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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2025

Herbstliche YA Story

Falling Like Leaves
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Genau so stelle ich mir eine YA Story vor:
Ellis muss mit ihrer Mutter in die Kleinstadt Bramble Falls ziehen. Raus aus ihrem geliebten New York, weg von ihren Freunden, ab auf die örtliche Highschool. ...

Genau so stelle ich mir eine YA Story vor:
Ellis muss mit ihrer Mutter in die Kleinstadt Bramble Falls ziehen. Raus aus ihrem geliebten New York, weg von ihren Freunden, ab auf die örtliche Highschool. Sie kennt außer ihrer Cousine niemanden und alles ist neu. Klar, dass sie zunächst nichts Gutes an der neuen Situation finden kann: sie hatte einen Karriereplan in der Firma ihres Vaters! Aber was passiert, wenn die Kleinstadt neben ganz vielen Herbstfesten auch noch einen schnuckligen Jungen zu bieten hat?

Ellis Welt steht Kopf: ihre Eltern trennen sich auf Zeit und sie zieht mit ihrer Mutter um geben ihren Willen. Alles ist doof und so richtig kommt sie damit nicht klar und ich finde ihre Reaktion sehr altersgemäß. Wer hätte mit 17/18 es toll gefunden, wenn die Eltern sich trennen, man die Schule wechseln muss und einfach das ganze Leben auf links gedreht wird. Ich denke keiner. Alle geben sich sehr viel Mühe sie zu integrieren, aber ich kann ihre ablehnende Haltung nachvollziehen. Agiert sie manchmal impulsiv? Definitiv ja! Stößt sie damit andere vor den Kopf? Auch ja! Man muss dabei aber auch die Umstände bedenken. Wäre Ellis 5 Jahre älter, dann wäre mir das zu viel gewesen, aber in ihrem Alter fand ich das in dem Kontext ok.

Cooper ist der absolute Golden Retriever. Everybody‘s Darling, freundlich, hilfsbereit und der erste Kuss von Ellis. Die Kommunikationsprobleme zwischen ihm und Ellis sind auch hier wieder dem Alter geschuldet und für mich nicht störend, sondern passend.

Wir bekommen hier eine klassische Highschool Liebe mit herbstlichen Setting. Genauso wie ich mir das nach unendlichen Folgen von den Gilmore Girls vorstelle und mein Millenialherz erwartet hat!

Ich bin jetzt bereit für einen Harvest Spice Latte von Cooper mit einem leckeren Keks 🍪 🍁🍂🎃

4⭐️

Veröffentlicht am 18.08.2025

2 große Lieben , 1 Leben

Versprich mir, dass du tanzt
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Schon beim Prolog war ich zu Tränen gerührt und ich habe sehr gehofft, dass das nicht das ganze Buch so sein wird, sonst hätte ich es nur Häppchenweise lesen können. Die Geschichte zwischen Prolog und ...

Schon beim Prolog war ich zu Tränen gerührt und ich habe sehr gehofft, dass das nicht das ganze Buch so sein wird, sonst hätte ich es nur Häppchenweise lesen können. Die Geschichte zwischen Prolog und Epilog hat mich Gott sei Dank nicht zur Heulboje werden lassen, erst im Epilog brachen wieder alle Dämme und ich habe mehr als ein Taschentuch gebraucht um den Tränen Einhalt zu gebieten.

Wir begleiten Lily durch ihr Leben nach dem Tad ihres Mannes Adam und erfahren durch Rückblenden, wie sie in ihrer Kindheit Josh und später Adam kennengelernt hat. Adam nimmt ihr auf dem Sterbebett das Versprechen ab mit Josh ins Reine zu kommen und dass Josh und Lily ihm vergeben und so begibt sich Lily auf die Suche nach Josh und all den Gefühlen die zwischen ihnen mal waren und sind. Kann ihre Vergangenheit ihre Zukunft sein? Kennt ihr Herz ihren Weg?

Alleine nur schon bei dem Prolog habe ich mit Lily gelitten und geweint. Als wir dann ihre, Adams und Joshs Geschichte erfahren war ich hin und her gerissen zwischen Zweifeln wie zwei Menschen sich immer im unglücklichsten Zeitpunkt begegnen können und auch ungläubig wie sehr Ängste das eigene Glück torpedieren können.

Ich konnte Lilys Beweggründe grundsätzlich immer verstehen und hätte garantiert wie sie entschieden. Im Streit sagt man nun mal Sachen, die man so nicht meint.
Josh seine Bindungsängste sind mit seiner Vorgeschichte nachvollziehbar, nur hat er sich so davon bestimmen lassen, dass das doch sehr großen Einfluss auf sein Leben und Glück hatte.

Die Frage die sich hier stellt, ist „was wäre wenn?“ das habe ich mich mehrfach in dem Buch gefragt und mir dann gesagt, es sollte genau so sein. Denn dass ist das Leben. Manchmal voll von verpassten Chancen jemanden was zu sagen oder dann das richtige zum falschen Zeitpunkt. Ich denke mir dann immer das alles für was gut ist und es sich irgendwann schon richten wird.

Dani Atkins hat mich hier auf eine emotionale Achterbahn mitgenommen die mich tief berührt hat und mir gezeigt hat, dass das Leben seine ganz eigenen Regeln hat und zusammen kommt was zusammen gehört, auch wenn der Weg von Schmerz Trauer und auch Liebe gepflastert ist.
Habe ich zwischenzeitlich gedacht „ so darf es nicht enden!“? Mehr als einmal, aber ich wurde belohnt. Beim Epilog war mein Blick nur noch tränenverhangen.

Eine klare Leseempfehlung für jeden der an die Liebe glaubt.

5⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2025

Sehr spicy, emotional und auch mal zum Lachen

Situationship
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Ich habe angefangen zu lesen und wusste nach dem ersten Kapitel, dass das Buch genau meins ist. Teagan macht mit ihrem Freund Schluss, da er sie auch nach 5 Monaten (und etlichen Hinweisen wie es besser ...

Ich habe angefangen zu lesen und wusste nach dem ersten Kapitel, dass das Buch genau meins ist. Teagan macht mit ihrem Freund Schluss, da er sie auch nach 5 Monaten (und etlichen Hinweisen wie es besser wird) sie nicht zum Orgasmus bringen kann. Ihre Art fand ich einfach herrlich: sehr direkt, aber relativ nett verpackt.

Teagan ist die einzige weibliche Petdon in einem Freundeskreis, der sich schon ewig kennt und die immer den Sommer zusammen verbringen. Dieses Jahr um die Hochzeit für Ryan (Teagans bester Freund) zu feiern. Der Sommer wird neben anderen Verpflichtungen sehr stressig und so geht die eine vertraglich geregelte Situationship mit Heath (auch ein Teil des Freundeskreises) ein um Stress abzubauen.
Schnell merkt man, dass beide eine gemeinsame Vergangenheit haben, die aber lange unklar ist. Werden beide es schaffen alle Gefühle von ihrem Arrangement abzukoppeln und den anderen nur zum Stressabbau „nutzen“?

Teagan hat wirklich ein vollgepacktes Leben: Studium, familiäre Verpflichtungen und die Organisation der Feierlichkeiten rund um die Hochzeit, dass sie da überhaupt noch eine freie Minute hat um sich mit Heath zu treffen hat mich sehr erstaunt. Dieses Pensum schreit geradezu nach einem Burn out. Dadurch, dass sie ihre Familie nicht enttäuschen möchte, hat sie sehr hohe Ansprüche an sich selbst.
Für mich war das alles schon sehr zwiespältig: immer diese Perfektion nach außen hin, keiner schaut aber hinter die Fassade. Wie sie bei Heath ist, ist das genaue Gegenteil. Als ob sie nur da sie selbst sein kann.
Heath ist schon ein Schnuckelchen. Zu Beginn wirkt alles sehr oberflächlich, aber als man hinter seine Fassade schauen kann, ist es ähnlich wie bei Teagan. Ihr wahres Ich zeigen sie nur da.

Die Grundidee des Buches hat mir sehr gefallen. Allerdings fand ich sowohl bei Heath, als auch bei Teagan die familiären Strukturen sehr toxisch. Wie da teilweise mit Problemen und Scheitern umgegangen wird war mehr als fragwürdig.
Auch der Freundeskreis war jetzt nicht unbedingt das Nonplusultra: da hat mir Jeremy seine Ehrlichkeit aus der Seele gesprochen.
Ich habe die ganze Zeit gerätselt welche Geschichte Heath und Teagan verbindet und was soll ich sagen: eine ordentliche Kommunikation hilft wirklich und erspart Drama. Ich muss aber sagen, dass man die charakterliche Entwicklung auch in den Verhaltensweisen merkt und das hat mir sehr gefallen. Ich mochte die Wortgefechte zwischen den beiden. Die Chemie hat einfach gestimmt.

Einen Stern Abzug gab es für die toxische familiäre und freundschaftlichen Beziehungen.

4⭐️

Veröffentlicht am 15.08.2025

Enemies-to-Lovers mit Krankenhaussetting

Falling for Dr. Heartless
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Dr. Heartless ist eine schöne Enemies-to-Lovers Geschichte. Lexy und Ares liefern sich das ein oder andere hitzige Gefecht. Das lässt die Geschichte wie im Nu verfliegen. Das Buch wird von beiden Protagonisten ...

Dr. Heartless ist eine schöne Enemies-to-Lovers Geschichte. Lexy und Ares liefern sich das ein oder andere hitzige Gefecht. Das lässt die Geschichte wie im Nu verfliegen. Das Buch wird von beiden Protagonisten erzählt, somit erhält man ganz gut Einsicht in die Gefühlslage der beiden.
Ares Bruder war früher die Jugendliebe von Lexy und buhlt auch jetzt (10 Jahre später) um sie. Das hat der Geschichte eine gewisse Würze gegeben.

Grundsätzlich hat mir die Dynamik und Weiterentwicklung von Lexy und Ares gut gefallen, nur war es mir teilweise zu abrupt und schnell. Dadurch ist es mir zeitweise schwer gefallen die Motive von beiden zu verstehen. Auch zum Ende hin war mir das etwas zu oberflächlich warum Ares sich für die Liebe entschieden hat.
Die toxische Beziehung von Ares Eltern und auch deren Verhaltensweisen waren so heftig, dass es mir schwer gefallen ist, nachzuvollziehen warum ihr näheres Umfeld das so geduldet hat.

Insgesamt eine solide Liebesgeschichte, die sich leicht lesen lies. Ich werde auch Band 2 und 3 lesen. Ich möchte wissen wie es mit den Grschwistern weitergeht
4⭐️

Veröffentlicht am 15.08.2025

Lebenshighlight

Das Ende von gestern ist der Anfang von morgen
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Wo fängt man an, wenn einem die Worte fehlen? Denn Worte reichen nicht, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Kathinka hat es geschafft mich emotional auseinander zunehmen und im Anschluss wieder besser ...

Wo fängt man an, wenn einem die Worte fehlen? Denn Worte reichen nicht, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Kathinka hat es geschafft mich emotional auseinander zunehmen und im Anschluss wieder besser zusammen zubauen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so sehr geweint habe um und mit den Protagonisten.
Pippa und Oz ihre Geschichte war so tragisch schön und auch so durch das gesellschaftliche Bild dieser Zeit geprägt, dass man schon beim Lesen die Tragödie hat kommen sehen.
Gilly und Owens Geschichte hat so den heutigen Zeitgeist von Beziehungen und Erwartungen gezeigt, dass ich mich in vielen Punkten so verstanden gefühlt habe wie selten zuvor.
Kathika ist die Verknüpfung der 4 Protagonisten so spielend gelungen. Man hat parallel in beiden Geschichten mitgefiebert und als alles zusammen kam, hat es so gepasst.

Mir hat auch der Wechsel der Schreibstile zwischen den Zeitebenen sehr gut gefallen. Der Sprachgebrauch in den 70er Jahren war halt auch anders als heute.
Das unterstützt die Veranschaulichung des Wandels in der Gesellschaft unheimlich.

Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. Für mich ist das Buch ein Lebenshighlight!

Legt aber die Taschentücher parat.