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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2023

Mühlbach während der Kaiserzeit

In Liebe, deine Lina (Mühlbach-Saga 1)
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Mein erster Eindruck von dem Buch war gleich sehr positiv. Das wundershöne Buchcover passt optimal zur Geschichte. Man spürt sofort die innige Liebe der beiden jungen Menschen, die entsprechend der damaligen ...

Mein erster Eindruck von dem Buch war gleich sehr positiv. Das wundershöne Buchcover passt optimal zur Geschichte. Man spürt sofort die innige Liebe der beiden jungen Menschen, die entsprechend der damaligen Zeit bäuerlich gekleidet sind. Schließlich haben die Leute auf dem Land immer etwas zu arbeiten. Der Klappentext hat mich auf eine interessante Geschichte neugierig gemacht. Hierbei habe ich jedoch die im Klappentext beschriebene folgenschwere Begegnung früher erwartet, als dies letztendlich im Buch beschrieben wurde. Nichts desto trotz wurde der Spannungsbogen bis zum Schluss gehalten und dies lag nicht nur an Schreibstil von Barbara Leciejewski. Genial fand ich den Schlusssatz: „der Weltkrieg musste ohne sie stattfinden“.
Die Autorin schafft es geschickt, die beiden Welten verständlich zu beschreiben: zum einen die Leute auf dem Land mit ihren engstirnigen Ansichten, wo der technische Fortschritt mit Jahren Verspätung ankommt und zum anderen die Leute in der Stadt mit ihrer offenen Weltansicht, wo man schnell vergisst und die mit ganz anderen Problemen zu kämpfen hatten, wie die Leute auf dem Land.
Der chronologische Aufbau sowie die Strukturierung des Buchs mit den relativ kurzen Kapiteln machten es mir sehr einfach, in jeder freien Minute immer wieder ein weiteres Kapitel zu lesen....und noch eins und noch eins.
Fazit:
Dies war mein erstes Buch von Barbara Leciejewski und garantiert nicht mein letztes.
Absolute Kauf- und Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 12.11.2023

Leider langweilig

Die Postbotin
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Das Buchcover ist ein Hingucker und man sieht das Berliner Postfuhramt, in dem die Freundinnen Regine und Evi seit Kriegsbeginn 1914 arbeiten. Der Klappentext klingt sehr interessant, leider hapert es ...

Das Buchcover ist ein Hingucker und man sieht das Berliner Postfuhramt, in dem die Freundinnen Regine und Evi seit Kriegsbeginn 1914 arbeiten. Der Klappentext klingt sehr interessant, leider hapert es an der Umsetzung. Die Geschichte hat mich absolut nicht mitgerissen, obwohl der Schreibstil von Elke Schneefuss an sich ok war. Aber auch hier haben mir jedoch einige umgangsprachliche Äußerungen und auch Schreibfehler gestört. Ich fand die Geschichte um Bernardine und dem Problem mit ihrer Glaubensschwester zog sich immer mehr und langweilte mich immer mehr. Bezüglich ihrer Glaubensrichtung fand ich diesen Erzählstrang ziemlich oberflächlich. Hier hätte ich mehr Tiefgang gewünscht oder alternativ keine Erwähnung ihrer konkreten religiösen Ausrichtung.
Von der Protagonistin Regine, die einen Streik organisieren will, hätte ich mehr Tatkraft in dieser Richtung und auch viel mehr Raum im Buch gewünscht bzw. erwartet. Dieses Hauptthema kam für meinen Geschmack viel zu kurz.
Der Handlungsstrang um Regines Freundin Evi und ihrer Kollegin Gretchen entwickelte sich für meinen Geschmack auch viel zu langsam und die immer wiederkehrenden und ähnlichen Dialoge haben mich leider auch nicht begeistert. Hier hätte ich mir mehr Dynamik erhofft. Ich konnte den beschriebenen Laufweg von Evi anhand des historischen Stadtplans, der sich auf der Innenseite des Buches befindet, leider nicht nachvollziehen.
Leider hat mich keiner der drei Haupthandlungsstränge wirklich gepackt.
Man kann, muss aber dieses Buch nicht unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 29.10.2023

Darm gut - alles gut

Das Glück liegt im Darm
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Das schöne Buchcover und der Buchtitel passen sehr gut zusammen. Die Autorin Elisabeth Polster wirbt in ihrem Buch „das Glück liegt im Darm“ eindringlich für eine Darmsanierung. Das Buch ist in fünf Teile ...

