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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2020

Überzeugender Auftakt!

Richer than Sin
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Ich bin ehrlich:
Als ich gesehen habe, dass Meghan March eine neue Trilogie raushaut, bin ich vor Freude fast geplatzt, hatte gleichzeitig aber die Befürchtung, dass die Königin der Cliffhanger mich am ...

Ich bin ehrlich:
Als ich gesehen habe, dass Meghan March eine neue Trilogie raushaut, bin ich vor Freude fast geplatzt, hatte gleichzeitig aber die Befürchtung, dass die Königin der Cliffhanger mich am Ende des ersten Bands vollkommen zerstört.

Schon vorweg, bevor ich es später vielleicht verpeile:
Ja, es ist passiert.
Nein, ich bin nicht einverstanden, dass es dieses Mal zwei (!) Cliffhanger gibt.
Und ja, ich zähle die Tage, bis ich weiterlesen kann.

Ich bekenne mich schuldig, dass ich sehr hohe Erwartungen an dieses Buch hatte. Besonders, da ich die "Sinful"-Reihe geliebt habe.
Und die Autorin hat es tatsächlich geschafft, eine Seite einfließen zu lassen, die sich von ihren anderen Büchern abhebt.
Statt wilder, ungezügelter Erotik, die sich wie ein roter Faden durch die Handlung zieht, rückte dieser Aspekt hier eher in den Hintergrund.
Klar, natürlich gab es die ein oder andere Szene, doch sie war nicht dermaßen ausgeprägt, wie ich es von Meghan March bisher gewohnt war.
Trotz allem war das Knistern zwischen den beiden Protagonisten sofort spürbar. Ich habe mitgefiebert, gehofft, dass die zwei endlich zusammen kommen und ihr Glück finden — ihre Nachnamen in den Wind schießen.

Und obwohl ich überhaupt kein Fan von Zeitsprüngen bin, konnte ich von diesen nicht genug bekommen.
Der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit sorgte für eine gewisse Dynamik, die das Lesen flüssig und leicht machte.
Leider flachte im Mittelteil des Buches die gegenwärtige Handlung ziemlich ab, wofür im Gegenzug die Vergangenheit mehr Raum bekam. Sehr gestört hat es mich nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass da nicht wirklich etwas voranschreitet.

Was mich sehr überzeugt hat, waren die erschaffenen Nebenfiguren.
Jede einzelne hatte eine eigene Persönlichkeit, hob sich von anderen ab.
Dadurch kam es neben dem "Dramateil" auch zu vielen humorvollen Szenen, die eine zuvor ernstere Lage aufgelockert haben.
Und bei all dem kamen die Protagonisten überhaupt nicht zu kurz.
Whitneys schlagfertige Art konnte mich von Anfang an überzeugen. Sie ist glaubwürdig dargestellt, hat ihre eigenen Überzeugungen und würde für ihre Familie vermutlich allws tun. Das machte sie in meinen Augen unfassbar sympathisch.
Bei Lincoln habe ich recht schnell gemerkt, dass Whitney ihm tatsächlich etwas bedeutet. In der Vergangenheit hat er einige Fehler gemacht und (Achtung!) aus ihnen gelernt, wodurch er Whitney ihren eigenen Weg gehen lässt.
Allein der Prolog und eine klitzekleine angerissene Stelle im Buch zeigten, dass er nie über Whitney hinweg gekommen ist und es niemanden gab, der sie "ersetzen" konnte.

Das Ende...
Ich kann nicht viel dazu sagen, weil es alles, vollkommen umwälzt und unmengen an Fragen aufwirft, zu denen es hoffentlich den Ansatz einer Antwort in Band 2 geben wird.

Mir persönlich hat das Buch total gefallen (vom Cover ganz zu schweigen), obwohl es doch recht schade ist, dass die Gegenwart im Mittelteil dermaßen abflachte.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Erzählstil
  • Erotik
Veröffentlicht am 20.06.2020

Potenzial leider nicht ausreichend genutzt

Forever Free - San Teresa University
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Da das Buch ziemlich gehyped wurde, sind meine Erwartungen natürlich gestiegen.
Leider konnten diese nicht erfüllt werden.
Damit möchte ich keineswegs sagen, dass das Buch schlecht ist. Es hat mehr als ...

Da das Buch ziemlich gehyped wurde, sind meine Erwartungen natürlich gestiegen.
Leider konnten diese nicht erfüllt werden.
Damit möchte ich keineswegs sagen, dass das Buch schlecht ist. Es hat mehr als genug Potenzial, das allerdings fast gar nicht genutzt wurde.
Zwar hat es sich sehr gut lesen lassen, doch stellenweise musste ich tatsächlich feststellen, dass ich abgeschaltet habe, da vieles zu detailliert beschrieben wurde, wodurch gefühlt nichts passiert ist und sich die Handlung regelrecht in die Länge zog.
Irgendwann kam der Bruch. Plötzlich gab es Sprünge, was dazu führte, dass ich fast durchgehend dachte, etwas verpasst zu haben.

Die Story insgesamt bot viel Spielraum, hatte aber sichtlich mit dem Problem zu kämpfen, dass durchaus wichtige Dinge viel zu schnell abgehandelt wurden. Ich kann mir vorstellen, dass Hunters "großes Geheimnis" erst am Ende gelüftet werden sollte, aber gerade mit so einem Thema hätte man viel besser arbeiten — sogar Aufklärungsarbeit leisten — können, statt es in zwei Sätzen abzuhaken.
Ambers Rolle in dem Buch habe ich bis zum Schluss nicht verstanden. Im Nachhinein ist sie das perfekte Beispiel für "angefangen aber nicht zu Ende gedacht". Da hat deutlich der Tiefgang gefehlt.

Zu den Charakteren an sich kann ich nicht mehr sagen, als dass mir die Nebenfiguren viel besser gefallen haben — obwohl sie in der Mitte des Buches regelrecht von der Bildfläche verschwunden sind.
Raelyn als Protagonistin bot sehr viel Entwicklungspotenzial, über das Äußerliche ging es aber nicht hinaus. Wurde eine Sache, die sie belastet hat, geklärt, übertrug sie dieses Verhalten auf jemand anderes.
Hinzu kommt ihre überstürzte Handlung gegen Ende des Buches. Wie es sich gehört, musste Raelyn keine Konsequenzen davontragen, obwohl es eigentlich logisch wäre nach so einer Aktion.
Zu der Beziehung mit Hunter kann ich nur eines sagen:
Sie vermittelt ein falsches Bild und sendet nicht die richtigen Signale aus.

Ich möchte dieses Buch wirklich nicht schlecht reden, denn schlecht war es nicht. Eher verbesserungswürdig. Für zwischendurch ist es aber eine sehr angenehme Geschichte, obwohl einiges nicht ganz rund läuft.
Band 2 werde ich vermutlich lesen. Einfach aus dem Grund, da eine Person näher beleuchtet wird, die ich in Band 1 bereits sympathisch fand.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2020

ExtraOrdinär gut (man betrachte den Wortwitz)

Vicious - Das Böse in uns
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Ich glaube dieses Buch gehört zu denen, die man entweder hasst oder liebt.
Bei mir trifft definitiv letzteres zu. Das bestätigt allein schon die Tatsache, dass ich vorhin losgestiefelt bin, um mir Band ...

Ich glaube dieses Buch gehört zu denen, die man entweder hasst oder liebt.
Bei mir trifft definitiv letzteres zu. Das bestätigt allein schon die Tatsache, dass ich vorhin losgestiefelt bin, um mir Band 2 zu holen und gleich direkt weiterlesen werde.

Aber jetzt zum Wesentlichen:
Der Aufbau des Buches ist ein literarisches Meisterwerk. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Zeitsprüngen bin, wurde dies dermaßen gut zusammengeflochten, dass ich immer mehr und mehr wollte.
Stellenweise war es mit einem Countdown bis zum großen Knall vergleichbar.

Die Protagonisten sind schlichtweg und ergreifend anders.
Wer auf die netten Leute von nebenan hofft, ist bei diesem Buch absolut falsch.
Da ich in Büchern, Filmen, Animes und so weiter und sofort fast immer auf der Seite der Antragonisten stehe, hat mich dieses Buch im Bezug auf die Protas vollkommen zufrieden gestellt.
Selten hatte ich beim Lesen ein dermaßen breites Grinsen im Gesicht.
Ich habe bereits nach einem einzigen Kapitel den Stempel "Lieblingsperson" vergeben. Und Victor wurde bis zum Ende nicht von diesem Fluch befreit.

Die Handlung zog sich meiner Meinung nach überhaupt nicht. Zwar kann ich mir vorstellen, dass den ein oder anderen nicht interessiert, was mit z.B. Mitch im Gefängnis passiert ist, doch für mich waren das wichtige Hintergrundinfos, um die Person an sich besser begreifen zu können.
Die Beweggründe der Figuren waren nachvollziehbar, durchdacht und mit einer durchgängigen Prise dürsterer Spannung durchzogen.

Ich möchte eigentlich nicht zu viel verraten.
Vielleicht nur kurz anmerken, dass bei dem Buch Rache, Mord und Tod ganz oben auf der Liste stehen und vermutlich nichts für zart besaitete Menschen ist.

Mich konnte es absolut überzeugen, weshalb es ganz klar 5 von 5 Sternen gibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Ich habe mir mehr erhofft

ONE OF US IS NEXT
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Wahrheit oder Pflicht mit einem kleinen Funken bittersüßen Todes.
Okay, nein, für meine kreativen Phasen ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
Und trotzdem muss ich gestehen, dass dies meine ersten Gedanken ...

