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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2016

Unentschlossen

Der letzte Schwur
4

Um eines vorweg zu nehmen: Ich bin ein großer Fan der Gestaltwandler-Serie von Nalini Singh. Dieses Buch bildet als 15. Band der Reihe gleichzeitig einen Abschluss und Neuanfang der Handlung. Gedacht war ...

Um eines vorweg zu nehmen: Ich bin ein großer Fan der Gestaltwandler-Serie von Nalini Singh. Dieses Buch bildet als 15. Band der Reihe gleichzeitig einen Abschluss und Neuanfang der Handlung. Gedacht war es, alte Bekannte wieder zu treffen, also alle Paare und deren Weggefährten, die man als Leser in den vorherigen Bänden kennen gelernt hat. Nebenbei sollte aber auch die Rahmenhandlung weitergeschrieben werden. Wie geht es mit dem Dreigruppenbündnis weiter? Kann dem Konsortium das Handwerk gelegt werden? Finden die Meeresgestaltwandler ihre vermissten Gefährten wieder?

Alles in allem hatte die Autorin also genug Material, welches sie in ihren Roman packen konnte.
Und genau hier liegt auch das Problem:

1. Man sollte den Roman nicht ohne die Vorgänger lesen, da es sich zum Großteil um eine Weiterführung vorheriger Handlungen handelt. Ansonsten verliert man als Leser schnell den Überblick bzw schafft den Einstieg nicht.

2. Es ist schön, die alten Bekannten wieder zu treffen, aber über den vielen kleinen Handlungssträngen verliert man schnell den Blick für das große Ganze. Der rote Faden fehlt mir irgendwie.

3. Die Spannung geht schnell verloren über der Heile-Welt-Stimmung, die Nalini hier sehr schön zu vermitteln versteht. Wer auf einen Wohlfühlroman hofft, ist hier genau richtig aufgehoben.

4. Die spannungsvolleren Handlungsstränge rücken schnell in den Hintergrund und werden zum Schluss viel zu schnell abgehakt.

Trotzdem hatte ich beim Lesen ein schönes Gefühl. Allerdings sollte man vor Beginn des Lesevergnügens darauf eingestellt sein, keinen actiongeladenen Fantasyschinken in der Hand zu halten!

Veröffentlicht am 17.01.2018

Classic at its best

Zu viele Köche
2

Wie man ja auch im Kino sehen kann (ich denke da nur an die Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orientexpress"), kommen die klassischen Krimis wieder in Mode. Da wundert es nicht, dass sich Klett-Cotta ...

Wie man ja auch im Kino sehen kann (ich denke da nur an die Agatha Christie-Verfilmung "Mord im Orientexpress"), kommen die klassischen Krimis wieder in Mode. Da wundert es nicht, dass sich Klett-Cotta dazu entschlossen hat, die Klassiker von Rex Stout in neuem, zugegeben wunderschönem Gewand neu aufzulegen. Denn warum sollte sich das, was in den 70ern schon ein Erfolg war, nicht erneut verkaufen lassen?

Und nicht zuletzt mit "Zu viele Köche" sollten sie auch Erfolg haben.
Das Buch ist eine klassische Whodunnit-Geschichte: Wenn sich die 15 besten Köche treffen um ihr Können zu zeigen, dann kann das doch nur in einem Mord enden, oder? Zum Glück haben sie Nero Wolfe und seinen Sidekick Archie Goodwin als Gäste zu diesem Treffen eingeladen, die sich mehr oder weniger freiwillig an die Lösung dieses Mordfalles machen.

Okay, bei so vielen Verdächtigen fällt einem der Durchblick manchmal etwas schwer. Die Geschichte macht aber trotz allem so viel Spaß, was nicht zuletzt am Wortwitz der Figuren liegt.

Manchmal merkt man der Story ihr Alter an, wenn es zum Beispiel um Themen wie Rassentrennung oder die Stellung der Frau in der Gesellschaft geht.

Im großen Ganzen ist es aber trotz allem ein spannendes, kurzweiliges Buch, mit dem man seinen Spaß haben kann und das zudem auch noch eine optische Bereicherung fürs Bücherregal ist!

Veröffentlicht am 15.09.2016

Dieses Buch hat mein Leben verändert!!

Der Schwarm
2

Der Inhalt des Buches:
Kurz zusammengefasst: Nachdem die Menschheit wirklich so ziemlich alles getan hat, um das letzte Fleckchen Erde zu verschmutzen und den größten, überwiegend noch unerforschten Lebensraum ...

Der Inhalt des Buches:
Kurz zusammengefasst: Nachdem die Menschheit wirklich so ziemlich alles getan hat, um das letzte Fleckchen Erde zu verschmutzen und den größten, überwiegend noch unerforschten Lebensraum Ozean zu bedrohen, schlägt die Natur zurück. Und das an allen Ecken und Enden (Küsten), auf nur jede (un)erdenkliche Art und Weise, die sich der Mensch nicht vorstellen kann.

Mein Eindruck:
Auf fast 1000 Seiten schafft es Frank Schätzing mit Bravour, dem Leser den Lebensraum Weltmeer in all seinen Facetten näher zu bringen. Das wissenschaftliche Hintergrundwissen, welches dabei vermittelt wird, ist so umfangreich und bezieht sich auf unzählige Themengebiete (Biologie, Geologie, Chemie, Geografie, Humanhistorie,...) und schafft es doch, in einem erzählerischen Rahmen eingebunden, nie zu langweilen. Der Autor hat dabei so viele Cliffhanger eingebaut, dass man das Buch trotz des Umfangs locker in wenigen Tagen verschlingt.

Fazit:
Nachem ich dieses Buch gelesen hatte, war mir klar: Ich werde Meeresbiologe, komme was da wolle!!
Obwohl daraus nun doch nix geworden ist (dank meiner körperlichen Vorraussetzungen), zitiere ich bei jeder nur passenden oder auch unpassenden Gelegenheit aus diesem Buch - mein Umfeld kann es mittlerweile schon mitsprechen ;)
Es ist beeindruckend, was Frank Schätzing da an wissenschaftlichen Hintergrundinformationen zusammengetragen hat (die so umfangreich waren, dass er sie nicht alle im Buch unterbringen konnte und deshalb noch das Fachbuch "Nachrichten aus einem unbekannten Universum" zu dem Thema veröffentlicht hat).

Ich kann es nur jedem empfehlen, der sich auch nur annähernd für Naturwissenschaften interessiert!

Veröffentlicht am 05.01.2019

Zu viel gewollt

Watching You – Er wird dich finden
1

Zuerst einmal: ich bin eigentlich ein großer Fan von Alexandra Ivy, ihre Fantasyromane habe ich förmlich verschlungen. Umso gespannter war ich darauf, mit ihr ein neues Genre zu entdecken.

Krimis und ...

Zuerst einmal: ich bin eigentlich ein großer Fan von Alexandra Ivy, ihre Fantasyromane habe ich förmlich verschlungen. Umso gespannter war ich darauf, mit ihr ein neues Genre zu entdecken.

Krimis und Thriller müssen sich normalerweise ordentlich ins Zeug legen um mich zu überraschen und von sich zu überzeugen; bei Liebesgeschichten drücke ich dagegen gerne mal ein Auge angesichts eines Logikloches zu.

Dass es bei diesem Buch so anders laufen würde, hätte ich nicht gedacht.

Die Geschichte um Jaci, die seit ihrer Jugend von einem Serienmörder mit blutigen Geschenken bedacht wird, liest sich spannend, flott und fesselnd. Niemand in ihrem Heimatort glaubt ihr, von allen wird sie nur müde belächelt, bis ein Sturm eine Frauenleiche freilegt.

Dieser Plott mit einem fanatischen Serienkiller, der unerkannt in einer Kleinstadt in unmittelbarer Nähe zu seiner Angebeteten lebt, hätte für einen guten, mich überzeugenden Thriller vollkommen ausgereicht. Es gibt genug Plot-Twists und Wendungen, die mich überraschen können und mich bei der Stange halten.

Diese zusätzliche Liebesgeschichte zwischen Jaci und dem aus ihrer Jugend bekannten Nachbarsjungen Rylan (mittlerweile erfolgreicher, entfernt lebender Mann auf Heimaturlaub) hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen. Sie wirkt zu konstruiert und offensichtlich. Der Funke, der angeblich zwischen den beiden hin und her springt, ist für mcih einfach nicht ersichtlich, die Leidenschaft oder Liebe nicht spürbar.

Für mich fühlt es sich so an, als ob Alexandra Ivy mal was neues ausprobieren wollte ohne die Sicherheit des Vertrauten ganz loszulassen. Das neue Genre hat sie gut hinbekommen, versaut es aber durch das Festhalten am Altbekannten.

Ob eine Fortsetzung in der bestehenden Form nötig oder wünschenswert ist? Thriller von ihr gerne wieder, aber bitte ohne den Love-Interest. Das ist für knapp 300 Seiten einfach zu viel gewollt.

Veröffentlicht am 08.08.2018

Kurzes Zwischenspiel

Verheißung des Zwielichts
1

Dieses Buch ist der zweite Teil der Spin off-Serie aus der Immortals after Dark-Reihe von Kresley Cole.

Und egal, welche der beiden Serien man betrachtet, konnte ich mich bisher immer voll und ganz auf ...

Dieses Buch ist der zweite Teil der Spin off-Serie aus der Immortals after Dark-Reihe von Kresley Cole.

Und egal, welche der beiden Serien man betrachtet, konnte ich mich bisher immer voll und ganz auf sie verlassen. Dass ich mit Spannung, Witz und einer nicht ganz so kleinen Prise Leidenschaft belohnt werde.

Nun wurde ich, was das angeht, auch von der Geschichte um Mirceo und Dakian nicht enttäuscht, zumal mit der ersten gleichgeschlechtlichen Liebesgeschichte der Reihe auch Neuland betreten wurde.

Aber irgendetwas hat mir dann doch gefehlt. Obwohl man bei Romantic Fantasy natürlich im Allgemeinen keine übermäßig ausgetüftelte Rahmenhandlung erwarten darf, hat mich Frau Cole gerade in der Hinsicht immer wieder überrascht. Natürlich weiß man von Vornherein, dass sich die beiden am Ende kriegen (niemand erwartet das Gegenteil bei einem solchen Buch), aber in ihren Büchern hatten es die Protagonisten bisher immer besonders schwer und waren auf wirklich überraschende Winkelzüge angewiesen. Das kam mir in diesem Buch irgendwie zu kurz. Die beiden hatten es für meinen Geschmack zu einfach (ja ich weiß, das ist Jammern auf hohem Niveau).

Denn der Schreibstil ist nach wie vor wundervoll locker-leicht und spritzig. Die Liebesszenen treiben einem die Gänsehaut über den Rücken.

Und doch freue ich mich nun umso mehr auf ihr nächstes Buch, in der Hoffnung, dass ich dann wieder mit mehr Spannung und Handlung belohnt werde. Denn die Geschichte des Großen Ganzen ist es, was ihre Bücher zu so etwas besonderem machen!