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Veröffentlicht am 20.01.2021

Starker zweiter Band der Finde mich-Reihe

Halte mich. Hier
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Zelda und Malik könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie kommt aus einem wohlhabenden Haus mit Eltern, die mehr an der Außenwirkung der Familie als an der bunten Persönlichkeit ihrer Tochter interessiert ...

Zelda und Malik könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie kommt aus einem wohlhabenden Haus mit Eltern, die mehr an der Außenwirkung der Familie als an der bunten Persönlichkeit ihrer Tochter interessiert sind. Er kommt aus einer armen Gegend, war im Jugendgefängnis und beginnt eine Ausbildung zum Koch. Seine Familie geht ihm über alles und er möchte sie auf keinen Fall noch mal enttäuschen. Als die beiden mit ihren Freunden Tamsin und Rhys einen Wochenendausflug machen, kommen sie sich näher. Doch sind ihre Gefühle stark genug, um gegen alle Probleme zu bestehen?

In Teil 1 der Reihe sind Zelda und Malik als beste Freunde bereits Teil der Handlung, sodass der Leser beide schon ein wenig kennt. Da die Geschichte abwechselnd aus der Perspektive von Zelda und Malik geschrieben ist, bekommt man am Anfang von »Halte mich. Hier« einen guten Einblick in ihr jeweiliges Leben. Als die beiden aufeinandertreffen, merkt man schnell, dass sie gut zusammenpassen.
Zelda war mir mit ihrer fröhlichen Persönlichkeit, ihren ungewöhnlichen Gedanken und ihrem je nach Stimmung wechselnden Nagellack total sympathisch. Man könnte sagen, sie lebt das, was andere meinen, wenn sie sagen, man solle 'out of the box' denken. Zumindest wenn sie in Pearley mit ihren Freunden zusammen ist.
Malik passt gut zu Zelda, denn er nimmt sie und ihre Art ernst, ist humorvoll und sehr liebevoll mit ihr (und seinen Geschwistern). Während ihm seine Familie sehr nahe steht und er zukünftig ein gutes Vorbild für seine Geschwister (die übrigens sehr süß sind) sein möchte, ist Zeldas Familie einfach nur schrecklich. Ihre Eltern sind so sehr auf den Schein bedacht, dass es ihnen völlig egal ist, was Zelda möchte oder wie sie sich fühlt. Zwischen Zelda und ihren Brüdern besteht größtenteils auch keine Verbindung, da ist sich jeder der Nächste, wie Zelda einmal sagt.
Die Handlung ist auf knapp 400 Seiten stimmig, spannend (ich habe bis 2 Uhr nachts durchgelesen) und durch und durch gut geschrieben. Ich habe die Geschichte sehr gern gelesen, aber trotzdem hatte ich am Ende das Gefühl, das Buch war zu kurz. Ich hätte gern mehr darüber gelesen, dass Zelda die Handlungen ihrer Eltern hinterfragt oder kritisiert. Denn einiges, was sie äußern und tun, ist wirklich völlig daneben. Zudem hätte ich es schön gefunden, wenn es zum Schluss noch einen kleinen Blick in die nähere Zukunft gegeben hätte, wie Zelda und Malik mit der neuen Situation umgehen. Es wird zwar angesprochen, wie es weitergeht, aber da hätten mich ein paar Seiten mehr nicht gestört.

Fazit:
Insgesamt hat mir Band 2 der Finde mich-Reihe »Halte mich. Hier« fast besser gefallen als der Reihenauftakt, denn ich mochte Zelda und Malik als Charaktere total gern. Ihre Geschichte konnte mich absolut überzeugen und war spannnend und humorvoll. Die Seiten flogen nur so an mir vorbei, wodurch (vor allem am Ende) das Gefühl entstand, dass das Buch ein bisschen zu kurz war und einzelne Aspekte detaillierter hätten behandelt werden können. Ich vergebe 4,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2020

Spannende Agenten-Lovestory

Sweet Little Lies
1

Betty will sich von ihrem Verlobten trennen, denn sie wird das Gefühl nicht los, dass Thom sie stets auf Abstand hält. Und für ein klärendes Gespräch hat er nie Zeit! Als am Tag der geplanten Trennung ...

Betty will sich von ihrem Verlobten trennen, denn sie wird das Gefühl nicht los, dass Thom sie stets auf Abstand hält. Und für ein klärendes Gespräch hat er nie Zeit! Als am Tag der geplanten Trennung die Wohnung hinter Betty in die Luft fliegt, dreht sich ihr gewohntes Leben um 180 Grad. Denn Thom ist kein gewöhnlicher Versicherungsvertreter, sondern ein Geheimagent, und irgendjemand hat es auf ihn und Betty abgesehen! Jetzt müssen Thom und Betty zusammenarbeiten, wenn sie nicht nur ihre Beziehung, sondern vor allem ihr Leben retten wollen.

»Sweet Little Lies« ist nicht das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, und konnte den meisten meiner Erwartungen gerecht werden. Der Schreibstil ist gewohnt humorvoll, die Handlung spannend und die Geschichte wartet mit einigen überraschenden Elementen auf.
Betty weiß nichts von Thoms geheimem Leben als Agenten und fällt aus allen Wolken, als sie davon erfährt. Seine Lügen stimmen sie nicht gerade positiv, ihre Beziehung neu zu bewerten, aber aufgrund der Lebensgefahr, in der sie beide schweben, müssen die beiden zusammenhalten. Thom gibt sich alle Mühe, Betty zu beschützen und möchte ihre Beziehung auch nicht aufgeben.
Beide Charaktere müssen im Verlauf der Geschichte einiges über sich und den anderen lernen und sich anpassen. Die Entwicklung von Betty vollzieht sich ziemlich schnell, was mir größtenteils verständlich erschien, aber manchmal ein bisschen mehr Zeit hätte brauchen können. Über Thoms Verhalten konnte ich des Öfteren nur lachen, obwohl ich, wäre ich in Bettys Situation, wohl ähnlich verärgert wäre. Beide Figuren waren in ihrem Verhalten nachvollziehbar, auch wenn eine der Entscheidungen von Thom zum Ende hin echt blöd war.
Obwohl das Buch mit knapp 300 Seiten relativ kurz ist, passiert unheimlich viel. Eine spannende Szene jagt die nächste, was den Roman sehr unterhaltsam und gut zu lesen macht, aber hin und wieder fehlten mir ein paar Erklärungen oder einfach mehr Zeit. Es hätte der Geschichte gut getan, wenn ein paar Seiten mehr mit Erklärungen, der Vorgeschichte oder Nebenhandlungssträngen eingebaut worden wären.
Nichtsdestotrotz haben mir die Haupt- und Nebencharaktere alle gut gefallen und konnten meine Sympathie gewinnen. Die Auflösung, wer es auf Betty und Thom abgesehen hat, kam für mich absolut überraschend und war nicht vorhersehbar. Da hat mich die Autorin anfangs definitiv auf eine falsche Fährte gelockt. Bettys und Thoms Beziehungsprobleme werden gut in die Geschichte eingewoben und müssen zwischen Lebensgefahr, Flucht und Verrat angegangen werden, was nicht immer ganz einfach ist, der Autorin aber in meinen Augen gut gelungen ist. Jedoch hätten hier vereinzelt ausführlichere Szenen das Ganze noch runder erscheinen lassen können.

Fazit:
Mit »Sweet Little Lies« ist Kylie Scott eine aufregende und humorvolle Agenten-Normalo-Liebesgeschichte gelungen, die mich gut unterhalten konnte, auch wenn sie gern einige Seiten mehr hätte haben können. Davon abgesehen kann ich die Geschichte aber durchaus empfehlen, denn auf den knapp 300 Seiten wird dem Leser eine bunte Mischung aus Action, Beziehungsproblemen, Verrat, Freundschaft und Liebe geboten. 4,5/5 Sternen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 08.11.2020

Großartiger Fantasy-Roman!