Wahrheit oder Pflicht mit einem kleinen Funken bittersüßen Todes.
Okay, nein, für meine kreativen Phasen ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt.
Und trotzdem muss ich gestehen, dass dies meine ersten Gedanken bei dem Inhalt des Buches waren.
Und genau dieser Aspekt hat mich im Verlauf der Geschichte irgendwie enttäuscht. Ich habe angenommen, dass die Geheimnisse und Aufgaben eine tragende Rolle spielen würden, doch im Endeffekt wurde gefühlt nichts gelüftet — jedenfalls zu wenig, um wirklich sagen zu können, dass dieses anonyme Spielchen der Mittelpunkt der Story war. Etwas, das ich mir bei dem Klappentext echt erhofft habe.
Als ich bei ungefähr der Hälfte des Buches dachte, dass es jetzt richtig losgehen würde, brach das Spiel einfach ab. Nach fünf Teilnehmern wohlgemerkt.

Mit dem Beginn des — wie es so schön im Buch steht — zweiten Teils fing die Handlung an, sich etwas in die Länge zu ziehen.
Statt Geheimnissen trat eine Lovestory in den Vordergrund, auf die ich persönlich hätte verzichten können.
Die Auflösung des Ganzen war mir recht schnell auch klar, weshalb das Ende keine Überraschung war.

Und hier kommt das Aber:
Nichtsdestotrotz konnte mich das Buch unterhalten. Es war nicht überragend — im Vergleich war der Vorgänger deutlich besser —, aber es war ein solides okay.
Durch den Schreibstil war das Buch angenehm zu lesen. Die Charaktere sind gut gelungen, hatten alle eine eigene Geschichte und machten insgesamt einen glaubhaften Eindruck auf mich. Was aber extrem schön war, war die Verflechtung von der "alten Story" mit der neuen. Ganz nach dem Motto: Etwas Nostalgie schadet nie.

Betrache ich das Buch als Gesamtbild muss ich sagen, dass die erste Hälfte — mir, dem totalen Drama-Freak — leichte Spuren des gewünschten Nervenkitzels bieten konnte. Danach leider nicht mehr.
Extrem enttäuscht bin ich nicht, aber ich habe mir mehr erhofft.
Deshalb 3,5 von 4 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Überraschend gut

Sexy Security
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Obwohl ich den Vorgänger der Reihe nicht gelesen habe — ja, ich habe verpeilt, dass dieses hier der zweite Band ist — konnte ich mich dennoch gut zurecht finden, da die Bücher unabhängig voneinander gelesen ...

Obwohl ich den Vorgänger der Reihe nicht gelesen habe — ja, ich habe verpeilt, dass dieses hier der zweite Band ist — konnte ich mich dennoch gut zurecht finden, da die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. Manchmal kam es mir vor, als würden Informationen zu einigen Charakteren fehlen, doch diese werden sicherlich im ersten Teil näher beleuchtet.

Tatsächlich habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Seiten flogen durch den flüssigen Schreibstil nur so dahin. Auch die Handlung brachte ein gewisses Tempo mit sich, was an der angenehmen Länge der Kapitel lag.

Ein sehr genialer Schachzug war der Perspektivwechel.
Das Buch ist größtenteils aus der Sicht von Denise geschrieben, beinhaltet aber Kapitel aus Masons Sicht, welche allerdings in der dritten Person erzählt wurden, wodurch der Apekt der regelrechten Entfremdung, welche der Gedächtnisverlust verursacht hat, deutlicher hervorgehoben wurde.

Eigentlich habe ich damit gerechnet, dass es zwischen den Protagonisten sehr leidenschaftlich zugehen wird, doch ich wurde überrascht. Es gibt in dem gesamten Buch nur eine explizite Szene, die die Handlung sogar voranbringt, statt als Lückenfüller zu dienen.
Gefühle haben in der Story nicht gefehlt, waren greifbar und gut ausgearbeitet.

Grob betrachtet ist in dem Buch eine solide Grundspannung da, welche definitiv auf den Gedächtnisverlust zurückzuführen ist. Es war sehr schön mitzuerleben, wie sich Mason und Denise wieder annähern und zueinander finden.
Dann kam das Ende, dei dem ich mich wie in einem James Bond Film gefühlt habe. Und obwohl ich nichts gegen übertriebene Handlungen habe, hatte ich kleine Probleme mit dem Showdown. Irgendwie ging es mir zu schnell, trotz der Gefahrensituation zu reibungslos, was den ständigen Geistesblitzen der Protas zu verschulden ist. Kaum trat ein Problem auf, machte es sofort klick und es war gelöst.

Insgesamt betrachtet konnte mich das Buch dennoch überzeugen. Kurzweilig, super angenehm zu lesen und ohne unnötige Längen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere