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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2020

Prunk, Protz und Proll

Ozelot und Friesennerz
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Das Cover passt sehr gut in die 70er Jahre, über die die Autorin hier berichtet. Ich erinnere mich, daß solche und ähnliche Fotos in den Alben meiner Grossmutter zu finden sind.
Sylt, mittlerweile die ...

Das Cover passt sehr gut in die 70er Jahre, über die die Autorin hier berichtet. Ich erinnere mich, daß solche und ähnliche Fotos in den Alben meiner Grossmutter zu finden sind.
Sylt, mittlerweile die sogenannte Insel der Reichen und Schönen entwickelt sich so nach und nach zur Umgebung von Protz und Proll.
Einen Pelzhandel wie von der Autorin lebensecht dargestellt, gibt es zum großen Glück heute nicht mehr in dem Ausmaß. Es war nett zu lesen, wie die Kinder von Sylt ihre Umgebung erkundet und erfahren haben, wurden sie doch von ihren geschäftstüchtigen Eltern kaum beachtet und sogar verliehen.
Leider ist der Schreibstil der Autorin ruckelig und unrund bis hastig - vielleicht fällt mir das besonders auf, weil ich gerade die Nordsee-Trilogie von Patricia Koelle gelesen habe, wo es um eine Amrumer Familie geht - Amrum ist die Nachbarinsel von Sylt. Ganz im Gegensatz zu der friedlichen und freundlichen Erzählung von Frau Koelle kommt es mir hier bei Frau Matthiessen eher vor wie ein Dokumentarfilm und auch die Wortwahl wie bei einem Doku-Sprecher. Das bringt eine Hektik in das Buch, die mir nicht so gefällt. Wenn sie ihre Vergangenheit erfolgreich damit aufgearbeitet hat, dann sei es ihr gegönnt, daß der eine oder andere Leser ihr Buch kauft.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.06.2020

Das Leben an und für sich...

Der Gepäckträger
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Dieses Buch mit dem doch eher nichtssagenden Cover habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichten von David, Michael und Gillian haben mich einfach nicht mehr losgelassen.
Der vertauschte Koffer ...

Dieses Buch mit dem doch eher nichtssagenden Cover habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichten von David, Michael und Gillian haben mich einfach nicht mehr losgelassen.
Der vertauschte Koffer war ein Glücksfall für diese Menschen, denn nur durch das Eingreifen des geheimnisvollen Gepäckträgers konnten sie erkennen, was in ihrem Leben bisher schief gelaufen war:
David, der Workoholic, der nie Zeit für die Familie hatte.
Michael, der Künstler, der den Traum seines Vaters leben sollte.
Gillian, die Frau ohne Selbstbewusstsein, immer im Schatten ihrer vermeintlich erfolgreicheren Schwester.
Wir alle haben im Leben unser Gepäck zu tragen; der eine mehr, die andere weniger und es braucht einen Anstoss, dieses zu erkennen um es dann ändern zu können.

Ein wunderbares Buch, das sehr zum Nachdenken anregt und das jede/r lesen sollte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2020

Innehalten

Der Wald, vier Fragen, das Leben und ich, Von einer Begegnung, die alles veränderte
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Ein wunderbares kleines Büchlein, denn wenn wir ehrlich sind, betrifft es jeden von uns. Kurz vor dem Burnout sitzt man da, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen und dann ist da plötzlich diese Begegnung ...

Ein wunderbares kleines Büchlein, denn wenn wir ehrlich sind, betrifft es jeden von uns. Kurz vor dem Burnout sitzt man da, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen und dann ist da plötzlich diese Begegnung und die Fragen als Lichtblick am Horizont. Wer würde sich nicht darauf einlassen? Diese junge Frau steht also für alle, die mit ihrem Leben eigentlich nicht zufrieden sind, immer höher und weiter und mehr wollen bis dann plötzlich die alte Dame da ist und dich fragt: was willst du wirklich? Und wir besinnen uns auf die wirklichen Werte - Campingurlaub statt Luxushotel, Zeit mit der Familie statt Karrierestreben. Sagte ich es schon: ein wunderbares Buch

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2020

Brenzlige Familiengeschichte

Ein Sommer auf Sylt
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Das Cover passt hervorragend zu einer Inselgeschichte und beim Lesen merkt man schnell, daß die Autorin sich sehr gut auf der Insel Sylt auskennt, ist vielleicht selbst eine Sylterin.
Der Roman ist nach ...

Das Cover passt hervorragend zu einer Inselgeschichte und beim Lesen merkt man schnell, daß die Autorin sich sehr gut auf der Insel Sylt auskennt, ist vielleicht selbst eine Sylterin.
Der Roman ist nach dem altbekannten Strickmuster geschrieben, was ihn aber nicht weniger lesenswert macht. Die drei zerstrittenen Schwestern und das arme Mädel zwischen den Fronten; die Erbschaft und eine Erleuchtung über das bisherige Leben und ob es so wirklich weitergehen sollte...Ein flüssiger, ausführlicher Schreibstil, so daß ich mir die Personen direkt vorstellen konnte und mitgefiebert und mitgelitten habe. Alles in allem ist es ein toller, fesselnder Roman, den ich, einmal angefangen, nicht wieder aus der Hand legen konnte. Einen Film dazu kann ich mir sehr gut vorstellen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2019

Eine fesselnde Geschichte

Knochengrab
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Das düstere Cover passt hervorragend zu der haarsträubenden Story und der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Und obwohl ich noch kein Buch von Ellison Cooper gelesen habe, störte es nicht den Lesefluss, ...

Das düstere Cover passt hervorragend zu der haarsträubenden Story und der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Und obwohl ich noch kein Buch von Ellison Cooper gelesen habe, störte es nicht den Lesefluss, daß hin und wieder Erinnerungssplitter von FBI-Agentin Sayer Altair auftauchen, die wohl in Band 1 geschahen. Die Geschichte ist in sich stimmig und fesselnd.
Ob ein Polizeihund tatsächlich in der Lage ist, einfach so auf blauen Dunst hin eine Fährte zu finden ohne direkt auf einen Geruch angesetzt zu sein, sei mal dahingestellt.

Es ist immer wieder erstaunlich, welche grauenhaften Ideen AutorInnen sich so ausdenken können. Sollte es weitere Romane um Agentin Altair geben, dann möchte ich sie sicher auch lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere