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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.11.2020

Beide Charaktere haben ihre Schwächen und müssen darüber hinauswachsen

Ice Knights - Mr Right für 5 Dates
1

Ich tat mich mitunter schwer Lust zum Lesen aufzubringen. Es war einfach nicht wie sonst bei solchen „Zwischendurch“-Büchern. Wobei der Anfang schon so viel versprach. Der Schreibstil ist meist locker, ...

Ich tat mich mitunter schwer Lust zum Lesen aufzubringen. Es war einfach nicht wie sonst bei solchen „Zwischendurch“-Büchern. Wobei der Anfang schon so viel versprach. Der Schreibstil ist meist locker, manchmal aber leider verschachtelt.

Tatsächlich fand ich die Stellen mit Anchovy, dem Hund, am Besten. Der stach wirklich heraus und brachte ordentlich Witz in die Story. Zara und Caleb sind beide nicht perfekt. Sie haben jeder eine ordentliche Schwäche. Aber das wars dann auch irgendwie schon. Mir fehlte bei beiden die Tiefe und ich konnte mich nicht wirklich in sie hinein fühlen. Was das Lesen eben nicht leichter machte.

Ich blieb dabei und wurde mit einem schönen Ende belohnt. Nur der Epilog machte es dann wieder zunichte. Hier passte mit der zeitlichen Abfolge etwas nicht. Dafür wird schon mal Interesse am Folgeband geweckt. Jedenfalls nehme ich an, dass es dann um einen der erwähnten Mannschaftskameraden von Caleb gehen wird.

Ich muss gestehen, dass es mir hier wirklich schwer fällt hier eine abschließende Meinung zu haben. Es ist kein schlechtes Buch. Aber eben leider keines, dass mich wirklich vom Hocker reißt. Ich würde also sagen, dass die Folgebände Steigerungsmöglichkeiten bieten 😉

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 22.12.2019

Erscheint wie eine unfertige Geschichte

Die englische Lady und der Rebell
3

Achtung! Spoiler enthalten!

Ich fand das Lesen von „Die englische Lady und der Rebell“ einfach nur anstrengend. Hier wurde versucht eine altertümliche Sprache nachzubilden. Doch leider empfinde ich selbst ...

Achtung! Spoiler enthalten!

Ich fand das Lesen von „Die englische Lady und der Rebell“ einfach nur anstrengend. Hier wurde versucht eine altertümliche Sprache nachzubilden. Doch leider empfinde ich selbst es als arg misslungen. Denn nur all zu oft wird in die moderne Wortwahl abgedriftet. Oder es mit den Ausschmückungen derart übertrieben, dass eine ganze Seite sich theoretisch auf eine Kernaussage von einem Satz begrenzen ließe.

Blöderweise ließ ich mich ein kleinwenig zu sehr auf den Schreibstil ein und nahm damit die eine oder andere Wortwahl an. Sehr zum Leidwesen von Familie und Kollegen.

Zudem kamen hier Wörter vor, wo man sich schon eine Erklärung oder eben etwas verständlicheres gewünscht hätte. Aber ich las nach einer gewissen Zeit einfach darüber hinweg.

Die Geschichte an sich war eigentlich ganz gut. Wobei ich schon meine Zweifel habe, dass eine junge, unverheiratete Frau im 18. Jahrhundert einfach von England ins raue Schottland reisen würde. Am Ende nahm es derart Fahrt auf, dass man plötzlich ins Leere viel und man erst mit dem Epilog ein Ende erhielt.

Alles in allem erscheint es mir eher wie ein unfertiges Buch. Wie ein erster Entwurf, der noch überarbeitet und ergänzt werden könnte. Insbesondere am Ende des Buches, als alles einfach mit Liebesgeständnis und Antrag sein Ende fand.

Auch wenn die Beschreibungen von Schottland schon ein wenig Sehnsucht nach dem nächsten Urlaub an diesen wunderschönen Ort wecken, fand ich das Buch leider nicht wirklich gelungen. Sehr schade.

  • Gefühl
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2019

Sie sind eben nicht so wie es der Name ihnen nachsagt

Marvin
0

Marvin, Ella, Freck und Mupf sind uns schnell ans Herz gewachsen. Ich selbst genoss es sehr jeder Figur eine eigene Stimme und Gemütsfassung zu verleihen. Das machte es für meinen Sohn wohl zu einem besonderen ...

Marvin, Ella, Freck und Mupf sind uns schnell ans Herz gewachsen. Ich selbst genoss es sehr jeder Figur eine eigene Stimme und Gemütsfassung zu verleihen. Das machte es für meinen Sohn wohl zu einem besonderen Lesevergnügen.

Wobei Marvin mit seiner Augenklappe schon ein recht ungewöhnliches Einhorn ist und damit sich nach unserer Ansicht zurecht für ein Einhorn hält. Auch Ella ist als Elfe ungewöhnlich kämpferisch. Nicht zart besaitet und so glitzerich. Sie ist viel mehr eine kleine Ritterin. Freck zeigte schnell, dass er so gar nicht grantig ist. Er mauserte sich während der Geschichte zu einem liebenswerten Kerl mit einem wirklich guten Herzen.

Ich glaube, mein Sohn kann von Marvin und seinen Freunden noch was lernen. Das eben in jedem ein gutes Herz steckt, nichts so sein muss wie es nach Außen hin erscheint und man immer für das was man für das Richtige hält kämpfen sollte.

Wir hoffen, bald das nächste Abenteuer rund um diese 4 lesen zu können und empfehlen es bis dahin jedem, der nach einem tollen Buch für Jungs im Alter von 7-11 sucht. Selbst lesen würde ich aber erst ab 9 oder so empfehlen ;)

Veröffentlicht am 21.11.2019

Zeichnungen fallen ins Auge und lockern die Geschichte auf

Das NEINhorn
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Wir haben hier einen ganzen Stapel an Büchern, die mein Sohn mir vorlesen könnte, doch gerade das Cover zog ihn an. Und zak, er begann Worte wie lilalieb und gliglaglücklich nahezu fehlerfrei zu lesen. ...

Wir haben hier einen ganzen Stapel an Büchern, die mein Sohn mir vorlesen könnte, doch gerade das Cover zog ihn an. Und zak, er begann Worte wie lilalieb und gliglaglücklich nahezu fehlerfrei zu lesen. Manchmal war es bei solch ungewöhnlichen Wörtern dennoch schwer und auch ich als Erwachsene scheiterte dann auch mal dran. Das sind aber auch ganz schöne Zungenbrecher.

Vor allem bei den Sprechblasen hatte mein Zwerg einen gewaltigen gaudi. Da gibt es auch mal einen lustigen Schlagabtausch mit Nein – Doch – Nein – Doch usw. Scheinbar kann man damit ganze Seiten füllen.

Der Autor selbst bekennt, dass hier eine Moral fehlen würde. Das kann ich nicht bestätigen. Denn es geht um 4 ungewöhnliche, sehr individuelle Wesen, die sich selbst entdecken und dabei ganz nebenbei richtig tolle Freunde werden.

Die Moral? Sei wie du bist und lass dich nicht verbiegen!

Es war ein schönes Buch zum Vorlesen. Mein Sohn ist noch nicht ganz so fit und die Zeichnungen lenkten uns auch gern mal ab. Aber nach nur wenigen Leseeinheiten (je 10 Minuten) waren wir durch das Buch durch und mein Sohn berichtet stolz vom NEINhorn, dem WASbär, dem NAhUND und der KönigsDOCHter. Sie sind einfach ein tolles Gespann.

Veröffentlicht am 21.11.2019

Fantasievolle Geschichte zu Sonne und Mond

Die Mondfrau und die Sonnenfrau
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Das chinesische Volksmärchen ist schön geschrieben und wurde von meinem Sohn in einem Rutsch verschlungen. Gerade mal 15 Minuten brauchte er für das Märchen. Dabei ließen wir uns schon viel Zeit, um auch ...

Das chinesische Volksmärchen ist schön geschrieben und wurde von meinem Sohn in einem Rutsch verschlungen. Gerade mal 15 Minuten brauchte er für das Märchen. Dabei ließen wir uns schon viel Zeit, um auch die schönen Zeichnungen zu betrachten. Diese passten zum jeweiligen Textabschnitt und waren kindgerecht aufbereitet.

Direkt eine Moral lässt sich hier nicht ableiten. Den Menschen mit der schwarzen Seele entdeckte mein Sohn noch bevor er von ihm las und für uns war direkt klar, dass hier etwas schlimmes passieren wird. Warum sonst, leben die beiden Frauen nicht mehr so nah an uns Menschen dran?

An sich gefiel uns die Geschichte. Ebenso die Zeichnungen. Doch für ein 6-jähriges Kind ist es schon etwas wenig an Inhalt. Ein ganzes Buch mit vielen chinesisches Märchen wäre bei ihm besser angekommen.