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Veröffentlicht am 23.04.2026

Ein netter Romantasy-Auftakt mit kleinen Schwächen

Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy
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Seit Letty als kleines Mädchen mit ihrer Mutter nach England gezogen ist, steht ihr bester Freund Will immer an ihrer Seite. Der Sohn des Erlkönigs ist allerdings ein Nachtmahr und außer Letty kann ihn ...

Seit Letty als kleines Mädchen mit ihrer Mutter nach England gezogen ist, steht ihr bester Freund Will immer an ihrer Seite. Der Sohn des Erlkönigs ist allerdings ein Nachtmahr und außer Letty kann ihn in der Welt der Menschen niemand sehen. Wegen ihres Vorstellungsvermögens hat der Erlkönig die inzwischen siebzehnjährige Letty als Spionin in seine Dienste genommen, so dass sie sich im Nachtreich Annwn genau so zuhause fühlt, wie in ihrem britischen Wohnort. Dabei muss sich sich nicht nur vor den Kreaturen Annwns in Acht nehmen, sie darf sich auch auf gar keinen Fall verlieben, denn dann bleibt ihr das Nachtreich für immer versperrt - was ihr in Wills Gegenwart immer schwerer fällt. Ausgerechnet jetzt braut sich unter den Nachtwesen eine Verschwörung zusammen, die die Welt der Menschen ebenfalls in Gefahr bringt. Will und Letty sind fest entschlossen, ihrer beider Reiche mit aller Macht zu verteidigen.

"Der Prinz des Nachtreichs 1. Midnight Spy" von Sandra Regnier ist der Auftakt einer Romantasy-Reihe für Jugendliche, der mich zwar recht schnell in seinen Bann gezogen hat, jedoch nicht durchgehend fesseln konnte. Will und Letty waren mit auf Anhieb sympathisch, wobei ein kritischer Geist jetzt anmerken könnte, dass der Sohn des Erlkönigs für ein dunkles Nachtwesen äußerst sonnig charakterisiert war. Durch ihre Faszination für das Nachtreich verbringt Letty beinahe ihre gesamte Zeit außerhalb der Schule mit Will, anstatt etwas mit ihren ebenfalls sehr liebenswerten Freunden zu unternehmen - wie realistisch es ist, seinen Freundeskreis ständig außen vor zu lassen und dennoch so beliebt und integriert zu sein, wie es bei Letty der Fall ist, das mögen alle Lesenden für sich selbst entscheiden. Für mich waren alle Figuren authentisch dargestellt, so dass ich emotional immer direkt an ihrer Seite war.

Der Schreibstil hat mich entspannt durch die Handlung geführt, auch wenn es einige Stellen gab, die sich meiner Meinung nach ein wenig in die Länge gezogen haben. Außerdem bin ich über kleinere Logikfehler gestolpert, wie z.B. über die Tatsache, dass in Wills Gegenwart keinerlei technische Geräte funktionierten - weshalb sein Schloss ausschließlich mit Kerzen beleuchtet wurde. Bei einer spannenden Verfolgungsszene konnten sich Will und Letty dann allerdings plötzlich mithilfe einer Taschenlampe in der Dunkelheit zurecht finden. Insgesamt habe ich mich dennoch recht gut unterhalten gefühlt und der Cliffhanger am Schluss hat mich neugierig genug zurück gelassen, so dass ich wohl auch den Folgeband lesen werde.

Fazit: Der Auftaktband einer Romantasy-Reihe für Jugendliche bietet solide Unterhaltung mit kleineren Schwächen. Insgesamt hatte ich trotz der angesprochenen Kritikpunkte ein angenehmes Leseerlebnis, das ich gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 15.04.2026

Ein unfassbar mitreißender Thriller voller überraschender Wendungen

Guilty Pleasure
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Ein abgeschiedenes Luxushotel, dessen genauen Standort niemand kennt, verspricht seinen betuchten Gästen die Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche, ohne jegliche Einschränkungen und absolut diskret. Fünf ...

Ein abgeschiedenes Luxushotel, dessen genauen Standort niemand kennt, verspricht seinen betuchten Gästen die Erfüllung ihrer geheimsten Wünsche, ohne jegliche Einschränkungen und absolut diskret. Fünf verschiedene Personen, jede mit ganz eigenen Beweggründen, hoffen darauf, hier einen Wendepunkt in ihrem Leben zu erreichen. Doch kaum jemand ahnt, dass das gesamte Anwesen mit winzigen Kameras infiltriert ist, deren Bilder online gestreamt werden, so dass Millionen Menschen weltweit verfolgen können, was in dem Hotel der geheimen Gelüste vor sich geht.

"Guilty Pleasure" von Linda Schipp ist ein sagenhaft fesselnder Thriller, der nicht nur mit temporeicher Action und jeder Menge unvorhersehbarer Wendungen glänzt, sondern sich auch mit der moralischen Frage auseinander setzt, wie weit man bereit ist zu gehen, wenn man sich absolut unbeobachtet glaubt und keinerlei Konsequenzen befürchtet. Fünf verschiedene Perspektiven haben mir den Eindruck vermittelt, selbst mitten im Geschehen zu sein, trotz recht unterschiedlicher Sympathie / Antipathie für die Figuren war ich emotional immer an ihrer Seite. Dass der Blickwinkel mit jedem Kapitel wechselt, hat immer wieder kleine Cliffhanger erzeugt, was das grundsätzlich sehr hohe Spannungslevel noch zusätzlich auf die Spitze getrieben hat.

Diese Schreibweise habe ich als äußerst intensiv empfunden, während der wenigen Lesepausen sind meine Gedanken ständig um die Geschichte gekreist. Spätestens ab der Buchmitte war es für mich keine gangbare Option mehr, den Lesefluss für so unwesentliche Dinge, wie Nahrungsaufnahme oder Nachtschlaf, zu unterbrechen. Der Autorin ist es gelungen, mich bis zum Ende hin immer wieder zu überraschen, ihren nächsten Thriller hat sie bereits für das kommende Jahr angekündigt. Während ich darauf warte, dass sich mein Blutdruck wieder in geregelte Bahnen zurück findet, spreche ich für diesen Roman eine begeisterte Leseempfehlung aus.

Fazit: Was für ein rasantes Lesevergnügen! Hochspannung, überraschende Wendungen und die Auseinandersetzung mit der moralischen Frage hinter dem Geschehen vereinen sich zu einer einzigartigen, unbeschreiblich fesselnden Geschichte, die mich von der ersten bis zu letzten Seite unter Strom gehalten und restlos begeistert hat.

Veröffentlicht am 09.04.2026

Fesselnder Spannungsroman für Jugendliche

Darkly
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Jahrzehnte nach dem Tod der legendären Louisiana Veda ist der Hype um die von ihr entwickelten Brettspiele ungebrochen, die Prototypen der verschiedenen Darkly-Spiele werden in Millionenhöhe gehandelt. ...

Jahrzehnte nach dem Tod der legendären Louisiana Veda ist der Hype um die von ihr entwickelten Brettspiele ungebrochen, die Prototypen der verschiedenen Darkly-Spiele werden in Millionenhöhe gehandelt. Als die Louisiana-Veda-Stiftung sieben Stellen für ein Sommerpraktikum ausschreibt bewerben sich hunderttausende Menschen aus aller Welt, entsprechend gering schätzt die siebzehnjährige Dia ihre Chancen ein. Zu ihrer Überraschung erhält sie die Zusage für einen der begehrten Plätze, doch entgegen ihrer Erwartung wird sie gemeinsam mit den sechs anderen Jugendlichen nicht in die Räume der Stiftung, sondern auf eine abgelegene Insel gebracht, wo einst die Darkly-Spiele produziert wurden. Anstatt der ausgeschriebenen Bürotätigkeiten, sollen die Praktikanten einen vermissten Jungen finden, der Gerüchten zufolge, ehe er verschwand, ein unbekanntes, verschollen geglaubtes Darkly-Spiel gewann.

"Darkly" von Marisha Pessl ist ein fesselnder Roman für Jugendliche, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat, obwohl ich mittlerweile deutlich älter als die Zielgruppe bin. Die etwas verschroben wirkende Protagonistin Dia mit ihrer Vorliebe für altmodische Dinge war mir auf Anhieb sympathisch. Da sie keine gleichaltrigen Freunde hat, machte sie anfangs auf mich einen etwas einsamen Eindruck, doch ich bin sicher, dass sie selbst das anders gesehen hat. Ihre Mutter ist zwar nicht unbedingt ein Musterbild an Verantwortung, doch Dia fühlt sich dem Antiquitätengeschäft ihrer Familie und auch den älteren Angestellten sehr verbunden, was sie in meinen Augen umso liebenswerter macht.

