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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2021

interessant, ausführlich, anschaulich und sehr persönlich

Das Tao der Gefühle
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Pete Walker beschreibt wie man sich mit in der Kindheit erlebten gravierenden Verletzungen auseinander setzen kann. Durch Trauern können wir meistens das Schmerzreservoir leeren, somit wiedr vollständig ...

Pete Walker beschreibt wie man sich mit in der Kindheit erlebten gravierenden Verletzungen auseinander setzen kann. Durch Trauern können wir meistens das Schmerzreservoir leeren, somit wiedr vollständig fühlen. Ein weiterer Schritt lieg in der Vergebung, besonders sich selber und nicht zwangsläufig den anderen gegenüber. Trauern lindert, vermindert Furcht und Scham, Verleugnung und Verharmlosung. Zudem kann man beim Eintauchen in die Kindheit der Eltern durch Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte, Kinderfotos der Eltern sowie Erziehnungsarbeit in deren Kinderzeit einiges nachempfinden, was diese erlebt und unwissend weitergereicht haben. Sehr interessant fand ich die Ausführungen zum Gefühlsabbau während der Industrialisierung, dem Berufsleben als „Arbeitsmaschine“ am Fließband im Akord.

Insgesamt betrachtet Pete Walker das Thema sehr detailliert und ganzheitlich. In großem Umfang berichtet er von seiner persönlichen Genesungsarbeit sowie Beispielen aus seiner privaten Praxis. Er gibt dem Leser viele Strategien, Techniken,verschiedene Stufen und Methoden samt Einsichten und weitere Hilfen an die Hand um seine emotionale Entwicklung und Auseinandersetzung mit dem inneren Kind zu überdenken und durchzuführen und, wenn nötig Hilfe zu suchen und anzunehmen. Neben den Beispielen finden sich auch zahlreiche Gedichte, Texte und Zitate, beispielsweise von alten griechischen Philosophen oder Alice Miller, die sich bereits in mehreren Büchern der schwarzen Pädagogik gewidmet und Meilensteine gestzt hat. Klar wird, dass eigentlich jeder beschriebene Situationen dieses Buches aus seiner Kindheit kennen wird und so würde ich dieses Buch auch jedem empfehlen, der sich wieder vertrauensvoller auf Beziehungen und das Leben einlassen will.

Veröffentlicht am 15.04.2021

abwandelbare Gerichte für unterschiedliche Ernährungsformen

Mrs. Peckhams Geheimnis des flexiblen Kochens
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Karina Both-Peckham betreibt zusammen mit ihrem Mann ein Bistro, in dem sie täglich ein Gericht und eine Tagessuppe in unterschiedlichen Abwandlungen anbietet: traditionell, Paleo, Lowcarb, vegetarisch, ...

Karina Both-Peckham betreibt zusammen mit ihrem Mann ein Bistro, in dem sie täglich ein Gericht und eine Tagessuppe in unterschiedlichen Abwandlungen anbietet: traditionell, Paleo, Lowcarb, vegetarisch, vegan, glutenfrei und laktosefrei. Im ersten Drittel des Buches erläutert sie diese Ernährungsformen und, dass sie diese phasenweise im Wechsel selber so ißt. Es finden sich Tabellen für Lebensmittel im Vorrat, eine Übersicht für Austauschprodukte und ein Saisonkalender. Es wird Wert auf reginale, saisonale Zutaten gelegt.

Im zweiten Teil des Buches finden sich die Rezepte, bei denen die Zutaten in verschiedenen Listen aufgeführt werden, getrennt nach „frisch gekauft“, „Aus dem Vorrat“ und der Liste der Austauschzutaten für die jeweils andere Ernährungsform. Ich muss gestehen, dass ich diese Listenzerstückelt und ziemlich unübersichtlich finde, besonders wenn man eine Zutat austauschen möchte. Die Rezepte an sich werden gut erklärt und mit einem schönen Foto ergänzt. Es finden sich welche für Suppen, Aufstriche, Snacks ( wie Obstspiesse mit Schoko), infused water, Nice cream, Auberginen-Pizza-Bites oder eine Express-Bowl mit Pesto, Feta und Hühnerfiletstreifen. Insgesamt würde ich die Rezepte als recht einfach und vor allem nicht ganz neu einordnen. Manche sind möglicherweise anders gewürzt, als man es bislang zubereitet hat. Und manchmal bin ich schon ein klein wenig erschrocken, was als Rezept Einzug in ein Kochbuch findet, beispielsweise wenn Gnocchis selber hergestellt werden, aus gekauftem Fertigkloßteig. Viele Fotos aus dem Alltag des Bistros samt persönlichen Fotos der Autorin und ein Interview mit ihr lockern das Buch etwas auf. Die Einblicke ins Bistro samt Tagesablauf waren ganz nett zu lesen, hätten für mich aber auch Platz für weitere Rezepte machen können.

Nun, insgesamt finde ich die Idee, Rezepte für die angegebenen Ernährungsformen abzuwandeln schon gut. Aber braucht jemand, der sich vegan ernährt, zu Rezepten, die man traditionell beispielsweise mit Milch zubereitet, kedesmal den Hinweis zu Austauschprodukten wie Hafermilch? Mich hat das Konzept leider nicht ganz überzeugen können, was vielleicht auch daran liegt, dass ich über langjährige Kochroutine verfüge. Für mich scheint dieses Buch eher die Kochanfänger an die Hand zu nehmen und ihnen auch die verschiedenen Ernährungsweisen aufzuzeigen. Zudem finde ich das Buch hilfreich für jene, die sich ganz traditionell ernähren und sich für ihren Besuch über andere Ernährungsformen, entsprechende Zutaten und Rezeptabwandlungen informieren möchten.

Veröffentlicht am 14.04.2021

pfiffige Rezepte und viel Inspiration

Mit Pesto durch das Jahr
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Nach Jahreszeiten geordnet stellt Felix Schäferhoff 31 Pesto-Rezepte sowie einzelne Zusatzrezepte wie Nudelteig oder „das perfekte Steak“ vor.

Unter den vorgestellten Pesti befinden sich einzelne Klassiker, ...

Nach Jahreszeiten geordnet stellt Felix Schäferhoff 31 Pesto-Rezepte sowie einzelne Zusatzrezepte wie Nudelteig oder „das perfekte Steak“ vor.

Unter den vorgestellten Pesti befinden sich einzelne Klassiker, wie das Bärlauchpesto; die meisten Rezepte jedoch sind für mich ganz neu: etwa mit Maronen, Minze, Kürbis oder Spinat. Gemein haben alle Rezepte, dass sie aus dem, was gerade im Garten wächst oder an Resten in er Küche anfiel, bereitet wurden. Von wenigen bis zu überraschend vielen Zutaten und Zusammenstellungen fallen die Rezepte ganz unterschiedlich aus,ich finde sie alle sehr ansprechend. Meine Favoriten sind das Maronen- und das Thai-Pesto; ich denke, für jeden sind ganz neue Ideen dabei… und jede Menge Inspiration um eingene Pesti zu kreieren.

Veröffentlicht am 14.04.2021

bietet enormes Fachwissen und tolle Rezepte – einfach großartig!

Meine Küche im Frühling und Sommer
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Meret Bissegger, unter anderem Pflanzenfachfrau und versierte Wildpflanzenköchin, hat in diesem Buch ihr enormes Fachwissen aus verschiedenen Ansätzen und Bereichen in ganz ungewohnter, neuer und sehr ...

Meret Bissegger, unter anderem Pflanzenfachfrau und versierte Wildpflanzenköchin, hat in diesem Buch ihr enormes Fachwissen aus verschiedenen Ansätzen und Bereichen in ganz ungewohnter, neuer und sehr ansprechender Weise zusammengestellt.

So beschreibt sie verschiedene Anbaumöglichkeiten, beispielsweise im Bioanbau oder der gemeinschaftlichen Landwirtschaft, begleitet dort Tätige und stellt ihre Arbeit und Prinzipien vor. Die Gemüseportraits, denen sich außergewöhnliche Rezepte anschließen, sind kapitelweise nach Gemüsefamilien zusammengestellt, wobei nicht nur verschiedene Zuchtformen, sondern auch jede Menge Wildpflanzen mit ähnlichem Geschmack oder Zubereitung vorgestellt werden. So finden sich beispielsweise Kapitel zu Spargel und spargelähnlichem, zu verschiedenen Zucchiniarten, Hülsenfrüchten, Kohlrabi und Mairübe und nicht aufzählbaren weiteren gezüchteteten oder wilden Gemüsen. Unzählige Fotos zeigen neben dem Anbau samt Ernte auch die vorgestellten Pflanzen, in Übersichten der Familie und ähnlichen sowie in Einzelfotos.

Mich beeindrucken hierbei ganz besonders die vielen Wilden unter ihnen, von denen mir die meisten, obwohl ich mehrere Bücher über essbare Wildpflanzen gelesen habe, in dieser Form nicht vertraut waren. Auch sehr interessant finde ich die vielen alten Sorten, wie etwa Kerbelwurzeln, die ich vor kurzem das erste Mal gegessen habe. Die Rezepte sprechen mich allesamt sehr an, sind gut erklärt und leicht nachzuarbeiten; viele Fotos zeigen die fertigen Speisen.

Insgesamt bietet dieses einzigartige, enorm informative Buch Wissen um Anbau und Sorten sowie Rezepte in einer ungeahnten Fülle und Vielfalt – einfach großartig!

Veröffentlicht am 11.04.2021

zauberhaft für Groß und Klein

Das große Fritz Baumgarten Gartenbuch
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Die schönen Bilder von Fritz Baumgarten wird jeder kennen; hier illustrieren sie ganz zauberhaft ein Gartenbuch, das man gerne mit seinem Nachwuchs liest und durchblättert.

Neben Geschichten und Liedern ...

Die schönen Bilder von Fritz Baumgarten wird jeder kennen; hier illustrieren sie ganz zauberhaft ein Gartenbuch, das man gerne mit seinem Nachwuchs liest und durchblättert.

Neben Geschichten und Liedern erhält man kindgerecht Informationen beispielsweise zu Schädlingen, essbaren Blüten, Bienen und anderen Tieren im Garten oder Anleitungen wie die für den Bau eines Bienenhotels, Kandieren von Veilchen oder Erdbeermarmelade selber machen. Zu den einzelnen Themen finden sich jeweils verschiedene Beiträge, so dass eine Betrachtung, Auseinandersetzung und praktisches Erleben viele Bereiche abdeckt.

Insgesamt gefällt mir das Buch sehr gut; es vermittelt Wissen mit sehr viel Spaß und Anleitungen von Beschäftigungsangeboten.