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Veröffentlicht am 11.02.2020

Tief bewegend

Marianengraben
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Mit dem Verlust eines geliebten Menschen geht jeder anders um. Viele haben allerdings Probleme damit, ihn zu verarbeiten.

Paula ist eine davon: Seitdem ihr kleiner Bruder Tim beim Schwimmen ertrunken ...

Mit dem Verlust eines geliebten Menschen geht jeder anders um. Viele haben allerdings Probleme damit, ihn zu verarbeiten.

Paula ist eine davon: Seitdem ihr kleiner Bruder Tim beim Schwimmen ertrunken ist, fühlt sie sich vollkommen gelähmt- von ihrem Schmerz und ihren Schuldgefühlen. Als sie sich eines Nachts dazu überwindet, sein Grab zu besuchen, trifft sie auf Helmut, der gekommen ist, um die Urne seiner verstorbenen Freundin Helga zu stehlen.

Dieses Buch ist eine lustig-berührende Mischung aus Verlustbewältigung, dem Umgang mit dem Tod und einem Road-Movie. Beim Lesen schwankt man konstant zwischen lustigen und traurigen Momenten, die alle das Herz berühren.

Dabei lebt die Geschichte durch die skurrilen Gespräche zwischen Helmut und Paula, die zeigen, dass der Umgang mit Trauer nicht immer nur bierernst sein muss.

Als besonderes Stilmittel fallen die Passagen auf, die Paula in direkter Ansprache an ihren verstorbenen Bruder richtet. Ich finde, diese bringen die Emotionen am besten rüber und verdeutlichen ihren inneren Kampf.

Insgesamt ist "Marianengraben" ein wundervolles, informatives, berührendes Buch für jedes Alter. Denn mit dem Tod wird man schneller konfrontiert als man denkt.

  • Cover
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Veröffentlicht am 11.02.2020

Abenteuer voraus

Das Wolkenschiff
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Die Welt der Zwillinge Marie und Arthur wird bestimmt durch die großen Entdecker-Familien, die mit ihren Wolkenschiffen aufbrechen, um neue Länder zu entdecken. Als ihr Vater von einer solchen Mission ...

Die Welt der Zwillinge Marie und Arthur wird bestimmt durch die großen Entdecker-Familien, die mit ihren Wolkenschiffen aufbrechen, um neue Länder zu entdecken. Als ihr Vater von einer solchen Mission nicht zurückkehrt und dazu noch behauptet wird, er hätte den Entdecker-Codex verletzt, verlieren sie alles. Gemeinsam mit der jungen Kapitänin Harriet Culpfeffer brechen sie auf, um ihren Vater zu finden und den Namen Brightstorm wieder reinzuwaschen.

Und damit beginnt ein großes (Lese-)Abenteuer. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend geschrieben. Sie erinnert nicht zuletzt mit ihrer alles bestimmenden Geografischen Gesellschaft und den Weisewesen an Pullmans "Der goldene Kompass", bietet aber auch genug Elemente, um sich davon abzuheben.

Die Figuren sind bunt gezeichnet und begeistern vor allem durch die starken Mädchen- und Frauenfiguren. In dieser Gesellschaft gibt es nichts, was nicht auch Frauen können.

Der einzige Wermutstropfen bleibt für mich, dass mir die technischen Beschreibungen dieser Wolkenschiffe etwas zu kurz kommen. Aber das ist wohl ein Argument, von dem sich nur die Erwachsenen überzeugen lassen könnten. Denn das wichtigste sind doch die vielen abenteuerlichen Wendungen, die verschiedenen Tiere und Menschen, die die Zwillinge auf ihrer Reise entdecken und dem, was ihnen zum Schluss bleibt.

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Veröffentlicht am 11.02.2020

Kein Einzelschicksal

Die Bagage
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Monika Helfer verarbeitet in diesem kurzen, aber sehr dicht gepackten Roman die Geschichte ihrer Familie oder genauer die Erfahrungen ihrer Großmutter Maria während des ersten Weltkrieges.

Maria bleibt ...

Monika Helfer verarbeitet in diesem kurzen, aber sehr dicht gepackten Roman die Geschichte ihrer Familie oder genauer die Erfahrungen ihrer Großmutter Maria während des ersten Weltkrieges.

Maria bleibt mit den vier Kindern allein zurück in ihrem Bergdorf, während ihr Mann Josef in den Krieg eingezogen wird. Und während er an der Front ums Überleben kämpft, muss sich die schöne junge Frau daheim gegen aufdringliche Männer und misgünstige Frauen wehren.

Dass es sich hierbei um die Aufzeichnungen von gelebten Erinnerungen handelt, merkt man sehr schnell. Der Text ist fließend verfasst, springt zwischen verschiedenen Erinnerungsebenen hin und her und gibt in teilweise verwirrenden Schachtelsätzen die Erinnerungen der verschiedenen Familienmitglieder der Bagage wieder. Und auch der Sprech der damaligen Zeit macht das Verstehen nicht leichter.

Und sehr schnell werden die Unterschiede der Geschlechterrollen offenbar. Die Jungen übernehmen schnell die Rolle des "Herrn des Hauses", führen ihr ganzes Leben ein selbstbestimmtes Leben ohne Konsequenzen für ihren ausschweifenden Lebensstil.
Die Frauen dagegen (und vor allem Maria) versuchen die ihnen zugeteilten Rollen auszufüllen und werden doch immer wieder auf Äußerlichkeiten reduziert.

In diesem kargen Leben bleibt offensichtlich kein Platz für Liebe und Zuneigung, dafür herrschen Vorurteile und gesellschaftliche Konventionen, aus denen selbst die nachfolgenden Generationen nur schwer ausbrechen können. Die "Fehler" der Alten werden selbst den Jungen immer wieder vorgehalten.

Dieses Buch erzählt eine Geschichte, die erzählt und gehört werden muss. Damit wir es anders machen können. Und damit wir denen gerecht werden, die damals misverstanden und ungerecht behandelt wurden.

Es liest sich nicht leicht und braucht einiges an Aufmerksamkeit, aber die hat diese Erzählung auch verdient!

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Veröffentlicht am 09.02.2020

Guter Rahmen, schlechte Füllung

Falling Skye (Bd. 1)
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Selten hat mich ein Buch so zwiegespalten zurück gelassen!

Die Geschichte um Skye, die in den Gläsernen Nationen aufwächst, in denen jeder Jugendliche während seiner Kristallisation als Rationaler oder ...

Selten hat mich ein Buch so zwiegespalten zurück gelassen!

Die Geschichte um Skye, die in den Gläsernen Nationen aufwächst, in denen jeder Jugendliche während seiner Kristallisation als Rationaler oder Emotionaler eingestuft wird, basiert auf einer grundsätzlich interessanten Idee.

Demnach stehen den beiden Gruppen natürlich unterschiedliche Rechte zu, doch Skye findet während ihrer eigenen Zeremonie bald heraus wie groß die Unterschiede wirklich sind.

Wie gesagt, die Grundidee ist gut, auch wenn das Konzept nihct sonderlihc neu ist, ist es doch gut beschrieben und jagt mir damit regelmäßig Schauer über den Rücken. Insofern ist es eine handwerklich gut gemachte Dystopie.

Allerdings hat man beim Lesen zu oft das Gefühl, die Geschichte so oder so ähnlich schon in anderen Büchern gelesen oder in Filmen und Serien gesehen zu haben. Nun könnte man das noch mit einer grundsätzlichen Ähnlichkeit des Genres entschuldigen.

Vollkommen unentschuldbar sind für mich allerdings die durchweg nervigen Figuren, die sich trotz ihrer angeblichen Rationalität furchtbar naiv und emotional verhalten. Ja, es sind Jugendliche, aber ihr Verhalten ist oft so unpassend und der Situation unangemessen und gerade in brenzligen Situationen unbedacht, dass ich darüber nicht hinweg sehen kann.
Davon einmal abgesehen haben sie oft auch einfach ernvierend unmögliches Glück und würden mit ihrem angeblich heimlichen Verhalten im normalen Leben auffallen wie eine rote Warnleuchte.

Ich könnte jetzt noch mehr Dinge nennen, die mich gestört haben, mehr ins Detail gehen, würde aber jedem unbedarften Leser damit aber wahrscheinlich schon zu viel verraten.

Fazit:
Insgesamt hat mir die Idee des Buches gefallen und der dystopische Charakter kam gut zum Tragen, aber das Füllmaterial war für meinen Geschmack einfach unpassend.

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Veröffentlicht am 29.01.2020

Grundsätzlich super

One Pot Pasta
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Gerade für Leute wie mich, die vor allem abends mit so geringem Aufwand wie möglich kochen wollen, ist dieses Kochbuch genau das richtige. Zumal Nudeln zu meinen Grundnahrungsmitteln zählen.

Das Kochbuch ...

Gerade für Leute wie mich, die vor allem abends mit so geringem Aufwand wie möglich kochen wollen, ist dieses Kochbuch genau das richtige. Zumal Nudeln zu meinen Grundnahrungsmitteln zählen.

Das Kochbuch ist in drei große Kapitel unterteilt, die allem dem gleichen Schema folgen. Die Rezepte sind in fleischlose Varianten, mit Fleisch und mit Fisch gegliedert.

Die vegetarischen Varianten haben mir dabei am besten gefallen, da sie wirklich denkbar einfach strukturiert sind: Gemüse wird angebraten, mit Flüssigkeit abgelöscht und dann werden die Nudeln dazugegeben und gegart.

Die anderen Varianten haben mir dann, was die Durchführung angeht, nicht mehr ganz so sehr gefallen, da sie dem Prinzip "alles in einen Topf werfen und kochen" nicht mehr so ganz entsprechen. Die Proteinbeilage wird zuerst zubereitet und dann zur Seite gestellt, während die Nudeln zubereitet werden.

Nichts desto trotz haben mich die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, geschmacklich alle überzeugen können. Man kann mit diesem Kochbuch durch die internationale Nudel-Küche reisen, ohne dabei, was die Zutaten angeht, einen großen Aufwand betreiben zu müssen. Es gab kaum Zutaten, die ich nicht im Supermarkt bekommen hätte.

Dabei werden auch Kombinationen vorgestellt, auf die ich von alleine nicht gekommen wäre, die mich geschmacklich wirklich überraschen konnten.

Insgesamt halte ich "One Pot Pasta" für ein kleines Kochbuch, in dem jeder etwas passendes für sich finden kann und das auch für Kochmuffel bestens geeignet ist.

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