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goldrenette

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2020

Stabiler Thriller, wenn eher von der gemütlichen Sorte

Das Tartarus-Projekt
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Wenngleich das Cover eher "unoriginell" war, so zog mich eine ca. 40-Seitige Leseprobe in den Bann. Mit dem ganzen Buch in der Hand bin ich nun doch überrascht. Bestimmte Erwartungen wurden nicht erfüllt, ...

Wenngleich das Cover eher "unoriginell" war, so zog mich eine ca. 40-Seitige Leseprobe in den Bann. Mit dem ganzen Buch in der Hand bin ich nun doch überrascht. Bestimmte Erwartungen wurden nicht erfüllt, andere übertroffen.

Um die Handlung in einem Satz zu zeigen: Michael Landorff wird in einen Mordfall hineingezogen, der sich in seiner weitreichenden Dimension im Laufe des Buches offenbart und einem beängstigend vorführt, wozu die heutige Technik (und dementsprechend auch der Missbrauch der Technik) in der Lage ist.

Ich muss sagen, die Geschichte besitzt, durch die Perspektive des Protagonisten Landorff einen schwarzen, sarkastischen Humor. Auf den ersten Seiten fand ich diesen noch originell, erwartete jedoch auch Perspektivenwechsel, etwa Kapitel, die aus der Sicht von Melissa geschrieben sind. Auf Dauer sagte mir dessen Humor jedoch nicht zu.

Die Geschichte selbst ist gut recherchiert und interessant, wenn auch eher vom gemächlicherem Tempo und nicht rasant, wie ich es sonst kenne.

Ein damit stabiler Thriller, auch wenn ich mir gewünscht hätte, mehrere Perspektiven der beschriebenen Charaktere und weniger diejenige von Landorff lesen zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

Originell und sehr spannend!

American Spy
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Normalerweise bin ich Spionage-Thrillern eher skeptisch gegenüber eingestellt. Als ein Fan, die schon viele gelesen und viele Filme gesehen hat, habe ich hohe Ansprüche und finde viele doch eher naiv geschrieben. ...

Normalerweise bin ich Spionage-Thrillern eher skeptisch gegenüber eingestellt. Als ein Fan, die schon viele gelesen und viele Filme gesehen hat, habe ich hohe Ansprüche und finde viele doch eher naiv geschrieben. Dieses Buch ist anders. Auf vielfältige Art. Unglaublich spannend fand ich die Hauptfigur Marie. Als afroamerikanische Spionin/FBI-Agentin der 80er und 90er Jahre sind ihre Erzählung erfrischend anders, als die üblichen Spione, die mehrheitlich weiß und männlich waren. Man erfährt viel über die politische Lage der USA und der Welt in der Zeit nach dem Kalten Krieg und die Perspektive einer Schwarzen Frau gibt einem Einblicke, die man sonst nicht kennt.
Besonders toll fand ich, dass die Geschichte keine wirkliche Liebesgeschichte war, wie es dann doch leider so oft sein muss, wenn die Protagonistin weiblich ist. Im Vordergrund stand eher die Beziehung der Protagonistin zu ihrer Schwester.

Ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch!