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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2025

Toller Krimi aus Schweden

Eisenblume
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Das alte psychiatrische Sankt-Lars-Krankenhaus in Lunde ist inzwischen zu einem begehrten Lost Place geworden. Um mehr über das Krankenhaus und seine Geheimnisse herauszufinden, bittet Emilia Jakob darum, ...

Das alte psychiatrische Sankt-Lars-Krankenhaus in Lunde ist inzwischen zu einem begehrten Lost Place geworden. Um mehr über das Krankenhaus und seine Geheimnisse herauszufinden, bittet Emilia Jakob darum, ihr dieses Haus zu zeigen. Dort soll sich der Geschichte nach ab und zu eine vor Jahren ermordete Frau zeigen. Doch anstatt eines Gespenstes entdecken die beiden eine Leiche. Frederika Storm und Henry Calment beginnen zu ermitteln und erleben eine Überraschung.
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„Eisenblume“ ist nach „Eisvogel“ der zweite Band von Frida Skybäcks Krimireihe um Frederika Storm und ihren Partner Henry Calment. Der Krimi hat, wie es typisch für skandinavische Krimis ist, einen eher ruhigen, aber sehr guten Spannungsaufbau. Das Buch ist sehr flüssig zu lesen und vermittelt sehr gut die düstere Atmosphäre, die in der Vergangenheit im Sankt-Lars-Krankenhaus in Lunde geherrscht hat. Dies ist ein Punkt, den ich immer großartig finde, wenn sich düstere Originalschauplätze nahtlos in die Story einfügen. Frida Skybäck hat das hervorragend geschafft und einen spannenden Fall um die verschwundenen Jugendlichen gestrickt.

Neben den beiden Hauptprotagonisten Frederika und Henry gibt es mit Helmi und Blitz wieder ein super sympathisches Team. Besonders Blitz hat es mir dabei angetan.
Die Nebenhandlung um Frederikas verschwundene Mutter hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Sie bot eine willkommene Abwechslung zu den Ermittlungen und schuf einen roten Faden, der vom vorherigen Buch bis zum kommenden Band der Reihe zieht.

Fazit:

Da ich „Schwarzvogel“ letztes Jahr leider nicht gelesen habe, war „Eisenblume“ mein erster Ausflug in diese Reihe. Und ich muss sagen, Frida Skybäck hat mich sehr positiv überrascht. „Eisenblume“ ist ein fesselnder Krimi mit einem tollen Setting und einer interessanten Geschichte, der mich bestens unterhalten hat. Ich kann ihn allen Fans skandinavischer Krimiliteratur wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 09.08.2025

Sehr guter Auftakt der Trilogie

Der Trailer
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„Der Trailer“ ist der erste Band von Linus Geschkes „Donkerbloem-Trilogie“. Äußerlich ist mir dabei gleich das Cover ins Auge gestochen, da die drei Bände zum Abschluss ein Bild ergeben werden.
Der Thriller ...

„Der Trailer“ ist der erste Band von Linus Geschkes „Donkerbloem-Trilogie“. Äußerlich ist mir dabei gleich das Cover ins Auge gestochen, da die drei Bände zum Abschluss ein Bild ergeben werden.
Der Thriller ist sehr angenehm zu lesen, und besitzt mehrere Handlungsstränge. Diese fand ich sehr gut aufgebaut und haben immer wieder Abwechslung in die Geschichte gebracht. Dabei habe ich mich immer wieder gefragt wie die einzelnen Teile zusammengehören, und ob das ganze, wie die Cover, am Ende der Trilogie ein Gesamtbild ergeben wird.
Die einzelnen Charaktere waren auch gut herausgearbeitet. Frida, Kathinka, Wout und Tayfun fand ich sehr authentisch und spannend dargestellt. Jeder von ihren bietet etwas besonderes und weckt die Lust noch mehr über die Personen zu erfahren. Dazu kommt noch die düstere Atmosphäre die jedes Mal auf dem Campingplatz entsteht, einfach großartig.
Wie und ob der Fall/die Fälle am Ende aufgelöst werden müsst ihr aber selbst herausfinden.

Fazit
„Der Trailer“ von Linus Geschke ist ein toller Auftakt der Trilogie. Ab Seite eins bis zum Ende hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Dabei hat der Thriller aber auch aufgezeigt welches Problem ich mit Trilogien habe. Das warten auf den nächsten Band

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Veröffentlicht am 06.08.2025

Guter Reihenauftakt

Gerächt sein sollst du
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Gerächt sein sollst du von Kaisu Tuokko
Erschienen am 15. Juli 2025 im atb Verlag

Die Journalistin Eevi Manner erhält den Tip das am Strand in Kristinestad eine Leiche angespült wurde. Als sie dort ankommt ...

Gerächt sein sollst du von Kaisu Tuokko
Erschienen am 15. Juli 2025 im atb Verlag

Die Journalistin Eevi Manner erhält den Tip das am Strand in Kristinestad eine Leiche angespült wurde. Als sie dort ankommt ist sie überrascht dass sie dort auf einen alten Freund trifft. Mats Bergholm, die liebe ihrer Jugendzeit. Dieser ist jetzt Kommissar und bearbeitet den Fall der Leiche.
Anfangs weiß Eevi nicht wirklich wie sie damit umgehen soll, doch dann kommen die beiden einen grausamen Verbrechen auf die Spur.
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„Gerächt sein sollst du“ ist der erste Teil einer neuen Krimi-Reihe aus dem schönen Finnland. Es ist gleichzeitig auch das erste Buch welches ich von Kaisu Tuokko gelesen habe.
Im ersten Band der Reihe dreht sich vieles um die beiden Hauptcharaktere Eevi und Mats. Das hat mir wirklich gut gefallen, da ich so die Charaktere mit all ihren Problemen kennenlernen konnte. Das ging aber leider, nach einem guten Start, etwas zu lasten der Spannung im Mittelteil.
Trotz des Todesfalls, gleich zu Beginn des Krimis, baut sich die Spannung erst langsam auf. Das lag, wie gesagt, hauptsächlich daran das man einiges über das Privatleben von Eevi und Mats erfahren hat. Die Ermittlungen waren daher anfangs mehr Hintergrundgeschichte.
Doch je weiter der Fall fortgeschritten ist, desto beklemmender, erschütternder wurden die Hintergründe des Verbrechens.
Das hat dazu geführt dass ich an einem bestimmten Punkt das Buch regelrecht verschlungen habe, und mich am Ende auch ein wenig fassungslos gemacht hat.
Ab und zu wurde die Story auch von kleinen Kapiteln mit rätselhaften Tagebucheinträgen unterbrochen (Ich bin mir nicht sicher was sich dahinter verbirgt, aber das weckt schon jetzt meine Neugier am Nachfolge Buch).

Fazit
„Gerächt sein sollst du“ ist ein Krimi der mich, vor allem im letzten Drittel des Buches, Seite für Seite immer mehr in seinen Bann gezogen hat.
Wer gerne skandinavische Krimis mit einem eher ruhigen Aufbau liest ist hier genau richtig. Ich bin schon gespannt wie es mit Eevi und Mats weiter geht.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Spannender KI Thriller

Reset
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Reset von Peter Grandl
Erschienen am 12. Juni 2025 im dtv Verlag

„Reset“ ist der erste Thriller den ich von Peter Grandl gelesen habe. Nachdem ich über die „Turm-Trilogie“ nur positives gelesen habe, ...

Reset von Peter Grandl
Erschienen am 12. Juni 2025 im dtv Verlag

„Reset“ ist der erste Thriller den ich von Peter Grandl gelesen habe. Nachdem ich über die „Turm-Trilogie“ nur positives gelesen habe, und mich der Klappentext sofort angesprochen hat, war ich sofort neugierig auf das Buch.
Den Schreibstil von Peter Grandl fand ich sehr gut. Dafür dass der Thriller sich ziemlich komplex ist, war er Flüssig, und für mich sehr angenehm zu lesen. Dazu konnte ich mir Schauplätze und die Handlung sehr gut bildlich vorstellen.
Ich gebe aber zu, dass ich mich anfangs etwas schwer getan habe. Viele Personen, viele unterschiedliche Schauplätze, das hat einiges an Konzentration von mir gefordert, um mich nicht überfordert zu fühlen. Aber je länger ich gelesen habe desto besser wurde es. Das Grundthema des Thrillers, was kann eine bösartige KI bewirken, fand ich sehr spannend.
Die einzelnen Hauptcharaktere fand ich recht gut beschrieben und sehr passend, aber so richtig übergesprungen ist der Funke leider von keinem der Charaktere. Alle, vielleicht bis auf Seiko, kamen mir etwas kühl vor.
Die Handlung des Thrillers fand ich sehr gut. Bereits nach dem ersten Kapitel saß ich wie gebannt mit dem Buch in der Hand auf dem Sofa. Wer steckt hinter all den Angriffen? Warum das ganze? Wie hängt das alles zusammen? Einen Großteil der Antworten bekam ich erst gegen Ende des Buches, und haben mich teilweise sehr überrascht. Wobei es besonders zum Ende hin sich etwas hektisch wurde und ich wieder Gefahr lief den Überblick zu verlieren. Aber das ist in solchen Situationen wahrscheinlich normal.

Fazit
„Reset“ von Peter Grandl hat mich sehr gut unterhalten, und mir nochmal bewusst gemacht was KI, die auch sehr positive Möglichkeiten bietet, für eine Gefahr darstellen kann. Sicher ist hier alles etwas überspitzt dargestellt, wer sich aber mehr über die Möglichkeiten von KI generierten Fake News informieren möchte, sollte nach Videos die mit VEO3 von Google hergestellt wurden suchen, dann ist das alles gar nicht mehr so unglaubwürdig.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Toller Thriller

Ihr werdet sie nicht finden
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Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann

Vor sieben Jahren
Verzweifelt sucht Polizist Jonas Waidler nach seiner Tochter Isabel. Diese kam nicht, wie verabredet, pünktlich von einer Geburtstagsparty ...

Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann

Vor sieben Jahren
Verzweifelt sucht Polizist Jonas Waidler nach seiner Tochter Isabel. Diese kam nicht, wie verabredet, pünktlich von einer Geburtstagsparty zurück. Doch auch Tage später findet sich, bis auf ihren Rucksack, keine Spur von ihr.

Heute
Franca Lichtenwalder wird von einer älteren Dame beauftragt ihre Enkeltochter Sylvia zu suchen. Diese ist seit einem halben Jahr spurlos verschwunden. Franca begibt sich auf die Suche und stößt auf schweigen, und ein düsteres Geheimnis.
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Nachdem mich letztes Jahr „Hast du Zeit“ nicht wirklich überzeugen konnte, war ich neugierig ob Andreas Winkelmann mich, mit „Ihr werdet sie nicht finden“, dieses Jahr mehr in seinen Bann ziehen kann.
Bereits das erste Kapitel gab mir ab der ersten Seite ein gutes Gefühl. Andreas Winkelmann hat es dabei geschafft dass ich mich sofort in Jonas Waidler hineinversetzen, und die Panik und Sorge um seine Tochter nachvollziehen konnte.
Der Thriller spielt anfangs in zwei Zeitebenen.
Dabei fand ich es spannend dass sich die beiden Zeitstränge in den ersten Kapiteln immer abwechseln. Mit fortschreiten des Buches wurden die beiden Ebenen aber Stück für Stück mehr miteinander verschmolzen. Das hat meine Spannung immer aufrecht erhalten, und mich neugierig gemacht wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Immer wieder sind auch kurze Abschnitte eingestreut die aus Sicht einer mir anfangs unbekannten Person erzählt werden. Erst nach und nach wurde mir bewusst um wen genau es sich handelt.
Der Thriller ist zwar nicht der Nervenaufreibendste, aber sehr stimmig erzählt. So kommen Stück für Stück immer neue Geheimnisse ans Tageslicht bis zu einem Ende, mit dem ich anfangs nicht gerechnet hätte.
Mit Franca und Jonas hat Andreas Winkelmann auch zwei tolle Protagonisten erschaffen. Bei Jonas konnte ich jede Sekunde seine Verzweiflung und Wut spüren. Über Franca, mit ihrem Rolling Steel, hätte ich, auch aufgrund ihrer Vergangenheit, gerne noch mehr erfahren. Aber wer weiß, vielleicht ermitteln die beiden ja irgendwann wieder zusammen.

Fazit
Mit „Ihr werdet sie nicht finden“ hat Anders Winkelmann einen unterhaltsamen Thriller geschrieben, der mich ab der ersten Seite ans Buch gefesselt hat. Insgeheim hoffe ich dass Franca und Jonas irgendwann wieder zusammen ermitteln werden.

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