The Witch Queen. Entfesselte Magie
2

Hexe Enju ist nach einem langen Arbeitstag in der Bar ihrer Tante müde und will einfach nur nach Hause. Doch statt an der Kreuzung vor ihrer Wohnung zu landen, bringt sie das Portal in das Viertel der ...

Hexe Enju ist nach einem langen Arbeitstag in der Bar ihrer Tante müde und will einfach nur nach Hause. Doch statt an der Kreuzung vor ihrer Wohnung zu landen, bringt sie das Portal in das Viertel der Nekromanten. Enju spürt, dass hier etwas Furchtbares geschehen ist und wird plötzlich selbst für das Verbrechen verantwortlich gemacht. Nun muss sie schnellstens ihre Unschuld beweisen. Dass sie dazu als Aufpasser den Anführer der Beasts an die Seite gestellt bekommt, passt ihr dabei überhaupt nicht.

»The Witch Queen – Entfesselte Magie« von Verena Bachmann hat mich ab der ersten Seite in den Bann gezogen und nicht wieder los gelassen. Die Geschichte ist von der ersten Seite bis zum Ende sehr spannend geschrieben und weiß absolut zu überzeugen.
Enju und Kayneth haben mir als Hauptfiguren unheimlich gut gefallen. Enju ist stark, geht ihren eigenen Weg und lässt sich nichts gefallen. Sie liebt ihre Familie und hat tolle Freunde. Kayneth ist der Anführer der Beasts (das sind im Prinzip Gestaltwandler) und als Drache ziemlich mächtig. Seine Leute respektieren ihn und er scheint ein guter Anführer zu sein. Obwohl Enju und Kayneth nicht gerade einen positiven Start miteinander haben, treffen die beiden im Verlauf der Geschichte immer wieder aufeinander und lernen sich besser kennen. Gut gefallen hat mir, dass Enju Kayneth zwar von Anfang an attraktiv findet, aber trotzdem ohne ihn klarkommt und nicht gleich mit rosaroter Brille durch die Gegend läuft.
Auch die Nebencharaktere in Form von Enjus Familie und Freunden haben mir gut gefallen. Sie ermöglichen es dem Leser, die verschiedenen Wesen, die es in dieser Welt gibt, besser kennenzulernen, ohne mit zu viel Wissen erschlagen zu werden. Auch ganz allgemein fand ich die Fantasy-Aspekte, die sich die Autorin ausgedacht hat, überzeugend. Für mich war das auch mal was Neues mit Hexen, Nekromanten, Schlangen- und anderen Gestaltwandlern, Elementals und einigen anderen Wesen.

Fazit:
Verena Bachmann ist eine unheimlich spannende Fantasy-Geschichte mit Witz und verschiedensten Wesen, cooler Magie und einer kleinen Liebesgeschichte gelungen, die mich komplett überzeugt hat. Am liebsten würde ich noch weitere Bücher aus dieser Welt lesen, denn das ein oder andere ist durchaus noch offen und für mich ist da viel Potenzial für eine Fortsetzung, aber leider ist »The Witch Queen« ein Einzelband. Für Fans von spannender Fantasy absolut zu empfehlen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2020

Echt und ergreifend – absolute Empfehlung!

One Last Song
2

Riley lebt in New York und arbeitet daran, auf einer Musicalbühne stehen zu dürfen. Doch das ist ohne Ausbildung nicht einfach, zumal viel Zeit für Nebenjobs draufgeht, da sie Geld zum Leben braucht. Als ...

Riley lebt in New York und arbeitet daran, auf einer Musicalbühne stehen zu dürfen. Doch das ist ohne Ausbildung nicht einfach, zumal viel Zeit für Nebenjobs draufgeht, da sie Geld zum Leben braucht. Als sie zufällig einen Job an der renommierten New York Music & Stage Academy erhält, trifft sie auf Julian, den berühmten Musiker der Band Beyond Sanity. Obwohl beide keine Zeit für einen Partner haben, gehen sie einander unter die Haut. Doch sind ihre Gefühle stark genug, um alte Wunden und die dunklen Seiten des Rampenlichts zu überstehen?

Nicole Böhm hat mit »One Last Song« eine Geschichte geschaffen, die mich von vorn bis hinten begeistert hat. Riley und Julian sind absolut sympathische Charaktere mit Ecken und Kanten. Das heißt, nicht immer hätte ich genauso gehandelt wie sie und beide machen Fehler, aber dennoch konnte ich zu jeder Zeit ihr Verhalten und ihre Gefühle nachvollziehen. Außerdem war alles so echt. Man spürt in jeder Zeile, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt, dass sie vieles davon selbst erlebt hat, und das macht die ganze Geschichte unheimlich gut und authentisch. Mit hat es auch gut gefallen, dass es mal eine Protagonistin gab, die eine Brille trägt. Wenn man überlegt, wie viele Menschen Brillenträger sind, kommen diese nämlich erstaunlich selten in Büchern vor.
Die Handlung hat sich für mich im genau richtigen Tempo aufgebaut. Der Leser bekommt Zeit, die Charaktere kennenzulernen, zumal die Geschichte sehr stimming abwechselnd aus Rileys und Julians Sicht geschrieben ist. Und die Charaktere selbst haben Zeit, sich zu entfalten und zu wachsen. Natürlich läuft das nicht ohne kleinere oder größere Schwierigkeiten ab, aber die Autorin schafft es, diese völlig harmonisch in die Geschichte einfließen zu lassen, ohne künstliches Drama, ohne vorhersehbar oder wie ein schlechtes Klischee zu wirken. Zusätzlich habe ich die Geschichte sehr gern aus den Perspektiven beider Figuren gelesen, da diese mitunter wirklich witzige Gedanken haben. Auch die Gefühle, die die beiden füreinander entwickeln, waren realistisch beschrieben und entstehen in einem schönen Tempo. Obwohl beide eigentlich keine Zeit haben und es gerade im späteren Verlauf nicht ganz einfach ist, bleibt die Geschichte realistisch, romantisch und nachvollziehbar.
Ich glaube, was mir am meisten an der Geschichte gefällt, ist einfach alles, um nicht zu sagen: das Gesamtpaket. Der Schreibstil ist flüssig und führt stimmungsvoll durch die Handlung. New York wird von der Autorin so gut beschrieben, dass ich alles genau vor meinem inneren Auge sehen und quasi miterleben konnte, als wäre ich selbst dort. Die Charaktere sind wunderbar, haben ihre positiven und negativen Seiten und alles ist einfach so ... echt. Wiederhole ich mich damit? Kann sein, aber es stimmt!

Fazit:
Bitte lest alle diese wunderbare New Adult-Geschichte über die Musik, die Liebe (zur Musik und zu anderen Menschen), das Leben (mit seinen Licht- und Schattenseiten), Freundschaften, Familie und vieles mehr. Ich habe lange keinen so authentischen, wundervoll geschriebenen Roman lesen dürfen. (Nebenbei bemerkt freue ich mich daher auch schon total auf die beiden Nachfolgebände.) Ich empfinde große Liebe für dieses Buch und möchte es auch allen wirklich ans Herz legen. Lest »One Last Song«!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.10.2020

Kaleidra – Ein spannender Reihenauftakt mit kleinen Abstrichen

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
10

Bei einem Schulausflug ins Museum in Rom macht die 17-jährige Emilia eine überraschende Entdeckung: Sie kann das geheimnisumwobene Voynich-Manuskript lesen, obwohl es als nicht dekodierbar gilt! Emilia ...

Bei einem Schulausflug ins Museum in Rom macht die 17-jährige Emilia eine überraschende Entdeckung: Sie kann das geheimnisumwobene Voynich-Manuskript lesen, obwohl es als nicht dekodierbar gilt! Emilia kann sich auf den Inhalt keinen Reim machen, aber plötzlich sind gefährliche Leute hinter ihr her. Ben, ein Alchemist der Goldloge, enthüllt ihr Unglaubliches: Sie ist eine Silberalchemistin und nur gemeinsam können sie das Rätsel um das Voynich-Manuskript lösen. Aber ihre Gegner sind ihnen eng auf den Fersen und ihnen läuft die Zeit davon ...

Der Auftakt zur neuen Trilogie von Kira Licht führt den Leser in die italienische Stadt Rom. Hier lebt Emilia mit ihrer Mutter und ihren beiden Freunden Tizi und Matti. Schon bald jedoch wird Emilia in eine Welt voller Alchemie geworfen. Die chemischen Elemente und ihre Reaktionen aufeinander spielen hier eine wichtige Rolle, werden jedoch für den Laien gut verständlich erklärt. Auch wenn das Grundwissen fehlt, bleiben die Abläufe jederzeit nachvollziehbar, was die Autorin in meinen Augen wirklich gut gelöst hat. Außerdem empfand ich die Idee, dass der Fantasyteil des Buches eigentlich eine rein logische (bzw. chemische) Erklärung hat, überaus erfrischend und spannend.
Es gibt eine große Anzahl an Charakteren, die für die Handlung relevant sind, diese werden jedoch nach und nach eingeführt und sind mit ihren unterschiedlichen, hauptsächlich italienischen Namen für mich jederzeit gut zuzuordnen gewesen. Die wichtigsten Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen, da Kira Licht hier eine tolle Mischung verschiedener Figuren geschaffen hat, die jeder für sich facettenreich daherkommen.
Die Handlung der Geschichte war schnell sehr spannend und es gibt viele, neue Informationen, die der Leser gemeinsam mit Emilia verarbeiten muss. Dabei hätte ich mir vielleicht die ein oder andere Erklärung ein bisschen eher gewünscht und manches erschien mir nicht ganz logisch, aber das ist wohl zum Teil auch dem Dasein als Reihenauftakt geschuldet, da kann noch nicht jedes Geheimnis gelüftet werden.
Obwohl die Handlung zügig voranschreitet und Emilia von Beginn an sehr viel erlebt, hat mir im Mittelteil ein wenig die Spannung gefehlt. (Dieser Eindruck kann aber auch täuschen, da ich das Buch in einer Leserunde über vier Wochen verteilt gelesen habe.) Das ändert sich jedoch zum Ende hin, da wurde es noch mal überaus spannend und das Finale ... Fieser und unerwarteter Cliffhanger kann ich nur sagen! Was überraschende Wendungen angeht, ist diese hier wirklich aus dem Nichts gekommen.
Was in einem Jugendbuch von Kira Licht natürlich nicht fehlen darf, ist die Liebe. Hierzu möchte ich nicht allzu viel verraten, um keine wichtigen Teile der Handlung vorweg zu nehmen, aber: es gibt sie. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, teilweise geradezu zart und kommt mit einigen sehr schönen Szenen daher. Gleichzeitig sind grundlegende Probleme vorhanden, die wohl auch nicht so schnell aus der Welt geschaffen werden können.
Was man diesem Buch auf jeden Fall anmerkt, ist, dass es ein Reihenauftakt ist. Es gibt viele neue Informationen, gleichzeitig aber auch umso mehr ungeklärte Fragen und unerwartete Handlungen, die teilweise nur noch mehr Fragen aufwerfen.

Fazit:
Mit »Kaleidra – Wer das Dunkel ruft« hat Kira Licht einen spannenden Reihenauftakt geschaffen, der vereint, was ein guter Urban-Fantasy-Roman für mich braucht: Spannung, Magie bzw. fantastische Elemente (und da gibt es einige) und Liebe. Ergänzt man das Ganze noch um witzige Wortgefechte, langjährige Freundschaften und ein bisschen Verrat, bin ich überzeugt. Aufgrund kleinerer Mängel vergebe ich "nur" 4,5 Sterne, aber eine klare Leseempfehlung. Ich kann Band 2 kaum erwarten und hoffe, der März kommt schnell.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre