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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.01.2020

Grundsätzlich super

One Pot Pasta
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Gerade für Leute wie mich, die vor allem abends mit so geringem Aufwand wie möglich kochen wollen, ist dieses Kochbuch genau das richtige. Zumal Nudeln zu meinen Grundnahrungsmitteln zählen.

Das Kochbuch ...

Gerade für Leute wie mich, die vor allem abends mit so geringem Aufwand wie möglich kochen wollen, ist dieses Kochbuch genau das richtige. Zumal Nudeln zu meinen Grundnahrungsmitteln zählen.

Das Kochbuch ist in drei große Kapitel unterteilt, die allem dem gleichen Schema folgen. Die Rezepte sind in fleischlose Varianten, mit Fleisch und mit Fisch gegliedert.

Die vegetarischen Varianten haben mir dabei am besten gefallen, da sie wirklich denkbar einfach strukturiert sind: Gemüse wird angebraten, mit Flüssigkeit abgelöscht und dann werden die Nudeln dazugegeben und gegart.

Die anderen Varianten haben mir dann, was die Durchführung angeht, nicht mehr ganz so sehr gefallen, da sie dem Prinzip "alles in einen Topf werfen und kochen" nicht mehr so ganz entsprechen. Die Proteinbeilage wird zuerst zubereitet und dann zur Seite gestellt, während die Nudeln zubereitet werden.

Nichts desto trotz haben mich die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, geschmacklich alle überzeugen können. Man kann mit diesem Kochbuch durch die internationale Nudel-Küche reisen, ohne dabei, was die Zutaten angeht, einen großen Aufwand betreiben zu müssen. Es gab kaum Zutaten, die ich nicht im Supermarkt bekommen hätte.

Dabei werden auch Kombinationen vorgestellt, auf die ich von alleine nicht gekommen wäre, die mich geschmacklich wirklich überraschen konnten.

Insgesamt halte ich "One Pot Pasta" für ein kleines Kochbuch, in dem jeder etwas passendes für sich finden kann und das auch für Kochmuffel bestens geeignet ist.

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Veröffentlicht am 27.01.2020

Sehr mysteriös

Das Geheimnis von Shadowbrook
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Mit diesem Buch ist Susan Fletcher ein wirklich unterhaltsamer Mix aus History und Mystery gelungen.

Die junge Clara hat ihr bisheriges Leben hinter verschlossenen Türen verbracht. Zu verletzlich ist ...

Mit diesem Buch ist Susan Fletcher ein wirklich unterhaltsamer Mix aus History und Mystery gelungen.

Die junge Clara hat ihr bisheriges Leben hinter verschlossenen Türen verbracht. Zu verletzlich ist ihr Körper aufgrund der angeborenen Glasknochenkrankheit. Mit dem Tod ihrer Mutter bricht jedoch ein neuer Abschnitt an und sie zieht es hinaus in die aufregende Welt. Dank ihrer Neugier und Wissbegier nimmt sie einen Auftrag an, das Gewächshaus des Anwesens Shadowbrook neu zu gestalten und findet sich schnell in einem Abenteuer wieder. Denn auf Shadowbrook scheint es zu spuken und jeder der Bediensteten hat etwas zu verbergen...

Mit Clara hat die Geschichte eine sehr starke, weibliche Hauptfigur erhalten; was ihr Körper an Zerbrechlichkeit zeigt, macht ihr Geist mit Neugier und Furchtlosigkeit wieder wett. Sie ist klug und hat keine Angst davor, mit den für den Anfang des 20. Jahrhunderts üblichen Konventionen zu brechen.

Die Autorin schafft es, neben Spannung und Unterhaltung auch ernstere Themen wie die Gleichberechtigung der Frauen und den für den damaligen dörflichen Alltag üblichen Aberglauben anzusprechen und einzuflechten.

Nicht zuletzt ist ihr so eine kleine Hommage an den Wert von Literatur und Bildung für alle gelungen.

Fazit:
"Das Geheimnis von Shadowbrook" bietet in seiner Mischung aus verschiedenen Stilelementen aus jedem angesprochenen Genre das Beste und lässt den Leser bis zum Schluss rätseln und grübeln.

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Veröffentlicht am 25.01.2020

Würdiger Abschluss

Das Imperium aus Asche
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Mit "Das Imperium aus Asche" hat Anthony Ryan ein würdiges Ende für seine Draconis Memoria-Reihe geschaffen.

Die Geschichte, die aus Sicht der vier Leitfiguren erzählt wird, knüpft nahtlos an den Vorgänger ...

Mit "Das Imperium aus Asche" hat Anthony Ryan ein würdiges Ende für seine Draconis Memoria-Reihe geschaffen.

Die Geschichte, die aus Sicht der vier Leitfiguren erzählt wird, knüpft nahtlos an den Vorgänger an:

Clay und Kapitän Hilemore befinden sich auf der Suche nach einer Waffe gegen den Weißen immer noch im ewigen Eis und stoßen dort unverhofft auf neue Verbündete.

Lizanne, die Mitarbeiterin der Abteilung Außerordentliche Maßnahmen, bereitet sich mit Flüchtlingen und Verbündeten auf die unvermeidliche Schlacht vor und versucht nebenbei, in den Erinnerungen des legendären Tüftlers Hinweise auf eine Waffe gegen den Drachen zu finden.

Sirus, ranghoher General in den Truppen aus Verderbten, befehligt vom weißen Drachen, gibt dem Leser Einblicke in die Geschehnisse und Handlungen des Gegners.

Alles läuft auf ein letztes großes Aufeinanderprallen der gegnerischen Lager hinaus und so ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Großteil dieses letzten Buches durch verschiedene Kampfhandlungen geprägt ist.

Und doch schafft es der Autor, mehr als nur ein blutiges Schlachtengetümmel zu erschaffen. Die Kämpfe sind gekonnt choreografiert, lassen aber auch noch Platz für die Emotionen der Figuren. Und so sind die nicht mal 700 Seiten schneller verflogen als man glaubt.

Um länger in dieser faszinierenden Welt bleiben zu können, liest man langsamer, genießt jede Szene und schwankt so zwischen euphorischer Begeisterung und dem grenzenlosen Bedauern, dass das nahende Ende unvermeidbar und vor allem endgültig ist.

Diese Welt hat mich nicht nur mit ihren fantastischen Elementen begeistert, sondern auch mit dem Steampunk-Touch hochtechnologischer Waffen und Gerätschaften und dem allgemeinen Detailreichtum, mit dem die gesamte Welt aufgebaut ist.

Besonders gut gelungen ist, dass man dank Sirus Erzählungen selbst die Bösen nicht von Grud auf verurteilen kann. Sie werden menschlich, ihre Beweggründe nachvollziehbar und so leidet man zum Schluss nicht nur mit den Menschen, sondern auch mit Drachen und Verderbten.

Fazit:
Eine großartige High Fantasy-Reihe findet ein grandioses Ende und hinterlässt damit eine große Lücke, aber auch eine insgesamt rund abgeschlossene, sehr lesenswerte Trilogie.

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Veröffentlicht am 25.01.2020

Kurze Einblicke

Die Zeit des Lichts
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Lee Miller ist eine amerikanische Fotografin, die vor allem mit ihrer Kriegsberichterstattung und den Fotos aus Hitlers Wohnhaus und dem KZ in Dachau Berühmtheit erlangte.

"Die Zeit des Lichts" beleuchtet ...

Lee Miller ist eine amerikanische Fotografin, die vor allem mit ihrer Kriegsberichterstattung und den Fotos aus Hitlers Wohnhaus und dem KZ in Dachau Berühmtheit erlangte.

"Die Zeit des Lichts" beleuchtet nun eine andere Seite von ihr und zeigt, dass ihre Karriere bereits in den 30er Jahren in Paris ihren wenig rühmlichen Anfang nahm.

Man sollte sich schnellstens von der Vorstellung verabschieden, hier einen Lobgesang auf die junge Künstlerin in den Händen zu halten.

Vielmehr wird Lee Miller als junge, unsichere Frau mit großen Träumen und einem unbeugsamen Charakter dargestellt. Die Anfangsjahre ihrer Fotografie werden durch die Beziehung zu dem berühmten Fotografen Man Ray bestimmt. Er fungiert sowohl als älterer, reiferer Liebhaber als auch als teils generöser Lehrmeister.

Die Beziehung der beiden wirkt teilweise fast manisch, verbindet sie doch die vollkommene Hingabe an die Kunst (wobei sie bei ihm noch stärker ausgeprägt scheint als bei ihr). Und doch basiert sie eher auf Lust und Körperlichkeit, ihre gegenseitige Liebe ist selten bis gar nicht spürbar.

Insgesamt wirkt die Erzählung sehr kühl und emotionslos, wie eine klinische Bestandsaufnahme. Der Stil vermag zwar zu fesseln, trifft einen aber eher im Kopf als im Herzen.

Dafür sind die Einblicke in die Fotografie als Kunstform sehr detailiert und informativ und machen Lust darauf, selbst einmal in der Dunkelkammer zu experimentieren.

Die zwischendurch eingeworfenen Momentaufnahmen von Millers Zeit als Kriegsreporterin sind unheimlich gut geschrieben, fühlen sich dadurch viel zu kurz an und hätten für meinen Geschmack eine größere Rolle im gesamten Roman spielen dürfen.

Fazit:
Insgesamt bietet dieses Buch einen guten Einstieg in das Schaffen Lee Millers und dient damit als guter Einstieg wenn man sich näher mit den Künstlern der surrealen Fotografie beschäftigen möchte, mehr aber auch nicht.

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Veröffentlicht am 24.01.2020

Wirklich kreativ

Kartoffeln kreativ
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Da hält der Titel wirklich was er verspricht!

Kartoffeln waren für mich bisher immer die typische Beilage oder die sättigende Zutat. Wie vielfältig und kreativ sie aber auch in den verschiedenen Kulturen ...

Da hält der Titel wirklich was er verspricht!

Kartoffeln waren für mich bisher immer die typische Beilage oder die sättigende Zutat. Wie vielfältig und kreativ sie aber auch in den verschiedenen Kulturen beim Kochen und Backen eingesetzt werden können hat mich dann aber doch überrascht.

Das Buch präsentiert einem viele verschiedene Varianten: Kartoffeln als Zutat in Pfannen- oder One Pot-Gerichten; Kartoffeln in diversen Kloßvarianten oder als kreativ gestaltete Beilage. Sogar süße Alternativen hält das Buch parat und natürlich die obligatorischen Salatvarianten (die für mich als Thüringer unabdingbar zum Braten dazu gehören).

Die Rezepte sind meist recht einfach aufgebaut und vom Zeitaufwand her auch für die Feierabendküche geeignet. Natürlich enthält das Buch auch zeitintensivere Rezepte, die aber trotz allem in der Durchführung gut händelbar sind.

Was mir besonders gefallen hat, sind die internationalen Gerichte. Besonders angetan haben es mir die Runzelkartoffeln mit Mojo verde: leicht zuzubereiten und superlecker!

Alles in allem ist das Kochbuch eine runde Sache, auch wenn es keiner großen Kochkunst bedarf.

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