Profilbild von holdesschaf

holdesschaf

Lesejury Star
offline

holdesschaf ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit holdesschaf über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2026

Lustige Schulgeschichte mit Rätseln

Kleine Lesehelden: Wir sind erste Klasse!
0

Betti und Anton gehen in die erste Klasse und sind beste Freunde. Heute hat Betti eine geheimnisvolle Kiste dabei, in die sie Anton gucken lässt. Der ist begeistert und findet den Inhalt sehr spannend. ...

Betti und Anton gehen in die erste Klasse und sind beste Freunde. Heute hat Betti eine geheimnisvolle Kiste dabei, in die sie Anton gucken lässt. Der ist begeistert und findet den Inhalt sehr spannend. Als die beiden aber abgelenkt sind, weil die Lehrerin eine aufregende Geschichte vorliest, schlüpft etwas Kleines heraus und sorgt für ein gehöriges Chaos im Klassenzimmer. Wie bekommt man das niedliche Ding jetzt wieder in die Kiste?

"Wir sind erste Klasse! - Es rappelt in der Kiste" ist ein Band aus der Reihe "Kleine Lesehelden", die im Thienemann-Verlag erscheint und in der es viele tolle Abenteuer für Erstleserinnen gibt, wie zum Beispiel die Klassiker von Otfried Preußler. Auch hier ist die Autorin Daniela Kulot sehr bekannt, bisher allerdings für ihre toll illustrierten Bilderbücher, von denen wir einige besitzen und super gern mögen. Wie toll, dass es nun auch ein Werk für Leseanfängerinnen gibt. Für die Zielgruppe passend spielt es in einer ersten Klasse, in die Betti, Anton und 24 weitere Schülerinnen gerne gehen. Hier wird gelernt, gebastelt, gelernt und gelesen. Mir gefällt die positive Atmophäre dieser Klasse sehr gut und auch die Haltung der Lehrerin ist angenehm. Leider hat sie vor bestimmten Tierchen Angst und genau so eines bringt Betti in einer Kiste mit. Als es ausbüxt sorgt das für gehörig Aufruhr und später für Diskussionen, was mit dem kleinen Lebewesen passieren soll. Der ganze Umgang mit der Sache ist entspannt, jeder darf seine Meinung sagen, es wird zivilisiert diskutiert, so wie es sein soll. Dieses Zusammenspiel der großen Klassengemeinschaft zeigt Daniela Kulot komplett ohne pädagogischen Zeigefinger auf und lässt viel Raum für Kinder, sich ihre eigenen Gedanken dazu zu machen. Der Text ist sogar für Schülerinnen, die noch ganz am Anfang ihrer Lesekarriere stehen gut schaffbar und verständlich in einfachen Worten formuliert. Für noch mehr Überblick sorgt die große, übersichtlich gegliederte Schrift. Schon am Anfang werden die wichtigsten Personen der Geschichte kurz eingeführt. Die Kapitel sind ebenfalls nicht übermächtig und enthalten am Ende jeweils ein Rätsel, das man als Belohnung sehen kann oder als kleine Motivation. Mal muss man ein sprachliches Muster erkennen, mal sucht man das Tierchen aus der Kiste oder vergleicht Gegenstände auf der Suche nach einem Paar, das gleich aussieht. Die Abwechslung ist groß. Einzig beim Rätsel über den Fuchs muss man Vorkenntnisse mitbringen. Uns haben die Aufgaben viel Spaß gemacht.

Superschön und bunt sind die Illustrationen der Verfasserin selbst, deren Stil wir sofort wiedererkennen konnten. Sie schafft es mit wenigen Strichen gut lesbare Mienen in den Gesichtern ihrer Figuren entstehen zu lassen. Die Dynamik ihrer Bilder ist ebenfalls Spitzenklasse, sei es nun, um das Chaos im Klassenzimmer zu verdeutlichen oder die Flucht des Kisteninhalts. So lässt sich das Buch auch ganz toll jüngeren Kindern vorlesen. Ein richtig schönes Buch für Erstklässler*innen, das lustig ist und gleichzeitig ein positives Bild von Schule vermittelt. 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2026

Toller Auftakt in bunter Unterwasserwelt

Mein Seepferdchenhof 1. Wilde Flosse, großes Herz
0

Weil Elli sich die Hand verletzt hat, kann sie erstmal nicht beim Wasserball-Team mitmachen. Im Turnier wird sie durch ein anderes Mädchen ersetzt, das sich mit ihrer besten Freundin auch noch super versteht. ...

Weil Elli sich die Hand verletzt hat, kann sie erstmal nicht beim Wasserball-Team mitmachen. Im Turnier wird sie durch ein anderes Mädchen ersetzt, das sich mit ihrer besten Freundin auch noch super versteht. Traurig sucht Elli Trost auf dem Seepferdchenhof ihres Klassenkameraden Maris. Dort lernt sie das wilde Seepferdchen Stormi kennen, das von seinem Besitzer schlecht behandelt wurde und nun wieder aufgepäppelt werden soll. Die beiden verletzten Seelen verstehen sich und Elli schließt den Wildfang und ihre flotten Ausritte schnell in ihr Herz. Doch dann fordert der böse Besitzer sein Rennseepferdchen zurück.

Von Katrin Lena Orso haben wir schon andere Reihen (Seelilly, Die Ponys von Lillasund) sowohl über als auch unter Wasser gelesen und die Kinder haben sie jedes Mal geliebt. Somit war klar, dass wir auch beim Auftakt von "Mein Seepferdchenhof" dabei sein müssen. Das Cover und die ganze Gestaltung sind auch super verlockend, so dass wir uns gleich in Ellis erstes Abenteuer gestürzt haben. Mit dem Meermädchen mitzufühlen fällt gar nicht schwer. Gerade Kinder können ihre Enttäuschung darüber, dass es bei ihr gerade gar nicht gut läuft sehr gut nachvollziehen. Die Angst, dass sie neben ihrem liebsten Hobby auch noch die beste Freundin verliert, ist mehr als verständlich. Da taucht Maris als Lichtblick auf und nimmt sie mit auf den Seepferdchenhof seiner Eltern. Wir finden die Idee super, die Begeisterung für Pferde hier auf niedliche Seepferdchen in einer bunten Unterwasserwelt zu übertragen. Sie ist auf der einen Seite ganz anders, als das, was man aus Pferdebüchern gewohnt ist. Dafür hat sich die Autorin tolle Begriffe für die Gangarten und vieles Andere ausgedacht. Auf der anderen Seite gibt es unter Wasser Dinge, die wir auch aus unserem Alltag kennen, wie zum Beispiel den Laden von Ellis Eltern. Witzig ist hier allerdings, wie die Autorin mit Wörtern und Namen für bestimmte Gegenstände und Dinge spielt, auch wenn wir Algeneintopf vermutlich nicht so lecker finden würden.

Kleinen Pferdeliebhabern wird wie uns bei der ersten Begegnung mit Rennseepferdchen Stormi das Herz aufgehen. Die Annäherung zwischen dem unruhigen Tier und Elli wird so schön beschrieben und am liebsten würde man mit den beiden durch die Wasserwelt flitzen. Die ist nicht nur sprachlich bunt und vielfältig beschrieben, die Illustratorin Leonie Engel setzt sie auch malerisch toll und passend in Szene. Meerestier, Wasserpflanzen, Strömungen und vieles Meer lassen uns als Leserinnen vollkommen in das Abenteuer eintauchen und alles hautnah miterleben. Die Schrift entspricht schon der in Büchern für geübtere Leserinnen ab 8 Jahren, doch die vielen Illustrationen und gelegentliche Sprechblasen lockern die Textblöcke sehr gut auf und bieten auch viel Raum zum Ansehen und Genießen. Die Geschichte eignet sich natürlich auch perfekt zum Vorlesen und für Kinder, die jetzt keine ausgemachten Pferdefans sind, denn das Thema Freundschaft nimmt mindestens ebenso viel Raum ein und zeigt sehr schön, worauf es bei guten Freunden ankommt und warum es wichtig ist, solche freundschaftlichen Beziehungen zu pflegen und nicht gleich zu verzweifeln. Das Ende ist wirklich überraschend schön und hat uns mit einem guten Gefühl zurückgelassen. Schon während wir noch Band 1 gelesen haben, habe ich den zweiten schon gekauft, weil die Geschichte so gut ankam. Wir freuen uns auf weitere Bände. 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2026

Leider sehr vorhersehbar

Wicked Souls (Bd. 1)
0

Lyn, die Hexe aus der Familie Smythe, beginnt ihre Ausbildung am Institut für Moderne Magie. Was weder ihre Familie noch ihre neuen Freunde wissen ist, dass sie vor nicht allzu langer Zeit von einer anderen ...

Lyn, die Hexe aus der Familie Smythe, beginnt ihre Ausbildung am Institut für Moderne Magie. Was weder ihre Familie noch ihre neuen Freunde wissen ist, dass sie vor nicht allzu langer Zeit von einer anderen Hexe verflucht wurde. Wann immer sie sich nun in jemanden verliebt, passieren seltsame Dinge und oft endet schon Anhimmeln im Chaos. Blöd, denn nur durch den Kuss der wahren Liebe kann sie von diesem Fluch erlöst werden. Eine Wahrsagerin prophezeit ihr, dass einer der Barnes-Zwillinge, die ebenfalls am Institut studieren, der Auserwählte sein wird. Doch welcher von beiden ist es? Neben Lyns Bemühungen, den Fluch zu überwinden, geschehen am Institut rätselhafte Einbrüche, denen sie ebenfalls nachgeht.

Die Vorgänger-Dilogie Hunting Souls hatte ich bereits gelesen uns fand sie ganz gut. Optisch ähnelt das neue Buch den Vorgängern sehr und lockt Liebhaber schöner Motive und Farbschnitte zum Kauf. Ich wollte eher wissen, wie es mit den Familienmitgliedern der Familie Smythe nach dem großen Kampf weitergeht. Lyn als Hauptfigur unterscheidet sich deutlich von ihrer älteren "Schwester". Als Hexe hält sich ihr Können für mich in Grenzen dafür, dass sie eigentlich auch in den großen Hexenzirkel hätte aufgenommen werden können oder die Autorin lässt ihr Können nicht deutlich genug zu Tage treten. Lyn wirkt unsicher und viel zu sehr darauf fixiert, einen Typen zu finden, der sie von ihrem Fluch freiküsst. Dass das so nicht gut funktioniert, ist eigentlich klar. In jedem sieht sie zunächst nur einen potentiellen Kandidaten für ihre Zwecke und gerade nach der Prophezeiung der Wahrsagerin versteift sie sich auf eine einzige Person, obwohl das die Aussage der guten Frau überhaupt nicht hergibt. Von vornherein war mir hier klar, wie der Hase laufen wird. Obwohl das was folgt ganz süß gemacht ist und auch einige tiefergehende Gespräche geführt werden, fehlte mir die Spannung komplett, da ich ja bereits wusste, wie es enden würde. Leider ist Lyn von ihrer Schöpferin dahingehend blind geschrieben worden, wodurch die Protagonistin für mich etwas naiv rüberkommt.

Ein weiterer Schauplatz des Geschehens ist ihre Arbeit in der Auffangstation für magische Tiere, auch ganz niedlich, aber auch hier ist mir vieles zu eindeutig. Hexerei kommt viel zu selten vor und auch von den anderen Ausbildungszweigen am Institut erfährt man fast nichts. Ein eindeutiger Hinweis sorgt dafür, dass auch die Einbrüche weniger rätselhaft werden, sondern sich schnell ein Verdacht breitmacht, der sich am Schluss bestätigt. Spannungstechnisch wird viel zu wenig geboten und die Motive sind jetzt auch nicht so stark, dass sie superglaubwürdig wären. Das ganze Buch hat mich leider etwas enttäuscht, da es doch sehr seicht geschrieben ist und bis auf den Cliffhanger am Ende kaum Rätselhaftes bietet. Es ist dadurch allerdings auch sehr leicht und flüssig zu lesen und dürfte wegen der Liebesgeschichte bei jüngeren Jugendlichen, die bisher wenig Romantasy gelesen haben sehr gut ankommen. Wer nicht zur Vorgänger-Dilogie gespoilert werden will, dem empfehle ich, diese zuerst zu lesen. Zum Verstehen des Buches ist das aber nicht unbedingt notwendig. Mehr als knappe 3 Sterne kann ich leider nicht vergeben. Dem zweiten Band werde ich jedoch nach dem mysteriösen Ende trotzdem noch eine Chance geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.02.2026

Toller Romantasy-Auftakt mit interessanten Figuren

A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1
0

Tamsyn lebt wie eine Prinzessin im Palast, seit sie als Findelkind vom Königspaar wie eine eigene Tochter aufgenommen wurde. Doch sie ist das Prügelmädchen am Hof. Wann immer ihre Schwestern etwas anstellen, ...

Tamsyn lebt wie eine Prinzessin im Palast, seit sie als Findelkind vom Königspaar wie eine eigene Tochter aufgenommen wurde. Doch sie ist das Prügelmädchen am Hof. Wann immer ihre Schwestern etwas anstellen, erhält sie die Strafe dafür. Zum Glück heilen ihre Wunden unheimlich schnell und sobald die Prinzessinnen heiraten werden, wird sie frei sein, so verspricht es ihr bester Freund und Chef der Palastwache. Doch dann fordert der Herrscher und Verteidiger der Grenzlande eine Tochter des Königs zur Frau. Auch diese Bürde und damit die Wut des gefürchteten Kriegers Fell nimmt Tamsyn auf sich. Mit ihm reist sie in die entlegene Region und trotz allem entflammt zwischen den beiden eine ungeahnte Leidenschaft.

Die Inhaltsbeschreibung hat mich neugierig gemacht, da ich noch nie ein Buch mit einer arrangierten Ehe gelesen habe. Hier kommen noch besondere Umstände hinzu. Tamsyn ist eine außergewöhnliche junge Frau, die mutig und tapfer jede Strafe für ihre Schwestern hinnimmt, immer mit dem Ziel vor Augen, dass die Qualen ein absehbares Ende haben und sie dann frei über ihr Leben entscheiden kann. Sie ist stark, sorgt sich um die Prinzessinnen, gleichzeitig merkt sie, dass sie anders ist als sie. Ihre fragwürdige Herkunft ist interessant.

Fell hingegen ist ein brutaler Krieger, der für das Königreich die Grenzen schützt und nun als Gegenleistung die Ehe mit einer Prinzessin und damit Einlass ins Königshaus fordert. Leider ist er auch gutgläubig und erkennt die LIst erst, als es zu spät ist. Seine Ehefrau nimmt er mit in die unwirtlichen Grenzlande, wo es seltsame, gefährliche Gebiete gibt, in denen es noch Magie zu geben scheint, obwohl das Königshaus alles getan hat, diese auszurotten.

Mir gefällt, wie man über die Figuren, ihre Gespräche und die Reise zu den Grenzlanden, diese fantastische Welt kennenlernt, in der es sogar Drachen gegeben haben soll. Überall lauern Gefahren, die Tamsyn völlig unbekannt sind und dennoch versucht sie sich zu behaupten. Die arrangierte Ehe konnte ich mir anfangs nicht vorstellen, doch die Autorin schafft es, diese feurig und glaubwürdig darzustellen. Die Dynamik zwischen den Protagonist*innen fand ich spannend und gerade der Charakter des männlichen Parts ist doch so ganz anders, als man ihn zunächst einschätzt und überrascht mich ein ums andere Mal. Irgendetwas ist zwischen Fell und Tamsyn und vor allem bei letzterer ahnt man ein Geheimnis. Manch anderen Plottwist habe ich nicht kommen sehen und so führt das Ende zu einem Cliffhanger, der mich neugierig auf den zweiten Band macht. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir, da sie sich nicht ewig mit dem Worldbuilding aufhält und ewig beschreibt, sondern die Welt sich Stück für Stück aus den Gedanken und Gefühlen der Charaktere ergibt. Auch die wenigen gezielt gesetzten spicy Szenen sind mit Bedacht verfasst und passend zur Situation der Hauptfiguren. Insgesamt ein vielversprechender Auftakt. 4,5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2026

Sehr düster mit Dark Academy Vibes

Blackspell
0

Vor Kurzem starb Edens Vater, mit dem sie nicht viel verband. Nur die Sommer verbrachte sie im Familiensitz Thunder Hall. Nun kehrt sie dorthin zurück, weil sie zur Testamentseröffnung eingeladen wurde. ...

Vor Kurzem starb Edens Vater, mit dem sie nicht viel verband. Nur die Sommer verbrachte sie im Familiensitz Thunder Hall. Nun kehrt sie dorthin zurück, weil sie zur Testamentseröffnung eingeladen wurde. Doch schon in ihrer ersten Nacht findet sie im Wald die Leiche einer jungen Frau, beobachtet seltsame Motten und als sie wenig später zurückkehrt, gibt es keine Spur mehr von dem toten Körper. Dann erfährt sie aus dem Testament ihres Vaters, dass sie magiebegabt ist und ihr Erbe nur antreten kann, wenn sie ,wie von ihrem Dad gewünscht, zwei Jahre Unterricht an der Wyndhouse Academy nimmt. Dort trifft sie auf andere junge Leute mit magischen Kräften, die ihr bis dahin vollkommen unbekannt waren. Und obwohl ihr Vater sie vor den Jungen aus der Nachbarschaft von Thunder Hall gewarnt hat, interessiert sich Eden besonders für diese beiden. Vor allem Wolf lässt sie nicht kalt. Als weitere Schüler verschwinden, ist er es, der ihr bei der Ermittlung hilft. Doch was sie herausfinden, entpuppt sich als Albtraum.

Das Cover ist sehr düster und die Motten darauf sind ein guter Hinweis auf den Inhalt. Die Person soll vermutlich Eden sein, die sich im Buch auf Mörderjagd begibt und nebenbei noch ihrer magischen Fähigkeiten unter Kontrolle bringen muss. Gegenüber den anderen Schüler*innen hat sie daher einen echten Nachteil, denn die wissen schon immer von den Kräften, die sie besitzten. Eigentlich möchte Eden gar nicht auf die Wyndham gehen, doch sie lockt das sorgenfreie Leben, das ihr das Erbe des Vaters ermöglichen könnte. Denn die Pflege ihrer apathischen Mutter kostet viel Geld. Von Anfang an fand ich Eden etwas zu blauäugig, was die Academy und die Menschen darin betrifft. Sie geht manche unnötigen Wagnisse ein und bringt sich dadurch nicht nur einmal in Gefahr. Die Ermittlungen selbst empfand ich als relativ spannend, weil man gut miträtseln kann und es genug Verdächtige gibt.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft, so dass man sich die Umgebung und die Academy sehr gut vorstellen kann, da kommen Dark Academia Vibes auf. Manchmal hatte ich allerdings eher das Feeling einer High School und manche Charaktere wären noch ausbaufähig gewesen. Einen Verdacht hatte ich relativ früh, muss aber zugeben, dass die Auflösung ziemlich gut gemacht war und ich nur teilweise richtig lag. Am Ende gibt es einen richtig krassen Plot Twist, den ich so nicht erwartet hatte. Was hinter dem Verschwinden der jungen Leute steckt und so mancher Tod ist ziemlich grausam. Die Motive waren logisch erklärt, aber auch etwas konstruiert. Eden hätte ich mir etwas überlegter gewünscht, doch dann hätte einiges nicht mehr so funktioniert. Insgesamt eine interessante Verbindung von Ermittlung und fantastischen Elementen. 4 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere