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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2020

Mein absolutes Lieblingsbuch

When We Dream
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Kennst du dich mit K-Pop aus ? Bis du vielleicht sogar Fan ? Um das gleich klarzustellen, ich müsste diese zwei Fragen mit „Nein“ beantworten. Wahrscheinlich ist das wichtig zu wissen, weil einen vielleicht ...

Kennst du dich mit K-Pop aus ? Bis du vielleicht sogar Fan ? Um das gleich klarzustellen, ich müsste diese zwei Fragen mit „Nein“ beantworten. Wahrscheinlich ist das wichtig zu wissen, weil einen vielleicht die Thematik anschrecken könnte. Oder wenn man Fan ist, könnte das die Meinung zum Buch natürlich stark beeinflussen. Nicht bei mir. Ich habe mich mit dieser Geschichte auf komplettes Neuland begeben, mich aber auch sehr darauf gefreut. Vorfreude und hohe Erwartungen nicht immer die hilfreichsten Einstellungen sind, da man dadurch schnell enttäuscht werden kann. Aber nicht mit „When We Dream“. Mich hat das Buch noch viel mehr begeistert, als ich es erwartet hätte. Und ich bin mir sicher, dass es auch vielen von euch so ergehen wird. Ob ihr nun K-Pop mögt, oder nicht.
Was erwartet euch inhaltlich ?
Bisher hat Ella von K-Pop noch nichts gehört. Ihre kleine Schwester Liv ist zwar ein absolutes Fangirl, doch davon hat Ella kaum etwas mitbekommen. Stattdessen zieht sie sich lieber in die fiktive Welt der Bücher zurück, oder verliert sich stundenlang in ihren Zeichnungen. Das sind die Lichtblicke ihres Tages. Nicht, dass Ella eine pessimistische Person wäre, oder so. Nur hat und hatte sie es eben nicht immer leicht im Leben. Seit dem Tod ihrer Eltern hat sich so viel geändert. Und ein Leben in Chicago ist auch nicht unbedingt ein Traum, wenn man Menschenmassen am liebsten aus dem Weg gehen würde. Das uninteressante Studium und ihr langweiliger Job habe ich noch gar nicht erwähnt…
Aber dann trifft Ella auf Jae-yong. Und plötzlich ist ihr Alltag nicht mehr so eintönig. Zwar weiß Ella nicht viel von ihm, doch während die zwei sich täglich texten, verliert Ella ihr Herz immer mehr an Jae-yong. Ohne zu wissen, WER er wirklich ist (woher auch?)- nämlich DER K-Pop-Superstar. Das wäre schon beängstigend genug. Doch das ist nicht ihr größtes Problem…
Mehr verrate ich nicht. Denn: Ihr solltet diesen Roman UNBEDINGT lesen.
Wieso ?
„When We Dream“ ist ein Buch, dass ich am liebsten nie wieder aus der Hand gelegt hätte. Äußerlich und innerlich ist es bildhübsch. Mit äußerlich meine ich natürlich das „dream“-hafte Cover, hihi. Und was meint innerlich bildhübsch ? Einfach alles, was ein Buch ausmacht. Angefangen mit dem tollen Schreibstil. Er sorgt dafür, dass man im Buch versinkt, die Welt um sich herum vergisst- und schwups, sind schon wieder 200 Seiten gelesen. Ich habe noch kein Buch- und damit übertreibe ich nicht!- so durchgesuchtet wie „When We Dream“. Hätte ich nicht doch nicht ein paar Stunden Schlaf gebraucht, hätte ich es wohl in einer einzigen Nacht durchgelesen.
Neben dem Schreibstil sind noch die wunderbaren Charaktere ausschlaggebend. Ella als Protagonistin passt perfekt. Von der ersten Seite an hatte ich sie in mein Herz geschlossen. Habe mit ihr gelacht, gefühlt, geweint- und vermisse sie jetzt schon. Ob dieses gute Einfühlungsvermögen mehr an der super Beschreibung oder daran liegt, dass Ella mir so ähnlich ist, kann ich aber nicht genau sagen. Auch Jae-yong habe ich sehr gerne. Oft sind Popstars in Büchern ziemlich Bad-Boy-mäßig dargestellt. Aber nicht mit Jae-yong! Er ist klug, witzig, einfühlsam und so viel mehr. Man kann nicht anders, man liebt diese Figur einfach. Bei den Nebenfiguren ist es nicht anders. Ellas Schwester Liv und Mel sind mega sympathisch, die drei sind ein super Gespann und da dies auch öfter thematisiert wird, lockert das die Lovestory etwas auf. Rundet sie mehr ab, gibt einem einen noch besseren Einblick in Ellas Welt. Aber es gibt noch so viel mehr Nebenfiguren, und ALLE sind sympathisch und verleihen der Geschichte das gewisse Etwas.
Noch etwas möchte ich unbedingt erwähnen. Klingt die Geschichte für euch bisher zu kitschig oder unrealistisch? Könnte man einem nicht verdenken, denn dass ein Superstar sich in einen „Normalo“ verliebt, davon träumt man eher. Dennoch: Die komplette Story klingt unfassbar realistisch. Wirklich, ich hatte das Gefühl, dieses Szenario könnte tatsächlich genau so vorkommen. Und auch die ganze Entwicklung, das „Hin und Her“ zwischen Ela und Jae-yong wirkt ganz natürlich, alltäglich.
Um meinen Lobgesang aber etwas abzukürzen: Dieser Roman hat alles, was ein gutes Buch braucht. Mir ist nichts negatives aufgefallen. Und das ist nicht einfach so dahin geredet…
Zum Schluss möchte ich nochmal zu einem wichtigen Punkt kommen, der vielleicht viele von euch zögern lässt: Der starke Bezug zu K-Pop. Und ja, das kann man nicht anders sagen: Die Musik spielt eine große Rolle im Buch. Aber ich kann euch versichern, man muss sich in der Brache nicht auskennen und ob einem das Buch gefällt, hängt ganz sicher nicht damit zusammen, ob man K-Pop liebt. Ich weiß nicht, wie viel meine folgenden Erklärungen spoilern. Zur Not einfach gleich zum Fazit übergehen ;) Die Songs an sich, werden eher weniger thematisiert. Es gibt keine Lyrics oder so. Stattdessen wird mit Worten und sehr poetisch beschrieben, wie die Musik sich für Ella anhört. Und das ist sooo toll geschrieben. Trotzdem liegt das Augenmerk dabei nicht auf K-Pop, sondern insgesamt auf Musik, es könnte sich ebenso gut um klassische Musik oder so handeln. Auf der anderen Seite ist die Branche und das Musikbusiness sehr wichtig. Für den gesamten Verlauf der Story. Dazu wird einiges erklärt, aber nicht zu viel. Gerade genug, um die Story zu verstehen. Oder doch noch Neugierde zu wecken. So oder so, die Erklärungen sind total verständlich, super interessant und ein bisschen Wissen zu dem Thema kann heutzutage nicht schaden. Auf diese Weise sind gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Fazit:
„Ich bin begeistert“ beschreibt nicht annähernd, wie ich es geliebt habe, „When We Dream“ zu lesen. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich jedes einzelne Wort verschlungen. Daher kann ich es kaum erwarten, bis der zweite Band erscheint. Somit kann ich festhalten:
1. „When We Dream“ bekommt eine ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG von mir. Und bitte, bitte lasst euch nicht von dem Bezug zu K-Pop abschrecken! Dies ist eine großartige Liebesgeschichte! Emotional, humorvoll und hochromantisch.
2. Die 5 von 5 Sterne hat das Buch sich mehr als verdient.
3. Ich habe ein neues ABSOLUTES Lieblingsbuch =)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Vier Frauen auf ihrem Weg ins Glück

Die Wunderfrauen
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1953, der Zweite Weltkrieg ist zwar vorbei, doch sitzt er noch immer in den Köpfen der Menschen fest. Das bekommen auch diese vier zu spüren: Luise, Marie, Annabel und Helga haben bisher außer ihrem Wohnsitz ...

1953, der Zweite Weltkrieg ist zwar vorbei, doch sitzt er noch immer in den Köpfen der Menschen fest. Das bekommen auch diese vier zu spüren: Luise, Marie, Annabel und Helga haben bisher außer ihrem Wohnsitz (in und bei Starnberg) und dem ungefähr gleichen Alter (Anfang 20 bis Anfang 30) nichts gemeinsam. Wobei... Eine wichtige Sache habe ich noch vergessen zu erwähnen: Alle vier haben Träume und Pläne. Denn alle vier sind auf der Suche nach ihrem eigenen Glück.
Für Hela bedeutet dies, dass sie endlich selbstständig werden und weg von ihren herrischen Eltern möchte. Nicht so einfach, für die Tochter eines reichen Fabrikanten, die in ihrem bisherigen Leben noch nicht viel arbeiten musste. Auch Marie muss sich erst noch an die körperliche Arbeit gewöhnen. Früher, in ihrer Heimat, hatte ihre Familie zwar ein Gestüt, doch war die Arbeit mit den Pferden eher angenehm als anstrengend. Doch für die vertriebene junge Frau ist das nicht ihr größtes Problem. Immer noch leidet sie psychisch unter ihren Erlebnissen. Obwohl sie doch in Leutstetten endlich ein neues Leben beginnen möchte…
Annabel dagegen hat eher das gegensätzliche Problem. Als Arztgattin geht sie nicht zum Arbeiten und hat Angestellte, die ihren Haushalt führen. Hätte sie nicht ihren Sohn Friedrich, der ihr alles bedeutet, würde ihr wohl wirklich noch die Decke auf den Kopf fallen. Trotzdem sehnt sie sich nach mehr Auslastung- ein zweites Kind wäre doch schön. Doch ihr Mann ist da anderer Meinung… Und Luise ? Sie wünscht sich auch schon seit langem ein Kind, doch klappt es leder einfach nicht. Also macht sie sich erst einmal daran ihren eigenen Traum zu verwirklichen: Ein eigener Gemischtwarenladen eröffnen. Doch schon bald muss sie feststellen, dass auch dieser Wunsch nicht immer nach Plan verläuft.
Der Roman wird aus der Sicht von allen vier Frauen erzählt. Jedes „Kapitel“ handelt von einer anderen. Dabei sind die Kapitel nicht, wie man sie kennt, denn sie sind nicht durchnummeriert. Für den Leser bedeutet dies, dass man viel mehr in einen Lesefluss reinkommt. Natürlich sorgt aber auch noch der sehr angenehme Schreibstil dafür. Ganz besonders haben mir an ihm die bayrischen Passagen gefallen. Also hauptsächlich bei Unterhaltungen sind vereinzelt bayrische Sätze eingebaut. Das sorgt für Abwechslung und macht großen Spaß beim Lesen. Außerdem sorgt die, der Zeit entsprechende, Wortwahl für´ s richtige Flair. Dabei bleibt die Sprache aber stets leicht verständlich.
Auch die Charaktere haben mir sehr gefallen. Mit der einen Frau konnte man sich mehr, mit der anderen weniger identifizieren. Aber in sie reinversetzen und ihr Denken, Fühlen und Handeln nachvollziehen, konnte man bei jeder einzelnen. Insgesamt gibt es in diesem Buch sehr viele Figuren (alle toll ausgearbeitet und fassettenreich), da quasi vier verschieden Geschichten auf einmal erzählt werden. Man könnte jetzt meine, dass das Ganze irgendwie kompliziert wird, oder man bei den vielen Perspektiven durcheinander kommt, aber so ist es überhaupt nicht. Vielmehr erscheint es logisch, da die Geschichten sehr geschickt miteinander verstrickt werden. Das ist sehr interessant und regt ständig zum Weiterlesen an. So hatte ich, dieses relativ dicke Buch, sehr schnell durch und es wirkte sehr kurzweilig.
Fazit:
Der Auftaktband der „Wunderfrauen“-Trilogie hat mich begeistert. Es hat großen Spaß gemacht, den Roman zu lesen und so freue ich mich schon auf den Fortgang der Geschichte. Die Thematik ist wirklich interessant, toll beschrieben und sehr gut recherchiert. Dies ist ein Buch, das einen sehr in seinen Bann zieht. Es ist zwar nicht besonders spannend, eben so, wie man es von dem Genre kennt, dafür macht der Schreibstil, die Charaktere, einfach alles, ständig Lust zum weiterlesen. Der Roman ist perfekt zum Abschalten, da man sich voll auf die Geschichte einlassen kann. Wer historische Romane mag, sollte sich diesen auf keinen Fall entgehen lasse.
Daher gibt es von mir 5 von 5 Sternen und eine ganz klare Leseempfehlung !

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Nette aber unspektakuläre Lovestory

Dreams of Yesterday
4

„Nur Beton und Staub und Lärm und Träume so groß, dass wir vielleicht eines Tages bei dem Versuch, sie in uns zu begraben, entzweibrechen werden."
Dublin, 2006, ein Betonklotz voller vergammelten Wohnungen ...

„Nur Beton und Staub und Lärm und Träume so groß, dass wir vielleicht eines Tages bei dem Versuch, sie in uns zu begraben, entzweibrechen werden."
Dublin, 2006, ein Betonklotz voller vergammelten Wohnungen und zwei Jugendliche. Evelyn, genannt Ev, und Dylan. Während Ev sich mit ihrem unspektakulären Leben in den ärmlichen Gegenden Dublins gewöhnt hat und trotzdem stets das Schöne und Positive fokussiert, hat Dylan das alles satt. So schnell wie möglich, bald ist er mit der Schule fertig, will er weg. Ev dagegen möchte ihre Grandma auf keinen Fall im Stich lassen.
Ungeachtet dieser völlig verschieden Zukunftspläne entwickeln Dylan und Ev intensive Gefühle füreinander. Doch es sind die falschen Umstände, die falsche Zeit, der falsche Ort für diese leidenschaftliche, junge Liebe. Und so steht immer die Frage zwischen den beiden, ob eine gemeinsame Zukunft überhaupt möglich ist. Und viel zu schnell wird sie brisant. Dylan kann nicht länger bleiben. Wie wird Evelyn sich entscheiden ?
„Ich hätte nie im Leben geglaubt, dass er dieses alberne, gefühlsduselige Organ noch mehr für sich einnehmen könnte, aber das war ein Irrtum gewesen.“

Es ist sehr schwer, dieses Buch zu beschreiben und zu bewerten. Das Hauptproblem ist wohl, dass es kaum Handlung beinhaltet. Vielmehr setzt es auf den poetischen Schreibstil, die tiefgründigen Gespräche und bildlichen Beschreibungen.
Dabei bleibt das Buch immer kurzweilig zu lesen. Man hat es sehr schnell durch. Was wohl aber auch an der geringen Seitenzahl liegt. Und dran, dass man weiterlesen will, weil man noch große Erwartungen hat. Aber dann ließt man und liest, und es passiert nicht viel, die Geschichte geht kaum voran, obwohl Zeit vergeht. Das kann enttäuschen. Die Betonung liegt auf kann. Ich würde sagen, ob dieser Roman einem gefällt oder nicht, hängt in erster Linie von den eigenen Vorlieben und Erwartungen an die Geschichte ab. Soll heißen, wer es liest, um eine tolle Story erzählt zu bekommen, wird enttäuscht sein. Wer dagegen liest, um wirklich zu lesen, um sich im Schreibstil zu verlieren und einfach mal etwas abschalten und genießen will, ja, derjenige könnte wirklich viel Freude am Buch haben.
Überzeugen kann der Roman zusätzlich durch die Charaktere. Nun gut, für mich nicht unbedingt mit der Protagonistin. Für mich war Ev nämlich des Öfteren einfach zu naiv. Dafür habe ich den männlichen Protagonist und die zahlreichen Nebenfiguren geliebt. Besonders die Nebenfiguren sorgen dafür, dass doch noch irgendwas passiert, oder bringen einfach noch mehr Gefühl und Humor in die Story ein.
An sich fand ich aber Dylan und Evs Beziehung, die ja im Mittelpunkt stand, etwas zu lahm. Zu oberflächlich beschrieben. Nicht so, dass man als Leser voll mitfiebert. Das ist sehr schade, denn wenn schon kaum Handlung, dann müsste wenigsten das Material, das vorhanden ist überzeugen. Finde ich zumindest.

Noch ein Punkt hat mich gestört. Ohne jetzt zu spoilern, würde ich ihn mal so beschreiben: Die Protagonisten verhalten sich und denken sehr naiv. In vielen Dingen ist das Buch daher nicht unbedingt vorbildlich und hat „falsche“ Aussagen. Normalerweise erwartet man dann aber, dass Charaktere sich im Laufe der Story entwickeln, diese Aussagen berichtigen. Nicht so hier. Gerade als sich endlich eine Veränderung anbahnt, bricht die Geschichte ab. Ja, genau, es ist eine Dilogie. Und ich weiß natürlich auch, dass es einen gewissen Cliffhänger braucht. Aber so, wie das alles gestaltet ist, bleibt dieser erste Teil einfach unspektakulär. Hat keine wirkliche Aussage.

Fazit:
„Dreams of Yesterday“ bekommt von mir keine klare Leseempfehlung. Ich würde jetzt zu niemandem direkt sagen: Dieses Buch ist der Hammer, das musst du lesen. Weil ich nichts gefunden habe, das es zu einem „Hammer“ machen würde. Am meisten haben mir der Schreibstil und die vielseitigen Nebenfiguren gefallen. Also wer nette Erzählungen und schöne Beschreibungen mag, kann dieses Buch lesen. Aber große Erwartungen an den Inhalt darf man nicht haben, und man sollte sich keinesfalls vom Klappentext beirren lassen.
Meine Bewertung fällt dennoch mit 3,5 Sterne relativ positiv aus, denn das Lesen hat Spaß gemacht. Ich habe das Buch immer wieder gern zur Hand genommen, auch, weil ich meine Erwartungen schnell über Bord geworfen habe. Jedoch traue ich mich zu sagen, dass ich nicht viel verpasst hätte, wenn ich diesen Roman nicht gelesen hätte.
Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt auf den zweiten Teil und erhoffe mir von ihm mehr…

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 20.07.2020

Lieblingsbuch, Jahreshighlight und noch viel mehr...

It was always you
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Ivy ist alles andere als begeistert, als ihr Stiefvater Richard sie nach über vier Jahren nach „Hause“ einlädt- oder sollte man eher sagen, er kommandiert sie dorthin ? Egal, jedenfalls befürchtet Ivy ...

Ivy ist alles andere als begeistert, als ihr Stiefvater Richard sie nach über vier Jahren nach „Hause“ einlädt- oder sollte man eher sagen, er kommandiert sie dorthin ? Egal, jedenfalls befürchtet Ivy das Schlimmste. Was auch sonst, wenn Richard sie damals von jetzt auf gleich aus der Familie, aus ihrem vertrauten Umfeld herausgerissen hat und Ivy nichts mehr blieb ? Noch immer kennt Ivy den Grund für all das nicht, und als sie zurück bei den Blakelys ist, scheint Richard sogar noch mehr Geheimnisse zu haben. Vor ihr und ihren beiden Stiefbrüdern, Richards Söhne Asher und Noah. Damit wären wir übrigens schon beim nächsten Problem: Ivys Brüder. Während sie sich mit Noah immer gut verstanden hat (er ist eben der typische, nervige große Bruder) gab es zwischen Asher und ihr schon früher viele Spannungen. Und noch heute schafft Asher es mühelos, Ivys Gefühlswelt völlig auf den Kopf zu stellen. In vielerlei Hinsicht…
Was hat das zu bedeuten ? Wie wird Ivy sich mit Asher schlagen ? Und was verheimlicht ihr Stiefvater denn nun ? Was ist der Grund ihrer Rückkehr, wenn man denn überhaupt von einer Rückkehr sprechen kann…
Liebe zwischen Stiefgeschwister, diese Thematik fand ich schon immer großartig. Wem das nicht so geht, braucht vermutlich gar nicht erst weiterlesen, denn dann wird man nicht viel für diesen Roman übrig haben. Aber an alle anderen da draußen, an diejenigen, die interessiert an einer solchen Lovestory sind, kann ich das Buch absolut weiterempfehlen. Ich persönlich finde nämlich, dass diese Story die beste mit der Thematik ist. Ich habe zwar gesagt, dass ich Stiefgeschwister-Lovestorys schon immer mochte, doch habe ich bisher tatsächlich noch keine gefunden gehabt, die mich auch wirklich überzeugen konnte. Und dann kam „It was always you“…
Von der ersten Seite an hat mich die Geschichte gefesselt. Der Schreibstil ist sooo angenehm zu lesen, man merkt überhaupt nicht, wie die Zeit vergeht. WAAAS ?! Das Buch hat über 400 Seiten ?! Gefühlt war es nicht einmal die Hälfte. Von mir aus hätte das Buch noch ewig weitergehen können, ich hätte es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt, hihi :) Auch der humorvolle Erzählstil war genau mein Fall. Und auf so kreative Ideen muss man erst ´mal kommen… Kurzum, ich kam aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Außer natürlich, ich musste gerade mit den Charakteren mitfiebern. Das war auch nicht selten der Fall. Und es geht auch ganz von allein, denn die Charaktere sind einem ALLE auf Anhieb unglaublich sympathisch. Ivy ist eine tolle Protagonistin, ich konnte mich ohne Probleme in sie hineinversetzen. Asher ist ein unfassbar toller Kerl. Hach, ein neuer Top-Favorit in meinem Book-Boyfriend-Regal. Und dann die ganzen toll gestalteten Nebenfiguren. Ich kann es kaum erwarten, im zweiten Band zwei von ihnen noch näher kennenlernen zu dürfen!
Zum Schluss möchte und muss ich natürlich noch den traumhaft schönen Titel und die gesamte, wunderschöne Gestaltung erwähnen. Angefangen mit dem Blickfang-Cover, das man unbedingt im Bücherregal haben muss, bis hin zu der originellen, einzigartigen Idee, mit all diesen coolen Letterings im Buch, bin ich begeistert.
Fazit:
„It was always you“ ist für mich ein absolutes Highlight. Ich habe das Gefühl, es ist ein Buch, auf das ich schon lange gewartet habe. Die Thematik ist toll und die Umsetzung noch besser. Deshalb gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen- am liebsten würde ich aber noch mehr geben, denn dieses Buch ist eindeutig ein neues Lieblingsbuch von mir ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Wie viele Geheimnisse kann es an einer einzigen Schule geben ?

Tote Mädchen lügen nicht
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Spätestens seit der Netflix-Verfilmung kennt jeder diesen Titel: „Tote Mädchen lügen nicht“. Sicherlich wisst ihr auch wovon Buch und Serie handeln, wenn nicht, dann folgt hier eine kurze Beschreibung:
Als ...

Spätestens seit der Netflix-Verfilmung kennt jeder diesen Titel: „Tote Mädchen lügen nicht“. Sicherlich wisst ihr auch wovon Buch und Serie handeln, wenn nicht, dann folgt hier eine kurze Beschreibung:
Als Clay von der Schule nach Hause kommt steht vor seiner Haustüre ein kleines Packet. Eine Schuhkarton, ohne Absender. Doch so unscheinbar das Päckchen von außen wirkt, so bedeutsam ist sein Inhalt. Denn es beinhaltet 7 Kassetten, bis auf eine sind alle beidseitig bespielt und durchnummeriert. Und jede einzelne Seite, oder besser gesagt Clays Mitschülerin Hannah Baker, die darauf zu hören ist, erzählt eine Geschichte. Und alle zusammen berichten vom Leben einer jungen Frau, das völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Denn das Besondere, das Unfassbare : Hannah lebt nicht mehr, sie hat sich vor ein paar Wochen das Leben genommen ! Und Clay erfährt nun die Gründe. Doch dass er dies überhaupt kann, liegt einzig und allein daran, dass auch er einer von ihnen ist. Eine Seite der Kassetten ist ganz allein ihm gewidmet. Aber was hat Clay getan, wie hat er Hannahs Leben zerstört ? Clay beginnt die Kassetten zu hören und je mehr er erfährt, desto klarer wird ihm, dass sein Leben danach, nach diesem Abend, nicht mehr dasselbe sein wird. Was Hannah zu berichten hat ist nämlich nur eines: Schrecklich !!!
Bevor ich das Buch gelesen habe, kannte ich schon die erste Staffel der Serie, die Staffel, die auf diesem Buch basiert. Allerdings hat diese mich nicht begeistert, weshalb das Buch erst einmal lange Zeit auf meinem SUB landete. Nun habe ich mich also endlich, wenn auch nicht ganz unvoreingenommen, dazu aufgerafft es zu lesen. Zum Glück…
Das Buch ist wirklich sehr anders, als alles, was ich bisher gelesen haben. Denn es erzählt quasi zwei Geschichten parallel. Die Geschichte von Hannah, die ein traumatisches Ereignis nach dem anderen erlebt hat, welche sie nun ziemlich unterhaltsam preisgibt. Und die Geschichte von Clay, der in der Gegenwart zuhört und langsam durchdreht. Weil er ihr nicht helfen konnte. Wir bekommen für einen einzigen Tag Einblick in seine Gedanken, und diese Stunden sind das Einzige, was zählt. Am besten würde der Roman sicher wirken, wenn man ihn, wie Clay, an einem Stück durchließt/-lebt. Aber auch ansonsten nimmt die Story den Leser total mit. Anfangs hatte ich noch etwas Probleme mit den Charakteren. Da sie psychisch das reine Chaos sind, ist es wohl auch kaum ein Wunder, dass man sich mit ihnen etwas schwertut, ihre Gedanken kann man jedenfalls trotzdem voll und ganz verstehen.
Inhaltlich ist das Buch sehr ernst, der leichte Schreibstil macht aber ein angenehmes Lesen möglich. Die Thematik ist realistisch, aktuell, wichtig und vielseitig. Das Buch unterscheidet sich auch in einigen Punkten von der Serie, was mir sehr gefallen hat. Es verläuft etwas…sanfter. Was jetzt nicht heißen soll, dass es fad oder lahm ist, sonder vielmehr nachvollziehbarer. Mir gefällt das Buch deutlich besser als die Serie.
Als Fazit bekommt es von mir daher 4,5 Sterne. Es ist ein sehr tiefgründiger Roman, der seine Erfolg voll und ganz verdient hat. Ein Lieblingsbuch wird es für mich allerdings nicht unbedingt und zusammen mit den unnahbaren Charakteren ergibt das diese, nicht ganz volle, Punktzahl.
Weiterempfehlen kann ich euch das Buch auf jeden Fall. Egal ob man die Serie kennt oder nicht, ob man die Verfilmung mag oder nicht, das Buch ist interessant, spannend und auch etwas anders.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere