Profilbild von iamreading

iamreading

Lesejury Star
online

iamreading ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit iamreading über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.04.2020

Großartiger Auftakt der Vortex-Trilogie

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
0

Die 17-jährige Ellie lebt in einer Welt, in der durch einen riesigen Energiewirbel, Vortex genannt, Menschen, Tiere, Steine u. a. mit den vier Elementen Wasser, Feuer, Erde und Luft vermengt wurden. Es ...

Die 17-jährige Ellie lebt in einer Welt, in der durch einen riesigen Energiewirbel, Vortex genannt, Menschen, Tiere, Steine u. a. mit den vier Elementen Wasser, Feuer, Erde und Luft vermengt wurden. Es gibt nun Menschen, die von dieser Vermengung nicht betroffen sind, und Splits, die von den Menschen gejagt werden, weil sie mit ihren Elementkräften gefährlich sind. Deswegen will Ellie unbedingt Läuferin werden, um durch Vortexe zu springen und dem Kuratorium zu helfen, die gefährlichen Splits einzufangen. Doch bei ihrer Abschlussprüfung geschehen überraschende Ereignisse und im Anschluss wird ihre Welt völlig auf den Kopf gestellt.

Die Geschichte beginnt mit dem Tag von Ellies Abschlussprüfung, dem Vortexrennen. Die Autorin führt den Leser mit ihrem flüssigen Schreibstil gut in die Geschichte ein und erklärt nebenbei ihre geschaffene Welt. Das Ganze gelingt ihr sehr gut. Ich konnte mir zu jederzeit gut vorstellen, wie z. B. das Kuratorium aussieht oder wie sich die Welt mit den Vortexen und dazugehörigen Erfindungen darstellt. Die Idee der Vortexe und der großen Vermengung fand ich allgemein spannend und logisch beschrieben.
Die Protagonistin Ellie hat sehr gut zur Geschichte gepasst. Sie wächst mit dem Wissen und einer eigenen Erfahrung auf, dass die Vermengten, auch Splits genannt, böse sind und deshalb eingefangen werden müssen. Gleichzeitig ist ihr bester Freund Luka ein halber Split, weswegen oft auf ihn herabgesehen wird. Ellie steht jedoch stets an seiner Seite und sieht den Menschen in ihm. Relativ bald nach dem Vortexrennen wird ihr Weltbild jedoch völlig auf den Kopf gestellt, wogegen sie sich einige Zeit lang wehrt. Das fand ich aber völlig verständlich, schließlich kann man ja schlecht über Nacht alles vergessen, woran man je geglaubt hat und was einem immer und immer wieder erzählt wurde. Als es darauf ankommt, entscheidet sich Ellie jedoch richtig, denn im Grunde genommen hat sie das Herz am richtigen Fleck und ist ein durch und durch mutiger und starker Charakter. Sie lässt sich nicht einfach alles gefallen und kämpft für die Unschuldigen und die, die sie liebt.
Es gibt natürlich auch noch einen weiteren, wichtigen Charakter, aber über diesen möchte ich nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern. Außer, dass er eigentlich nur das Richtige tun will und einfach klasse ist.
Die Nebencharaktere, Luka und Ellies Läuferkollegen, Susie, Allister und Co., sind alle total sympathisch und gut gezeichnet. Ich mochte sie alle echt gern, aber Susie ist, glaube ich, mein heimlicher Favorit. Sie hat Schreckliches durchlebt, aber dennoch immer ein Lächeln auf den Lippen und ist einfach super lieb.
Die Handlung hat mir gut gefallen, denn sie war spannend und gut durchdacht. Die Romantik spielt auch eine Rolle, steht dabei aber nicht im Vordergrund. Immer wieder wurden unerwartete Wendungen eingeführt, sodass ich oft überrascht war, wie sich alles entwickelt hat. Das Buch ist in mehrere Abschnitte unterteilt, was mir zwischendurch mal eine kleine Atempause gegönnt hat, sonst hätte ich das Buch wohl in einer Nachtschicht durchlesen müssen. Das Ende hat mir noch mal richtig gut gefallen, denn der grobe Handlungsbogen ist abgeschlossen und es gibt keinen fiesen Cliffhanger! Trotzdem bleibt einiges offen, und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, was die Handlungen aus dem ersten Band für die Fortsetzung bedeuten.

