Profilbild von lealion

lealion

Lesejury Profi
offline

lealion ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lealion über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2023

Traumziel Bibertal, darf ich bitte auch in dem Buchladen arbeiten?

You Are My WAY
0

Zuerst die Aufmachung: Der Anfang jedes Kapitels hat einen kleinen Chatverlauf mit den Freundinnen der Protagonistin, sodass man das Gefühl hatte, dass man sie auch kennenlernt. Es hat sehr Spaß gemacht, ...

Zuerst die Aufmachung: Der Anfang jedes Kapitels hat einen kleinen Chatverlauf mit den Freundinnen der Protagonistin, sodass man das Gefühl hatte, dass man sie auch kennenlernt. Es hat sehr Spaß gemacht, die Kapitel so zu beginnen. Jede Seitenzahl ist von einer kleinen Baumzeichnung umgeben, was ein schönes Detail ist.

In dem Buch lernen wir Emma kennen, direkt im ersten Kapitel bekommen wir mit, wie sie den zweiten Protagonisten, Finn, kennenlernt, und zwar Abends auf einer Straße, bei Regen und Gewitter. Dadurch wird man sofort in die Story aufgenommen. Manche Kapitel werden nur aus Emmas Perspektive erzählt und andere haben einen Teil, der zwar aus der 3. Person geschrieben ist, in dem es aber um Finn und seine Umstände geht. Das hat mich immer wieder auf Trab gehalten und unterschiedliche Perspektiven gezeigt.

Emma ist eine entspannte, freundliche Person und wir sind mit dabei, wie sie ein neues Zuhause sucht und das in Bibertal findet, dabei wird es nie zu langweilig, sie lernt neue Leute kennen, alte Freunde trifft sie wieder und hin und wieder gibt es Überraschungen, die man nicht unbedingt erwartet hätte. Während sich die Story entwickelt, arbeitet sie in einer Buchhandlung und die ganze Stadt ist unfassbar cozy, sodass ich am liebsten auch dort wohnen würde. Von den spannenden Teilen werde ich nichts erwähnen, damit man überrascht wird, wenn man das Buch liest. Felicitas' Schreibstil ist interessant und angenehm aber auch immer wieder sehr schön, mit besonderen Phrasen, die ich markiert habe.

Der Glaube ist ein zentrales Thema in dem Buch und da es mein erstes New Adult Buch ist, das ich gelesen habe, war das neu, erstmal komisch, aber auch sehr cool, da ich mich teilweise in den Charakteren wiederfinden konnte und das war sehr besonders.

Ich bin schon total gespannt auf den zweiten Band und hoffe, dass er bald kommt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2023

Wunderschön illustriert und gut übertragen

Der geheime Garten
0

Diese Übertragung für Kinder ist zum einen wunderschön illustriert – mit sehr passenden Farbkombinationen und tollen details – aber auch gut geschrieben. Es ist einfach geschrieben, aber auf eine Weise, ...

Diese Übertragung für Kinder ist zum einen wunderschön illustriert – mit sehr passenden Farbkombinationen und tollen details – aber auch gut geschrieben. Es ist einfach geschrieben, aber auf eine Weise, dass die Geschichte lebendig und emotional rübergebracht wird.

Ich habe das Original noch nicht gelesen und kann deshalb nicht sagen, ob die essenziellen Aspekte enthalten sind, was ich aber sagen kann, ist dass ich mich jetzt um so mehr freue, das Original zu lesen, nachdem ich dieses Bilderbuch gelesen habe. Ich bin gespannt um die Details, die nicht aufgegriffen werden konnten.

Zu den Illustrationen möchte ich noch betonen, dass sie nicht nur für Kinder spannend aussehen, sondern auch artistisch bezaubern.

Ich freue mich schon, das Buch mit meinem Neffen zu lesen und denke, dass das Buch allein wegen der Bilder schon verständlich und spannend ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2023

Romantik und Mystery und eine Coming of Age Bandgeschichte , von allem genug, von nichts zu viel

One Second to Love (Breaking Waves 1)
0

Hier geht es um zwei wichtige Dinge, Avery, unsere Protagonistin, ist Lead-Sängerin in der Band Force of Habit. Sie hat eine lange Geschichte mit ihrem Bandkollegen Jake und wir erfahren schnell, dass ...

Hier geht es um zwei wichtige Dinge, Avery, unsere Protagonistin, ist Lead-Sängerin in der Band Force of Habit. Sie hat eine lange Geschichte mit ihrem Bandkollegen Jake und wir erfahren schnell, dass da so einiges passiert ist. Doch es ist klar: sie kann nicht so einfach von ihm loslassen. Bei dem letzten Gig ihrer Tournee spielen sie in Harbour Bridge, ein besonderer Ort für Avery, an dem sie früher viele Sommer verbracht hat, und wo eine gute Freundin, Josie, an einem verheißungsvollen Tag verschwunden ist.
Kristina Moninger webt diese zwei Handlungsstränge mit so einer Spannung aneinander, dass man nie gelangweilt ist. Immer passiert etwas. Ihr Schreibstil ist dabei ein bisschen poetisch, manchmal etwas geschwollen, was mir aber gut gefallen hat. Vor allem mochte ich Avery als Charakter sehr, ihre Art war mir unheimlich sympathisch, bei Jake hat es eine Weile gedauert ihn sympathisch zu finden, aber genau das fand ich ebenfalls sehr gelungen, denn mit ihm muss man erst mal ringen, um ihn mögen zu können, und das gelingt zum Ende hin immer besser.
Das Setting, die Handlung, die Spannung die Charaktere, all das macht dieses Buch richtig gut und deshalb freue ich mich schon sehr auf den zweiten Band.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2023

Komisch, besonders, herzerwärmend

Ein Sommer voller Wunder
0

Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen.

Das liegt zum einen an kurzen Kapiteln, süßen Illustrationen, aber vor allem an der lockeren Handlung. Man ist direkt in der Story, und es gibt immer neue ...

Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen.

Das liegt zum einen an kurzen Kapiteln, süßen Illustrationen, aber vor allem an der lockeren Handlung. Man ist direkt in der Story, und es gibt immer neue Situationen, sodass man am Ball bleibt.

Marty lebt mit seiner Mutter in einem komplett vollgestopften Haus, indem kein Platz für andere Dinge ist. Er hat eine gute Beziehung zu seinem Großvater, der viel Zeit in seinem Schrebergarten mit seinen Pflanzen verbringt. Der Großvater hat, anders als die Mutter, fast gar keinen Besitz. In der Schule hat Marty es nicht leicht und keine Freunde, bis Gracie und er sich befreunden. Ein Mädchen, das mit einem Cochlea-Implantat der Story einen besonderen Reiz gibt. Wie akkurat alles beschrieben wird, kann ich nicht beurteilen, aber mir har sehr gefallen, wie die Autorin es nicht gezwungen sondern ganz natürlich in die Story mit eingebettet hat. Die Story wird durch das Geburtstagsgeschenk, das Marty von Großvater bekommt, in Rollen gebracht. Ein Samenkorn. Und dieses Samenkorn wächst schnell, fühlt sich besonders an und der Großvater hat noch große Pläne für es.

Danach passieren ganz verrückte Dinge, die ich auf keinen Fall Spoilern möchte, da es einfach Spaß macht, mit den Charakteren gleichzeitig zu erfahren, was noch passiert.

Ich liebe sehr, wie die Autorin des Samenkorns und der riesigen Menge an Möglichkeit einwirft. Das Bild, dass man als Mensch in Verbundenheit mit der Natur lebt, ist zwar nicht so deutlich, aber habe dieses Motiv für mich finden können. Ganz stark ist auch der Gedanke, dass jedem die Welt offen steht, dass man an seine Träume glauben muss und sollte, und das wurde nicht "cheesy" sondern reflektiert und realistisch behandelt.

Alles in allem eine Story zum nachdenken, ermutigt werden und lachen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.09.2023

Rührend und überraschender als erwartet

Die Butterbrotbriefe
1

Es war sehr schön zu lesen, weil es viele rührend-witzige Momente gab und viele Charaktere herzenswarm sind, wie Madame Catherine oder Martin.

Kati ist nun schon 39 und möchte endlich so richtig ihr ...

Es war sehr schön zu lesen, weil es viele rührend-witzige Momente gab und viele Charaktere herzenswarm sind, wie Madame Catherine oder Martin.

Kati ist nun schon 39 und möchte endlich so richtig ihr Leben selbst führen und eigene Entscheidungen treffen. Deshalb verabschiedet sie sich von dem Ort, in dem sie ihr ganzes Leben gewohnt hat.
Das macht sie mit Briefen, die sie auf Butterbrotpapier schreibt. Doch dann lernt sie jemanden kennen, der schnell einen Platz in ihrem Herzen bekommt.
Immer wieder wird auch das Thema Obdachlosigkeit thematisiert und als Leser bekommt einen kleinen Eindruck davon.

Den Schreibstil finde ich gut, aus der dritten Person, aber er war für mich nicht so locker zu lesen.
Was das Lesen für mich besonders gemacht hat, ist dass ich mir so gut dieses kleine Städtchen vorstellen konnte, in dem die Geschichte spielt, dass sehr viele Charaktere unfassbar liebenswert sind und es auch ein Rentier und einen Elch gibt. Dass es ein Arktismuseum gibt, war auch sehr lustig.
Relativ spät im Buch erfährt Kati einige Dinge über sich selbst, die für den Leser eine interessante Wendung sind, dadurch habe ich mich unterhalten gefühlt.

Ein wenig unglaubwürdig war für mich, dass sich die zwei Protagonisten so schnell ineinander verliebt haben, diese Gefühle waren für mich nach so kurzer Zeit nicht nachvollziehbar. Dadurch war es für mich an wenigen Stellen auch ein bisschen kitschig, was sich aber in Grenzen hielt. Das Ende selber und der Epilog sind dem Geschichte meiner Meinung nach nicht Gerecht geworden. Trotzdessen war es ein schönes, tiefgreifendes, interessantes und witziges Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere