Profilbild von knuddelbienchen

knuddelbienchen

Lesejury Star
offline

knuddelbienchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit knuddelbienchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2020

Eine angeschlagene Tempe ermittelt wieder!

Das Gesicht des Bösen
0

Ich bin von Anfang an ein Fan dieser Reihe um die forensische Anthropologin Temperance Brennan - dies ist bereits ihr 19. Fall - und er hat mir wieder gut gefallen.

Diesmal hat Tempe gesundheitliche Probleme, ...

Ich bin von Anfang an ein Fan dieser Reihe um die forensische Anthropologin Temperance Brennan - dies ist bereits ihr 19. Fall - und er hat mir wieder gut gefallen.

Diesmal hat Tempe gesundheitliche Probleme, ein Aneurysma in ihrem Kopf musste operiert werden. Danach leidet sie unter Migräneanfällen und Albträumen - sie kann manchmal nicht mehr zwischen Realität und Phantasie unterscheiden. Ein Unbekannter sendet ihr Fotos einer entstellten, unidentifizierten Leiche. Ihre neue Chefin kann Tempe nicht leiden - das beruht auf Gegenseitigkeit - und will sie unbedingt von diesem Fall fernhalten. Das regt Tempe natürlich an, erst recht hier Nachforschungen anzustellen. Detective Slidell ist an einem Fall mit vermissten Kindern dran und hilft ihr nur höchst widerwillig, was immer wieder zu lesenswerten, sarkastischen Dialogen führt.

In diesem spannenden Buch muss sich Tempe mit allerhand Ärgernissen rumschlagen. Die Renovierung in ihrem Haus geht nur schleppend voran, dann gibt es auch noch eine Brandstiftung, sie wird überfallen und ihre Akten und Beweise wurden vernichtet oder sind verschwunden. Dazu kommt noch die drückende Schwüle in Charlotte, in der skurrile Typen ihr Unwesen treiben. Die Palette der Verbrechen reicht von Drogen über Einbruch und Brandstiftung bis hin zu Pädophilie. Ich habe mich mal wieder gut unterhalten gefühlt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2020

Ein ganz besonderer Pilz!

Ahrtrüffel
0

Der Unternehmer Peter Siedenburg ist bei seinen Geschäften nicht gerade zimperlich, wenn es um seinen Profit geht. Als er auf seiner Trüffelplantage im Ahrtal beim Suchen nach dem schwarzen Gold auf ein ...

Der Unternehmer Peter Siedenburg ist bei seinen Geschäften nicht gerade zimperlich, wenn es um seinen Profit geht. Als er auf seiner Trüffelplantage im Ahrtal beim Suchen nach dem schwarzen Gold auf ein verbuddeltes Skelett trifft, behält er das für sich, obwohl er genau weiß, wer die Leiche ist. Doch der Tote wird gefunden und die Polizei verdächtigt Peter, da seine DNA am Tatort gefunden wurde. Die junge Journalistin Greta, die den Geschäftsmann interviewen möchte, soll ihm helfen, seine Unschuld zu beweisen.

Dieser interessante und spannende Krimi führt uns in das Jahr 2034, wo es fast nur noch autonom fahrende Autos gibt und das Rauchen und das Trinken von Hochprozentigem verboten wurde. Dazu erhält man einen umfassenden Einblick in den Anbau und die Verwendung von den kostbaren Trüffeln. Die Journalistin Greta war mir sehr sympathisch, der Unternehmer Peter und seine Frau Monica weniger. Aber sie wurden sehr gut beschrieben. Dazu kamen noch Rückblenden, jeweils mit Datum und Ort überschrieben, zum besseren Verständnis. Das ideale Buch für Liebhaber der kostbaren Truffel!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.05.2020

... und Ende gut - alles gut!

Die Mitte ist ein guter Anfang
0

Die Restauratorin Eva und der Journalist Arne sind schon lange ein Paar mit gemeinsamer 15-jähriger Tochter, als er ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Eva ist davon gar nicht begeistert ...

Die Restauratorin Eva und der Journalist Arne sind schon lange ein Paar mit gemeinsamer 15-jähriger Tochter, als er ihr völlig überraschend einen Heiratsantrag macht. Eva ist davon gar nicht begeistert - ist das mit fast 50 noch notwendig? Noch dazu, wo Arne gleich nach der Hochzeit einen neuen Job in Kiew antreten will. Für weitere Turbulenzen sorgen Evas Eltern, die plötzlich von Trennung reden. Zudem kriselt es in den Ehen ihrer besten Freunde - ist die Ehe überhaupt noch zeitgemäß?

Mir hat dieser unterhaltsame Liebesroman gut gefallen, das Buch ist witzig und lebendig geschrieben. Eva und ihre Freundinnen waren mir sehr sympathisch. Besonders gut beschrieben fand ich die Wandlung ihrer Mutter vom Heimchen am Herd zur emanzipierten Frau. Auch Evas Tochter erlebt die ersten Liebeswirren und kämpft wie manch anderer hier mit Liebeskummer. Auch wenn manches vorhersehbar ist, so ließ es sich doch wunderbar lesen, dieses interessante Buch über die Irrungen und Wirrungen der Liebe!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2020

Tödlich gefährliche, moderne Autoindustrie!

#CrashTag
0

Die ehemalige Reporterlegende Fritz Graber aus Frankfurt hat schon länger keine journalistischen Erfolge mehr aufzuweisen. Er ist in die Jahre gekommen, fühlt sich einsam, denn seine Freundin hat ihn verlassen. ...

Die ehemalige Reporterlegende Fritz Graber aus Frankfurt hat schon länger keine journalistischen Erfolge mehr aufzuweisen. Er ist in die Jahre gekommen, fühlt sich einsam, denn seine Freundin hat ihn verlassen. Sein großes Vorbild ist Steve McQueen, mit dem er sich in Gedanken oft unterhält. So widmet er sich seiner großen Leidenschaft, den Oldtimern und der Website "Crash Tag". Dort sieht er auch den Unfall eines teuren, alten Porsches, der einem Firmenchef aus der Technologiebranche zur Todesfalle wird. Es wird in diesem Buch nicht der einzige Unfall und nicht der einzige Tote bleiben....

Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten, in dieses Buch einzusteigen, ich musste mich zudem erst an den ungewöhnlichen Schreibstil gewöhnen. Der Autor hat eine große Vorliebe für umfangreiche Umschreibungen für Orte und Situationen. Ein Beispiel: Bangkok, die Mutter aller Feinstäube, umarmte ihn wie eine dicke, ungewaschene Oma. Das war mir oft etwas zu viel des Guten, zu gewollt originell. Etwas Spannung kam erst ab der Mitte des Buches auf, die sich zum Ende hin noch steigerte. Gut fand ich die detaillierte Beschreibung der Reisen nach Asien, die Fritz zu Recherche-Zwecken unternahm und die ihn in große Gefahr brachten. Was für ein großes Glück für Fritz, dass er, der mit modernen Technologien wenig vertraute, so viele hilfsbereite Freunde hat, die ihn so tatkräftig unterstützt haben. Über die moderne Thematik des autonomen Fahrens wurde uns ein Einblick in die Zukunft gewährt - ob die so rosig ist, wer weiß?

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.05.2020

Mysteriöse Geheimorganisation in Schweden!

Achtzehn
3

Der Reporter Axel Sköld ist einer heißen Sache auf der Spur, die ihn zu einem Killer führt, der angeblich schon den schwedischen Ministerpräsident Olof Palme ermordet hat. Auch zwei weitere ungeklärte ...

Der Reporter Axel Sköld ist einer heißen Sache auf der Spur, die ihn zu einem Killer führt, der angeblich schon den schwedischen Ministerpräsident Olof Palme ermordet hat. Auch zwei weitere ungeklärte Todesfälle gehen seiner Meinung nach auf dessen Konto. Trotz Verbotes recherchiert er weiter und veröffentlicht ungenehmigt einen Radio-Podcast und macht sich damit äußerst unbeliebt - seine Karriere als Reporter ist somit vorbei. Hinter dem Ganzen steckt eine schwedische Geheimorganisation, die bereits im 18. Jahrhundert gegründet wurde und damals sogar einen Königsmord in Auftrag gegeben haben soll. Die achtzehn Mitglieder sind alles angesehene Leute aus dem Adel, der Wirtschaft und dem Militär, die großen Einfluss auf die Politik in Schweden ausüben. Im Vertuschen von Tatsachen ist diese Organisation meisterlich und so glaubt man Axel nicht und stempelt ihn als Verschwörungstheoretiker ab. Doch er gibt nicht auf und bringt sich damit in große Gefahr ...

Dieser spannende Politik-Thriller aus Schweden startet langsam, nimmt aber dann immer mehr Fahrt auf und steigert sich mit nervenaufreibenden Verfolgungsjagden bis zum großen Finale. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch die anderen Personen wurden gut beschrieben. Wie Stina, die Kollegin von Axel, die ein behindertes Kind hat oder der ganz besondere Professor für Geschichte, der sich als äußerst hilfreich herausstellt. Interessant ist auch, dass dieses Buch auf reale Ereignisse aufbaut. Ich warte gespannt, ob es eine Fortsetzung gibt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren