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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.12.2021

Rosalie im Haifischbecken der Familie Ullstein

Die Ullsteinfrauen und das Haus der Bücher
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Die historische Romanbiographie von Beate Rygiert erzählt die faszinierende Geschichte der Rosalie Gräfenberg, die zweite Ehefrau von Generaldirektor Dr. Franz Ullstein. Rosalie ist eine starke Persönlichkeit, ...

Die historische Romanbiographie von Beate Rygiert erzählt die faszinierende Geschichte der Rosalie Gräfenberg, die zweite Ehefrau von Generaldirektor Dr. Franz Ullstein. Rosalie ist eine starke Persönlichkeit, in die sich der Witwer Franz gleich verliebt. Gegen die Widerstände der Ullstein-Familie heiraten die beiden und müssen gegen die Intrigen der Familie kämpfen. In ihrer Freundin Vicki Baum, die ebenfalls für den Ullsteinverlag arbeitet, findet sie tatkräftige Unterstützung.
Mir gefällt das kunstvolle Buchcover mit Berlin im Hintergrund und den zwei schönen Frauen (Lisbeth Saalfeld, Tochter von Franz und Rosalie, Franz zweite Ehefrau) im Vordergrund sehr.
Beate Rygiert versteht es den Leser mit ihrem flüssigen Schreibstil zu fesseln und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Super finde ich auch, dass man im Nachwort kurz nachlesen kann, wie es es mit Rosalie, Franz und dem Ullsteinverlag während der Nazizeit weitergeht. Wichtig finde ich auch die Erwähnung, welche Personen erfunden sind.
Ein tolles Buch und ich bin mir sicher, dass ihr damit ein Bestseller gelungen ist.

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Veröffentlicht am 22.12.2021

Lewer duad üs Slav

Die Hafenärztin. Ein Leben für die Freiheit der Frauen (Hafenärztin 1)
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Das Buchcover ist ein Hingucker. Im Hintergrund ist das historische Hamburg zu erkennen; im Vordergrund die Hafenärztin. Der Buchtitel und vor allem der Klappentext macht auf das Buch neugierig. Schon ...

Das Buchcover ist ein Hingucker. Im Hintergrund ist das historische Hamburg zu erkennen; im Vordergrund die Hafenärztin. Der Buchtitel und vor allem der Klappentext macht auf das Buch neugierig. Schon während den ersten Seiten hat mich der Schreibstil der Autorin Henrike Engel gepackt und ich habe den historischen Kriminalroman in einem Rutsch gelesen.
Die Geschichte beginnt mit der Flucht der geheimnisumwitterten Dr. Anne Fitzpatrick aus London zurück nach Hamburg, um im Frauenverein als Ärztin notdürftige Frauen und deren Kinder kostenlos zu behandeln und um somit für die Freiheit der Frauen zu kämpfen. Des Weiteren eröffnet sie das grüne Haus am Hafen, um so eine Anlaufstelle für Prostituierte zu sein, die dort mit Essen und medizinischer Behandlung versorgt werden oder einfach nur kommen, um sich dort aufzuwärmen. Finanziell unabhängig und als eine der wenigen Frauen, die Medizin studiert haben, wirkt sie souverän, abgeklärt und authentisch, Die naive Pastorentochter Helene rebelliert gegen ihren strengen Vater und möchte was Nützliches aus ihrem Leben machen. Sie ist von der Frauenbewegung fasziniert und sucht Kontakt zum Verein „Frauenwohl“. Bei der Eröffnung des grünen Hauses entdeckt sie eine Leiche im Hafen. Sie ist noch sehr unreif und anstatt tatkräftig bei dem Verein mitzuhelfen, ist sie mit sich selbst beschäftigt und bemitleidet sich. Der fußballspielende Kommissar Berthold erhält die Chance als Leiter einer kleinen Truppe den Hafenmörder zu finden. Der Leser erhält interessante Informationen über die Ermittlungsarbeiten bei der Polizei im kaiserlichen Hamburg.
Die Rettung von Anne fand ich etwas konstruiert. Das Ende kam auch etwas abrupt, möglicherweise liegt es daran, weil es noch eine Fortsetzung gibt, die dann im Jahr 1911 handelt.

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Veröffentlicht am 16.12.2021

Packender historischer Roman

Die Übersetzerin
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Das schöne Buchcover, der interessante Buchtitel und der Klappentext haben mich auf das Buch neugierig gemacht. Da ich bisher noch keinen Roman von Jenny Lecoat gelesen habe, war ich auf ihren Schreibstil ...

Das schöne Buchcover, der interessante Buchtitel und der Klappentext haben mich auf das Buch neugierig gemacht. Da ich bisher noch keinen Roman von Jenny Lecoat gelesen habe, war ich auf ihren Schreibstil gespannt und ich war total begeistert. Die Geschichte beginnt gleich dramatisch mit der Besetzung der Kanalinsel Jersey durch die Nazis und der Spannungsbogen wird bis zum Ende des Romans gehalten. Immer wieder gelingt es Hedy sich aus der Lebensgefahr zu befreien.
Gleich zu Beginn erfährt der Leser, dass diese Geschichte in den Grundzügen wahr ist. In der Danksagung wird auf die Quelle des Tatsachenmaterials verwiesen. Hier erfährt der Leser auch, dass Dorothea in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem den Status einer Gerechten unter den Völkern verliehen wurde.
Fazit:
Eine Kauf- und Leseempfehlung für historisch interessierte Leser.

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Veröffentlicht am 14.12.2021

Herrliches Weihnachtsgeschenk für Walt Disney Fans

Onkel Dagobert und der Geist der Weihnacht
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Mir gefällt das Buchcover sehr gut. Als Walt Disney Fan war ich auf das Bilderbuch sehr gespannt. Dieser Comic ist auch für mich als erwachsene Person sehr interessant, da man sich gleich in die Kindheit ...

Mir gefällt das Buchcover sehr gut. Als Walt Disney Fan war ich auf das Bilderbuch sehr gespannt. Dieser Comic ist auch für mich als erwachsene Person sehr interessant, da man sich gleich in die Kindheit zurückversetzt fühlt. Gleichzeitig kann man auch den Enkel diese Weihnachtsgeschichte vorlesen und gemeinsam die großen Bilder eingehend betrachten. Diese Erzählung ist relativ kurz und so bleiben auch die Enkel konzentriert an dieser Geschichte kleben. Da es noch weitere Weihnachtsgeschichten gibt, die in bekannter Manier mit Sprechblasen gefüllt sind, kann man dieses Buch noch mehrmals in die Hand nehmen.
Auch die Qualität des Buches ist sehr gut, so dass man keine Angst haben muss, dass das Bilderbuch schnell auseinander fällt.
Fazit:
Insgesamt denke ich, dass dies ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk für Jung und Alt ist.

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Veröffentlicht am 10.12.2021

Bemerkenswerter historischer Berlin-Roman

Berlin Friedrichstraße: Novembersturm
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Der historische Roman von Ulrike Schweikert erzählt die faszinierende Geschichte von drei wohlhabenden Familien und einer armen Familie, die im gleichen Haus (Vorderhaus bzw. Hinterhaus) wohnen und deren ...

Der historische Roman von Ulrike Schweikert erzählt die faszinierende Geschichte von drei wohlhabenden Familien und einer armen Familie, die im gleichen Haus (Vorderhaus bzw. Hinterhaus) wohnen und deren Kinder (Ende des 19.Jahrhunderts) fast im gleichen Alter sind. Die Hauptpersonen dieses Romans sind diese Kinder, die während der Weimarer Republik inzwischen erwachsen geworden sind. In diesen chaotischen Zeiten, gibt es politisch keine Beständigkeit, nur diese inzwischen erwachsene Personen sind weiterhin (mehr oder weniger) miteinander verbunden.
Ulrike Schweikert versteht es den Leser mit ihrem flüssigen Schreibstil zu fesseln und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen.
Die Autorin schafft es geschickt, berühmte Persönlichkeiten, die ebenfalls in Berlin lebten in die Geschichte mit einzubeziehen. Super finde ich auch, dass man im Nachwort die Quellen der verwendeten Literatur und auch die berühmten Filme dieser Zeit nachlesen kann. Begeistert war ich auch von dem historischen Stadtplan von Berlin (1920) in der Innenseite des Buches.
Ich bin mir sicher, dass ihr damit ein Bestseller gelungen ist und ich bin schon auf Teil 2 gespannt.

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