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Veröffentlicht am 01.03.2026

Eine Romance mit zu wenig Knistern und Pepp

Botanic Hearts
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In Botanic Hearts treffen Tansy und Jack das erste Mal inmitten eines verheerenden Hurricanes aufeinander. Tansy ist eine alleinerziehende Mutter und das hat sie gelehrt, sich von niemandem mehr abhängig ...

In Botanic Hearts treffen Tansy und Jack das erste Mal inmitten eines verheerenden Hurricanes aufeinander. Tansy ist eine alleinerziehende Mutter und das hat sie gelehrt, sich von niemandem mehr abhängig zu machen.
Dass sie nun also auf Jack angewiesen ist, der sie und ihre Tochter aus ihrem überschwemmten Haus rettet, passt ihr überhaupt nicht – zumal er ihr direkt deutlich macht, was er von ihrer Unvorsichtigkeit hält.
Monate später müssen sie auf gewisse Weise zusammenarbeiten – oder zumindest ihre gegenseitige Anwesenheit erdulden. Denn Tansys kleine Bibliothek wird übergangsweise in Jacks botanischem Garten einquartiert. Ausgerechnet in Jacks Reich, das nach dem Hurrikan selbst mit etlichen Schäden zu kämpfen hat. Und wie soll Tansy ihre Bibliothek nur vor der Schließung retten, wenn vom botanischen Garten überhaupt keine Unterstützung kommt?

Ich hatte mich bei Botanic Hearts auf eine unterhaltsamen Wohlfühlroman gefreut. Schrullige Figuren, bibliophile Atmosphäre und knisternde Reiberein zwischen den Hauptfiguren.
Meinen Erwartungen und Hoffnungen wurde das Buch allerdings nicht ganz so gerecht wie erhofft. Das hatte mehrere Gründe.

Das Buch wird wechselnd aus der Perspektive von Jack und Tansy erzählt, in einer dritte-Person-erzählform. Letzteres ist nicht unbedingt meine liebste Erzählweise, aber ich kann mich nach einigen Kapiteln normalerweise damit anfreunden. Hier fand ich leider in keinen angenehmen Lesefluss, denn es gab etwas, das mich im Schreibstil immer wieder ins Straucheln brachte. Man glaubt, ein Kapitel aus der einen Perspektive zu lesen, plötzlich kommt für ein paar Sätze die andere Perspektive dazwischen, nur um im nächsten Absatz zurück zu wechseln. Das habe ich so noch nie gelesen und fand es sehr verwirrend.

Dadurch fand ich auch die Perspektiven an sich zu oberflächlich. Ich konnte mich nie voll und ganz auf Tansy beziehungsweise Jack einlassen, wodurch ich mit beiden Figuren nicht vollends warmwerden konnte.
Jacks ruhige, zurückhaltende Art konnte ich dennoch recht gutnachvollziehen und er war mir relativ sympathisch.
Tansy hingegen hat bei mir im Laufe der Geschichte einige Abstriche gesammelt und am Ende war sie mir ehrlich gesagt ziemlich zuwider. Was definitiv nicht die beste Voraussetzung zum Lesen einer Lovestory ist. Aber Tansy ließ mich einfach immer wieder nur mit dem Kopf schütteln. Ich kann nicht nachvollziehen, wie man so stur an einer relativ unreifen Einstellung festgehalten kann, wenn man doch sieht, dass man damit nicht zum Ziel kommt, der eigenen Tochter schadet und Leute von sich stößt, die es gut mit einem meinen.
Das daraus resultierende Drama hat mich nicht sonderlich interessiert, zumal Tansy praktisch die gesamte Geschichte lang braucht, um die Augen aufzumachen.

Thematisch war die Geschichte trotz allem sehr gut angelegt und hatte viel Potenzial. Insgesamt gestalten die Themen eine relativ ernste, realistische Stimmung. Damit hatte das Buch leider wenig zum Wohlfühlen, dennoch fand ich die Themen rund um den Hurricane und Jacks Vergangenheit nicht nur interessant, sondern auch wertvoll.
Hier spürt man wirklich, wie sehr besonders die Thematik rund um einen Hurricane der Autorin am Herzen liegt. Man merkt, wie viel eigene Erfahrungen und Erlebnisse in die Geschichte einfließen. Und überhaupt – ich habe noch nie über diese Thematik in Büchern gelesen und was bekommen wir in Deutschland denn mehr von den Hurricanes mit als die verheerenden Bilder unmittelbar nach dem Unwetter. Aber wie es danach für die Betroffenen weitergeht? Da ist dieses Buch wirklich ein Augenöffner.

Aber ich muss eben auch sagen, dass dieser Roman kein Erfahrungsbericht, sondern nunmal eine Romance ist. Und diese ... konnte mich einfach nicht abholen. Mir hat es nicht sonderlich gefallen, wie Tansy Jack behandelt hat und als Leserin wusste ich nie so recht, woran ich bei ihr eigentlich bin. Jacks Entwicklung passierte zu stillschweigend und beiläufig. Und der berüchtigte Third Act Breakup war extrem vorhersehbar und unnötig dramatisch.

Mein Fazit:
Ich hatte mich riesig auf die Geschichte gefreut, auf Momente zum Mitfühlen und Entspannen. Stattdessen musste ich mich zum Großteil ziemlich durchs Buch quälen. Da kam einfach kein Knistern bei mir an und auch die Erzählung an sich fühlte sich extrem langatmig an. Zu den Figuren konnte ich keine rechte Verbindung aufbauen und so ist alles, was mir von dem Buch bleibt, ein berührender Einblick in das Leben nach dem Hurricane.

Mehr als 2,5 Sterne sind dafür leider nicht drin.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Feeling pur!

Juniper Hill | Die Edens 2 |
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Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, weil mir schon Band eins der Eden-Reihe total gefallen hat. Wer Smalltown-Romances liebt, sollte diese Reihe definitiv im Auge behalten, denn Devney Perrys Herangehensweise ...

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, weil mir schon Band eins der Eden-Reihe total gefallen hat. Wer Smalltown-Romances liebt, sollte diese Reihe definitiv im Auge behalten, denn Devney Perrys Herangehensweise gibt dem Genre eine zweite Dimension zur heimeligen Behaglichkeit. In Band eins bestand diese Dimension aus dem Suspense-Element. Und was macht Devney Perry wohl im zweiten Band?

JUNIPER HILL ist eine sehr emotionsgeladene Slow-Born-Romance. Schon im ersten Kapitel packen einen die Emotionen und das Buch hält, was es verspricht. Durch die wechselnde Perspektive fand ich schnell Zugang zu beiden Hauptfiguren. Und beide haben jeweils ein ziemlich großes Päckchen zu tragen. Memphis ist eine Vollblut-Mama, wofür man sie einfach nur lieben kann. Wie sie alles für ihr Baby gibt und opfert, macht sie zu einer Figur, mit der man durch dick und dünn gehen möchte.
Knox ist ein Teddybär mit mürrischer Fassade und einem Herz auch Gold. Er hat mich als Charakter von Anfang an unfassbar berührt, denn er schleppt so viel Schmerz mit sich herum, dass man ganz tief mit ihm mitfühlen kann.

Weil ich schon mit den Figuren so gut klarkam, war auch die Dynamik, ihre Chemie für mich von Anfang an greifbar und ich habe es GELIEBT, wie langsam, allmählich, vorsichtig und zugleich unaufhaltbar und insgesamt einfach authentisch sie sich annäherten.
Wir haben hier eine Slow-Burn-Romance at its best. Hinzu kommt durch die Familie Eden ganz viel Wohlfühlatmosphäre. Und ganz viele geniale Wiedersehen mit Griff und Winslow aus Band eins!

Andererseits muss ich sagen, dass das Tempo durch diese langsamen Entwicklungen und den starken Fokus auf die Emotionen gemächlich ist. Dadurch hatte ich ab der Mitte des Buches ehrlich gesagt auch einen kleinen Durchhänger. Die Entwicklungen verliefen nur noch langsam und stockend und zudem wirkte das restliche Buch hier enorm vorhersehbar.
Ich habe an der Stelle zwischendurch ein anderes Buch gelesen, bin aber froh, nochmal zu Juniper Hill zurückgekehrt zu sein. Denn die Geshcichte bekommt nochmal richtig die Kurve und wurde überhaupt nicht übertrieben dramatisch oder vorhersehbar sondern nochmal überraschend und packend.

Mein Fazit:
Mit diesem Buch habe ich mich nicht nur total in Knox verliebt, sondern gleich nochmal ein ganzes Stück mehr in die gesamte Familie Eden. Nach dem vielversprechenden Epilog kann ich es daher auch kaum erwarten, für Talias Geschichte nach Montana zurückzukehren! Und ich bin auch ehrlichh froh, dass ich das nun so sagen kann, da ich zwischendurch eben meine Schwierigkeiten hatte. Oder vielleicht trifft es Bedanken besser, denn entgegen meiner Befürchtungen ist Juniper Hill durchgängig ein schlichtweg tiefberührendes und unfassbar gefühlvolles, romantisches Buch. Ich bleibe zwar bei der Meinung, dass die Geschichte auch mit fünfzig Seiten weniger erzählt hätte werden können, doch insgesamt hat sich diese Romance 4,5 definitiv verdient!

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Eines der genialsten Bücher von Mia Kingsley

Crimson Hunger
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CRIMSON HUNGER vereint eigentlich alles, was ich an Kingsleys Büchern liebe. Es ist eine heiße, etwas schmutzige Lovestory, aber typisch für die Autorin gar nicht sooo dark und damit auch für schwache ...

CRIMSON HUNGER vereint eigentlich alles, was ich an Kingsleys Büchern liebe. Es ist eine heiße, etwas schmutzige Lovestory, aber typisch für die Autorin gar nicht sooo dark und damit auch für schwache Nerven super unterhaltsam. Die Dynamik zwischen den Figuren ist sehr gelungen und wie immer fehlt auch die richtige Prise Humor nicht.
Ich weiß gar nicht, wie oft ich das Buch jetzt schon gelesen habe. Zweimal? Dreimal? Jedenfalls macht es mir jeden Mal aufs Neue großen Spaß und ist für mich eines der besten Bücher der Autorin. Von daher: Große Empfehlung.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Mit Ethan ist Kirschenessen zwar nicht leicht, aber heiß!

Bittersweet Discipline
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BITTERSWEET DISCIPLICE ist der Start in eine meiner liebsten Reihen von Mia Kingsley. Denn nie sind ihre Geschichten unterhaltsamer und feuriger als mit starken, selbstbewussten und hinreißend genialen ...

BITTERSWEET DISCIPLICE ist der Start in eine meiner liebsten Reihen von Mia Kingsley. Denn nie sind ihre Geschichten unterhaltsamer und feuriger als mit starken, selbstbewussten und hinreißend genialen Frauen in der Hauptrolle.
Die Geschichte ist ziemlich heiß, kurz und knackig und ja, auf eine verdrehte Weise auch sweet.
Das verwirrende Täuschungsspiel, was als Ausgangspunkt der Geschichte dient, hat mich aber nicht so gaaanz überzeugt, weil es für mich ein paar Lücken hat.

Alles in allem aber wieder ein ziemlich toller Kurzroman von der Autorin, der einen Besten unterhält, wenn es mal Morales grey und smutty sein darf
PS! Das Buch ist übrigens in sich abgeschlossen und in den anderen zwei Bänden geht es um Alexas Freundinnen.

