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Veröffentlicht am 19.05.2026

Märchenhaft-magisches Abenteuer

Faye Fableheart, Band 1 - Das magische Schloss
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Faye wächst als Tochter des Gärtners im magischen Schloss eines der vier großen Zauberer auf. Als dieser plötzlich verstirbt ohne es zu merken, wird ihr die unrühmliche Aufgabe zugeteilt, ihn darüber in ...

Faye wächst als Tochter des Gärtners im magischen Schloss eines der vier großen Zauberer auf. Als dieser plötzlich verstirbt ohne es zu merken, wird ihr die unrühmliche Aufgabe zugeteilt, ihn darüber in Kenntnis zu setzen. Dummerweise hat der Gute zu Lebzeiten vergessen, einen Lehrling als Nachfolger auszubilden, so dass er nun einen magischen Wettstreit um sein Erbe ausruft, an dem jedoch nur Jungen teilnehmen dürfen. Das Event ist in vollem Gange, als es immer wieder zu Zwischenfällen kommt. Faye allein scheint es möglich, den Angriff durch eine noch unbekannte Macht zu vereiteln.

Aufmerksam wird man auf das Buch schon allein durch die auffällige Gestaltung des Covers und des Farbschnitts. Im ersten Moment dachte ich, es handle sich vielleicht um eine Graphic Novel in Maga-Art. Tatsächlich enthält das Buch viele SW-Illustrationen in diesem Stil und auch dass Faye mit Fellohren abgebildet ist kommt nicht von ungefähr. Der Autor baut hier sowohl märchenhafte und magische als auch moderne Elemente in seine Geschichte ein. Vor allem die Protagonistin Faye gefällt mir. Zunächst ist sie noch etwas unsicher und zurückhaltend, als ihre die schwere Aufgabe, die Todesnachricht zu überbringen, auferlegt wird. Doch man merkt schnell, dass so viel mehr in ihre steckt. Sie ist wissbegierig und hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Dass nur Jungen an dem Wettbewerb teilnehmen dürfen, findet sie nicht gut. Auch die Nebencharaktere sind nicht immer mit den ihnen zugewiesenen Rollen einverstanden. So geht es viel um Selbstbestimmung, Gerechtigkeit unter den Geschlechtern und überhaupt den Zusammenhalt der Menschen in schwierigen Situationen. Alles hochaktuelle Themen in unserer Zeit. Hier werden sie zu einem spannenden Märchenabenteuer verwoben, in dem es sowohl lustige als auch spannende Momente gibt. Nicht immer läuft alles glatt, doch Faye lernt schnell dazu und man ahnt schon, worauf es am Ende hinauslaufen könnte. Trotzdem passiert bis dahin richtig viel. Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass der Ort nicht ganz so statisch gewesen wäre. Alles spielt sich auf dem Schlossgelände ab. Dabei wäre ich so gern auch mal tiefer in das sehr gefährlich und wundersam beschriebene Gewächshaus gereist. Doch auch so kommt keine Langeweile auf, gibt es doch zahlreiche zauberhafte Momente, mit denen nicht nur Faye, sondern auch die unerfahrenen Bewerber umgehen müssen.

Natürlich gibt es auch eine böse Macht gegen die man ankämpfen muss, der Zauberer selbst ist recht cringe und die Botschaft finde ich für Kinder der heutigen Generation sehr gelungen. Alles in allem ein tolles Märchen mit viel Zauberei und inspirierenden Denkanstößen. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Toller Reihenauftakt

Hilfe, zu viele Zaubereulen!
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Zoa ist sauer! Und traurig! Ihre Oma zieht mir nichts dir nichts nach Athen, um eine alte Schulfreundin zu unterstützen und lässt Zoa einfach zurück. Dafür bekommen sie und ihre Eltern zwar deren Häuschen ...

Zoa ist sauer! Und traurig! Ihre Oma zieht mir nichts dir nichts nach Athen, um eine alte Schulfreundin zu unterstützen und lässt Zoa einfach zurück. Dafür bekommen sie und ihre Eltern zwar deren Häuschen und haben mehr Platz, doch das ist gleich das nächste Problem. Denn so muss Zoa auch noch die Schule wechseln und ihre beste Freundin zurücklassen. Da hilft der Eulen-Anhänger, den Oma ihr zum Abschied schenkt, auch nicht weiter. Oder doch? Plötzlich tauchen verdächtig viele Eulen in Zoas Umfeld auf. Wie wird sie die nur wieder los?

Wir hatten die Leseprobe zum Buch entdeckt und mochten Zoas Art sofort. Sie hat kein Problem damit ihre Gefühle rauszulasssen. Gut, sie ist eingeschnappt und sauer auf ihre Oma, doch das ist für ein Kind sehr gut nachvollziehbar. Auch die bockige Art, die sie am Flughafen beim Abschied an den Tag legt, kennt man als Eltern nur zu gut. Von daher ist die Ausgangslag ziemlich realistisch. Doch dann kommt mit Zoas neuem Amulett und den überall auftauchenden und seltsam aussehenden Eulen ein zauberhaftes Element in die Geschichte. Wir fanden es einfach witzig, was die Eulen so machen und wie besonders jede einzelne ist. Nicht nur Fans dieser Tiere kommen hier voll auf ihre Kosten. Die eigentlich eher bittere Grundstimmung wird durch sie auf jeden Fall durchbrochen. Vor allem die supersüßen und schrägen Eulen-Illustrationen sind echt der Hit und haben uns immer wieder schmunzeln lassen.

Die Themen Umzug, neue Klasse und Vermissen der Freundin treffen hier Situationen, die viele Kinder kennen und durchleben müssen. Auch, dass die Eltern sich nicht allen Kinderwünschen beugen, obwohl eigentlich nichts dagegen spricht, ist etwas, das Kinder bewegt, weil es für siee nicht verständlich ist. Im Buch trifft das auf Zoas Wünsche zum neuen Zimmer zu, die einfach übergangen werden. Zoa hat so viele negative Gefühle, dass sie einfach nicht weiß, wohin damit. Doch auch mit Eulen, die ein bisschen nachhelfen, ist es schwer, Anschluss zu finden. Nach und nach findet Zoa heraus, warum die Eulen auftauchen und was Omas Amulett damit zu tun hat. Mir als erwachsener Leser*in hat vor allem das Ende viel gegeben, als es darum geht, wie Zoa die Eulen und damit die schlechen Gefühle wieder los wird. Da steckt einiges an nützlicher Lebensweisheit drin, die ohne Zeigefinger vermittelt wird und auch viel mit dem gerade oft genannten Schlagwort Resilienz zu tun hat. Die Geschichte ist ein toller Auftakt der Reihe "Zu viele...", der perfekt problematische Ereignisse mit schönen und lustigen kombiniert. 5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Ruhige, außergewöhnliche Fantasygeschichte

House of Blight
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Edira ist wie ihre Tante eine Threadmenderin. Sie kann die Lebensfäden der Menschen sehen und sie heilen. Der Preis dafür ist die Verkürzung ihrer eigenen Lebenszeit, daher verbirgt sie ihr Talent. Doch ...

Edira ist wie ihre Tante eine Threadmenderin. Sie kann die Lebensfäden der Menschen sehen und sie heilen. Der Preis dafür ist die Verkürzung ihrer eigenen Lebenszeit, daher verbirgt sie ihr Talent. Doch als ihre Brüder an einer unheilbaren Seuche erkranken, wird sie entdeckt und geht einen Handel mit der Familie Fernglove ein. Diese sind Ever und somit unsterblich, einflussreich und leben fernab der normalen Menschen in einem prächtigen Anwesen. Edira soll als Nachfolgerin ihrer Tante eine Heilmethode für die Seuche finden, dafür schützt Familienoberhaupt Orin ihre Brüder mit seinem Zauber vor dem Tod. Eine schwierige Aufgabe, die Edira das Leben kosten könnte.

Das Cover dieses Fantasy-Romans ist nicht umsonst so düster gehalten. Nicht nur die Menschenwelt, sondern auch die der Ever ist irgendwie dunkel und mysteriös. Die Autorin versteht es perfekt, diese Atmosphäre durchgehend zu halten und immer nur kurze Blicke hinter die Fassade zu gewähren. So entsteht vor dem Auge der Leser*innen eine ganz besondere Welt, die man weiter erkunden und entschlüsseln möchte. Die Protagonistin Edira gefiel mir ganz gut. Sie ist vorsichtig und ein Familienmensch. Ihre Brüder sind allerdings die einzigen, die von dieser Familie noch übrig sind. Als sie erkranken, setzt sie natürlich alles daran, sie zu retten. Selbst ihr eigenes Leben würde sie geben. Anders als bei normalen Krankheiten ist die Seuche selbst durch sie als Threadmenderin nicht heilbar. Ihre Anstrengungen, eine Möglichkeit zu entdecken, sind unnachgiebig. Sehr rätselhaft ist die Ever-Familie, die sie dafür zu sich holt. Sämtliche Mitglieder der Ferngloves scheinen Geheimnisse zu haben. Doch vor allem Orin ist sehr rücksichtsvoll und gutaussehend. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der brutal und unfreundlich erscheint.

Das Anwesen und die ganze Welt der Ever ist geheimnisvoll und überall gibt es Magie, dennoch scheint etwas ganz und gar nicht zu stimmen. Man weiß hier gar nicht, wem man vertrauen soll. Manchmal ist Edira hier etwas zu vertrauensvoll, wobei ihr auch wenig anderes übrig bleibt. Der Erzählstil ist sehr ruhig, fast schleichend und irgendwie zeitlos. Zauberaction sucht man hier vergebens, aber genau das macht den Reiz der Geschichte mit aus. Die Frage, ob Edira rechtzeitig eine Möglichkeit findet, die Seuche zu heilen, trieb mich um und vor allem auch die Frage, was dann passiert. Denn dass hinter allem mehr steckt, als die Unsterblichen zugeben wollen, war mir von vornherein klar und vor allem eine Sache kam dann auch wenig überraschend. Am Ende fügt sich jedoch alles zu einer runden, außergewöhnlichen Fantasygeschichte. 4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Erfrischende RomCom mit vielen Facetten

Annie Knows Everything
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Annie hat leider Pech. Sie wurde gerade entlassen. Durch Beziehungen erhält sie die Möglichkeit die Abteilung zu wechseln. Doch vom Programmieren hat sie leider keine Ahnung. Trotzdem will sie sich bei ...

Annie hat leider Pech. Sie wurde gerade entlassen. Durch Beziehungen erhält sie die Möglichkeit die Abteilung zu wechseln. Doch vom Programmieren hat sie leider keine Ahnung. Trotzdem will sie sich bei ihrem nerdigen Chef beweisen. Mit einer klugen Taktik bekommt sie ihn dazu, sie einzustellen. Leider mischt sie sich dabei auch in Dinge, aus denen sie sich heraushalten sollte und der zunächst nervige Vorgesetzte ist doch eigentlich ganz süß. Und dann ist da noch der Streit mit ihrer Schwester, die unbedingt den völlig falschen Mann heiraten will. Da muss Annie doch eingreifen, oder?

Von der Beschreibung und dem Cover her hatte ich auf eine Romanze am Arbeitsplatz spekuliert, bekam aber so viel mehr als das. Ich fand schon zu Beginn die Einblicke in die moderne amerikanische Arbeitswelt interessant, wo Menschen leider wenig zählen und man einfach so gefeuert wird. Genauso ergeht es Annie. Doch die Protagonistin ist in allem, was sie tut, sehr hartnäckig und unnachgiebig, möchte auch im Job anliefern und ihrem neuen Vorgesetzten zeigen, dass sie es drauf hat. Das gefiel mir sehr gut. Zudem mochte ich die Erzählweise, vor allem, wenn es um ihre Gedanken ging. Diese wurden irgendwie erfrischend präsentiert, genauso wie der gelegentliche Schlagabtausch mit ihrem Abteilungsleiter, sogar wenn die beiden sich im Messaging Programm der Firma hin- und herschrieben. Die aufkommenden Gefühle konnte ich super nachvollziehen. Chef Connor entpuppt sich ganz anders, als Annie ihn eingeschätzt hatte. Klug ja, aber trotzdem eine Seele von Mensch.

Ein weiterer Handlungsstrang, der sich nach und nach mit dem anderen vermischt, ist Annies Streit mit ihrer Schwester. Seit zwei Jahren haben die beiden nicht mehr miteinander geredet, weil Annie sie vor einer Dummheit bewahren wollte und dabei vielleicht über das Ziel hinausgeschossen ist. Doch nun steht eine Hochzeit an und Annie kann den Bräutigam nicht leiden. Da muss sie natürlich aktiv werden, was ich als Leserin absolut verständlich fand. Der zukünftige Ehemann ist wirklich ein rotes Tuch und man fiebert schon mit, ob das am Ende wirklich alles glatt geht. Weitere gut gezeichnete Nebencharaktere bringen noch mehr Tiefe in die Geschichte. Ich mochte vor allem die coolen Arbeitskollegen in Annies neuer Abteilung, allesamt nette Typen, die so ein bisschen Vermittler zwischen Annie und Connor spielen. Aber auch die Familie und die Mitbewohnerin sind sehr besonders. Auch die Schauplätze bringen Abwechslung, der gravierende Unterschied zwischen der Großstadt New York, wo Annie arbeitet und ihrer kanadischen Kleinstadtheimat, die ihr als Rückzugsort dient. Ich fühlte mich allzeit gut unterhalten und das Ende mochte ich sehr. Daher gibt es 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Ein Krimi zum Schmunzeln, aber mit ernsten Untertönen

Mord ist die beste Beseitigung
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Per Reiseruf wird eine Frau Gabriele Zorn gesucht, die sich mit ihrem Ehemann in Verbindung setzen soll. Tommi und Svetlana sind gerade mit dem Wohnmobil unterwegs zum Möbelhaus, als just in diesem Moment ...

Per Reiseruf wird eine Frau Gabriele Zorn gesucht, die sich mit ihrem Ehemann in Verbindung setzen soll. Tommi und Svetlana sind gerade mit dem Wohnmobil unterwegs zum Möbelhaus, als just in diesem Moment das Auto der Reisenden an ihnen vorbei braust. Am Rastplatz fährt der Wagen von der Autobahn, doch als Tommi und seine ukrainische Putzkraft dort ankommen, fehlt von der Fahrerin jede Spur. Wohin ist die Frau verschwunden? Die Polizei hat sofort den Ehemann im Verdacht, doch das erscheint den beiden Hobby-Ermittlern eine zu einfache Lösung zu sein. Sie nehmen sich dem Fall an und kommen einer finsteren Sache auf die Spur. Das könnte gefährlich werden.

Herrlich, einfach herrlich. Gleich von Beginn an fühlte ich mich hier wieder bestens unterhalten. Es ist noch alles beim Alten bei Svetlana und Tommi, der noch immer im Wohnmobil kampiert, versucht, seinen ersten Roman zu schreiben und auf die Rückkehr seiner pausierenden Freundin wartet. Leider sind immer noch alle drei Punkte nicht besonders erfolgreich trotz zahlloser Tipps der ukrainischen Reinemachefrau, die so gerne ihre eigenen Lebensweisheiten formuliert. Unmittelbar zu Beginn schlittern die beiden durch Zufall in eine neue Ermittlung, was der Kommissarin (ebenfalls bekannt aus dem ersten Band) so gar nicht behagt. Zudem versucht Tommi, die Beziehung zu seinem Vater zu normalisieren.

Tommi glänzt in dem Fall mal wieder nicht so mit Kombinationsgabe, doch man muss ihm zugestehen, dass er seine lichten Momente hat. Ich musste sehr oft einfach lachen, aber es ist schon ein sehr spezieller Humor, der bei anderen Leser*innen schnell ins Genervtsein abdriften könnte. Die Hintergründe sind eigentlich ziemlich ernst, aber wenn Tommi dann von seinem Vorhaben eine True-Crime-Geschichte zu schreiben abkommt und auf Romantasy umschwenkt, kann man kaum ernst bleiben. Natürlich steht ihm auch da Svetlana mit Rat und Tat zur Seite und irgendwie meinte ich, ein Knistern zwischen den beiden zu spüren. Ein Auf und Ab der Gefühle machte den Krimi für mich ebenfalls sehr unterhaltsam. Zudem erfährt man wieder etwas mehr über Svetlana, die ich als Charakter einfach toll finde. Aber auch die anderen Nebencharaktere so wie der Fall sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Auf die Zusammenhänge und Motive, die dahinter stecken, wäre ich anfangs nie gekommen. So weiß das Buch auch zu überraschen. Selbst wenn Tommi dem Fass manchmal den Boden ausschlägt, fand ich diesen zweiten Band richtig gut und werde der Reihe auf jeden Fall treu bleiben. 4,5 Sterne

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