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Veröffentlicht am 30.03.2023

Wunderschön illustriert

Millenia Magika – Der Schleier von Arken
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Ein verborgener Ort, ungewöhnliche Charaktere und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

Nach vielen Jahren ist die Magie zurückgekehrt, doch davon ahnen die meisten nichts. Hierzu zählt auch ...

Ein verborgener Ort, ungewöhnliche Charaktere und die Suche nach dem eigenen Platz in der Welt.

Nach vielen Jahren ist die Magie zurückgekehrt, doch davon ahnen die meisten nichts. Hierzu zählt auch Adrian, der von Zuhause ausbüxt und bei seiner Tante in Arken unterschlüpft. Dort gibt es weder Internet noch Empfang, dafür aber einen Apfelstand. (Man nimmt, was man kriegen kann!) Wenn ihr das schon für ungewöhnlich haltet: Die Stadt bietet Hexen, Ghulen und magische Wesen Zuflucht – und Adrian ist unwissentlich ein Teil davon. Zeit zum Verschnaufen bleibt ihm allerdings nicht. Eine Bedrohung sucht Arken heim und seine Tante, deren Schicksal eng mit dem der Stadt und somit allen schutzsuchenden Bewohner:innen verwoben ist, verschwindet spurlos. Gemeinsam mit Jazz, die ein magisches Verbrechen wittert, und Juri, der sich eine epische Helden-Quest ausmalt, startet ein Wettlauf gegen die Zeit.

Ich nehme mein Fazit direkt vorweg: Was für eine liebevoll gestaltete und erzählte Geschichte!

Obwohl der Rahmen der Erzählung möglicherweise recht klassisch anmutet, hat mich die Umsetzung begeistert. Es treffen eine Vielzahl von Figuren aufeinander, die ganz unterschiedliche Fähigkeiten, Ängste und Sorgen in sich tragen, die Fehler machen und sich dennoch (meist) aufeinander verlassen (können). Mir hat es Spaß gemacht die Entwicklungen und Veränderungen zu beobachten. In einigen Szenen konnte ich mich als Kind wiederfinden und die Botschaft am Ende des Buches hat mir gut gefallen.

Die Illustrationen im Buch sind übrigens absolut großartig! Für mich haben sie nicht nur das Leseerlebnis aufgewertet, sondern auch das Buch zu einem besonderen Schatz gemacht – das Cover verrät diesbezüglich eher weniger. Achtung: Für ein Kinderbuch sind die Zeichnungen zum Teil durchaus gruselig. Außerdem habe ich einige Verfolgungsjagden und Kämpfe für die Altersempfehlung als ebenfalls erstaunlich unverblümt empfunden.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Interessant, aber mit vielen offenen Fragen

Reckless 1
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„Wer wollte Frieden, wenn man siegen konnte?“

Zwischen den Buchdeckeln versteckt sich eine spannende Reise mit einigen interessanten (Neben-)Charakteren.

Mich hat zunächst überrascht, dass die Spiegelwelt ...

„Wer wollte Frieden, wenn man siegen konnte?“

Zwischen den Buchdeckeln versteckt sich eine spannende Reise mit einigen interessanten (Neben-)Charakteren.

Mich hat zunächst überrascht, dass die Spiegelwelt eher düster und vor allem auch im (technologischen) Wandel ist. Allerdings sind Märchen oft nicht heiterer Sonnenschein und dass das Wandeln zwischen zwei Welten Konsequenzen hat, erscheint ebenfalls logisch. Zudem lassen sich verschiedene Märchen(motive) in der Geschichte wiederfinden, die interessant miteinander verwoben wurden.

Obwohl mich die verschiedenen gezeigten Facetten von z. B. Liebe sehr begeistert haben, hat es mir an einigen Stellen doch etwas an Tiefe gefehlt. Das ist sicher das typische Reihenauftakt-Wehwehchen und sollte euch nicht abschrecken.

Wer schon einmal ein Buch von Cornelia Funke in den Händen hatte, wird davon weniger überrascht sein: Auch Reckless ist mit vielen Illustrationen der Autorin verziert. Für mich sind die Zeichnungen eine schöne Ergänzung und unterstreichen die Märchenatmosphäre. Außerdem sind die Kapitel ziemlich kurz gehalten, was für mich nach einem stressigen Tag ideal ist – ich unterbreche nicht so gern mitten im Kapitel.

Gegen Ende wurde es mir im Vergleich zum vorherigen Erzähltempo etwas zu hektisch und es gibt durchaus einige Längen, aber die Idee hat mir viel Spaß gemacht. Außerdem gibt es am Ende eine Wendung, die mir sehr gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Umsetzung hat mich nicht überzeugt

City of Burning Wings. Die Aschekriegerin
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„Brich den Fluch einer magischen Stadt, lüfte das Geheimnis einer verborgenen Geschichte und finde die Liebe in deinem größten Rivalen“, lockt die Rückseite von City of Burning Wings – und verrät damit ...

„Brich den Fluch einer magischen Stadt, lüfte das Geheimnis einer verborgenen Geschichte und finde die Liebe in deinem größten Rivalen“, lockt die Rückseite von City of Burning Wings – und verrät damit erstaunlich viel.

Das Konzept der Geschichte und den Einbezug verschiedener Vogelarten fand ich sehr interessant. Gegen ein paar Flügel und die ein oder andere Fähigkeit hätte ich nichts einzuwenden. Auch dass die Liebesgeschichte eher dezent gehalten wurde, hat mir zugesagt. Nur fesseln konnte mich die Geschichte leider nicht.

Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Informationen/Gedanken nicht mit den Leser:innen geteilt werden, obwohl ich mir sicher bin, dass viel mehr hinter der Welt und in den Charakteren steckt. So blieb es für mich eher oberflächlich und austauschbar.

Außerdem habe ich keine richtige Spannungskurve wahrgenommen – die Geschichte plätscherte eher vor sich hin. Das könnte aber daran liegen, dass ich mit den Hauptcharakteren nicht warm wurde und es zum Ausweichen keine düsteren Gegenspieler:innen gab.
May hat mir die Power gefehlt. Ich hätte anhand des Klappentextes und ihrer Rolle erwartet, dass sie mehr Biss hat. Dafür wird sie jedoch zu oft überrumpelt und wirkt ein bisschen zu gutgläubig. Luan war mir hingegen leider einfach unsympathisch, obwohl ich sonst eine Schwäche für die rebellischen Charaktere habe.

Bei einigen Passagen war ich mir außerdem unschlüssig, was mir vermittelt werden soll, z. B. während einer Krisensitzung: „Sie trug ein eng anliegendes Gewand aus fließender Seide, das ihre weiblichen Rundungen betonte. ‚Es gibt besorgniserregende Neuigkeiten, von denen wir Euch erzählen müssen.‘“

Ich glaube, dass meine Bewertung anders ausgefallen wäre, wenn ich bisher weniger Fantasy gelesen hätte. So konnte es leider nicht so recht mit vielen anderen Titeln mithalten, die meinem Geschmack deutlich stärker entsprochen haben.

Lasst euch von meiner Einschätzung bitte nicht abschrecken. Wenn euch die Charaktere einfangen können, fällt euer Eindruck vielleicht ganz anders aus!

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Vielversprechend & mal etwas anderes!

Die Kane-Chroniken 1: Die rote Pyramide
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Wie wäre es zur Abwechslung mit ägyptischer Mythologie? In dem ersten Band der Kane-Chroniken lernen wir die Geschwister Sadie & Carter Kane kennen. An einem der wenigen gemeinsamen Tage bringt sie ihr ...

Wie wäre es zur Abwechslung mit ägyptischer Mythologie? In dem ersten Band der Kane-Chroniken lernen wir die Geschwister Sadie & Carter Kane kennen. An einem der wenigen gemeinsamen Tage bringt sie ihr Vater ins Museum – klingt langweilig? Wohl nur bis bei seiner (für die Geschwister unerwarteten) Beschwörung von Osiris etwas schiefgeht und Dr. Kane entführt wird. Nun liegt es an ihnen, ihren Vater zu befreien und sich dafür der Götterwelt zu stellen.

Die Geschichte wird über Tonaufnahmen erzählt, was mir – vor allem in Hinblick auf das Ende – gut gefallen hat. Außerdem hat es zu einigen witzigen Momenten bei den Erzählwechseln geführt, insbesondere wenn Geschehnisse nachträglich ins rechte Licht gerückt wurden. So wurde auch gezeigt, dass beide durchaus Angst haben, sich aber dennoch für das entscheiden, was sie für richtig erachten.

Grundsätzlich waren die verschiedenen Artefakte, Gruppierungen und Möglichkeiten der Talente sehr interessant. Besonders gut hat mir der „Test“ gefallen. Bei Geheimnissen hätten die Geschwister aber hartnäckiger sein können.

Auffällig war für mich, dass sie etwas stärker mit der Kontrolle ihrer Fähigkeiten zu kämpfen haben. Dies lässt sich sicher unterschiedlich bewerten, ich fand es erfrischend. (Wobei natürlich dennoch eine Herausforderung die nächste jagt.) Außerdem sind ihre Begabungen gleichwertig, was mir gut gefallen hat.

Warum Sadie & Carter so besonders sind, möchte ich nicht spoilern, allerdings so viel: Die Idee war ziemlich cool, mir hat aber mehr Tiefe gefehlt. Vielleicht im nächsten Band?

Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Wenn einem die ägyptische Mythologie neu ist, könnte es an einigen Stellen vlt. etwas zu zügig vorangehen. Luft nach oben ist aus meiner Perspektive vorhanden. Eine Sache hat sich auf jeden Fall geändert: Meine Katzen sehe ich nun mit ganz anderen Augen. Ich kann euch nur nicht verraten, wieso.

Percy Jackson Fans aufgepasst, es gibt auch einen Sonderband, der beide Reihen verbindet!

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Veröffentlicht am 30.03.2023

Gewöhnungsbedürftige Sprache mit vielseitiger Welt

Der schwarzzüngige Dieb (Schwarzzunge, Bd. 1)
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Die Welt mit Kobolden, magischen Tätowierungen (melde mich freiwillig), Riesen, Hexen, Kraken und Kriegsraben (wie cool ist das?) ist spannend und durchaus komplex, wenn auch an einigen Stellen etwas ausufernd. ...

Die Welt mit Kobolden, magischen Tätowierungen (melde mich freiwillig), Riesen, Hexen, Kraken und Kriegsraben (wie cool ist das?) ist spannend und durchaus komplex, wenn auch an einigen Stellen etwas ausufernd. Da ich aber ohnehin neugierig bin, hat es mich nicht weiter gestört. Wer lieber den roten Faden verfolgt, könnte hiermit aber zu kämpfen haben – es ist oft eher eine ungestüme Nebenquestjagd.

Mein größter Stolperstein waren nicht die ausschweifenden Szenen, sondern die gewählte Sprache, die mir häufiger unnötig derb vorkam, was in meinem Empfinden schnell mit plump einhergeht. Entsprechend ist mir unser Dieb eingeschränkt sympathisch. Dennoch finde ich, dass es den Charakter auf eine verdrehte Art runder macht, weil es zu der gezeichneten Welt und seinem Umfeld passt. Obwohl es mir manchmal zu viel war, muss ich zugeben, dass Kinsch die ein oder andere Szene auflockert und ich durchaus stellenweise lachen musste.

Dass ich die Hauptfigur nicht ins Herz schließen konnte, haben andere Teile der Geschichte wettgemacht. Ein Highlight war der Kater – verdrehte Sidekicks retten alles. Außerdem bin ich ein Galva-Fangirl geworden.

Insgesamt merkt man, dass es sich bei dem Buch um einen Auftakt handelt, denn viele Stellen widmen sich detaillierten Beschreibungen und Ausschweifungen in die Vergangenheit. Mir hat‘s zum Hören richtig gut gefallen! Nur die direkte Ansprache der Leser:innen hat mich häufiger irritiert und sprachlich wäre für mich manchmal weniger mehr gewesen. Andere Leser:innen waren davon wiederum begeistert, also lasst euch von mir nicht abschrecken – wir sind eben nicht bei den Elben gelandet!

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