelungenes Cover sieht für mich anders aus. Ohne die Leseprobe wäre mir dieses Buch nie aufgefallen. aber nichts desto Trotz, das Lesen hat sich ausgezahlt. Die Geschichte von Marta und Dani, ...

Naja, ein gelungenes Cover sieht für mich anders aus. Ohne die Leseprobe wäre mir dieses Buch nie aufgefallen. aber nichts desto Trotz, das Lesen hat sich ausgezahlt. Die Geschichte von Marta und Dani, Sie freiberufliche Fotografin, Er Drehbuchautor, welche durch eine ungewollte Schwangerschaft plötzlich in einen Strudel von Gefühlen hineingezogen werden. Marta stellt ihn mit den Satz. "Und ich will das Kind nicht bekommen" vor scheinbar vollendete Tatsachen. Hingegen wächst bei Dani plötzlich der Wunsch nach einem eigenem Kind, dem er ein guter Vater sein möchte. Diese auseinandergehenden Meinungen stellen ihre Partnerschaft auf eine mehr als große Rolle. Das ausgezeichnet geschriebene Buch lässt einem direkt an den Gewissenskonflikten der Beiden teilhaben und man kann sich in ihre Stimmungslage hineindenken. Ein Werk, welches die Probleme in Bezug auf Abtreibung und Partnerschaft anschaulich vor Augen führt. Man lebt und leidet mit den beiden Protagonisten mit. Auf jeden Fall lesenswert, trotz des Covers.

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Veröffentlicht am 14.08.2022

Keine einfachen Wege

Manifesto. Warum ich niemals aufgebe. Ein inspirierendes Buch über den Lebensweg der ersten Schwarzen Booker-Prize-Gewinnerin und Bestseller-Autorin von »Mädchen, Frau etc.«
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Bernardine Evaristo erzählt von ihrer Jugend als „Farbige“. Ihre Mutter, Engländerin, ihr Vater aus Nigeria. Für die damalige Zeit ein Unding. Sie lernt sehr bald die Nachteile einer Mischehe in England ...

Bernardine Evaristo erzählt von ihrer Jugend als „Farbige“. Ihre Mutter, Engländerin, ihr Vater aus Nigeria. Für die damalige Zeit ein Unding. Sie lernt sehr bald die Nachteile einer Mischehe in England kennen. Aber ihren Eltern war das egal. Sie brachten Bernardine und ihre sieben Geschwister durch, sie engagierten sich auch gewerkschaftlich für die Unterdrückten. Mit Achtzehn zog sie mit ihrem Freund in ein eigenes Zimmer, erkannte aber bald, dass sie mehr auf Frauen stand. Sie spielte Theater und hielt sich mit Arbeitslosenunterstützung über Wasser und wechselte oft die Wohnung. Dann konzentrierte sie sich aufs Schreiben. Sie machte sich selbstständig und hielt sich mehr recht als schlecht über Wasser. Sie war sich aber ihrer sexuellen Neigung nicht sicher und schwankte zwischen Männern und Frauen. Eine ältere Geliebte war fast der Untergang für sie. Bernardine gab aber nie auf. Sie hatte ein Ziel vor Augen, welches sie unermüdlich verfolgte. Selbst zu schreiben, Theater zu spielen und für die „Farbigen“ zu kämpfen. Das ist ihr schlussendlich auch gelungen. Sie hat ihre Anerkennung gefunden, Preise gewonnen und vielen farbigen Autorinnen und Autoren geholfen. Ein interessantes Buch, nicht so leicht zu lesen, aber doch aufschlussreich. Zeigt es doch, was man mit einem eisernen Willen durchsetzen kann, wenn man ein Ziel vor Augen hat und dieses unbedingt erreichen will. Und das Alles in einem nicht einfachen Umfeld. Von dem Mut und dem Beharrungsvermögen dieser Frau kann man nur mit Hochachtung sprechen. Einzigartiger Lebensweg.

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Veröffentlicht am 14.08.2022

Flug ins Verderben

Flug 416
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Ein Geiselnehmer hat die Frau und die beiden Kinder eines Flugkapitäns in seiner Gewalt. Seine Forderung: Entweder es Lässt das Flugzeug abstürzen oder er tötet die Frau und die Kinder. Ein fürchterlicher ...

Ein Geiselnehmer hat die Frau und die beiden Kinder eines Flugkapitäns in seiner Gewalt. Seine Forderung: Entweder es Lässt das Flugzeug abstürzen oder er tötet die Frau und die Kinder. Ein fürchterlicher Zwiespalt für Bill. Dem Autor T. J. Newman gelingt es diesem Roman dieses fürchterliches Dilemma, in welchem sich Kapitän Bill Hoffmann befindet, authentisch bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Er schildert hautnah die Ängste und die psychologischen Anspannungen der Hauptakteure mit sämtlichen seelischen Höhen und Tiefen. Der Leser fiebert und leidet mit. Auch ein FBI-Agent, dessen Tante in diesem Flugzeug als Flugbegleiterin ist, wird in diese spannende Handlung mit einbezogen. Auch er handelt intuitiv gegen die Vorschriften und versucht zu retten, was noch zu retten ist. Auch der fulminante Schluss wird der vorangegangenen Handlung gerecht und hält den Leser bis zu letzten Zeil in Atem. Ein wahrhaft gelungenes Werk, welches man sofort zu Ende lesen möchte. Unbedingt zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.08.2022

Grausam spannend

Der Zoom-Killer (Tom-Bachmann-Serie 2)
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Ein Buch, nicht unbedingt für Leser mit schwachen Nerven. Die detaillierten Schilderungen der Morde vor laufenden Zoom-Kameras lassen nichts an Deutlichkeit aus und werden in schockierenden Einzelheiten ...

Ein Buch, nicht unbedingt für Leser mit schwachen Nerven. Die detaillierten Schilderungen der Morde vor laufenden Zoom-Kameras lassen nichts an Deutlichkeit aus und werden in schockierenden Einzelheiten beschrieben. Das einprägsame Cover sagt schon Einiges über den Inhalt aus. Im Laufe des Romanes erfährt man einige Grausamkeiten, welche Tom Bachmann in seiner Jugend hinnehmen musste. Auch sein einstiger Jungendfreund Aaron ist nicht gerade ein reines Schaf. All diese Komponenten werden in dieser Geschichte vom Autor spektakulär vermischt und dem Leser nahe gebracht. Auch was es mit den Gedankengängen des Mörders auf sich hat, wird versucht, verständlich zu erklären. Die Ermittler tun sich schwer, die verstrickten Fäden zu entwirren und es dauert, bis sie glauben, den wirklichen Täter zu kennen. Trotz einiger Längen ein lesenswertes Buch. Einziges Manko: Das Finale ist nicht wirklich berauschend, da habe ich schon weit bessere gelesen. Aber sonst kann man es bedenkenlos weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.08.2022

Unsicher

Die Cellistin
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Weltklasse. Was der Autor Daniel Silva in diesem Werk abliefert, ist authentisch und trotzdem atemberaubend. Es gelingt ihm ganz ausgezeichnet, Realität und Fiktion so zu vermischen, dass es wahrheitsgetreu ...

Weltklasse. Was der Autor Daniel Silva in diesem Werk abliefert, ist authentisch und trotzdem atemberaubend. Es gelingt ihm ganz ausgezeichnet, Realität und Fiktion so zu vermischen, dass es wahrheitsgetreu wirkt. Er gibt einen Einblick in die Arbeit der Geheimdienste, er wirft einen tiefen Blick auf die Machenschaften einzelner Banken im Bezug auf die Geldwäsche und er verwebt das Ganze mit der aktuellen politischen Situation. Speziell der Vorgehensweise des israelischen Geheimdienstes gilt seine besondere Aufmerksamkeit. Auch die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen staatsübergreifend wird realistisch dargestellt. Die verschiedenen Hauptdarsteller werden lebensnah dargestellt und glaubhaft beschrieben. Ein Buch, welches den Leser von der ersten Seite an fesselt und welches er ungern aus der Hand legt. Ein wahrhaft gelungenes Werk. Nur zum Empfehlen.

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