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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2020

Anders

Asphaltseele
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Inhalt:

Der Protagonist Ruben Rubeck ist Kriminalkommissar und arbeitet im Frankfurter Bahnhofsviertel. Doch nicht nur beruflich, auch privat verkehrt er im Milieu. Er hat ein Alkoholproblem und geht ...

Inhalt:

Der Protagonist Ruben Rubeck ist Kriminalkommissar und arbeitet im Frankfurter Bahnhofsviertel. Doch nicht nur beruflich, auch privat verkehrt er im Milieu. Er hat ein Alkoholproblem und geht regelmäßig Kneipen und Bordelle im Frankfurter Bahnhofsviertel. Als es eines Abends, genau dort, zu einer Schießerei kommt, ist Rubeck vor Ort. Mit dieser Schießerei wird eine Lawine der Ereignisse los getreten, die von Ruben Rubeck einiges abverlangen. Er wird von seiner Vergangenheit eingeholt und kämpft schließlich nicht nur um sein eigenes Leben.

Meine Meinung:

Wir folgen dem Protagonisten Ruben Rubeck. Er schildert die Ereignisse aus der Ich-Perspektive und in Alltagssprache. Dies hat mich einige Male schmunzeln lassen, da die Sprache perfekt zum Setting des Frankfurter Bahnhofsviertels und zu dem Charakter an sich passt. Schnell konnte ich mich in Ruben Rubeck hineinversetzen und seine Gefühle nachvollziehen. Durch die Wahl der Sprache wurde das verstärkt.

Nachdem ich den Protagonisten auf den ersten Seiten kennengelernt habe, baute sich langsam der Spannungsbogen auf. Das Setting spielte immer wieder, gerade im Bezug auf Rubecks Alkoholkonsum, eine wichtige Rolle. Das war für mich komplett neu und interessant, da ich zuvor noch kein Buch gelesen hatte, welches im Milieu spielt. Die Dosis, in dem dies eingebunden wurde habe ich trotzdem als passend empfunden.

Durch einzelne Kapitel, welche als Rückblenden gestaltet waren, wurde wieder Spannung aufgebaut. Erst zum Schluss erschloss sich die Bedeutung dieser Kapitel. Außerdem erschlossen sich damit einige Handlungen von Rubeck.

Insgesamt fand ich das Buch und vor allem die Idee der "Verdrängung" und dem "Umgang mit traumatischen Situationen" sehr gelungen. Dieser Idee hätte, meiner Meinung nach, während der gesamten Handlung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden können. Dadurch, dass sich diese Intention erst ziemlich am Ende erschließen lässt, hat der Leser nicht so viele Berührungspunkte mit der Materie. Leider hat es mir zudem etwas an Spannung gefehlt. Viele Handlungsstränge haben sich zuvor abgezeichnet.

Insgesamt habe ich das Buch dennoch gerne gelesen. Die 240 Seiten haben sich gut lesen lassen. Zu einem Lese-Highlight fehlte dem Buch allerdings das gewisse Etwas.

Insgesamt erhält "Asphaltseele" von mir gute 3,5/5 Büchern ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2020

Familientragödie mit Längen im Mittelteil

Ich will dein Leben
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Inhalt:

Die sechzehnjährige Tamsyn beneidet ihre neuen Nachbarn, die Davenports, um ihr glamouröses Leben. Tamsyn freundet sich mit der Tochter der Davenports an. Dies hat jedoch ungeahnte Folgen für ...

Inhalt:

Die sechzehnjährige Tamsyn beneidet ihre neuen Nachbarn, die Davenports, um ihr glamouröses Leben. Tamsyn freundet sich mit der Tochter der Davenports an. Dies hat jedoch ungeahnte Folgen für beide Familien. Denn hinter der scheinbar perfekten Familie Davenport verbergen sich dunkle Abgründe und schwerwiegende Geheimnisse.



Meine Meinung:

Cover und Klappentext haben mich sofort überzeugt und ich musste das Buch unbedingt lesen.

Wir folgen der Protagonistin Tamsyn in der Ich-Perspektive. Zudem werden verschiedene Schlüsselszenen aus der Perspektive andere Figuren erzählt. Auf diese Weise konnte ich mich sehr gut in Tamsyn hineinversetzen. Auch die Gefühlslagen und Beweggründe der anderen Figuren wurden deutlich und ich konnte sie sehr gut einordnen und verstehen.

Die Gliederung und der Schreibstil sind sehr angenehm und gut zu lesen.

Für mich ließ jedoch die eigentliche Handlung zu lange auf sich warten. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich einige Erwartungen an das Buch und die Handlungen. Diese wurden auch erfüllt, jedoch erst ziemlich spät. Meiner Meinung nach wird in der Mitte der Geschichte zu viel "drum herum" geschrieben. Dann war ich sehr froh, als plötzlich der Spannungsbogen aufgebaut wurde und wirklich etwas "passierte". Dann überschlugen sich jedoch die Ereignisse.

Ich hätte mir einen schöneren Verlauf des Spannungsbogens mit weniger Längen gewünscht, denn ohne die Längen wäre das Buch ein 5 Sterne Kandidat gewesen. Leider muss ich dafür 2 Sterne abziehen, da ich zwischenzeitlich wirklich mit dem Gedanken gespielt habe, das Buch abzubrechen. Schließlich bin ich sehr froh, das Buch nicht abgebrochen zu haben. Die letzten 200 Seiten haben einiges wieder raus gerissen.

Ein echtes Familiendrama mit vielen Emotionen.

Bei diesem Buch wird auf jeden Fall deutlich: Es ist nicht immer so, wie es nach Außen hin scheint und man kann den Menschen nur vor den Kopf gucken.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2020

Spannend bis zum Schluss

Escape Room - Nur drei Stunden
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Inhalt:

Der Protagonist Morgan Sheppard erlangte mit 11 Jahren als "Kinderdetektiv" Berühmtheit. 25 Jahre später wacht er zusammen mit fünf ihm Unbekannten eingeschlossen in einem Hotelzimmer auf. Er ...

Inhalt:

Der Protagonist Morgan Sheppard erlangte mit 11 Jahren als "Kinderdetektiv" Berühmtheit. 25 Jahre später wacht er zusammen mit fünf ihm Unbekannten eingeschlossen in einem Hotelzimmer auf. Er soll den Mord an seinem Psychologen Simon Winter aufklären. Schafft er dies nicht, müssen alle sterben - einer unter ihnen ist der Mörder. Morgan hat neben der Aufklärung der Tat auch mit starken Entzugserscheinungen und seiner Vergangenheit zu kämpfen.

Meine Meinung:

Dieser Thriller ist wirklich spannend. Durch zahlreiche Wendungen wird der Spannungsbogen immer wieder aufgebaut und es bleibt bis zur letzten Seite spannend. Aufgrund von Rückblicken in Morgan Sheppards Vergangenheit konnte ich mich sehr gut in ihn, seine Probleme und seine Gefühlslage hineinversetzen. Ich habe mitgefühlt und bis zum Schluss mit gefiebert, ob sie sich befreien können. Lediglich die Gliederung der Kapitel hat mir nicht sehr gut gefallen. Mir waren die Kapitel eindeutig zu kurz. Das hat meinen Lesefluss etwas gestört. Aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab.

Somit erhält das Buch von mir 4/5 Sternen und ist eine klare Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.09.2020

Klare Leseempfehlung!!

Erebos
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Inhalt:

Erebos ist ein Computerspiel...aber kein gewöhnliches... Die Spieler müssen Aufgaben erfüllen...auch im realen Leben. Nur so können sie innerhalb des Spiels aufsteigen und später gegen den "Endgegner" ...

Inhalt:

Erebos ist ein Computerspiel...aber kein gewöhnliches... Die Spieler müssen Aufgaben erfüllen...auch im realen Leben. Nur so können sie innerhalb des Spiels aufsteigen und später gegen den "Endgegner" antreten.



Meine Meinung:

Ursula Poznanski hat es schon wieder geschafft. Der Schreibstil ist einfach nur super. Die Details und Handlungen werden so detailliert beschrieben, dass man sehr schell selbst Teil von Erebos wird. Sehr schnell war ich mit Nick (dem Protagonisten) verbunden und habe mit ihm mitgefiebert.

Der Spannungsbogen wurde schön aufgebaut und hat zu einem spannenden Finale hingeführt. Durch einige Wendungen blieb es spannend.

Das Ende hat die Geschichte nochmals abgerundet.

Eine Geschichte, die genau den Nerv der Zeit trifft. Jeder Jugendliche sollte Erebos gelesen haben. Regt sehr zum Nachdenken über den Konsum von digitalen Medien und Computerspielen, etc. an. Klare Leseempfehlung!!!

5/5 Sternen

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere