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Veröffentlicht am 11.10.2016

für jeden etwas dabei

Geschenke mit der Häkelnadel
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In „Geschenke mit der Häkelnadel“ gibt es Anleitungen für kleine und größere, aufwendige Häkelprojekte, wobei mir sehr gut gefällt, dass zu Beginn der einzelnen Anleitungen direkt eine Einteilung des Schwierigkeitsgrades ...

In „Geschenke mit der Häkelnadel“ gibt es Anleitungen für kleine und größere, aufwendige Häkelprojekte, wobei mir sehr gut gefällt, dass zu Beginn der einzelnen Anleitungen direkt eine Einteilung des Schwierigkeitsgrades erfolgt und keine Seiten für Grundanleitungen oder -techniken verloren gehen, sondern nur Anleitungen enthalten sind – gut verständlich und jeweils mit Fotos des fertigen Werkstückes.

Unterteilt in die Kapitel:

- Fürs Zuhause:
z.B. Decke und Kissen mit Zopfmuster, Topflappen, Körbe, Tischläufer

-Für Sie:
z.B. Halskette, Mütze, Fäustlinde, Schultercape mit Knöpfen

-Für Ihn:
z.B. Mütze, Schal, fingerlose Handschuhe, Tablet-Hülle, Socken

-Für die Kleinen:
z.B. Mützchen im Granny-Stil, Schühchen mit Bommeln, Socken, Oberteil im bretonischen Stil

Der Anteil an Kleidungsstücken fällt größer aus, als ich erwartet habe; ich muß zugeben, dass ich auf Grund von kratzender und grober Häkelkleidung in meiner eigenen Kindheit nicht der allergrößte Fan von gehäkelter Kleidung bin. Und doch finde ich in diesem Buch eine Anleitung, die mir so gut gefällt, dass ich sie nacharbeiten werde: Das Schultercape hat es mir richtig angetan.

Gerne hätte ich mehr Anleitungen für Accessoires gefunden ( würde ich eher verschenken als Kleidung), z.B. einen Sitzpouf, freue mich über die der Körbe und der Tabletthülle sehr.

Insgesamt bietet das Buch eine gute Anzahl von weitgefächerten Anleitungen und jeder wird für sich interessante Modelle finden.

Veröffentlicht am 10.10.2016

interessante Rezepte zum Nachkochen oder inspirieren lassen

Mit einer Prise Orient
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Jacqueline Amirfallah kocht im eigenen Lokalen sowie im ARD-Buffet, versucht zwischen der persischen und der deutschen Küche eine Brücke zu schlagen, denn ihre Wurzeln und ihre Heimat finden sich in beiden ...

Jacqueline Amirfallah kocht im eigenen Lokalen sowie im ARD-Buffet, versucht zwischen der persischen und der deutschen Küche eine Brücke zu schlagen, denn ihre Wurzeln und ihre Heimat finden sich in beiden Ländern. Von der persischen Küche sagt sie, dass in dieser viel improvisiert wird und fordert den Leser auf, ihre Rezepte genauso zu verstehen, als Anregung, nicht zwangsläufig als exakte Arbeitsanleitung. Sie meint, nach guter deutscher Sitte, sollte man sie aber zuerst lesen und dann nach seinen Vorlieben und vorhandenen Zutaten ruhig abwandeln.

Die Rezepte in diesem schönen Kochbuch finden sich unterteilt in die Kapitel:

Gemüse, z.B. gebratene Auberginen mit Tomate und Zimt; Auberginenpüree, gebratene Pflaumen mit Spinat und Chili; gegrillter Frühlingslauch und Rhabarber mit Sesam; Persische Kohlrouladen; Schwarzwurzeln mit Grapefruit
Reis, Bulgur & Couscous, z.B. persischer Reis; Reis mit Möhren, Rosinen und Rosenwasser; Reis mit Reis mit Sauerkirschen, Pistazien und Lämmbällchen; Reis mit Berberitzen, Pistazien und Orangen; Reisplätzchen; Salat von Couscous mit gegrillter Wassermelone
Hülsenfrüchte & Getreide, z.B. Linsencrêpes mit Kardamonmöhren und Salat; Kichererbsen- plätzchen mit Joghurtsauce; Püree von weißen Bohnen mit Grantapfel; Mandeltarte mit Anis; Strudel mit geräuchertem Ziegenkäse und Datteln; Pfannenbrot mit gebratener Spitzpaprika
Fisch, z.B. Suppe von Räucherforelle; Flusskrebs-Carbonara; Saiblingsfilet mit Orange, Kardamon und schwarzem Rettich; Gegrillter Stör mit Safransauce und Pistazien
Fleisch, z.B. Entenbrust mit Honigfeigen und Kichererbsen; Hähnchenbrust mit getrockneten Aprikosen und Pflaumen; Rolle von Fasanenbrust mit Datteln, Anis und Chicorée; geschmorte Ochsenbäckchen mit Vanillemöhren und Steinpilzen; Kufteh Tabrisi; ; Lammragout mit Kräutern; persische Lammfrikadellen; Ziegenkeule mit Tamarindensirup und Datteln geschmort
Süßes, z.B. persischer Milchreis mit Safran und Rosenblütensorbet; Baklava; Kürbiseis mit Kreuzkümmelpfannkuchen; Pistazienkuchen; Nougatmousse mit Mokkaeis; Schokotörtchen