Das schöne Buchcover und der Buchtitel passen sehr gut zusammen. Die Autorin Elisabeth Polster wirbt in ihrem Buch „das Glück liegt im Darm“ eindringlich für eine Darmsanierung. Das Buch ist in fünf Teile aufgeteilt, die wiederum in weitere Unterkapitel aufgeteilt sind. Der letzte Teil enthält leckere Rezepte. Die Autorin erläutert in einfachen Worten im ersten Teil die Zusammenhänge von Mikrobiom, Verdauung und Darmbarriere. Im zweiten Teil geht die Autorin dann auf die anderen Organe wie zum Beispiel die Haut ein. Die beigefügten Abbildungen verdeutlichen noch zusätzlich den Text und die ersten beiden Teile haben mir sehr gut gefallen. Aufgrund des dritten Teils hätte man den Buchtitel „Das Glück liegt im Darm“ auch „die Gesundheit beginnt im Darm“ benennen können. Hier dienen die Abbildungen eher der Auflockerung, als dass sie einen tatsächlichen Mehrwert besitzen. Aber auch dieser Teil hat mir sehr gut gefallen.
Sehr interessant fand ich nach der ganzen Theorie, was ich persönlich für einen gesünderen Darm machen kann. Hilfreich waren mir dabei die vielen Rezepte im letzten Teil des Buches.
Einige habe ich bereits ausprobiert und diese haben mir sehr gut geschmeckt.
Absolute Kauf- und Leseempfehlung für den medizinischen Laien

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Veröffentlicht am 21.10.2023

Cui bono

Der Totengräber und der Mord in der Krypta (Die Totengräber-Serie 3)
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Das raffiniert gestaltete Buchcover ist wieder ein Hingucker und hat hohen Wiedererkennungswert. So sieht man wieder das historische Wien, das durch einen beleuchteten Sarg überblendet wird. Schon während ...

Das raffiniert gestaltete Buchcover ist wieder ein Hingucker und hat hohen Wiedererkennungswert. So sieht man wieder das historische Wien, das durch einen beleuchteten Sarg überblendet wird. Schon während der ersten Seiten hat mich der Schreibstil des Autors Oliver Pötsch wieder gepackt. Dieser dritte Fall des Inspektors Leopold von Herzfeldt ist für mich auch das dritte Buch aus dieser Serie. Wie bei der Henkerstochter-Reihe, bei der der eigentliche Hauptprotagonist der Henker Jakob Kuisl ist, ist hier der Hauptprotagonist nicht der Totengräber Augustin Rothmayer, sondern der Inspektor Leopold von Herzfeldt. Während der Totengräber dabei ist, ein Buch mit dem Titel „Spuk und Geistererscheinungen“ zu schreiben, muss sich Leopold erst einmal mit dem Fall um den Toten in der Stephansgruft beschäftigen, der mit dem Oberpolizeirat Stukart befreundet war. Weitere Tote kommen hinzu, die ebenfalls ermordet wurden. Beim Lösen dieser Fälle hilft Leopold die Frage „cui bono“ (wem nützt es). Ich finde die Auflösung überraschend, aber sehr schlüssig.
Ich fand alle Hauptprotagonisten auf ihre Weise sehr sympathisch, auch wenn sie in unterschiedlichen Welten leben. So schätzt Leopold den schrulligen Totengräber inzwischen nicht nur beruflich als Informationsquelle sehr. Seine Freundin Julia, die Tatortfotografin und Mutter von Sisi ist, hat sogar eine freundschaftliche Beziehung zum Totengräber und vor allem zu seiner Pflegetochter Anna, die ihrerseits gerne mit ihrer Tochter Sisi spielt.
Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen. Es ist ein spannendes einfallsreiches Buch, das ich absolut weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 01.10.2023

Leichenfund in Essen 1948

Helle Tage, dunkle Schuld
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Das schöne Buchcover, der interessante Buchtitel und der Klappentext haben mich auf das Buch neugierig gemacht. Da ich bisher noch keinen Roman von Eva Völler gelesen habe, war ich auf ihren Schreibstil ...

Das schöne Buchcover, der interessante Buchtitel und der Klappentext haben mich auf das Buch neugierig gemacht. Da ich bisher noch keinen Roman von Eva Völler gelesen habe, war ich auf ihren Schreibstil gespannt und ich war überwiegend von ihrem Schreibstil begeistert.
Man springt mit der wahren Begebenheit, der dunklen Schuld, die im März 1945 in Essen stattgefunden hatte, sofort in die Geschichte, die aufgrund der flüssigen Schreibweise einen sofort packt! Danach geht es drei Jahre später mit dem fiktiven Kriminalfall weiter. Inspektor Carl Bruns muss den Fenstersturz einer unbeliebten älteren Frau klären. Dabei trifft er seine erste Liebe wieder, die ebenfalls in Gefahr ist. Und es werden weitere Morde folgen.
Die fiktiven Protagonisten wirken authentisch. So haben diese ihre Geheimnisse und keine(r) ist ohne Schuld. Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen. Es gefällt mir, dass die einfachen Leute Dialekt sprechen, da so ein Bezug zum Ruhrpott hergestellt wird. Mich haben jedoch manche ordinäre Ausdrucksweisen gestört.
Für mich ist dieses Buch eher ein Roman der Nachkriegszeit, der die Stimmung sehr gut beschreibt als ein spannender Krimi. Viele Szenen sind vorhersehbar und bergen (bis auf das doch überraschende Ende) wenig Überraschungen.
Fazit:
Ich kann den Roman den Lesern empfehlen, die sich für die Nachkriegszeit interessieren.

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