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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2025

Mal was anderes

Das Beste sind die Augen
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Erst verlässt ihr Vater ihre Familie, dann findet ihre Mutter einen neuen Freund. Dieser ist selbstgefällig und respektlos. Weiterhin besucht die Protagonistin die Universität und ist auch dort mit Herausforderungen ...

Erst verlässt ihr Vater ihre Familie, dann findet ihre Mutter einen neuen Freund. Dieser ist selbstgefällig und respektlos. Weiterhin besucht die Protagonistin die Universität und ist auch dort mit Herausforderungen konfrontiert. All die Lasten die auf Ji-won liegen wecken in ihr Gedanken, Gedanken über die Augen der Männer die sie sieht. Dieser werden immer radikaler bis sie Wirklichkeit werden.



Ein Buch das seicht anfängt, aber definitiv nichts für schwache Nerven ist und eklige Beschreibungen enthält. Die Gründe für die Last von Ji-won sind komplex und zeigen die echte Lebensrealität, wie Rassismus, Fetischismus oder familiäre Sprachlosigkeit und Einsamkeit. Es zeigt sich was passieren kann, wenn wir nicht lernen mit Druck umzugehen. Hierbei können ungesunde Ventile genutzt werden, wie hier Gewalt. Dieser Aspekt wird sehr bildlich dargestellt, auf teilweise sehr morbide Weise.

Dieser Aspekt war interessant. Allerdings gefiel mir das Ende nicht, für mich war die Auflösung zu einfach und unspektakulär.



Dennoch handelt es sich um ein gelungenes Debüt, bekannte Themen werden in einer ungewöhnlichen Weise erzählt und machen die Geschichte interessant und spannend, trotz der düsteren Aspekte.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Briefleben

Die Briefeschreiberin
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Ein auf den ersten Blick unscheinbares Buch, das Cover sticht nicht hervor, doch der Inhalt konnte überzeugen.

Mehrere Jahre von Sybil werden durch Briefe/Emails erzählt, Briefe die sie schreibt ...

Ein auf den ersten Blick unscheinbares Buch, das Cover sticht nicht hervor, doch der Inhalt konnte überzeugen.

Mehrere Jahre von Sybil werden durch Briefe/Emails erzählt, Briefe die sie schreibt oder selbst bekommt. Das schreiben von Briefen ist für sie ein wichtiger Teil ihres Lebens und ihres Alltages. Durch diese Briefe lernen wir bruchstückhaft Sybil kennen, mit jedem Brief setzt sich das Bild dieser Frau mehr zusammen und wir lernen sie immer mehr kennen.

Durch die Briefform lässt sich das Buch sehr schnell und angenehm lesen. Die Briefe sind mal witzig, traurig oder aber voller Selbstironie. Auch wenn es auf den ersten Blick ungewöhnlich und Zusammenhangslos erscheint. Trotz der Leichtigkeit und Sprünge mangelt das Buch nicht an emotionalen Themen, der Gegenwart aber auch der Vergangenheit die Sybil geprägt haben.

Ein angenehmes Buch für die Sommertage.

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Emotional

Lilianas unvergänglicher Sommer
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Jede Tag kommt es in Mexico zu zehn Femiziden am Tag, in Deutschland sind es grade mal einer am Tag. Dieser Unterschied zeigt das Ausmaß der Femizide in Mexico. Vor allem die Aufklärungsrate ...

Jede Tag kommt es in Mexico zu zehn Femiziden am Tag, in Deutschland sind es grade mal einer am Tag. Dieser Unterschied zeigt das Ausmaß der Femizide in Mexico. Vor allem die Aufklärungsrate dieser Femizide in Mexico ist gering.

Das Buch ist einerseits ein persönlicher Bericht über eine junge Frau die Opfer eines solchen Femizides wurde und dem strukturellen Problem der Femizide als solche.
Erzählt wird alles aus der Sicht der Schwester, die das Buch verfasst hat.
Interessant fand ich die unterschiedlichen Kapitel, mal Berichte aus der Gegenwart und mal Erzählungen unterschiedlicher Leute (Freunde und Familie) über Liliana. Auch wenn mir nicht jeder Abschnitt gleichermaßen gut gefiel wurde die Geschichte um Liliana umfassend auf verschiedene Weisen dargestellt. Ihr Wirken in der Vergangenheit und auch noch in der Zukunft.

Veröffentlicht am 19.07.2025

interessantes Konzept aber ausbaufähig

Gesellschaftsspiel
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Das Buch scheint auf den ersten Blick unscheinbar und wirkt gewöhnlich. Allerdings war das Thema des Werkes interessant und modern. Ein Tech-Millardär der eine große Veränderung in Weimar plant. Hierbei ...

Das Buch scheint auf den ersten Blick unscheinbar und wirkt gewöhnlich. Allerdings war das Thema des Werkes interessant und modern. Ein Tech-Millardär der eine große Veränderung in Weimar plant. Hierbei geht es um ein neues Modell der Beteiligung der Menschen in der Politik. Über eine App wird ihnen die Möglichkeit gegeben, aktiv an der Gestaltung mitzuwirken.

Das Buch lässt sich sehr leicht und angenehm lesen, die kurzen Kapitel, sowie die unterschiedlichen Kapitel, wie Chatverläufe, Gespräche usw.
Allerdings dauert es, bis das Projekt und die Beteiligung der Menschen relevant ist, bis dahin herrscht eine Stimmung der Ungewissheit. Dabei ist genau diese neue Konzept und der Umgang der Menschen interessant.
Dennoch zeigt uns die Ungewissheit in der wir leben, in der ständig völlig unvorhersehbare Ereignisse geschehen.

Viele Probleme die später im Zusammenhang mit dem Projekt relevant werden, sind teilweise typische Themen die im Zusammenhang mit der Popularität von Menschen und der digitalen Welt. Hierbei wäre ein stärkerer Fokus auf das Projekt schön gewesen.

In allem ein dennoch lesenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Melancholisch

Furye
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Zu Beginn muss ich sagen, dass trotz der Unmengen an Bücher mit wunderschönen Covers die jedes Jahr erscheinen, dieses Cover eines der schönsten bisher für mich ist. Dieses weckt den Anschein, als handele ...

Zu Beginn muss ich sagen, dass trotz der Unmengen an Bücher mit wunderschönen Covers die jedes Jahr erscheinen, dieses Cover eines der schönsten bisher für mich ist. Dieses weckt den Anschein, als handele es sich um das ideale Sommerbuch.

Alec deren echter Name nicht bekannt ist, ist unserer Protagonistin. Die Geschichte spielt in ihrer Jugend, sowie in der Gegenwart. Auch in der Gegenwart spielen Geschehnisse der Vergangenheit weiterhin eine Rolle. Bei einer Fahrt in ihre Heimatstadt ist sie mit Personen, Gefühlen und Ereignissen der Vergangenheit konfrontiert. Hierbei stehen nicht nur schöne Erfahrungen im Vordergrund, sondern vor allem das unschöne und schmerzhafte.

Das Buch überzeugt nicht mit eine aufbrausende Geschichte, sondern über individuelle Personen mit ihren eignen Abgründen, sowie einer melancholischen Stimmung, welche sich durch das Buch zieht.

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