Zu jedem Rezept gehören nicht nur eine leicht nachvollziehbare Anleitung sowie ein Foto, sondern auch Tipps oder Erläuterungen für Abwandlungen oder Speisen, die dazu gereicht werden. Zwischendurch werden auf Doppelseiten einzelne Gewürze portraitiert, z.B. Kurkuma, Bockshornklee, Sumach oder Safran. Im Anhang finden sich ein Foto, die Danksagung und das Rezeptregister in alphabetischer Reihenfolge.

Bei vielen Rezepten, die so einfach ausschauen, und deren Zubereitung jeder schon auf seine Weise erledigt hat, überrascht mich die ausführliche Beschreibung, die anders erfolgt, als ich die Zubereitung kenne z.B. bei Artischocken oder Reis. Die unterschiedlichen Gerichte aus Leguminosen sowie die Süßspeisen finde ich besonders ansprechend; aber auch unter den Fleischgerichten locken mich speziell die Lammgerichte. Die verwendeten Gewürze wie Limetten, Bockshornklee, Kurkuma, Kreuzkümmel, Fenchel, Grantapfelkerne sind für mich in ihrer Nutzung gar nicht so ungewohnt; trotzdem finde ich in diesem Buch etliche neue Rezepte und besonders ungewöhnliche Zusammenstellungen, die ich ausprobieren werde.

Fazit: interessante Rezepte zum Nachkochen oder inspirieren lassen

Veröffentlicht am 09.10.2016

ganz bezaubernde Geschichte, nicht nur für Leser von 11-13 Jahren

Greenglass House
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Beim Greenglass House handelt es sich um ein ganz besonderes, altes Haus, mit vielen kunstvollen Glasfenstern, Nischen, Erkern, Feuertreppen, Abstellräumen, Kammern, einem Dachboden und Nebengebäuden, ...

Beim Greenglass House handelt es sich um ein ganz besonderes, altes Haus, mit vielen kunstvollen Glasfenstern, Nischen, Erkern, Feuertreppen, Abstellräumen, Kammern, einem Dachboden und Nebengebäuden, in denen Geheimnisse und Relikte der Vergangenheit gut aufgehoben waren. Heutzutage kann man dieses Gasthaus, über eine Standseilbahn erreichen; die vielen Schmuggler, die im Laufe der Jahre dort eingekehrt sind, kannten noch andere Wege dorthin...
Für Milo, den chinesischen Adoptivsohn der Pensionsbetreiber Nora und Ben Pine, haben gerade die Weihnachtsferien begonnen und er freut sich auf besinnliche Tage mit seinen Eltern. Nicht verwunderlich, denn in den Jahren zuvor kamen zu Weihnachten keine Gäste ins Greenglass House.
Plötzlich erscheint ein Gast nach dem anderen, das Haus füllt sich und die Köchin Mrs. Caraway, Mutter von Lizzy und Meddy, hilft in der Küche um alle Gäste zu bewirten.
Meddy überredet Milo, der zunächst enttäuscht ist, zu dem Rollenspiel „Seltsame Spuren“, in dem die beiden erforschen, was in Greenglass House wirklich vor sich geht. Rätselhafte Diebstähle müssen aufgeklärt und Geheimnisse erzählter und gelesener Geschichten gelüftet werden. Hierzu schlüpfen die beiden in die Welt von „Seltsame Spuren“, erschaffen ihre Charaktere ( Blackjack und Scholiastin), suchen nach Ausrüstungsgegenständen, Werkzeug, Hinweisen und wachsen mit ihren selbstausgesuchten Fähigkeiten über sich selbst hinaus. Besonders gut gefallen haben mir die Erarbeitung ihrer Spielfigur und Ausrüstung , z.B. wird eine Sonnenbrille mit blauen Gläsern zu den „Augen der wahrhaftigen Klarheit“. Vieles, was Milo sich niemals trauen würde, schafft er im Spiel als „Negret“ ....
Immer mehr Geheimnisse werden gelüftet, Gefahren überstanden, die Vergangenheit von Greenglass House und den ursprünglichen Bewohnern aufgedeckt und ganz nebenbei lernt Milo einiges über sich selber ....
Die phantasievoll und ganz bezaubernd erzählte Geschichte zieht einen von Anfang an in ihren Bann; die Erzählweise hat mir ausgesprochen gut gefallen, sie war schönsprachlich, die Geschichte abwechslungsreich, gut durchdacht und schlüssig. Als Leser erlebt man mit Milo und Meddy aufregende Weihnachtsfeiertage, an denen sie auch viel über sich selber erfahren. Gut gefällt mir dabei auch die sensibel einbezogene Thematik der Adoption und der Gefühle der leiblichen und der Adoptiveltern bzw. das Zulassen der Gefühle beiden gegenüber.

Fazit: Ein wundervolles Buch, nicht nur für Leser von 11-13 Jahren und auch gerne zum gemeinsamen Lesen.

Veröffentlicht am 09.10.2016

kleines Buch, mit guten Anleitungen und vielen nützlichen Rezepten

Das große kleine Buch: Natürliche Deos aus Wald und Wiese
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Nicht nur, weil einige Bestandteile der käuflichen Deodorants möglicherweise gesundheitliche Schäden verursachen können, sondern auch, weil selbst die aluminiumfreien Deos sinnbefreiterweise in Aluflaschen ...

Nicht nur, weil einige Bestandteile der käuflichen Deodorants möglicherweise gesundheitliche Schäden verursachen können, sondern auch, weil selbst die aluminiumfreien Deos sinnbefreiterweise in Aluflaschen angeboten werden, empfinde ich die Möglichkeit Naturdeos selber herzustellen als perfekten Ausweg.
In diesem kleinen Buch werden Informationen zu Deodorants und Antitranspirantien und selbstgemachten Naturdeos gegeben, wobei ich die letzteren am ansprechendsten finde, sind sie doch nicht nur natürlich, sondern auch umwelt- und hautfreundlich ( auch bei sensibler Haut), wirksam, einfach herzustellen und frei von Problemstoffen, wie Formaldehyt, Duft-, Konservierungsstoffe und evtl. Treibgasen.
Zunächst werden Zutaten wie Natron, Pottasche, Natursalz, Naturessig, Kokosfett u.a. vorgestellt; dann folgt eine Liste von pflegenden und heilenden Pflanzen mit Angabe ihrer Wirkung, z.B. adstringierend, geruchshemmend, antibakteriell, pilzhemmend, wundheilend u.m.; Zubehörbeschreibung und Hinweise für hygienische Verarbeitung folgen – und dann folgen die Rezepte, jeweils mit Foto des fertigen Deos. Darunter finden sich flüssige, z.B. Apfelstrudel-Deo, Deo-Pralinen, Cremedeo, Pulverdeo, Deoöl und Zirben-Asche-Deodorant.

Fazit: ein kleines Buch, mit guten Anleitungen und vielen nützlichen Rezepten

Veröffentlicht am 07.10.2016

Zurück zu den Wurzeln: wenig Hefe und viel Zeit

Brot backen in Perfektion mit Hefe
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Lutz Geissler hat jahrelang experimentiert um herauszufinden, wie man Brote einfach und perfekt backen kann. Ergebnisse hat er schon seit Längerem auf seinem Blog und nun in diesem Buch vorgestellt.
Seine ...

Lutz Geissler hat jahrelang experimentiert um herauszufinden, wie man Brote einfach und perfekt backen kann. Ergebnisse hat er schon seit Längerem auf seinem Blog und nun in diesem Buch vorgestellt.
Seine Methode besteht darin, wenig Hefe und viel Zeit für das Reifen des Teiges zu nutzen: Ungefähr mit 1 g frischer Hefe auf ca. 1kg Mehl wird der Teig hergestellt, wobei man ihn ungefähr nach 8 und 16 Stunden dehnt und faltet. So genau muß diese Zeit nicht eingehalten werden; wichtig ist diese Teigbearbeitung besonders in der ersten Reifungshälfte. Kopfunter geschieht dieses Reifen und zum Backen dreht man den Teigling um.
Wichtig ist es für Lutz Geissler, dass man seine Brote ohne großes Equipment herstellt und so erläutert er die „einfache“ Zubereitung mit Gerätschaften, die jeder im Haushalt vorrätig hat, geht auf Teigbeschaffenheiten, Mehlsorten, Rezeptveränderungen ein.

Dann folgen gut und knapp erklärte, abwechslungsreiche Rezepte, die nach dem o.g. Prinzip erstellt wurden, leicht nachzuarbeiten sind; zu jedem gibt es ein Foto der verschiedenen fertigen Brote, Baguette, div. Brötchen, Fladen, Knäcke, Grissini, Buchteln, Zimtschnecken, Fougasse, Ciabatta, Brioche..., oft ergänzt durch ein grau hinterlegtes Kästchen mit einem Tipp.

Für mich war die Herstellung der „Handsemmeln“ eine echte Überraschung. Bislang habe ich mit einem Teigdrücker ein Gesicht oder diese Abschnitte für Bauernbrötchen in den Teig gedrückt und fand das Ergebnis nie besonders aufregend. Hier finde ich nun eine Variante, in der der ausgerollte Teig mit einer speziellen Falttechnik zu diesen Brötchen geformt wird – was für eine geniale Idee!
Die Idee des „faulen Brotes“ oder 24-Stunden-Pizzateig kannte ich bereits und habe sie auch ausprobiert; hier gibt es endlich eine Vielfalt an Rezepten, die genauso einfach und gelingsicher sind.