Fazit:
Anna Benning ist mit "Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss" ein spannender Reihenauftakt gelungen, in dem eine neue Welt und sympathische (und weniger sympathische) Charaktere geschaffen wurden. Die Handlung ist mitreißend, überraschend und auch ein wenig romantisch. Ich kann das Buch nur allen von Herzen empfehlen, die auf (leicht) futuristische Welten, starke Charaktere und Romantik stehen, und gebe dem Buch 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2020

Große Spannung bei leicht schwächelnder Handlung

Drachendunkel. Die Legende von Illestia
0

Die Protagonistin Ella sorgt im Dorf Moohresdahl bei andauernder Kälte und Winterwetter für das Überleben ihrer kleinen Familie, bestehend aus ihren zwei jüngeren Brüder und einer alten Frau namens Barka. ...

Die Protagonistin Ella sorgt im Dorf Moohresdahl bei andauernder Kälte und Winterwetter für das Überleben ihrer kleinen Familie, bestehend aus ihren zwei jüngeren Brüder und einer alten Frau namens Barka. Laut Barka gab es früher Drachen, die für das Wohlergehen der Menschen sorgten, doch daran glaubt Ella nicht, bis sie plötzlich selbst einem gegenübersteht. Dieser Drachenmann, Razul, verspricht, von nun an für die Dörfler zu sorgen, wenn dafür im Gegenzug Ella in sein Schloss zieht. Doch was steckt hinter den Legenden der Drachen, Razuls plötzlichem Auftauchen und seinem Verhalten Ella gegenüber?

Die Geschichte erinnerte mich zu Beginn stark an Sarah J. Maas' "Das Reich der sieben Höfe" und "Die Schöne und das Biest", entwickelt sich jedoch bald in eine ganz eigene Richtung. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig zu lesen und sorgt in seiner Bildhaftigkeit dafür, dass ich mir die Welt und ihre Charaktere jederzeit gut vorstellen konnte. Die Handlung verfolgt der Leser hauptsächlich aus Ellas und Razuls Perspektive, zwischendrin bekommt man aber auch einen Einblick in die Sicht zweier Antagonisten. Dies sorgte für Spannung und eine vielfältige Sichtweise auf das Geschehen. Zu Beginn eines jeden Kapitels ist ein kleiner Ausschnitt (meist aus dem Hohen Lied der Drachen) abgedruckt, der prophezeiende oder handlungserklärende Worte beinhaltete. Diese verrieten nicht zu viel, sondern waren in meinen Augen verschlüsselt formuliert und sorgten für weitere Spannung. Allgemein schritt die Geschichte stets mit viel Spannung voran, sodass es mich förmlich durch die Seiten fliegen ließ, und hielt so einige unerwartete Wendungen bereit.
Die Charaktere, allen voran Ella und Razul, haben mir gut gefallen. Ella ist eine starke Frau, die aufopferungsvoll für ihre Lieben einsteht. Razul lernt man nach und nach besser kennen. Er entwickelt sich an Ellas Seite positiv weiter. Schade fand ich, dass die beiden nach den ersten Aufeinandertreffen, wo sie sich aufgrund kleiner Meinungsverschiedenheiten noch ein bisschen kabbeln, recht schnell sehr wichtig sind. Das hätte meiner Meinung nach etwas länger dauern bzw. durch die Handlung im Verlauf der Zeit noch mehr unterstützt werden können. Die Nebencharaktere und Antagonisten sind ebenfalls gut gezeichnet und weisen einige Überraschungen auf.
Was mich nicht so begeistert hat, war, dass Ella und Razul sehr lang die jeweils eigenen Zweifel geplagt haben, obwohl mehrmals deutlich wurde, dass sie an sich glauben müssen, um ihr Ziel erreichen zu können. Auch die Auflösung am Ende fand ich nicht ganz passend. Das lief mir zu einfach ab. Auch blieben einige, kleinere Fragen offen.

Fazit:
Mit "Drachendunkel – Die Legende von Illestia" ist Autorin Eyrisha Summers ein durchweg spannender Fantasyroman über Drachen, die Kraft der Liebe und den Glauben an sich selbst gelungen, in dem die Handlung kleinere Schwachpunkte aufweist und sich die Hauptfiguren ein wenig schnell sehr wichtig sind. Von mir gibt es knapp 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.03.2020

Guter dritter Band

The Problem With Him
1

Kaya und Wyatt arbeiten schon seit Jahren Hand in Hand als Köche im Lilou. Nachdem Wyatt zum Chefkoch befördert wurde, wird Kaya nur umso mehr deutlich, dass sie das auch will: eine eigene Küche leiten. ...

Kaya und Wyatt arbeiten schon seit Jahren Hand in Hand als Köche im Lilou. Nachdem Wyatt zum Chefkoch befördert wurde, wird Kaya nur umso mehr deutlich, dass sie das auch will: eine eigene Küche leiten. Während sich die beiden wie üblich bei der Arbeit gegenseitig provozieren und kleine Streitereien anfangen, merkt Kaya, dass da mehr zwischen ihnen sein könnte, als sie je gedacht hätte. Aber ob das funktionieren kann, wo sie doch plant, in einem anderen Restaurant Chefköchin zu werden?

Kaya und Wyatt kennt der Leser bereits aus den Vorgängerbüchern der Reihe, insbesondere Wyatt hat im ersten Band („The Opposite of You“) eine größere Rolle gespielt. Seitdem habe ich mich auf seine Geschichte gefreut. Aber auch Kaya ist bereits früher erwähnt worden. Die zwei nun näher kennenzulernen, war sehr schön. Beide Charaktere sind nicht perfekt, haben ihre guten und schlechten Seiten. Das Wichtige für mich dabei war, dass ich jederzeit nachempfinden konnte, warum die Charaktere auf eine bestimmte Weise gehandelt haben, und sie mir jederzeit sympathisch waren, auch Kaya in ihrem inneren Zwiespalt.
Die Geschichte hat sich in meinen Augen genau richtig im Tempo entwickelt. Erst nach und nach merkt Kaya, dass Wyatt mehr für sie empfindet, und andersrum. Auch macht Kaya im Lauf der Geschichte eine Entwicklung durch und erkennt, was wirklich wichtig ist und welche Prioritäten sie setzen will. Dabei verliert sie jedoch nicht ihr Ziel aus den Augen und bleibt eine willens- und charakterstarke Person, die auch für ihre Freunde da ist.

Fazit:
Mir hat Rachel Higginsons „The Problem With Him“ gut gefallen, besser als der etwas schwächere zweite Band („The Difference Between Us“). Der Schreibstil der Autorin war gewohnt flüssig, die Geschichte humorvoll mit sympathischen Charakteren. Für die volle Punktzahl hat mir der letzte Funke gefehlt, daher vergebe ich gute 4,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2020

Weniger gut als die anderen Bände der Reihe

Hope Again
0

Everly studiert Literatur am Woodshill College und ist heimlich in ihren Dozenten Nolan Gates verliebt. Dass darf niemand erfahren, auch ihre beste Freundin Dawn nicht, deren Vater mit Everlys Mutter zusammen ...

Everly studiert Literatur am Woodshill College und ist heimlich in ihren Dozenten Nolan Gates verliebt. Dass darf niemand erfahren, auch ihre beste Freundin Dawn nicht, deren Vater mit Everlys Mutter zusammen ist. Doch das ist nicht Everlys einziges Problem: ihr Studium, ihre Vergangenheit, ihre Mom, alles läuft irgendwie nicht so, wie es sollte. Und Nolan ist der Einzige, mit dem Everly über alles reden kann ...

Ich habe mich relativ schnell in Everlys Geschichte hineinfinden können, denn der Schreibstil von Mona Kasten war wie gewohnt flüssig und die Geschichte spannend. Außerdem waren die vertrauten Gesichter von Dawn und ihren Freunden und Wooshill gleich wieder präsent.
Everly war mir grundsätzlich sympathisch, aber mich hat im ersten Drittel gestört, wie wenig sie zu merken schien, dass sie überhaupt nicht mit ihrer Vergangenheit abgeschlossen hat. Außerdem war sie manchmal sehr selbstbezogen und nur auf ihr Wohlbefinden bedacht, anstatt nachzuvollziehen, wie sich Dawn und derenVater Stanley oder ihre Mom fühlen. Gleichzeitig macht Everly eine Entwicklung durch und merkte später, dass Veränderungen gut sein können und die Menschen in ihrem Umfeld vertrauenswürdig sind und durchaus Gründe für ihr Verhalten haben. Diese lassen sich aber nur durch Kommunikation herausfinden, und daran scheiterte es bei Everly sehr lang, da sie bis auf Nolan niemandem wirklich vertraute. Nolan fand ich als Charakter interessant und habe ihn sehr gern gemeinsam mit Everly immer besser kennengelernt.
Was mich neben Everlys Verhalten zu Beginn auch gestört hat, war, dass die Dozent-Studentin-Problematik anfangs so wichtig dargestellt wurde, im späteren Verlauf aber auf einmal nicht mehr wirklich relevant war. Da gab es dann andere Probleme zwischen Everly und Nolan, die im Raum standen. Diese verschiedenen Probleme, sowohl aus Everlys als auch aus Nolans Vergangenheit, hätten natürlich nicht weggelassen werden sollen, aber ich hätte mir mehr zu Thema Dozent-Studentin-Beziehung gewünscht. Gerade, da es anfangs so als Stolperstein/Aufhänger für das nicht-zusammensein-Können dargestellt wurde.
Die Nebencharaktere mit u. a. Everlys Mom, ihren Kollegen Katie und Zev in ihrem Nebenjob und Blake fand ich klasse! Das Verhältnis zwischen Everly und ihrer Mom ist sehr eng und hat im Verlauf eine wichtige Entwicklung durchgemacht. Beide lernen voneinander, was mir gut gefallen hat. Katie und Zev waren super zusammen, und ich fand es schön, dass neben Dawn und den bereits aus den Vorgängerbänden bekannten Gesichtern (Spencer, Allie und Kaden, Scott, Sawyer und Isaac) auch neue Personen eingeführt wurden. Blake war fast mein Lieblingscharakter in diesem Buch, deswegen freue ich mich schon total auf seine Geschichte!

Fazit:
Mit »Hope Again« ist Mona Kasten eine schöne Fortsetzung der Reihe gelungen, die in meinen Augen aber ein wenig schwächer als die Vorgänger war. Das liegt vor allem an Everly, die mir nicht immer ganz sympathisch war, und der zu wenig thematisierten Problematik der Dozent-Studentin-Beziehung. Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte gut gefallen, und ich freue mich nun umso mehr auf Blake und Judes Geschichte, die bereits in wenigen Tagen erscheint.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2020

Einfach wunderbar: »Das Lied der Sonne« von Jennifer Wolf

Das Lied der Sonne
1

Lanea lebt ein friedliches Leben in ihrem kleinen Heimatstaat Palilan, an der Seite ihrer besten Freundin, der Hauptlingstochter Kanani. Als der Großkönig von Valean zur Brautschau für seinen Sohn ruft, ...

Lanea lebt ein friedliches Leben in ihrem kleinen Heimatstaat Palilan, an der Seite ihrer besten Freundin, der Hauptlingstochter Kanani. Als der Großkönig von Valean zur Brautschau für seinen Sohn ruft, reist sie als falsche Prinzessin an seinen Hof. Die Reise dorthin birgt bereits viele Gefahren, doch auch am Hofe angekommen wimmelt es nur so von Feinden und Intrigen. Als Lanea auf den Sohn des Großkönigs, Prinz Aaren, trifft, weiß sie, dass sich ihr Leben für immer verändern wird ...

»Das Lied der Sonne« von Jennifer Wolf beginnt sehr atmosphärisch im Heimatstaat der Protagonistin Lanea. Der Leser erfährt, was für ein wunderbar friedliches und paradiesisches Leben die Menschen in Palilan führen. Durch den flüssigen Schreibstil der Autorin habe ich mich direkt in das südlich anmutende Land versetzt gefühlt und konnte mich in Lanea hineinversetzen. Lanea ist eine liebevolle, mutige, kämpferische und mitfühlende Protagonstin und Freundin, die sich stets für die Menschen in ihrem Umfeld einsetzt, starkmacht und Ungerechtigkeit nicht gutheißt. Dabei tut sie ihr Möglichstes, um den Menschen in ihrer Nähe zu helfen.
Prinz Aaren war mir als Charakter sofort sympathisch, und ich habe mit ihm aufgund seines Schicksals und seiner Vergangenheit, die ihm bis in die Gegenwart hinein das Leben schwer macht, mitgelitten und mitgefiebert. Er ist genauso wie Lanea ein starker Charakter, der sich aber oft den äußeren Gegebenheiten beugen muss. Dennoch verfolgt er stets sein Ziel, den Menschen von Valean zu helfen.
Die Handlung war spätestens ab Laneas Abreise in Palilan sehr spannend und kontinuierlich wurden neue Handlungsstränge eingefädelt. Die Autorin konnte mich mit so vielen unerwarteten Handlungen überraschen und hat die Spannung dadurch jederzeit hoch gehalten. Die vielen unbekannten Namen waren zu Beginn ein wenig schwierig, aber daran habe ich mich sehr schnell gewöhnen können. Geholfen hat dabei sicherlich, dass es zwar viele Charaktere gibt, jeder aber für sich genommen wichtig ist und ausreichend Raum in der Handlung eingenommen hat, dass man sich mit ihm identifizieren bzw. ihn anhand seiner Rolle in der Geschichte wiedererkennen kann.
Sehr gut gefallen hat mir, dass es für die beiden Hauptcharaktere nie leicht war, denn es mussten viele Stolpersteine überwunden werden. Auch Freundschaften spielen eine wichtige Rolle in der Geschichte. Gut fand ich, dass diese auch zwischen Charakteren geknüpft wurden, wo man es nicht unbedingt erwarten würde oder es auch mal schwierig für die Personen war.
Zwischenzeitig habe ich überhaupt nicht mehr gewusst, wie es weitergehen soll bzw. wie es noch zu einem glücklichen Ende für Lanea, Aaren, Annabelle, Cara und Valean kommen kann. Das hat es sehr interessant gemacht, sodass ich immer weiterlesen wollte. Nachdem es zum Ende hin noch mal sehr aufregend wurde – nach einem ohnehin schon allgemein hoch gehaltenen Spannungslevel – war ich am Ende absolut zufrieden. Weil Jennifer Wolf es geschafft hat, ein spannendes, romantisches Werk zu schaffen, dass zu keiner Zeit überkandidelt, zu gewollt oder überdramatisch war. Das Buch hat so viel überraschende Handlung bereitgehalten, dass ich am Ende einfach nur froh war zu lesen, wie die meisten Charaktere endlich ihr Glück bekommen haben. Dabei war es aber kein kitschiges Ende, denn es gab auch viel Trauriges. Und obwohl das Buch abgeschlossen ist und für sich steht, wurde auch klar, dass den Protagonisten noch so einiges bevorsteht und nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.
Ein weiterer Aspekt, den ich noch erwähnen möchte, sind die kleinen Liedschnipsel oder Textzeilen aus Laneas Kultur, die (so vermute ich zumindest) an die hawaiianische Kultur angelehnt sind und sich sehr passend in den Roman eingefügt haben. Diese ließen alles sehr atmosphärisch wirken und haben in der ein oder anderen emotionalen Szene einfach nur perfekt gepasst und die Stimmung sehr gut auf mich als Leser übertragen. Auch der Titel spielt eine Rolle und taucht in seiner Bedeutung immer wieder in der Geschichte auf, was mir gut gefallen hat.

Fazit:
Mit »Das Lied der Sonne« ist Jennifer Wolf ein wunderbares Buch gelungen. Spannend und atmosphärisch geschrieben überzeugt der Roman neben einer packenden Handlung, vielseitigen Charakteren und den unterschiedlichsten Freundschaften mit einer großen Liebe, die viele Hindernisse überwinden muss. Für mich ein großartiges Werk, das ich gern und voller Überzeugung jedem empfehlen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere