Profilbild von julemaus94

julemaus94

Lesejury Star
offline

julemaus94 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit julemaus94 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.10.2021

Nicht überzeugend

DAFUQ
0

Es gibt Bücher, über die kann man reden und reden und findet kaum ein Ende, die Rezension wächst sich zu einem halben Roman aus. Und dann gibt es die anderen, die zu denen einem so überhaupt nichts einfallen ...

Es gibt Bücher, über die kann man reden und reden und findet kaum ein Ende, die Rezension wächst sich zu einem halben Roman aus. Und dann gibt es die anderen, die zu denen einem so überhaupt nichts einfallen will. Nicht, weil sie schlecht geschrieben wären, sondern weil sie sich so gar nicht einordnen lassen. "DAFUQ" ist genau so eines.

Katja hat an einer ungenehmigten Demonstration teilgenommen und landet dafür für 10 Tage im Arrest. Mit ihr in der Zelle sitzen fünf Frauen, die für ganz unterschiedliche Delikte büßen müssen. Da es ansonsten nicht viel zu tun gibt, erzählen sich die Arrestantinnen ihre Geschichte.

Ich hatte gehofft, dass mir dieses Buch einen interessanten Einblick in die Kultur des heutigen Russlands bieten könnte. Auf eine gewisse Weise erfüllt das Buch auch diese Erwartungen. Allerdings sind die Eindrücke flüchtig, wenig nachhallend.

Stattdessen bekommt man ein paar interessante Eindrücke, wie das Frauenbild in Russland aussehen könnte und wie das Demokratieverständnis dieses in manchen Dingen doch noch sehr rückständigen Landes ist.

Und obwohl man mit der Zeit ein ganz gutes Bild von Anja und ihrer Geschichte bekommt, bleiben die anderen Frauen recht austauschbar. Ihre Geschichten leuchten nur bruchstückhaft auf, der Rest bleibt unscharf.

Zudem ist der Erzählstil sehr nüchtern gehalten, was in krassem Kontrast zu den fantastischen Elementen der Erzählung steht. Was diese traumhaften Splitter zu bedeuten haben bzw welchen Sinn sie der Geschichte geben sollen, erschließt sich mir bis zum Schluss nicht so richtig.

Insgesamt ist das Buch definitiv nicht schlecht und bietet ein paar interessante Momente, kann mich aber in seiner Gesamtheit nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2021

Kreativ und gesund

Super fresh
0

Donna Hay hat sich ein hohes Ziel gesteckt. Sie möchte klassisches Rezepte neu erfinden, so dass sie schnell und mit frischen Zutaten zubereitet werden können und dabei auch noch gesund sind.

Ich muss ...

Donna Hay hat sich ein hohes Ziel gesteckt. Sie möchte klassisches Rezepte neu erfinden, so dass sie schnell und mit frischen Zutaten zubereitet werden können und dabei auch noch gesund sind.

Ich muss zugeben, die Klassiker in ihren Rezepten wieder zu erkennen, fällt mir manchmal doch recht schwer. Nichts desto trotz hat sie ein paar unheimlich leckere, in ihrer Zusammenstellung überraschende Gerichte kreiert, die einen zweiten oder auch dritten Blick unbedingt lohnen.

Dabei hat sie mit Vorspeisen ebenso gespielt, wie mit Hauptgängen vom Herd und aus dem Ofen und auch der süße Gaumen kommt definitiv nicht zu kurz. Auffallend ist, dass sie gerne mit asiatischen Einflüssen spielt. Sesam und Zitronengras gehören ebenso zu beliebten Zutaten wie Minze, Sojasauce und Grünkohl.

Ein besonders gelungener Trick ist es, ihre Gerichte in verschiedenen Varianten zu präsentieren. So wird es nie langweilig und man kann schnell mal etwas abwandeln, je nachdem welche Zutaten man gerade zur Hand hat.

Der einzige Nachteil ist für mich tatsächlich, dass die Rezepte manchmal recht aufwändig in der Zusammensetzung als auch Zubereitung sind. Ohne Frage, es lohnt sich auf jeden Fall, ist aber nichts für den schnellen Hunger.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 15.09.2021

Kulinarische Vielfalt

Komm in meine Küche!
0


Schon nach dem ersten Blick in dieses zauberhafte Kochbuch wird mir so einiges klar: Puchheims Einwohner kommen aus aller Herren Länder und können offenbar alle ganz fantastisch kochen. In dieser Stadt ...


Schon nach dem ersten Blick in dieses zauberhafte Kochbuch wird mir so einiges klar: Puchheims Einwohner kommen aus aller Herren Länder und können offenbar alle ganz fantastisch kochen. In dieser Stadt muss es einfach himmlisch riechen, sobald in den Küchen die Herde und Öfen angeschmissen werden!

Das Buch versammelt Rezepte aus 22 Ländern. Jeder Koch präsentiert dabei 1-3 Rezepte, die für sie oder ihn von besonderer Bedeutung sind oder in der Familie besonders gerne nachgekocht werden. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Hauptgänge und süße Nachspeisen. Es werden aber auch Suppen und Salate präsentiert.

In der Zusammenstellung kommen die meisten Rezepte mit wenigen Zutaten aus, die leicht zu beschaffen sind. Die Gewürze verleihen ihnen meist den gewissen Pepp. Dabei sind leicht und schnell zu kochende Gerichte, ebenso wie etwas aufwändigere Speisen. Natürlich ist das gesamte Buch wunderschön bebildert und lässt einem allein beim Durchblättern das Wasser im Mund zusammen laufen.

Aber "Komm in meine Küche" überzeut nicht nur mit köstlichen, größtenteils leicht nachzukochenden Rezepten, sondern auch damit, dass es all den Köchinnen und Köchen ein Gesicht verleiht. Hier tobt sich nicht ein x-beliebiger Sternekoch oder TV-Sternchen aus, sondern es sind Leute wie Du und Ich, die hier ein Stück Familiengeschichte oder Kindheitserinnerung mit uns teilen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 13.08.2021

Zu unbedarft

Im Reich der Schuhe
0

Ich gebe zu, wenn ich mich plötzlich in der aufsteigenden Wirtschaftsmacht China wiederfinden würde, wäre ich wohl ähnlich aufgeschmissen wie unser Protagonist Alex.

Der junge Jude ist aus den USA nach ...

Ich gebe zu, wenn ich mich plötzlich in der aufsteigenden Wirtschaftsmacht China wiederfinden würde, wäre ich wohl ähnlich aufgeschmissen wie unser Protagonist Alex.

Der junge Jude ist aus den USA nach Foshan gekommen, um seinen Vater in der familieneigenen Schuhfabrik zu unterstützen und die Fabrik auf lange Sicht zu übernehmen. Allerdings sieht er sich schnell mit der chinesischen Politik konfrontiert und versucht, dieses ihm so fremde Land mithilfe der jungen Arbeiterin Ivy zu verstehen.

Grundsätzlich fand ich das Setting unheimlich interessant und erfrischend neu. Das heutige China mit seinen Gegensätzen von Kultur, Glaube und Politik durch die Augen eines amerikanischen Juden zu erleben hat etwas seltsam verqueres.

Die Geschichte setzt sich aus den Erinnerungsfetzen der beiden Hauptfiguren ebenso zusammen wie aus den aktuellen Geschehnissen in der Fabrik. Aber ich glaube, dass gerade diese Gegensätze und Risse in der Erzählung dazu führen, dass der rote Faden des Ganzen nur schwer zu erkennen ist. Es ist zudem kaum ersichtlich, worauf die Erzählung überhaupt hinaus will. Was will uns Spencer Wise mit diesen manchmal fast schon plakativen Schnipseln, die vor allem der männliche Protagonist so von sich gibt, eigentlich sagen?

Und auch die Figuren können mich nicht wirklich überzeugen: Alex ist deutlich zu naiv und unbedarft geblieben, eine charakterliche Entwicklung ist kaum erkennbar. Nachdem er sich aus den Fängen des übertrieben egozentrischen Vaters befreit hat, bleibt er gleich darauf am Rockzipfel der undurchschaubaren Ivy hängen.
Die chinesischen Nebenfiguren bleiben leider zu blass, mal abgesehen davon, dass sie sich kaum voneinander unterscheiden.

Insgesamt liefert das Buch einige interessante Einblicke in eine mir fremde Kultur, kann mich aber insgesamt nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2021

Tolle Grundidee

Little People, Big Dreams. Mini – Rosa Parks
0

Ich mag diese Reihe wirklich sehr, kannte aber bisher nur die etwas ausführlicheren Bücher für Kinder ab 4 Jahren.

Im Vergleich zu dieser "erwachseneren" Serie ist natürlich die Seitenanzahl reduziert, ...

Ich mag diese Reihe wirklich sehr, kannte aber bisher nur die etwas ausführlicheren Bücher für Kinder ab 4 Jahren.

Im Vergleich zu dieser "erwachseneren" Serie ist natürlich die Seitenanzahl reduziert, der Text ist sehr zurückgenommen und die Bilder stehen im Vordergrund.

Rosa Parks ist ohne Zweifel ein tolles Vorbild, von deren mutiger Geschichte jedes Kind etwas lernen kann.

Allerdings bezweifle ich etwas, dass die Zielgruppe, die dieses kleine Büchlein ansprechen möchte, diese Erzählung wirklich schon komplett begreifen können wird. Mit manchen Wörtern wird der kleine Leser vermutlich noch kaum etwas anfangen können.

Aber vielleicht ist es auch eher als Vorlesebuch geeignet, das die Kinder dazu anregen soll, den vorlesenden Eltern Fragen zu stellen und sich im Gespräch die Hintergründe auf individuelle, kindgerechte Weise erklären zu lassen (was natürlich voraussetzt, dass sich die Eltern bereits mit Rosa Parks und ihrem Leben beschäftigt haben).

Nichts destotrotz besticht es mit der für die Reihe typischen bunten, kindgerechten Illustrationen, die um robuste, dicke Pappseiten ergänzt wurden, die auch den ungeübten Erstleser-Händen widerstehen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere