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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2018

Unterhaltsam und lustig

Mein Leben im Hotel Royal - Warum mein Dackel mehr Follower hat als ich
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Seit Generationen ist das “Royal” – eines der angesehensten Hotels in London – im Besitz von Flick Royals Familie. Nicht, dass sich Flick besonders dafür interessieren würde. Was sie WIRKLICH ...

Seit Generationen ist das “Royal” – eines der angesehensten Hotels in London – im Besitz von Flick Royals Familie. Nicht, dass sich Flick besonders dafür interessieren würde. Was sie WIRKLICH interessiert, ist die Followerzahl ihres Dackels Fritz. Doch dann ändert sich Flicks Leben schlagartig: Sie freundet sich mit der Sängerin Skylar Chase an und gleichzeitig steht ihre Teilnahme am berühmten Weihnachtsball auf dem Spiel – wegen Hausarrest! Flick muss ihrer Mutter schleunigst beweisen, dass sie Verantwortung übernehmen kann … doch gleichzeitig lockt sie das Promileben an Skylars Seite. Und dann sind da auch noch die Jungs! Denn es gibt gleich drei, die ihr den Kopf verdrehen!
Flick Royal erobert die Herzen der Leser im Sturm – und tritt dabei in einige Fettnäpfchen!

Das Buch sieht schon einfach genial aus, ich mag allerdings auch rosa sehr gerne und ich mag Dackel. Das reichte um mich anzufixen und schon wollte ich das Buch unbedingt lesen.
Der Schreibstil ist kurzweilig, lsutg und unterhaltsam. Dann kommt noch der Ibstagram-Faktor dazu, der Jugendliche sehr anspricht.
Felicity (Flick) ist eine typische vierzehnjährige und hält sich für den Nabel der Welt und bekommt so manch einen Dämpfer ab. Dann gab es noch den absolut niedliche, meiner Meinung nach viel zu selten vorkommenden, Dackel Fritz.
Alles in allem ein wunderbar unterhaltsamer, lustiger Roman für junge Mädchen.

Veröffentlicht am 29.07.2018

Die Wahrheit

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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Dass Dinge einfach passieren, kann Suzy nicht akzeptieren. Sie macht sich über vieles Gedanken: den Schlafrhythmus von Schnecken, die jährliche Zahl der Quallenstiche oder wie alt man ist, wenn ...

Dass Dinge einfach passieren, kann Suzy nicht akzeptieren. Sie macht sich über vieles Gedanken: den Schlafrhythmus von Schnecken, die jährliche Zahl der Quallenstiche oder wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen Mal geschlagen hat – gerade mal 12 Jahre. In dem Alter ist Suzys Freundin Franny im Sommer ertrunken, obwohl sie eine gute Schwimmerin war. Suzy muss herausfinden, wie das geschehen konnte. Es ist ein weiter, erkenntnisreicher Weg in einer Welt voller Wunder, bis sie begreift, dass der einzige Trost manchmal ist, Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann. Eine ergreifende Geschichte der Selbstfindung und ein großer Blick auf unsere Existenz.

Suzy hat nah dem Tod ihrer Freundin beschlossen, einfach Nichtsorecher zu werden. Vorher war sie Dauersprecher, aber sie kommt mir dem Tod von Franny nicht zurecht. Sie fühlt sich schuldig.
Ein unglaublich einfühlsames Buch mit einem ganz wunderschönen Schreibtisch. Suzy ist für ihr Alter sehr weit, fast schon Altklug, sie liebt es schon immer, Fakten zu sammeln über Dinge, die besonders sind und doch so normal.
Selten habe ich ein Jugendbuch mit so viel Tiefgang gelesen. Einfach nur toll.

Veröffentlicht am 29.07.2018

Über die Liebe zu Büchern

Das Mädchen, das in der Metro las
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Jeden Morgen sitzt Juliette in der Metro auf dem Weg zu ihrer eintönigen Arbeit in einem Maklerbüro und taucht ein in die Welten ihrer Romane. Mal begibt sie sich mit Marcel Proust auf die Suche ...

Jeden Morgen sitzt Juliette in der Metro auf dem Weg zu ihrer eintönigen Arbeit in einem Maklerbüro und taucht ein in die Welten ihrer Romane. Mal begibt sie sich mit Marcel Proust auf die Suche nach der verlorenen Zeit, mal begleitet sie Hercule Poirot im Orientexpress Richtung Istanbul - manchmal beobachtet sie auch einfach die Menschen um sich herum, die in ihre Lektüre vertieft sind. Es sind die Bücher, die Juliettes Leben Farbe verleihen. Als sie eines Tages beschließt, zwei Stationen früher auszusteigen, begegnet sie dem schrulligen Soliman, der mit seiner Tochter Zaïde inmitten seiner Bücherstapel lebt. Soliman glaubt, dass jedes Buch, wenn es an die richtige Person übermittelt wird, die Macht hat, ein Leben zu verändern. Auserwählte Boten liefern für ihn diese kostbare Fracht aus, an die, die sie nötig haben. Bald wird Juliette zu einer Botin, und zum ersten Mal haben die Bücher einen wirklichen Einfluss, auch auf ihr Schicksal.

Ein kurzes, aber dafür umso eindruckvolleres Lesevergnügen über die Mach der Bücher.
Ich mag ja französische Literatur normalerweise nicht so gerne, aber dieses Buch konnte mich überzeugen. Es ist nicht aktionreich, es ist nicht spannend. Manch einer würde es als langweilig titulieren, ich fand es total beeindruckend und unglaublich berührend.
Sind wir nicht alle Buchliebhaber? Wollen wir nicht alle, dass dem Medium Buch mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird?

Mich hat das Buch sehr gut unterhalten, ich mochte den Schreibstil sehr gerne und die Protagonisten waren sehr liebenswert. So darf Literatur gerne sein. Auch französische.

Veröffentlicht am 25.07.2018

Ich fand es langweilig

Familie und andere Trostpreise
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Sonny Anderson Agelaste-Bim lebte die letzten zehn Jahre mit seinem Vormund Thomas in Süd Kalifornien. Er hat einen ganzen Sack voll Neurosen unter anderem hat er wohl eine Briefphobie. Und ausgerechnet ...

Sonny Anderson Agelaste-Bim lebte die letzten zehn Jahre mit seinem Vormund Thomas in Süd Kalifornien. Er hat einen ganzen Sack voll Neurosen unter anderem hat er wohl eine Briefphobie. Und ausgerechnet an seinem einundzwanzigsten Geburtstag bekommt er unter anderem ein Millionenvermögen und ein paar Briefe. Briefe, die sein Leben ordentlich auf den Kopf stellen ...

Soweit ein kleiner Einblick in den Inhalt. Der Klappentext hörte sich echt gut an, auf dem Rückcover steht "Urkomisch und Herzzerreißend zugleich". Entweder war das der Falsche Text, oder mit meinem Humor stimmt was nicht.
Ich fand das Buch ganz fürchterlich langweilig. Es kam überhaupt keine Stimmung auf und von Herzzerreißend ist es meilenweit entfernt.
Ich fand den Schreibstil schon schrecklich langweilig, es kam überhaupt nichts dabei rüber. Irgendwie plätscherte es nur so vor sich hin und dann neigt der Erzähler zu vielen, vielen Wiederholungen, was den Spannungsbogen auch nicht wirklich spannte.

Irgendwie habe ich das Gefühl zur Zeit haben alle "Helden" in den Büchern irgendwelche Neurosen und Ticks. Oder sie haben Depressionen oder Krebs ...
Gibt es tatsächlich keine "normalen" Menschen mehr, die etwas aufregendes Erleben?
Dieses Buch hat mich jedenfalls ganz fürchterlich gelangweilt

Veröffentlicht am 24.07.2018

Hausmütterchen

Verrücktes Herz
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Vollzeitmutter Ava würde am liebsten für immer auf eine Karibikinsel flüchten oder sich mit einer Rakete auf den Mond schießen. So einfach ist das jedoch leider nicht, wenn alle Erwartungen an ...

Vollzeitmutter Ava würde am liebsten für immer auf eine Karibikinsel flüchten oder sich mit einer Rakete auf den Mond schießen. So einfach ist das jedoch leider nicht, wenn alle Erwartungen an einen gerichtet sind und man selber so schlecht nein sagen kann. Dass sie aber anstelle der Karibik in der Klapse landet, hätte selbst sie nicht für möglich gehalten. Peinlich nicht nur vor den Nachbarn, sondern auch deswegen, weil ihr ausgerechnet jetzt die große Liebe über den Weg läuft …

Eigentlich fing die Geschichte ja ganz witzig an. Ava, das Hausmütterchen langweilt sich Zuhause, hat es satt als Dienstmagd, Köchin und Stubenmädchen herzuhalten. Aber dann wird es mit zu bizzar. Ich habe das Gefühl zur Zeit schreibt jeder ein Buch über die neue Volkskrankheit Depression oder über ein Burnout.
In diesem Fall ist es wohl ein Mischung aus beidem.
Zwischendurch ist es mal ganz lustig, wie der Klinikalltag geschildert wird, oder wie Ava die Mutter der Station wird, aber im Endeffekt ist es nicht neues, sondern ein immer wieder aufgewärmtes Thema.
Für mich war es schade ums Geld ...