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la_sagne

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2026

Gefährliche Beziehungen

The Exes
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Natalies Ex-Freunde kamen alle ums Leben. Hatte etwa sie selbst etwas damit zu tun? Ist sie eine Gefahr für ihren aktuellen Ehemann? Mit einer Therapeutin versucht sie ihre durch Gewalt geprägte Vergangenheit ...

Natalies Ex-Freunde kamen alle ums Leben. Hatte etwa sie selbst etwas damit zu tun? Ist sie eine Gefahr für ihren aktuellen Ehemann? Mit einer Therapeutin versucht sie ihre durch Gewalt geprägte Vergangenheit aufzuarbeiten. In drei verschiedenen Zeitebenen erfahren wir mehr über ihren ersten Ex, die Jetztzeit und darüber, wie sie ihren Ehemann kennengelernt hat.

Gerade den Anfang fand ich spannend und gut geschrieben. Natalie ist eine Antiheldin, mit der mitzufühlen mit der Zeit immer schwerer fällt. Irgendwann gibt es extrem viele Plottwists und auch ziemlich viele manchmal billige Cliffhanger an Kapitelenden. Dadurch liest man schnell weiter, aber ob das immer so logisch ist, naja. Man hätte auch durchaus nochmal drüber korrigieren können, einige Sätze lesen sich merkwürdig.
So ganz funktioniert hat das Ganze nicht für mich. Ich habe es ganz gern gelesen aber irgendwann wurden mir die Wendungen doch zu absurd und gewollt.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Nebenwirkungen

Real Americans
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Der Roman erzählt die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie über mehrere Generationen. Dabei werden die Perspektiven von drei Personen eingenommen. Mei Ling flieht während der Kulturrevolution ...

Der Roman erzählt die Geschichte einer chinesisch-amerikanischen Familie über mehrere Generationen. Dabei werden die Perspektiven von drei Personen eingenommen. Mei Ling flieht während der Kulturrevolution aus China und setzt in den USA ihre Tätigkeit als Genforscherin fort. Ihre Tochter Lily schlägt sich mit unbezahlten Praktikas und Nebenjobs durch und lernt den reichen weißen Matthew kennen und lieben. In der ungleichen Beziehung fühlt sie sich immer unwohler.
Nick, der Sohn der beiden, fragt sich mit dem Erreichen seines Schulabschlusses, warum die Beziehung seiner Eltern scheiterte und stößt auf ein Familiengeheimnis.

Es beginnt wie eine konventionelle Liebesgeschichte zwischen armem Mädchen und reichem Mann und nimmt dann überraschende Wendungen. Es hat mir sehr gut gefallen, dass man erst nach und nach erfährt worum es geht und was die wahren Motive der Figuren sind. Allerdings führt das auch dazu, dass man den Figuren nie so richtig nahe kommt. Sie wirken oft nicht lebendig, sondern als Stellvertreter, um die gesellschaftlichen/ethischen Fragen zu verhandeln.
Auch waren mir die Übergänge zwischen Abschnitten und manchmal sogar zwischen einzelnen Sätzen zu abrupt. Es wird ein Thema angerissen und ganz plötzlich geht es um etwas ganz anderes. Das wirkt unfertig und nicht ganz ausgefeilt.
Dennoch ein gutes Buch darüber, wie die Entscheidungen Einzelner über Generationen hinweg Nachwirkungen haben und welche unerwünschten Nebenwirkungen gut gemeinte Eingriffe in das Leben von Menschen haben.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Interessanter Einblick, langwierig erzählt

Himmlischer Frieden
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In diesem Roman erzählt Lai von ihrem Aufwachsen in China der 70er/80er Jahre. Aufgrund des Titels und ein bisschen auch des Klappentextes hatte ich etwas mehr Konzentration auf die Ereignisse Tian’anmen-Massakers ...

In diesem Roman erzählt Lai von ihrem Aufwachsen in China der 70er/80er Jahre. Aufgrund des Titels und ein bisschen auch des Klappentextes hatte ich etwas mehr Konzentration auf die Ereignisse Tian’anmen-Massakers erwartet. Man bekommt aber erstmal viel Vorgeschichte und Informationen über das Familienleben und kindliche Freundschaften. Das zieht sich leider extrem und zumindest mir hat auch die Aufteilung in sehr lange Tracks das Hören erschwert. Meistens habe ich mich eher in kleinen Häppchen vorgekämpft und musste dann die genaue Stelle zum Weiterhören mühsam suchen.
Eine Schwierigkeit war sicherlich, dass es sich um eine veränderte, aber wahre Geschichte handelt. Dadurch sind der Autorin Dinge wichtig, die für Leser*innen nicht besonders von Interesse sind.
Etwas Raffung hätte der Geschichte auf jeden Fall gut getan.
An den besten Stellen erfährt man eindrucksvoll davon, wie das brutale politische Regime auch das Leben von Menschen (auch Kindern) beeinflusst, die nicht sehr politisch sind oder sein wollen. Für mich, die wenig über das China dieser Zeit weiß, war es auf jeden Fall wert sich durchzukämpfen, um Neues zu erfahren.

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Veröffentlicht am 25.03.2025

Perfekte Wohlfühllektüre zum Lesen vor dem Einschlafen

Note to myself: Liebe ist keine Option
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Alice erwischt ihren Partner Bennett inflagranti mit ihrer Freundin und das auch noch in ihrem eigenen Bett. Aus Verzweiflung wirft sie ihre Matratze aus dem Fenster, die einen Passanten trifft, nämlich ...

Alice erwischt ihren Partner Bennett inflagranti mit ihrer Freundin und das auch noch in ihrem eigenen Bett. Aus Verzweiflung wirft sie ihre Matratze aus dem Fenster, die einen Passanten trifft, nämlich Lennon. Als Wiedergutmachung treffen sich die beiden auf einen Drink und verstehen sich sehr gut. Doch Alice möchte sich erst einmal auf sich selbst konzentrieren. Klappt nicht so ganz (eigentlich gar nicht) aber immerhin hat sie so Gesprächsstoff auf der Arbeit.
Alice Chefin und beste Freundin Zara versucht nämlich den schüchternen Fred zu einem Date zu überreden und ihr Kollege Tobey hadert damit, dass sein Freund zu viel Zuneigung in der Öffentlichkeit zeigt. Die Protas haben anscheinend kaum Hobbies, sie verbringen ihre Zeit zu 90% damit über Männer (entweder Ex oder love interests) zu sprechen, deren Verhalten zu analysieren oder Pläne für romantische Gesten zu schmieden. Wie gut, dass sie alle zusammen arbeiten, so können sie das in der Arbeitszeit erledigen und trotzdem ihren Lebensunterhalt sichern. Puh.
Lennon ist natürlich sympathisch, einfühlsam, geduldig, kinderlieb, gutaussehend, errät genau was die Protagonistin will, noch bevor sie es sich selbst eingestanden hat... Ich hätte gern mehr über ihn und seine Sichtweise erfahren und die ein oder andere Ecke oder Kante festgestellt. Aber nein. Der blöde Ex dagegen ist eine wandelnde red flag, absolut selbstbezogen und hat das Einfühlungsvermögen eines Betonklotzes, aber irgendwie hängt Alice an ihm. Und hat ihn auch mal geliebt. Warum auch immer. Auch hier hätte ich gern ein paar gute Seiten an ihm gesehen. So ein klein wenig Realismus und Grautöne hätte ich schon ausgehalten ohne gleich zu viel Verständnis zu haben. Na ja.
Immerhin fand ich es schön, wie die Wichtigkeit der Freundschaft zwischen Zara und Alice beschrieben wird. Dafür verschwindet die ach so tolle Freundin Mindy völlig in der Versenkung ohne auch nur einen Satz gesagt zu haben. In Erinnerung bleibt buchstäblich nur ihr Hintern. Kann man mir nicht erzählen, dass man NUR seinen Ex vermisst und nicht einmal die beste Freundin. Wäre ja auch mal spannend gewesen, wenn Alice sich damit hätte auseinandersetzen müssen, was der Betrug ihrer Freundin mit ihr macht.
Aber es ist halt eine klassische RomCom, was erwarte ich. :) Es gibt einen Hauch Erotik, ein wenig Drama und sehr viel Romantik mit Wohlfühlfaktor. Das Schlimmste, was zwischenzeitlich passiert, ist, dass ein Kind Bücher mit schmutzigen Fingern anfasst oder sich in die Hose macht. Erst am Ende kommt dann doch einen Dramamoment mit weitreichenden Folgen, den ich ziemlich drüber und unrealistisch fand (ich will nicht spoilern, aber sowohl die Frau als auch der Mann verhalten sich eher merkwürdig.). Man bekommt insgesamt das, was man sich vom Genre erhofft und wird gut unterhalten. Weder die Drama-, noch die Kitschkiste werden zu sehr hervorgezogen (Ende ausgeklammert, aber das ist Genrekonvention) und es wird meistens versucht vernünftig zu kommunizieren. Gefiel mir also schonmal viel besser als ein Großteil anderer RomComs.
Perfekte Wohlfühllektüre zum Lesen vor dem Einschlafen, die leider am Ende nochmal etwas zu viele unrealistische Wendungen nimmt.

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Veröffentlicht am 21.02.2025

Weitermachen

Das Leben ist ungerecht
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Miriam Höller kannte ich vorher nicht, mich hat nur die Leseprobe überzeugt. Und so habe ich diese Person ganz unvoreingenommen kennen gelernt. Miriam erzählt von ihrer tragischen Lebensgeschichte, um ...

Miriam Höller kannte ich vorher nicht, mich hat nur die Leseprobe überzeugt. Und so habe ich diese Person ganz unvoreingenommen kennen gelernt. Miriam erzählt von ihrer tragischen Lebensgeschichte, um anderen Mut zu machen.
Gewungenermaßen setzt sie sich mit dem Tod und Weiterleben nach Verlust auseinander, als sie einen schweren Unfall hat, der ihre Karriere beendet ud kurz danach auch ihren Partner verliert.
Das ist teilweise sehr emotional und auch schwer zu verarbeiten, aber ich fand es gut, auch mal mit den Schattenseiten des Lebens konfrontriert zu werden. Die Autorin war immer überzeugt alles mit eisenem Willen, Mut und Disziplin schaffen zu können, aber gegen die Endlichkeit und Grausamkeit des Lebens kommt man nicht an.
Ich konnte einige Anregungen mitnehmen, auch wenn ich das sehr positive und motivierende manchmal etwas drüber fand. Auf jeden Fall eine Empfehlung und Hut ab vor der Kraft der Autorin ihre Geschichte zu teilen und anderen Mut zu geben.

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