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Veröffentlicht am 20.06.2022

Kirschblütensommer

Kirschblütensommer
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Das Cover von Kirschblütensommer lässt eine lockere sommerhafte Geschichte vermuten, doch in Valentina Cebenis Roman steckt viel Ernst. Anhand von Evas Familie wird geschildert, wie sich der zweite Weltkrieg ...

Das Cover von Kirschblütensommer lässt eine lockere sommerhafte Geschichte vermuten, doch in Valentina Cebenis Roman steckt viel Ernst. Anhand von Evas Familie wird geschildert, wie sich der zweite Weltkrieg in Italien anfühlt. Die Thematik ist zwar erdrückend, aber gleichzeitig ist es auch sehr interessant von den Ereignissen in Italien zu lesen - eine Sichtweise, die man sonst eher nicht zum zweiten Weltkrieg erhält. Der Autorin gelingt es sehr gut zu beschreiben, wie sich der Krieg für die Familie anfühlt, sodass ich mich gut in deren Lage hineinversetzen konnte. Neben den ernsten Themen bietet Kirschblütensommer aber auch einige Lichtmomente, die sehr gut eingebaut wurden.
Die Charaktere werden sehr lebensnah beschrieben und wirken wie reale Personen mit ihren Stärken und Schwächen. Ich finde es gut, dass jede Person ihre eigene spannende Geschichte erhalten hat und in Bezug auf die Details niemand zu kurz kommt. Jedoch fiel es mir manchmal schwer allem zu folgen, weil es einige Charaktere gibt und ich mir manchmal mehr Tiefe und Hintergrundwissen zu einzelnen gewünscht hätte.
Auch wenn es mir zum Teil schwer fiel, den einzelnen Charakteren zu folgen, finde ich das Buch insgesamt sehr interessant in Bezug auf die Thematik zum zweiten Weltkrieg. Vor allem weil die Autorin in Bezug darauf große Emotionen einbaut und alles vorstellbar beschreibt. An Spannung fehlt es der Geschichte auch nicht, weil man sich beim Lesen ständig fragt, wie alles für die Familie ausgeht.

Fazit: Eine interessante Familiengeschichte, die den zweiten Weltkrieg aus der Sicht Italiens beleuchtet.

Veröffentlicht am 17.05.2022

Eine Geschichte mit viel Feuer

Bet On You
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Dieses Buch hat einfach Spaß gemacht! Bet on you hat sich mal nach etwas komplett Neuem im New-Adult-Genre angefühlt. Anstatt in die Welt eines Uni-Campus einzutauchen, pendeln die Protagonist:innen in ...

Dieses Buch hat einfach Spaß gemacht! Bet on you hat sich mal nach etwas komplett Neuem im New-Adult-Genre angefühlt. Anstatt in die Welt eines Uni-Campus einzutauchen, pendeln die Protagonist:innen in Bet on you zwischen Casinos und Hotelzimmern umher. Ich habe wirklich keine Ahnung vom Pokern, aber habe in dem Buch die Szenen trotzdem mit viel Spannung verfolgt, weil sie so toll beschrieben wurden und fand es sehr interessant, dadurch mehr übers Pokern zu erfahren.

"Irgendwo haben wir uns im Spiegel unserer Augen erkannt. Uns ineinander zu verlieben war ein bisschen wie ein Überlebensinstinkt. Heute ist viel mehr daraus geworden. Eine Art zu atmen. Denn Levi kennt das Schlimmste von mir. Und ich habe das Schlimmste von ihm gesehen."

Die Charaktere habe ich einfach nur cool gefunden. Levi und Rose sind zwei toughe Personen, die trotz innerer Dämonen Stärke zeigen. Sie werden authentisch beschrieben und ich hatte schnell ein Bild von beiden vor Augen. Schon lange habe ich von keinem Paar mehr gelesen, bei dem die Funken so sehr zu spüren gewesen sind. Die Chemie zwischen ihnen ist einfach unbeschreiblich und ich konnte nie genug von Szenen mit den beiden bekommen - und das obwohl ich eigentlich langsame Liebesgeschichten bevorzuge, aber hier hat das schnellere Tempo einfach gepasst.
An sich ist Levis Clique einfach super und ich hätte nichts gegen einen zweiten Teil, um ihr wieder zu begegnen. Auch die Handlung wurde super aufgebaut. Sie gleicht nämlich einer fast schon verrückten Achterbahnfahrt und obwohl ich manches vorhersehbar gefunden habe, konnte ich nicht aufhören zu lesen und bin komplett in Bet on you verloren gegangen.

Fazit: Bet on you hat unglaublich viel Spaß gemacht und bot viel Feuer - sowohl was die Romantik angeht, als auch die Handlung außerhalb davon.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2022

Eine sehr starke Fortsetzung

The Secret Book Club – Ein Liebesroman ist nicht genug
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Bei Reihenfortsetzungen habe ich immer etwas Angst davor, dass sie mir weniger gut als die ersten Teile gefallen könnten. Bei der The Secret Book Club-Reihe ist das aber zum Glück nicht der Fall, denn ...

Bei Reihenfortsetzungen habe ich immer etwas Angst davor, dass sie mir weniger gut als die ersten Teile gefallen könnten. Bei der The Secret Book Club-Reihe ist das aber zum Glück nicht der Fall, denn auch den vierten Teil habe ich einfach geliebt! Wie auch in den vorherigen Teilen gelingt es der Autorin hier Humor mit ernsteren Themen und einer Menge Romantik zu kombinieren. Dieses Buch besteht aus vielen Szenen, die einen zum Schmunzeln bringen. Vlad fand ich ihn den vorherigen Teil schon toll, aber hier habe ich ihn erst recht ins Herz geschlossen. Er ist einfach ein großer Romantiker und es macht unglaublich viel Spaß die Geschichte aus seiner Sicht zu verfolgen.
Besonders interessant habe ich gefunden, dass es in dem Teil um eine Scheinehe und die Frage, ob daraus mehr werden kann, geht. Ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich mit Vlad und Elena mitgefiebert habe. Es ist nämlich schon sehr früh zu spüren, dass ihre Ehe eigentlich alles andere als nur Schein ist und die beiden endlich auf ihre Herzen hören und mutig sein sollten.
Für viel Spannung sorgt aber auch Elenas Hintergrund. Sie will nämlich herausfinden, was mit ihrem Vater passiert ist. Er arbeitete als Journalist in Russland und ist dort plötzlich verschwunden, weil er etwas aufdecken wollte. Der vierte Teil bietet somit eine bunte Mischung, bei der ich gar nicht anders konnte, als mitzufiebern. Sei es wegen der Liebesgeschichte oder Elenas Familienhintergrund.
Die anderen Männern des Buchclubs tauchen hier natürlich auch auf und sorgen für viele lustige Momente. Ich habe die Szenen mit allen geliebt und bin sehr froh darüber, dass es nach dem Teil noch weitergeht, weil ich alle so ins Herz geschlossen habe.

Fazit: Eine einzigartige Liebesgeschichte mit coolen Charakteren, bei der man gar nicht anders kann, als mitzufiebern.

Veröffentlicht am 14.04.2022

Herzensbuch

Everything We Lost (Love and Trust 2)
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Wenn ich Everything We Lost mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es Heilung. Dieses Buch ist wie eine sanfte Umarmung für meine Seele gewesen und schenkte ihr nicht nur eine Prise, sondern einen ...

Wenn ich Everything We Lost mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es Heilung. Dieses Buch ist wie eine sanfte Umarmung für meine Seele gewesen und schenkte ihr nicht nur eine Prise, sondern einen ganzen Berg voller Hoffnung.

"Ich bin eine Meisterin darin, so zu tun, als ginge es mir gut. Darin, alle glauben zu lassen, dass ich glücklich bin und mich nicht in manchen Nächten weinend unter meiner Bettdecke verstecke und mir wünsche aus diesem Albtraum aufzuwachen. Mir wünsche, endlich wieder richtig atmen zu können, ohne diesen Schmerz zu spüren, der mich beinahe zerreißt."

Everything We Lost ist zu einem Herzensbuch geworden und ich habe nichts als Liebe für die Geschichte übrig, die ich leider viel zu schnell verlassen musste. Dieses Buch hat weh getan, gleichzeitig aber auch für Lächel-Momente gesorgt und mein Inneres wie eine Tasse Tee erwärmt. Ich habe die Charaktere direkt ins Herz geschlossen. In Hope konnte ich mich etwas zu sehr hineinfühlen und wollte ihr immer wieder nur sagen, dass es okay ist und es nicht ihre alleinige Aufgabe ist, die Familie zusammenzuhalten und ihre Schwester zu beschützen. Wäre Yeonjun ein Fantasy-Wesen, dann wohl ein Engel aufgrund seines riesigen Herzens. Man spürte seine Liebe für die Kunst, seine Familie und seine Heimatstadt Busan.
Die Liebesgeschichte ist gleich Heilung und baut auf so vielen wunderschönen Treffen auf, über die man einzelne Aufsätze schreiben könnte. Ich hab den Schildkröten-Moment geliebt, die Auszeit in Brighton und Anime-Stunden. Vor allem aber die langsame Annäherung, die Chemie, die sich immer mehr aufbaut und wie ernst plötzlich alles wird, als die Herzen der beiden aufwachen und erkennen, dass das mehr als nur Freundschaft ist.

"Du musst nicht der Klebstoff sein, der die Familie zusammenhält, Hope. Du sollst leben! Ich will, dass du lebst. In vollen Zügen. Steh zu deinen Gefühlen und deinen Ängsten. Sei nicht mehr still. Befrei dich aus dem Käfig, der dich gefangen hält. Lebe."

Dieses Buch ist für mich das bisher beste der Autorin, denn es steckt nicht nur voller Liebe und Licht-Im-Dunkeln-Momente, sondern schenkt diese auch den Leser:innen. Everthing We Lost hat mir mal wieder gezeigt, warum ich es so sehr liebe zu lesen - für das Fühlen, Sich Wiederfinden und Hoffen-Lernen.

Fazit: Eine wunderschöne sanfte Liebesgeschichte, die gleich Heilung ist und zwei liebenswerte Charaktere liefert, denen man nichts anderes als eine Umarmung schenken möchte.

Veröffentlicht am 14.04.2022

Als wir tanzen lernten

Als wir Tanzen lernten
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Auch an Als wir tanzen lernten wird deutlich, dass Nicola Yoon zu den talentiertesten Autorinnen von Jugendromanen gehört, weil sie so besondere Geschichten schreibt. Mich hat ihr neuestes Buch sehr berührt. ...

Auch an Als wir tanzen lernten wird deutlich, dass Nicola Yoon zu den talentiertesten Autorinnen von Jugendromanen gehört, weil sie so besondere Geschichten schreibt. Mich hat ihr neuestes Buch sehr berührt. Evies Sicht auf die Liebe wird verständlich rübergebracht und ich bin mir sicher, dass viele selbst einmal so wie sie gedacht haben, weil man immer wieder mitbekommt, wie tragisch Beziehungen enden können. Umso schöner ist es dann ihre Entwicklung zu verfolgen, denn Evie begreift mit der Zeit, dass es sich lohnt im Moment zu leben und schöne Dinge für das Jetzt zu erleben, auch wenn etwas schlecht enden kann. Auch ihre Familiensituation wird gut beschrieben und wie schwierig es für Evie ist zu akzeptieren, dass ihre Eltern geschieden sind und neue PartnerInnen haben.

"Das Glück ist kompliziert. Manchmal muss man darum kämpfen. Aber manchmal - die besten Male - schleicht es sich von hinten an. Umschlingt dich und zieht dich ganz nah an sich."

Die Idee für Evies besondere Gabe habe ich toll gefunden. Es macht sehr viel Spaß zu verfolgen, wie ihre Gabe Evie durch den Alltag begleitet und ich mochte die kleinen unterschiedlichen Liebesgeschichten, die Evie voraussieht, weil jede auf ihre Weise besonders ist. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und X hat mir sehr gut gefallen, wobei ich nicht einmal finde, dass sie so sehr im Fokus steht. Das tat für mich nämlich mehr Evies Entwicklung und die Botschaft, die Nicola Yoon durch das Buch vermittelt. X ist ein sehr risikobereiter Mensch, der Evie perfekt ergänzt und ihr dabei hilft, sich wieder mehr auf das Positive zu konzentrieren. Ich fand die beiden sehr süß zusammen und die Tanzszenen sorgen nicht nur für viel Abwechslung, sondern auch Lebhaftigkeit.

"Ich weiß nicht, warum wir Menschen verlieren, die wir lieben, und wie wir weiterleben sollen, nachdem wir sie verloren haben. Aber ich weiß, dass Lieben zum Menschsein dazugehört. Wir können nicht anders. Die Dichter und Denker sagen, Liebe ist die Antwort, aber sie ist mehr als das. Liebe ist die Frage und die Antwort und der Grund, die Frage überhaupt zu stellen. Liebe ist alles. Sie ist in allem."

Das Buch bietet eine Mischung aus sehr unterhaltsamen, aber auch traurigen Momenten. Manchmal schmunzelt man beim Lesen und andere Male hat man Tränen in den Augen. Gegen Ende hat mich die Geschichte immer mehr berührt und die Stärke, die die Geschichte in sich trägt, wird offenbart. Sie liefert keine übliche schöne Romanze mit perfekten Charakteren und ebenso perfekten Happy End, sondern wirkt realistischer. Für mich zeigt Nicola Yoon durch Evies Geschichte vor allem, dass es sich lohnt für schöne Momente Risiken einzugehen und dass nur weil etwas schlecht endet, das nicht bedeutet, dass die guten Zeiten ihren Wert verlieren. Man spürt auch, dass die Autorin dieses Buch aus vollem Herzen geschrieben hat.

Fazit: Eine berührende Geschichte, die zeigt, dass es sich lohnt für schöne Augenblicke Risiken einzugehen.