Das Finale hat mich zu Tränen gerührt
Blankenese - Zwei FamilienDieses Buch erschien 2025 in der Bastei Lübbe AG und beinhaltet 475 Seiten.
„Spuren im Gestern, Hoffnung im Morgen“
Wir befinden uns in Hamburg im Jahr 1968. Durch Deutschland geht ein Riss, die neue Generation ...
Dieses Buch erschien 2025 in der Bastei Lübbe AG und beinhaltet 475 Seiten.
„Spuren im Gestern, Hoffnung im Morgen“
Wir befinden uns in Hamburg im Jahr 1968. Durch Deutschland geht ein Riss, die neue Generation befindet sich im Konflikt mit der alten. Ulrike Casparius ist angehende Studentin und sympathisiert mit der Studentenbewegung und rebelliert gegen ihre Eltern. Sabine, ihre sensible Schwester, sucht verzweifelt nach Anerkennung und findet diese in einer Gruppe Hippies und Hausbesetzer, denen sie sich anschließt. Da werden dann große Pläne für eine bessere Zukunft geschmiedet. Einer ihrer Freunde erfährt, dass sie mit Kurt Jacobsen verwandt ist, der für die Bundesanwaltschaft arbeitet. Dies ruft die RAF auf den Plan. Aus Gedankenspielen wird plötzlich tödlicher Ernst… Dies ist ein fesselnder Roman über eine Generation im Aufbruch, über Ideale, Verrat und die Macht familiärer Bande, der bewegend und hochaktuell ist.
Nachdem ich die ersten beiden Teile der Reihe „Blankenese - Zwei Familien“ echt verschlungen habe, musste ich nun unbedingt erfahren, was im Finale der großen Hamburger Familiengeschichte passieren wird. Wieder einmal hat es die Autorin geschafft, mich von der ersten Seite an sofort mitten ins Geschehen der Handlung zu katapultieren. Die Zeit, die hier beschrieben wurde, ist die Zeit des Aufbegehrens der Jugend. Sonja will unbedingt, dass die Reederei in den Händen der Familie bleibt. Doch leider hat der einzige Sohn überhaupt kein Interesse daran. Ulrike, die ältere Tochter ist Studentin und ehrlich, ich mag sie persönlich, ganz besonders, denn sie versucht, ihren eigenen Weg zu finden und macht genau das Gegenteil von dem, was ihre Eltern, besonders ihre Mutter, von ihr erwarten. Sabine, die jüngere Schwester hat so ihre eigenen Probleme und ich habe mit ihr gelitten, gebangt und gehofft. Immer wieder erfahre ich, dass die Kinder Sonjas und Friedrichs sehr wenig Liebe von ihren Eltern erhalten haben. Sie haben mehr mit sich zu tun, wie viele andere der Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Niemand hätte gedacht, dass Sabine sich dann so entwickelt… Kurt Jacobsen hat eine tolle Familie, um die er sich rührend kümmert. Dabei hat er sich zur Aufgabe gemacht, für die Bundesstaatsanwaltschaft zu arbeiten und sowohl für die Gerechtigkeit der Juden als auch gegen die RAF zu kämpfen. Für ihn und seine Familie ist es sehr gefährlich. Und Michael, der „Kleine Junge aus dem KZ“ geht auch seinen Weg. Für ihn habe ich mich besonders gefreut. Doch dann geschieht ein großes Unglück… Man, was habe ich geweint. Die Tränen flossen nur so. Also, haltet unbedingt Taschentücher bereit! Mich hat dieses Finale echt begeistert und ich bin nun etwas traurig, dass diese Familiengeschichte nun leider zu Ende ist. Ich habe sehr viel über die RAF erfahren und glaube, dass es vieler Recherchen bedurfte, um so eine stimmige Geschichte zu Papier zu bringen. Es handelt sich um eine spannende, aufregende, fesselnde und packende Geschichte mit vielen Hintergrundinformationen über die Zeit von 1968 bis 1977. Ich empfehle sie sehr gern weiter. Die Autorin Michaela Grünig hat hier sehr viel Herzblut in diese Geschichte gesteckt. Das merkt man auf jeder Seite, in jeder Zeile. Die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen und Sonja gegenüber stehe ich nun versöhnlich gegenüber. Einfach nur toll und mit einem Ende, mit dem ich nicht wirklich nicht gerechnet habe. Die Geschichte geht zu Herzen. Mich hat die Autorin Michaela Grünig auch dieses Mal wieder begeistert, fasziniert und komplett überzeugt.