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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2025

Eine fabelhafte Geschichte über Menschlichkeit, Vergänglichkeit und die Bedeutsamkeit von Zeit

Das Dreizehnte Kind
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Hätte mir der Klappentext nicht so zugesagt, hätte ich das Buch vermutlich nur wegen des schönen Covers schon haben wollen. Das kann man jetzt online nicht sehen, aber Leute, das Hardcover ist auch unter ...

Hätte mir der Klappentext nicht so zugesagt, hätte ich das Buch vermutlich nur wegen des schönen Covers schon haben wollen. Das kann man jetzt online nicht sehen, aber Leute, das Hardcover ist auch unter dem Umschlag mit Goldprägung verziert! Wie schön ist das bitte?
Im Prinzip ist der Inhalt fast so toll wie das Äußere. Ich mochte die Protagonisten ganz gerne, auch wenn Hazel mir stellenweise zu naiv war. Das war irgendwie noch vertretbar, weil sie ja schon unter besonderen Bedingungen aufgezogen wurde. Andererseits hätte sie deswegen ja eigentlich erst recht verstehen müssen, dass nicht jeder Mensch einem Gutes will. Abgesehen davon war mir Hazel sympathisch und ich hatte richtig Spaß daran, ihre Reise mitzuverfolgen. Hazels Eltern waren bewusst unsympathisch gemacht und ich kann hier schon mal verraten, dass Erin A. Craig das besonders gut kann. Mir wird richtig schlecht, wenn ich darüber nachdenke, dass es solche furchtbaren Menschen wirklich gibt.
Der Schreibstil war flüssig und einfach zu lesen, ich kam eigentlich nie ins Stocken. Die Atmosphäre würde ich als düster-märchenhaft beschreiben. Der Weltenbau war okay und ich mochte die Aufteilung von medizinischem Fachwissen + Kräuterkunde und der restlichen Geschichte. Es war nicht zu viel, nicht belehrend, sondern genau richtig und diente als perfekte Ergänzung.

Insgesamt ein wirklich tolles Buch, das ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 08.10.2025

Zu übertrieben...in allen Aspekten

Don't Let The Forest In
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Leider gehöre ich zu den wenigen Lesern, denen das Buch nicht so richtig gefallen hat. Das liegt aber nicht unbedingt an der Geschichte, sondern an der Zielgruppe. Als Jugendliche hätte ich das Buch geliebt, ...

Leider gehöre ich zu den wenigen Lesern, denen das Buch nicht so richtig gefallen hat. Das liegt aber nicht unbedingt an der Geschichte, sondern an der Zielgruppe. Als Jugendliche hätte ich das Buch geliebt, nur leider konnte es mich jetzt eben nicht so richtig überzeugen.
Die Protagonisten fand ich allesamt merkwürdig, besonders Andrew hat sich in meinen Augen extrem obsessiv und toxisch verhalten, das fand ich viel verstörender als die Monster. Noch dazu versinkt Andrew teilweise in Selbstmitleid und das war mir einfach too much. An einer Stelle zieht er sich z.B. absichtlich dicke Wollkleidung an, weil er glaubt, er hätte es verdient zu leiden. An einer anderen Stelle stellt Andrew sich vor, einen Teil von Thomas Rippe abzubrechen und sich das Stück selbst einzunähen, damit sie für immer vereint wären. ?!
Der Schreibstil ist extrem blumig und so gezwungen poetisch, dass ich oft nur mit den Augen rollen konnte. Eigentlich mag ich blumige Schreibstile, aber auch das war mir hier einfach zu viel des Guten. Die Monster fand ich auch eher weniger gruselig, mal abgesehen davon, dass es mir viel zu lange gedauert hat, bis die überhaupt aufgetaucht sind. Die Gespräche und Gedanken von Andrew empfand ich außerdem als sehr repetitiv.

Als Jugendliche hätte ich es aber ziemlich sicher verschlungen und Jugendliche sind ja eigentlich auch die Zielgruppe des Buches. Daher sind es von mir zwei Sterne und nicht nur einer.

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Veröffentlicht am 02.10.2025

Eisig kalte Atmosphäre

Die Kälte
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Ich hadere immer ein bisschen mit mir was Thriller angeht, weil ich sie zwar eigentlich liebe, mich aber schon lange keiner mehr vollends überzeugen konnte. "Die Kälte" von Riley James ist allerdings ein ...

Ich hadere immer ein bisschen mit mir was Thriller angeht, weil ich sie zwar eigentlich liebe, mich aber schon lange keiner mehr vollends überzeugen konnte. "Die Kälte" von Riley James ist allerdings ein wirklich solider Thriller, der mir gut gefallen hat. Das ist für mich mittlerweile leider eine Ausnahme geworden, spricht aber auf jeden Fall für dieses Buch.
Die Atmosphäre ist wirklich toll gestaltet, man friert und bibbert beim Lesen förmlich mit. Die Antarktis als Schauplatz finde ich sowieso genial, gerade jetzt im Winter passt das unheimlich gut.
Die Protagonisten sind alle recht unterschiedlich und ich konnte sie prima auseinanderhalten, das ist für mich auch ein riesiger Pluspunkt bei Thrillern. Spannend war es auch, ich konnte das Buch abends manchmal nicht ganz weglegen und bin die ein oder andere Nacht zu lange aufgeblieben, damit ich noch das nächste Kapitel lesen konnte. Der Schreibstil hat mir auch ganz gut gefallen.
Die Auflösung empfand ich ebenfalls als sehr gelungen und passend zum Rest der Geschichte. Ich war richtig froh, dass die Autorin hier nicht auf Krampf versucht hat, 1000 Wendungen einzubauen.

Als Debüt eine starke Leistung und meiner Meinung nach sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Eine gelungene Mischung aus Rache, Biologie und Feminismus!

Plant Lady
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3.5
Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit inhaliert und das ist für mich eigentlich immer ein gutes Zeichen. Im Prinzip folgen wir der Protagonistin Yu-Hee, die Inhaberin eines Pflanzenladens in Sejin ...

3.5
Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit inhaliert und das ist für mich eigentlich immer ein gutes Zeichen. Im Prinzip folgen wir der Protagonistin Yu-Hee, die Inhaberin eines Pflanzenladens in Sejin ist und dabei immer wieder in ihrem Leben auf Männer stößt, die sie furchtbar behandeln. Yu-Hee kümmert sich um diese Männer auf ihre eigene diabolische Weise und beseitigt sie alle nacheinander. Aber Yu-Hee bleibt nicht alleine, denn auch andere Frauen kommen zu ihr und berichten ihr von deren gewalttätigen Vätern, Freunden, etc. Yu-Hee will diesen Frauen beistehen, gerät dabei jedoch ins Visier eines Polizisten.
Für mich war das ein wirklich gelungenes Buch. Zwischen die einzelnen Morde fließt immer wieder Wissen über die verschiedensten Pflanzen mit ein und so bekommt das Buch eine ganz einzigartige Atmosphäre. Der Schreibstil ist nüchtern und man muss sich die Gefühle schon zwischen den Zeilen herauskramen, aber das hat für mich gut zum Buch gepasst. Es hätte aber gerne länger sein dürfen, ich empfand es als ein wenig zu kurz, um richtig in die Geschichte abtauchen zu könnnen.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Eine wunderbare Ergänzung zum Roman!

Codex Yî
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Der Codex ist ein Ergänzungswerk zu Der Aufstieg Thions und lässt den Leser wunderbar in das Multiversum abtauchen. Er liefert Hintergrundinformationen über die Welt, Kreaturen und weiteres und ist Pflicht, ...

Der Codex ist ein Ergänzungswerk zu Der Aufstieg Thions und lässt den Leser wunderbar in das Multiversum abtauchen. Er liefert Hintergrundinformationen über die Welt, Kreaturen und weiteres und ist Pflicht, wenn man den Roman liest. Einige wichtige Erklärungen finden sich nämlich nur im Codex und nicht im Buch, deshalb würde es ohne Codex vermutlich zu Verständnisproblemen kommen. So lernt man im Codex mehr über die Götter und deren Beweggründe, aber auch die verschiedenen Kreaturen und Wesenheiten, Sphären, Zeitachsen & Zeitleisten, verschiedene Schriften und Grammatik + Wortschatz der Sprache Thûska kann man hier finden. Da steckt wahnsinnig viel Mühe drin und das fand ich wirklich beeindruckend. Am Ende gibt es noch ein Glossar, das für mich besser in das Hauptwerk gepasst hätte.
Den Codex fand ich super spannend und habe mich gern in die Welt hineingefuchst, wobei mir manche Erklärungen irgendwie zu kompliziert waren. Der Codex ist darauf ausgerichtet, dass man sein Gehirn anstrengt und mitdenkt, es kam mir manchmal vor wie eine Art Lehrbuch zum Lernen. Das ist irgendwie cool, auch wenn es meinen Kopf zum Rauchen gebracht hat. Für den Codex sollte man sich jedenfalls Zeit nehmen, damit man auch alles aus der Welt mitnehmen kann.

Zusammenfassend ist der Codex eine tolle Ergänzung, die zwar nicht einfach zu lesen ist, sich aber wirklich lohnt. Ein Muss für diejenigen, die Thions Weg mitverfolgen wollen.

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