Profilbild von judithswoerteraufpapier

judithswoerteraufpapier

aktives Lesejury-Mitglied
offline

judithswoerteraufpapier ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit judithswoerteraufpapier über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.01.2020

Endlich mal ein Good Guy zum Verlieben...

Sinking Ships
0

Bei Sinking Ships handelt es sich um den zweiten Band der Fletcher University Reihe. Zu der Reihe gehören ebenfalls Burning Bridges (erster Band, bereits erschienen) und Hiding Hurricanes (Erscheinungstermin: ...

Bei Sinking Ships handelt es sich um den zweiten Band der Fletcher University Reihe. Zu der Reihe gehören ebenfalls Burning Bridges (erster Band, bereits erschienen) und Hiding Hurricanes (Erscheinungstermin: 1. Juli 2020). Das Buch und die Geschichte um Carla und Mitchell ist in sich abgeschlossen und beendet. Es kommen jedoch die Hauptcharaktere aus den Folgebänden bereits vor. Außerdem kamen die beiden Charaktere als Nebencharaktere bereits in dem ersten Band der Reihe vor. Es empfiehlt sich also, die Fletcher University-Reihe mit Burning Bridges (Band 1) zu starten und anschließend Sinking Ships (Band 2) und Hiding Hurricans (Band 3) zu lesen.

Das Cover zu Sinking Ships gefällt mir persönlich nicht sonderlich gut, jedoch wesentlich besser als das zu Burning Bridges. Zwar ist mit den glitzernden goldenen Funken ein wenig etwas Besonders und ins Augestechendes versucht wurden, ganz von sich überzeugen konnte es mich jedoch nicht ganz von sich. Und auch eine in der Geschichte vorkommende Thematik ist mit den rauschenden Wellen schön verbildlicht wurden. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich es als positiv empfinde, dass mal etwas anderes als die momentanen „typischen“ NewAdult-Buchcover ausprobiert wurde.

Der Klappentext gibt meiner Meinung nach nicht sonderlich viel über die Geschichte preis, aber genug um eine konkrete Vorstellung zu der Handlung zu haben. Natürlich erfüllt der Klappentext seinen Zweck das Interesse und die Neugierde des Lesers zu wecken. Und meiner Meinung nach tut der einseitige Prolog sein Rest, denn danach möchte man unbedigt weiterlesen. Und ich kann hier nur meine Empfehlung aussprechen dies auch zu tun, denn die Geschichte von Carla und Mitchell verdient es gelesen zu werden!
Die Geschichte ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive einer der beiden Hauptprotagonisten, Carla und Mitchell, geschrieben. So dass man als Leser von beiden sowohl die Gedankengänge als auch die Handlungsmotive gut verstehen und nachvollziehen kann. Und hier muss ich überraschender Weise zugeben, dass mir die Kapitel aus der Sicht des männlichen Charakters ein Ticken besser gefallen haben als die des Weiblichen, was sonst eher selten so ist. Aber was soll ich sagen? Ich habe mein Herz ein bisschen an Mitchell verloren. Momentan ist diese Erzählstil mein präferierter Stil und ich hoffe sehr, dass Tami auch die Geschichte von Lenny und Creed in dieser Weise erzählen wird. Der Schreibstil der Autorin, hat sich meiner Meinung nach im Vergleich zu ihrem Debütroman, noch einmal verbessert und kann nur als wirklich unglaublich gut und flüssig beschrieben werden. Ich bin komplett in der Geschichte versunken und habe das Buch in nahezu einem Schwung durchgelesen.
Aber nun zu den beiden Protogonisten in diesem Buch – Carla und Mitchell – und ihre (Liebes-)Geschichte.
Da ich bereits den ersten Band gelesen habe, waren mir beide Charaktere zuvor bereits bekannt, jedoch ehrlich gesagt nicht wirklich mehr als ihre Namen und ihr Äußeres. Besonders Carla hat in Burning Bridges am Anfang so gar keinen guten Eindruck auf mich gemacht, was sich zwar im Laufe des ersten Bands etwas geändert hat, jedoch war ich ihrem Charakter trotzdem ein wenig skeptisch über eingestellt. Besonders ihre vielen spanischen Ausdrücke haben mich von Zeit zu Zeit ein wenig gestört beim Lesen. Hier hat es die Autorin meiner Meinung nach ein wenig zu gut gemeint. Carla ist eine unglaublich starke und tough Frau, die neben dem Studieren und Arbeiten auch noch Familie und Haushalt unter einem Hut bekommt. Aufgrund von Geheimnissen und persönlichen Problemen hat sich Carla in der Vergangenheit eher abgeschottet und zurückgezogen.
Und nun zu Mitchell. Kann ich bitte meinen eigenen Mitchell bekommen?!
Mitchell kann man durch und durch als einen Good Guy beschreiben und obwohl ich sagen würde, dass ich eher auf die Bad Boys stehe, muss ich gestehen, dass Mitchell mein Herz gestohlen hat. Sein fast schon zu perfekter Charakter hat es mir wirklich angetan.
Ehrlichgesagt fand ich die Entwicklung der Gefühle und der Beziehung von Carla und Mitchell unglaublich schön. Ich konnte wirklich mit den beiden mitfühlen. Natürlich konnte auch diese (Liebes-)Geschichte nicht ohne ein wenig unnötiges Drama geschrieben werden, aber es war bei weitem nicht so unrealistisch und übertrieben wie noch bei Ella und Ches. Und das Ende war meiner Meinung nach wirklich perfekt ♥
Für mich bleibt jedoch auch in diesem Band das Problem mit den Nebencharakteren, denn meiner Meinung nach sind diese immer noch ein wenig zu wenig ausgearbeitet und individualisiert, da sie meistens bis auf eine markante Macke, beispielsweise werden bei Savannah ihre psychische Probleme thematisiert, nichts besonders an sich hatte. Lediglich zu der Person Lenny hat man ein wenig mehr (aber auch nicht wirklich viel mehr) erfahren.
Nachdem mich Burning Bridges leider nicht wirklich von sich überzeugen konnte, konnte mich Sinking Ships eindeutig mehr begeistern und von sich überzeugen. Ich freue mich nun schon darauf wieder an die Fletcher-University zu gehen und in Hiding Hurricanes die Geschichte um Lenny und Creed mitzuerleben. Denn sowohl in Burning Bridges als auch Sinking Ships hat der Charakter Creed ein gewisses Interesse in mir geweckt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2020

Anders als erwartet und auch ein wenig enttäuschend...

Burning Bridges
0

Bei Burning Bridges handelt es sich um den ersten Band der Fletcher University-Reihe. Zu dieser Reihe gehören ebenfalls Sinking Ships (bereits erschienen) und Hiding Hurricanes (Erscheinungstermin: 1. ...

Bei Burning Bridges handelt es sich um den ersten Band der Fletcher University-Reihe. Zu dieser Reihe gehören ebenfalls Sinking Ships (bereits erschienen) und Hiding Hurricanes (Erscheinungstermin: 1. Juli 2020). Das Buch und die Geschichte um Ella und Ches ist in sich abgeschlossen und beendet. Es kommen jedoch die Hauptcharaktere aus den Folgebänden bereits vor. Es empfiehlt sich also, die Fletcher University-Reihe mit Burning Bridges (Band 1) zu starten und anschließend Sinking Ships (Band 2) und Hiding Hurricans (Band 3) zu lesen.

Das Cover zu Burning Bridges gefällt mir persönlich nicht sonderlich gut. Zwar ist mit den glitzernden goldenen Funken ein wenig etwas Besonders und ins Augestechendes versucht wurden, ganz von sich überzeugen konnte es mich jedoch nicht ganz von sich. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich es als positiv empfinde, das mal etwas anderes als die momentanen „typischen“ NewAdult-Buchcover ausprobiert wurde. Der Klappentext ist meiner Meinung nach auch eher nichts aussagend, besonders nachdem man das Buch beendet hat, gibt es im Nachhinein nicht wirklich etwas von der tatsächlichen Handlung preis. Jedoch erfüllt der Klappentext seinen Zweck, da es mit dem letzten Satz „Und je näher Ella ihm kommt, desto größer wird die Gefahr, in die sie sich begibt ...“ natürlich das Interesse und die Neugierde des Lesers weckt. Tatsächlich überzeugen und auch zum Kauf des Buches bewegen konnte mich dann die ersten Seiten des Buches. Man wird als Leser sofort in die Geschichte reingeschmissen und ich war sofort hellauf begeistert, so dass das Buch bei mir eingezogen ist und ich es dann auch als erstes Buch im Jahr 2020 gelesen habe.
Die gesamte Geschichte über ist das Buch aus der Sicht von Ella Johns, dem weiblichen Hauptcharakter der Geschichte, in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass ihre Gefühle und Gedankengänge sehr gut nachvollziehbar sind (sofern sie denn nachvollziehbar sein können). Die Gedanken des männlichen Parts der Geschichte, Ches, bleiben daher nahezu die gesamte Zeit eher unergründlich, was natürlich aber auch die Spannung bezüglich seines Geheimnisses aufrechterhält. Momentan präferiere ich persönlich Geschichten im NewAdult-Genre, welche aus der Sicht der beiden Hauptcharaktere geschrieben ist, da ich beim Lesen immer das Gefühl habe, dass ich mich so besser in die beiden Personen hineinversetzten kann und auch deren Handlungen besser nachvollziehen kann. Doch ist der Schreibstil der Autorin, besonders für einen Debütroman, wirklich unglaublich gut. Die Geschichte lässt sich durchweg flüssig lesen.
Aber nun zu den beiden Protogonisten in diesem Buch – Ella und Ches – und ihre (Liebes-)Geschichte.
Bei Ella weiß ich ehrlich gesagt gar nicht wo ich anfangen soll, da ich in dieser Rezension nicht spoilern möchte. Aber bis zum Ende bin ich leider nicht warm geworden mit ihrer Art und Weise. Obwohl ich am Anfang noch hellauf begeistert von ihr war und sie wirklich als charakterstark empfand. So verlor ich dieses Gefühl beim weiteren Lesen des Buches leider. Besonders durch ihre unglaubliche Naivität und einige wirklich unkluge Handlungen, die mich mehr als ein bisschen in den Wahnsinn getrieben haben, habe ich mich im Laufe der Geschcihte immer mehr von ihr entfernt.
Und zu Ches kann ich außer seinem unglaublich guten Aussehen und seinem Geheimnis, welches ich aber ja für mich behalte, nicht wirklich viel sagen. Hier finde ich, dass der Charakter wirklich zu wenig herausgearbeitet wird und wir als Leser zu wenig hinter die Fassade blciken können.
Ehrlichgesagt fand ich die Beziehung von Ella und Ches, sowie deren ganze Entwicklung weder greifbar noch in irgendeiner Hinsicht wirklich nachvollziehbar. Viele der Situationen wirkten irgendwie gestellt und nicht authentisch.
Die Nebencharaktere waren mir persönlich zu wenig ausgearbeitet und individualisiert, da sie meistens bis auf eine markante Macke, bespielsweise spricht Carla Sprichwörter falsch aus oder Savannah hat psychische Probleme, nichts besonders an sich hatte.
Und auch der Plot, also das Geheimnis und wie am Ende damit umgegangen wird – besonders Ellas Handlungen am Ende – waren für mich dann leider noch unrealistischer als die Geschichte zuvor und konnte mich leider überhaupt nicht packen. Schon als der erste Hinweis auf das Geheimnis gegeben wurde, muss ich ehrlich zugeben, dass ich zeitweise überlegt habe das Buch tatsächlich abzubrechen.
Auch wenn mich Burning Bridges nicht wirklich von sich überzeugen konnte und auch die beiden Charaktere, welche in dem zweiten Band (Sinking Ships) die Hauptfiguren darstellen werden (Carla Santos und Mitchell Moore), mich nicht wirklich von sich überzeugen konnten, habe ich dieses bereits zuhause liegen und werde es lesen. Danach wird wohl entschieden, ob auch der dritte Band der Fletcher University-Reihe gelesen wird. Momentan muss ich dazu sagen, dass mich der männliche Hauptprotagonist aus Hiding Hurricans doch am meisten reizt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Viele Sekündchen Lesevergnügen

A Good Girl’s Guide to Murder
0

„Aber manchmal war Erinnern eben nicht für einen selbst, sondern etwas, was man einfach tat, um jemand anderen zum Lächeln zu bringen.“

Das Cover zu dem Buch ‚A Good Girl‘s Guide to Murder‘ konnte mich ...

„Aber manchmal war Erinnern eben nicht für einen selbst, sondern etwas, was man einfach tat, um jemand anderen zum Lächeln zu bringen.“

Das Cover zu dem Buch ‚A Good Girl‘s Guide to Murder‘ konnte mich tatsächlich nicht komplett von sich überzeugen und nun auch nachdem ich die Geschichte gelesen habe, denke ich persönlich einfach, dass man das Cover schöner und auch interessanter gestaltet haben könnte. Jedoch hat der Titel sofort mein Interesse geweckt. Und auch der Klappentext und die Leseprobe konnten mich begeistern und der Rest des Buches hat mich absolut nicht enttäuscht – schonmal eine klare Leseempfehlung von mir!
Der Schreibstil der Autorin Holly Jackson ist unglaublich gut und flüssig zu lesen. Die ganze Aufmachung des Buches konnte mich einfach restlos begeistern. Obwohl die Erzählweise zwischen Handlungssträngen (allwissender Erzähler) und Protokolleinträgen (aus der Ich-Perspektive von Pippa) wechselt, kann die Geschichte problemlos vom Leser verfolgt werden. Vielleicht macht gerade dieser Wechsel die Besonderheit des Schreibstils aus. Ich habe so etwas in der Art ehrlich noch nicht gelesen und war positiv überrascht.
Außerdem gibt es in den Protokolleinträgen auch immer noch kleine Bilder, Textnachrichten oder kopierte Seite, welche das Buch zu einem unglaublichen Leseerlebnis machen. Man sieht an den ganzen Details wie viel Liebe in dem Buch und der Geschichte steckt.
Die erzählte Geschichte war von Anfang an spannend und der Spannungsbogen wurde auch die gesamte Zeit über aufrechterhalten, so dass man als Leser immer mehr und neue Theorien hatte. Das für mich unerwartete und doch so perfekt passende Ende konnte mich dann endgültig von diesem tollen Buch überzeugen. Und dies bezieht sich nicht nur auf das Ende des Falls um Andie und Sal, sondern auch das Ende für die Pippa, Ravi und einige Nebencharakter – aber lest am besten selbst :)
Die Hauprotagonisten Pippa, oder bessergesagt Pip wie sie von allen genannt wird, ist ein sympathisches, selbstbewusstes junges Mädchen, welche in dem Buch durchaus das ein oder andere Mal etwas naiv wirkt und auch so handelt. Jedoch gehört Pip mit ihrem sarkastischen Humor zu meinen absoluten Lieblingsbuchcharakteren. Gerade bei ihren Konversationen mit Ravi, dem Bruder von Sal und ihrem „Partner in Crime“ habe ich nur zu oft beim Lesen geschmunzelt. Neben diesen beiden Charakteren möchte ich auch noch Pippa’s Stiefvater erwähnen, der mir unglaublich gut gefallen hat.
Jetzt kommen wir zu den wenigen Punkten, die ich nicht hundertprozentig gelungen fand und warum ich nicht fünf Sterne, sondern „nur“ vier Sterne für dieses Buch vergeben habe.
Für mich waren in der Geschichte zu viele Nebencharaktere vorhanden. Zwar muss ich der Autorin hier zugutehalten, dass nahezu jeder der vorgekommenen Nebencharaktere einen Sinn hatten, da sie den Verlauf der Geschichte und somit die Ermittlung von Pippa voran gebracht haben, jedoch waren es mir besonders im mittleren Teil zu viele verschiedenen Charaktere, so dass ich zeitweise fast etwas überfordert und verwirrt war. Des Weiteren ist mir Pippas alltägliches Leben, denn ihre Schulfreunde haben wir kennengelernt, etwas zu sehr vernachlässigt wurden und meiner Meinung nach etwas zu kurz gekommen.
Als letztes möchte ich noch auf die für mich persönlich vorhandenen Parallelen zu der Serie Pretty Little Liars hinweisen, jedoch nicht genauer eingehen, denn zwar sind mit Parallelen während des Lesens durchaus aufgefallen, aber absolut nicht im Negativen Sinne.
Auch wenn das Buch ‚A Good Girl’s Guide to Murder’ für mich das erste Buch in dieser Genrerichtung (Jugendthriller) war, konnte es mich überzeugen und ich werde in Zukunft sicher nochmal öfter ein Buch in diesem Genre lesen!
Auf jeden Fall werde ich den Folgeband lesen, wann auch immer dieser erscheinen wird!

  • Spannung
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2019

Liebe oder Krone - eine Geschichte mit viel (meiner Meinung nach) ungenutztem Potential...

Liebe oder Krone / Träume nicht dein Leben
0

Leider könnte mich das Buch nicht überzeugen, daher auch lediglich die Bewertung von zwei von fünf möglichen Sternen.
Aber fangen wir zunächst einmal mit dem wunderschönen Cover an, welches sofort meine ...

Leider könnte mich das Buch nicht überzeugen, daher auch lediglich die Bewertung von zwei von fünf möglichen Sternen.
Aber fangen wir zunächst einmal mit dem wunderschönen Cover an, welches sofort meine Neugierde auf das Buch geweckt hat. Ich finde die gesamte Gestaltung des Covers wunderschön und auch passend zu der Geschichte. Auch der Klappentext klingt für mich vielversprechend. Der Schreibstil ist wirklich gut. Ich finde es sehr gut, wie die neue Welt beschrieben wird und auch allgemein die Beschreibungen der Stadt und des Lebens, die eine grobe Vorstellung geben, aber noch genug Platz für eigene Fantasien haben. Die Grundidee finde ich unglaublich spannend, auch wenn ich mich immer noch frage, was mit den zwei verbliebenen Königreichen ist, da nur fünf von sieben Königreichen an dem Connecting teilnehmen, aber das möchte ich hier gar nicht weiter vertiefen.

Kommen wir zu meiner Meinung zu der Geschichte von Jill, dem weiblichem Hauptcharakter, aus dessen Sicht das gesamte Buch geschrieben ist. Jill ist 17 Jahre alt und hat den Wunsch, Königin zu werden. Dieser wird in der Geschichte leider nicht näher begründet und damit fingen meine „Probleme“ mit dem Buch leider schon an. Da Jill eine unglaublich schüchterne und unsichere Person ist, kann ich einfach nicht den Wunsch Königin zu werden nachvollziehen. Die Unsicherheit, auch wenn sie bereits im Klappentext erwähnt wird, waren unglaublich präsent und sorgt doch dafür, dass sich die Geschichte unheimlich langsam entwickelt. Auch hier glaube ich, dass dies zwar die Intention der Autorin war, mich aber ehrlich dadurch einfach nicht wirklich packen konnte. Denn meiner Meinung nach entwickelt sich Jill im Laufe des Buches leider absolut gar nicht und ich konnte viele ihrer Handlungen oder eben nicht vorhandenen Handlungen einfach nicht nachvollziehen, was aber auch einfach daran liegen könnte, dass ich den Grund der Unsicherheiten nicht kannte und sie somit wirklich schwer nachvollziehen konnte. Zwar wird im Buch erwähnt, dass Jill "erst unsichtbar, dann unbeliebt, verurteilt und links liegen gelassen" wurde, jedoch wird nicht weiter auf Jills Vergangenheit eingegangen. Auch hatte ich glücklicherweise nie wirklich groß mit Unsicherheiten in meinem Leben zu kämpfen, so dass es mir wirklich schwer fiel mich in Jill hineinzuversetzen und auch mich mit ihr identifizieren zu können.

Außerdem hat das Buch für mich einfach viel zu viele Charaktere – 25 Mädchen die Königinnen werden wollen, 5 Thronfolger, die Zofen, die Kameraleute, die Menschen, die im Palast arbeiten, usw. Die Autorin hat versucht jeden noch so kleinen Nebencharakter einzigartig und individuell zu gestalten, jedoch waren mir viele im Laufe der Geschichte einfach zu unnötig. Für mich ist es wichtig, dass auftauchende Charaktere einen Grund haben um an dieser Stelle in der Geschichte aufzutauchen und bei vielen Nebencharakteren konnte ich den Grund beziehungsweise den Sinn einfach nicht erkennen. Gerade das Kennenlernen der ganzen Mädchen hat sich im Buch meiner Meinung nach viel zu sehr in die Länge gezogen. Jedoch möchte ich hier positiv erwähnen, dass die Autorin es durchaus geschafft hat, dass man als Leser gewisse Personen nicht toll findet (beziehungsweise ehrlichgesagt wirklich ätzend findet) oder eben auf Anhieb mag.
Wir lernen die Prinzen im Prinzip kaum bis gar nicht kennen, außer ihre Namen und das Aussehen. Wer im ersten Band von ‚Liebe oder Krone‘ auf eine Liebesgeschichte hofft (wie ich), wird leider enttäuscht. Auch hier habe ich wieder Probleme die „Gefühle“ der Protagonisten für einen der Prinzen nachzuvollziehen, da sie ihn absolut nicht kennt und im Buch gefühlt 5 Sätze mit ihm gewechselt hat. Und dann gab es noch eine Begegnung mit einem der Unbekannten, in dem die Protagonisten beschreibt "ich fühlte mich diesem Unbekannten auf einmal verbunden", wobei diese Begegnung im Laufe der Geschichte erstmal keine weiter größere Rolle gespielt hat, was mich irgenwie ein wenig enttäuscht hat.
Auch fehlt für mich leider jegliche Spannung in dem Buch, zwar versucht die Autorin zum Ende hin mit gewissen Szenen für etwas Spannung zu Sorgen, jedoch fallen die meiner Meinung nach viel zu kurz aus und auch hier konnte mich das Geschehen einfach nicht packen.
Und auch der Cliff am Ende des Buches konnte mich nicht wirklich überzeugen und fesseln, leider war es zusammengefasst einfach nicht meine Geschichte.
Ich glaube, dass dieses Buch und die Geschichte ein unglaubliches Potenzial hat und für die richtige Zielgruppe ein wunderbares Buch darstellen könnte, jedoch gehöre ich leider nicht zu dieser Zielgruppe und wurde enttäuscht, daher werde ich auch nicht den zweiten Band dieser Reihe lesen. Auch wenn es so scheint als würde da etwas mehr Liebe im Spiel sein…

Veröffentlicht am 14.11.2019

EXTENDED love (Ella & Jared) - eine wundervolle Liebesgeschichte

Extended love
0

„Was hat sich geändert?“
„Du, Ella. Du bist hier aufgetaucht und hast meinem Leben einen neuen Sinn gegeben.“

Der dritte Teil der Reihe und somit die Geschichte von Ella und Jared war mein Lieblingsteil ...

„Was hat sich geändert?“
„Du, Ella. Du bist hier aufgetaucht und hast meinem Leben einen neuen Sinn gegeben.“

Der dritte Teil der Reihe und somit die Geschichte von Ella und Jared war mein Lieblingsteil aus der EXTENDED-Reihe.
Ich habe die ersten beiden Teile der Reihe, EXTENDED trust (Charlotte & Trenton) und EXTENDED hope (Hayley & Aaron) bereits vorab gelesen und würde persönlich diese Reihenfolge auch jedem empfehlen, da man die Hauptprotagonisten des dritten Bandes bereits in den vorherigen Bänden etwas kennenlernen kann. Jedoch kann dieses Buch auch unabhängig von den anderen beiden Büchern gelesen werden.
Das Cover, ist wie bei den vorherigen Bänden einfach wunderschön gestaltet und passt natürlich auch traumhaft in das Gesamtbild. Wobei ich auch hier sagen muss, dass die gewählte Farbe des dritten Bandes mein Favorit in der Reihe darstellt.
Das Buch ist, wie auch seine Vorgänger, abwechselnd aus der Sicht von Ella und Jared geschrieben, so dass man während des Verlaufs der Geschichte die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten unglaublich gut nachvollziehen kann. Der Schreibstil ist unglaublich leicht und locker, ich als Leser konnte wirklich in die Geschichte eintauchen und habe jede Seite nur so durchgeflogen (vielleicht habe ich das Buch an einem Tage durchgelesen, vielleicht).
Aber nun zu den beiden Protogonisten in diesem Buch – Ella und Jared.
Ella, welche ich im ersten Band schon unglaublich sympathisch fand (& wo ich mich so gefreut habe, dass sie ihre „eigene“ Geschichte bekommt), obwohl man sie ja tatsächlich eher oberflächlich kennenlernt. Dies ändert sich sofort zu Beginn des Buches, da das erste Kapitel aus Ellas Sicht geschrieben ist und man von der Autorin sofort in Ellas Geschichte geworfen wird. Ella verkörpert für mich eine unglaublich starke Frau, die für ihre Träume und Ziele kämpft und sich auch durch (zahlreiche) Rückschläge nicht unterkriegen lässt. Es ist unglaublich bemerkenswert mit welch einer Leidenschaft diese junge Frau bei der Sache ist. Die Autorin schafft es meiner Meinung nach, dass man sich als Leser der Geschichte super mit Ella identifizieren kann.
Nun zu Jared. In den vorherigen beiden Bänden wird er als Womanizer dargestellt und es ist bereits von Anfang an bekannt, dass er als Fellow in Extended arbeitet, trotzdem muss ich gestehen, dass mir dieser Typ schon in den ersten beiden Bänden unglaublich gut gefallen hat. Auch hier habe ich mich unglaublich gefreut als ich erfahren habe, dass er der Hauptprotagonist des dritten Bades wird. Schon nach wenigen Seiten habe ich Jared noch mehr in mein Herz geschlossen als er bereits war. Auch hier ist es der Autorin wunderbar gelungen, einen wirklich authentischen und für den Leser greifbaren Charakter zu erschaffen.
Ich finde, dass in diesem Buch besonders gelungen ist, dass eine Liebesgeschichte auch ohne übertriebenes künstliches Drama auskommt, denn dies kann man lange in der Geschichte von Ella und Jared suchen. Natürlich verläuft auch ihre Liebesgeschichte nicht reibungslos perfekt, jedoch sind die Probleme, vor die die junge Liebe gestellt wird, meiner Meinung nach realistisch, authentisch und nachvollziehbar.
Auch die Nebencharakter sind alle unglaublich einzigartig und toll. Natürlich habe ich mich beim Lesen gefreut ein paar altbekannte Geschichte „wiederzusehen“, besonders Trenton (auch wenn ich mich persönlich über etwas mehr Hayley und Aaron gefreut hätte), aber auch die neu eingeführten Nebencharaktere sind alle so liebevoll gestaltete, dass man die meisten einfach sofort ins Herz schließen muss. Die einzigen Charaktere, mit denen ich bis zum Ende absolut nicht warm geworden bin, sind die Eltern von Ella und Trenton und da ich sehr stark davon ausgehe, dass die auch die absolute Intention der Autorin war, kann ich sie hierfür nur loben.
Jetzt kommen wir zu den wenigen Punkten, die ich nicht hundertprozentig gelungen fand und warum ich nicht fünf Sterne, sondern „nur“ vier Sterne für dieses Buch vergeben habe.
In einigen Moment ging mir die Geschichte einfach zu schnell voran. Besonders das „Problem“, welches Jared seit Jahren belastet und weshalb er sogar jahrelang in Therapie ist, scheint sich durch Ella nahezu von einer zur nächsten Sekunde in Luft aufzulösen. Und auch wenn man sofort die Verbindung von den beiden spüren kann, scheint mir auch Ella sich nach ihrer katastrophalen Trennung fast ein Ticken zu schnell in eine neue Liebe zu stürzen. Auch finde ich es unglaublich wie Ella mit dem Job von Jared umgeht, da ich ehrlichgesagt so meine Probleme als Freundin mit seiner Berufswahl und somit leider auch mit seiner Vergangenheit hätte, dennoch konnte ich Ellas Gedankengänge dahingehend gut verstehen.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich sowohl das Buch EXTENDED love (Ella & Jared) als auch die vorherigen Bände EXTENDED trust (Charlotte & Trenton) und EXTENDED hope (Hayley & Aaron) jedem nur wärmsten ans Herz legen kann. Also los Leute, lest die Bücher!