Den Schreibstil habe ich als sehr fesselnd empfunden, einmal begonnen, mochte ich den E-Reader zwischenzeitlich kaum noch aus der Hand legen. Die Spannung hielt sich auf einem für mich angenehmen Niveau, wer allerdings erwartet, den gesamten Verlauf eines der äußerst komplexen Darkly-Spiele mit erleben zu können, wird enttäuscht werden. Es gab immer mal wieder Einblicke in einen kleinen Auszug des Spielgeschehens, aus meiner Sicht ein Stilmittel, um Louisianas Brillanz zu betonen und zu zeigen, wie umfangreich und kompliziert jedes einzelne Darkly tatsächlich ist. Insgesamt habe ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und bin schlussendlich rundum zufrieden zurück geblieben. Für diesen spannenden Jugendroman spreche ich daher gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Mich hat die spannenden Geschichte um die geheimnisvolle Gründerin einer Brettspieldynastie gefesselt und begeistert, dieses faszinierende Lesevergnügen empfehle ich gern weiter.

Veröffentlicht am 08.04.2026

Fantasievoller Reihenauftakt, der den salzigem Meeresduft beinahe spüren lässt

Born of Salt and Storm
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Seit Tavis Eltern zur Zwangsarbeit in den Salzminen verurteilt wurden, lebt sie bei der Familie ihres besten Freundes Yard. Als sie eines Tages beim Fischen ein Stück Seeglas entdeckt, kann sie ihre Neugier ...

Seit Tavis Eltern zur Zwangsarbeit in den Salzminen verurteilt wurden, lebt sie bei der Familie ihres besten Freundes Yard. Als sie eines Tages beim Fischen ein Stück Seeglas entdeckt, kann sie ihre Neugier nicht unterdrücken und berührt den seltsam leuchtenden Stein. Dadurch befreit sich die darin enthaltene Magie mit einem weithin sichtbaren Blitz, von nun an ist Tavi als Trägerin des Steins gezeichnet, der nach den Legenden ihres Volkes Unglück bringen soll. Seitdem ist nicht nur der Salzorden, der seit einigen Jahren Tavis Heimat mit fanatischer Brutalität regiert, hinter ihr her, auch Kreaturen aus dem Meer machen Jagd auf die junge Speerfischerin. Unerwartete Hilfe erhält sie von Eero, einem der gefürchteten Mischwesen aus Mensch und Mer, die vom Salzorden gnadenlos getötet werden. Doch Tavis über die Jahre vom Orden geschürtes Misstrauen sitzt tief, auch wenn sie die Anziehung, die Eero auf sie ausübt, nicht leugnen kann.

"Born of Salt and Storm" von Sophia Reynard ist der Auftaktband einer romantischen Fantasy-Trilogie, der mich schnell in seinen Bann gezogen hat. In jeder einzelnen Zeile war die Liebe der Autorin zum Meer spürbar, beim Lesen hatte ich dauerhaft den Eindruck, den klaren Geruch von Salzwasser in der Nase zu haben. Tavi, die von einem Großteil ihrer Mitmenschen seit frühester Jugend als Verrätertochter verachtet wurde, war mir schnell sympathisch, sie selbst und auch die Figuren in ihrem Umfeld fand ich authentisch und lebensecht beschrieben. Besonders mochte ich den Raben Raufrost, der Tavi immer wieder zur Seite steht.

Der Schreibstil hat mich angenehm durch die Geschichte getragen, im Mittelteil flaute die Spannung zwar etwas ab, wodurch sich die Handlung ein wenig in die Länge zog, insgesamt hat das meinem Lesevergnügen aber kaum Abbruch getan. Den Hintergrund fand ich sehr faszinierend, sowohl das von Stürmen regierte Meer, als auch die Salzminen und die Rolle, die das weiße Mineral in diesem Reich spielt, verliehen dem Roman einen ganz eigenen Zauber, der mich emotional tief in Tavis Welt hinein gezogen hat. Eine düstere Legende und das geheimnisvolle Mervolk, das seit Generationen kein Landbewohner mehr zu Gesicht bekommen hat, steigern die Spannung zusätzlich, so dass ich es kaum erwarten kann, bis der Fortsetzungsband erscheint. Für diesen soliden Reihenauftakt spreche ich gern eine Leseempfehlung aus.

Fazit: Kleinere Längen im Mittelteil habe das Leseerlebnis für mich nur unwesentlich getrübt, insgesamt hat mich die fantasievolle Geschichte, die mich selbst im Nachhinein noch den salzigen Meeresduft in der Nase spüren lässt, fasziniert und wunderbar unterhalten, so dass ich diesen Auftaktband gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 02.04.2026

Fantasievolle Spannung bis zur letzten Seite

Palace of Ink & Illusions, Band 2: Die Nacht des Verrats (Knisternde Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Sabine Schoder)
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Nach Flames Liebesgeständnis sind er und Liv in noch größerer Gefahr als zuvor. Vorerst rettet Erato sie zwar mit einer zutiefst erschütternden Aussage, doch die folgenden Prüfungen werden immer schwieriger ...

Nach Flames Liebesgeständnis sind er und Liv in noch größerer Gefahr als zuvor. Vorerst rettet Erato sie zwar mit einer zutiefst erschütternden Aussage, doch die folgenden Prüfungen werden immer schwieriger und Liv muss der Tatsache ins Auge blicken, dass nur eine einzelne Person den Wettbewerb gewinnen darf. Selbst wenn es ihnen gelingen sollte, bis zum Schluss erfolgreich zu bestehen, kann lediglich einer von ihnen das Finale überleben. Dabei hängt Uranias Prophezeiung weiterhin wie ein Damoklesschwert über ihren Köpfen und Liv sucht fieberhaft nach einer Lösung, die es erlaubt, ihre große Liebe zu retten.

"Palace of Ink & Illusions, Band 2: Die Nacht des Verrats" von Sabine Schoder ist der sagenhaft spannende Abschluss einer Romantasy-Dilogie, der mich ohne irgendwelches Vorgeplänkel zurück in die Welt der Musenprüfungen gebracht hat. Nachdem der Vorgänger auf einen Cliffhanger endete, habe ich mich gefreut, endlich das zweite Buch zu lesen, Liv, Flame und ihre Freunde waren mir schön länger ans Herz gewachsen, so dass ich emotional direkt wieder an ihrer Seite war. Sie alle fand ich authentisch und plastisch dargestellt, so dass ich immer eine Art dreidimensionales Bild vor meinem geistigen Auge sehen konnte.

Den Schreibstil habe ich schon im ersten Buch geliebt, auch in der Fortsetzung war ich sofort gefesselt und mochte den E-Reader zwischenzeitlich kaum aus der Hand legen. Sämtliche Kritikpunkte, die ich zum Auftaktband hatte, wurden nach meinem Geschmack wunderbar aufgelöst. Die intensive Liebe zwischen den Protagonisten, die ich zu Beginn der Dilogie ja etwas plötzlich empfand, war hier von Anfang an Teil der Geschichte, so dass ich die Emotionen inzwischen ihnen nicht mehr angezweifelt habe. Auch Eratos Verhalten in mancher Situation wird im Rahmen des Finales schlüssig erklärt, für mich blieben keine Fragen und Wünsche offen.

Bis dahin war es ein wilder Ritt, die Handlung brachte jede Menge Fantasie, Spannung, Romantik, Drama und kämpferische Action mit sich - mir kam kurzzeitig der Gedanke, dass die Autorin eventuell selbst von sämtlichen im Buch beschriebenen Musen geküsst sein könnte, als sie diesen fantastischen Roman verfasst hat. In einer der Prüfungen gönnte sie Liv und Flame eine kleine romantische Auszeit, in der auch die Lesenden die Gelegenheit erhalten, etwas zur Ruhe zu kommen, ehe es Schlag auf Schlag weiter ging. Insgesamt habe ich mich wirklich prächtig unterhalten gefühlt und empfehle dieses farbenfreudige Lesevergnügen begeistert weiter.

Fazit: Alles, was ich im Vorgänger noch kritisiert habe, wurde im Finalband ganz wunderbar aufgelöst. Diese fantasievolle Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und begeistert, so dass ich dafür gern eine Leseempfehlung ausspreche.