Wege in den Abgrund
Alles LiebeDas Buch ist in fünf einzelne Geschichten aufgeteilt, die zwar für sich stehen, aber mit der Zeit locker verbunden werden.
Es geht um eine Schülerin, die die Krebserkrankung ihrer Freundin dazu nutzt, ...
Das Buch ist in fünf einzelne Geschichten aufgeteilt, die zwar für sich stehen, aber mit der Zeit locker verbunden werden.
Es geht um eine Schülerin, die die Krebserkrankung ihrer Freundin dazu nutzt, um sich selbst besser dastehen zu lassen. Um die Mutter eines sterbenden Mädchens, die sich in eine Phantasiewelt flüchtet. Um eine Frau, die an der Veränderungsresistenz ihrer Schwiegermutter scheitert. Um ein gegensätzliches Künstlerpaar. Und schließlich um einen Lokaljournalisten, der entdeckt, dass seine beliebte Kollegin etwas zu verbergen hat.
Alle Personen suchen teilweise mit extremen Methoden nach Aufmerksamkeit und das, was sie für Liebe halten. Die Auflösungen haben mir nicht immer gefallen. Man sieht den Personen seitenlang auf dem Weg in den Abgrund zu. Das hat mich eher genervt als berührt. Manchmal wollte ich die Protagonist*innen nur schütteln. Sicherlich ein gewollter Effekt, aber dafür hätten mir weniger Geschichten dieser Art gereicht. :)
Insgesamt fand ich es nicht schlecht und auch gut lesbar, aber nicht so beeindruckend wie es sich die Autorin vermutlich gewünscht hat.