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Veröffentlicht am 11.12.2025

Ein kleines Auf und Ab, aber grundsätzlich ein unterhaltsamer, winterlicher Adventskalender

24 Dates To Fall In Love
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Ich habe 24 Dates zwar schon Mitte November angefangen, als erstes Weihnachtsbuch des Jahres, aber ich habe es auch Tag für Tag gelesen und mich jeden Morgen schon auf das nächste Kapitel gefreut. Insgesamt ...

Ich habe 24 Dates zwar schon Mitte November angefangen, als erstes Weihnachtsbuch des Jahres, aber ich habe es auch Tag für Tag gelesen und mich jeden Morgen schon auf das nächste Kapitel gefreut. Insgesamt muss ich aber sagen, dass die Geschichte in sich zugleich ein Auf und Ab war.
Los ging es aber direkt super stark.
Das Buch hat tatsächlich 25 Kapitel, nämlich mit einem ziemlich langen Prolog. Und diese Prolog hatte es sowas von in sich. Ich war direkt gecatcht. Man stelle sich nur vor, der Sandkastenfreund und zugleich die einzig große Liebe verlässt einen von jetzt auf gleich. Und das einen Tag vorm Dezember. Katastrophaler kann die Vorweihnachtszeit wohl nicht laufen, oder?
Ich war jedenfalls sofort am Mitfiebern und größte Romy-Supporterin. Die Story konnte mich einfach abholen.
Und dabei blieb es auch erst einmal.
Roman Vorweihnachtszeit wird tatsächlich immer noch katastrophaler und bisweilen ehrlich dramatisch. Da musste ich dann auch ein paar Tränen verdrücken und weiß immer noch nicht ganz, ob ich der Autorin eher sauer sein soll, oder die Realität und Ehrlichkeit dieser Geschichte schätzen soll. Denn seien wir mal ehrlich: Die Weihnachtszeit verläuft nie so perfekt, wie man es sich immer ausmalt.

Romy als Protagonistin habe ich also unglaublich gerne durch den Dezember begleitet und mich von ihrer Geschichte mitreißen lassen. Doch immer wieder sind mir dann auch Details aufgefallen, die mich irritiert haben. Manchmal sogar gestört, Aber ja, grundsätzlich einfach irritiert.
Die Geschichte besitzt eine totale Wohlfühlatmosphäre und verbreitet supertolle Winter-Vibes. So gar nicht dazu passen wollten hingegen all die eigenwilligen Nebenfiguren. Das klingt jetzt vielleicht hart, aber um ehrlich zu sein, waren diese mir allesamt unsympathisch. Und das, obwohl Romy einige davon ihre Freunde nennt. Aber irgendwie hatte einfach jede Figur ihre Kanten - und nicht die liebenswerten. Die Nebencharaktere waren zickig, zu forsch oder schlichtweg egoistisch.
Sehr irritiert war ich auch von Oliver, den ich eigentlich den Großteil des Buches über zu verstehen geglaubt habe. Er schwankt total zwischen heiß und kalt, was seine Emotionen betrifft, und da wir nur Romys Perspektive lesen, wird er gezielt vage gehalten. Trotzdem glaubte ich, in ihm einen Bookboyfriend zu erkennen. Doch sein Auftreten zum Ende hing lässt ihn rückblickend einfach nur Raschid erscheinen.
Dazu gibt es ein paar Klischees, die es so nicht gebraucht hätte (vor allem, was ihren Ex betrifft) und ein paar unerwartete Wendungen, die mich wiederum gefreut haben.

Alles in allem würde ich das Buch als unterhaltsamen Adventskalender zur Einstimmung auf Weihnachten beschrieben. Das Buch ist noch nicht so ganz fertig geschliffen und nicht alles scheint so zu gelingen, wie von der Autorin beabsichtigt. Anderes macht sie bewusst ganz eigen, was die Geschichte einfach auch vom Rest abhebt. Wer den Dezmbet gerne in den verschneiten, deutschen Alpen verbringe will, wird hier schöne Lesestunden habe.

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