Profilbild von lemonpie

lemonpie

Lesejury Profi
offline

lemonpie ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lemonpie über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.12.2025

Mit jeder Seite fesselnder!

To Cage a Wild Bird
0

In Dividium herrschen harte Gesetze, und Raven ist als Kopfgeldjägerin durchaus damit vertraut. Als ihr Bruder verhaftet und ins Gefängnis gebracht wird, bleibt ihr jedoch keine andere Wahl: Sie muss selbst ...

In Dividium herrschen harte Gesetze, und Raven ist als Kopfgeldjägerin durchaus damit vertraut. Als ihr Bruder verhaftet und ins Gefängnis gebracht wird, bleibt ihr jedoch keine andere Wahl: Sie muss selbst dorthin gelangen, um ihn zu befreien. In Endlock geht es allerdings weitaus brutaler zu, als sie erwartet hat. Jeder Tag ist ein Überlebenskampf, und bei ihrem Fluchtversuch bleibt ihr nichts anderes übrig, als dem Wachmann Vale zu vertrauen, auch wenn er selbst so einiges verbirgt.

Bei To Cage a Wild Bird hat mich das Setting von Beginn an gepackt. Ich liebe Dystopien, und schon die ersten Seiten haben dieses Gefühl bestätigt. Der Einstieg ist unglaublich intensiv und atmosphärisch, sodass man ohne Umwege in Ravens Situation hineingezogen wird. Ich konnte sofort mit ihr mitfühlen und als Leser versteht man recht schnell, wie Dividium funktioniert und wie hart diese Welt wirklich ist.

Raven ist durchweg eine selbstbewusste Protagonistin, die gleichzeitig dazulernen kann und sich nicht scheut, Fehler einzugestehen. Ich habe von Seite zu Seite mehr mit ihr mitgefiebert, weil die Spannung kontinuierlich zunimmt. Auch die Nebenfiguren wachsen einem schnell ans Herz. Die Dynamik zwischen Vale und Raven ist konstant angespannt, was vor allem an ihren Rollen liegt: Er ist Wachmann, sie Insassin, allein das macht jeden Moment zwischen ihnen heikel.

Man freut sich über jede kleine Annäherung und jeden Erfolg, hat aber gleichzeitig ständig die Angst vor den Konsequenzen im Hinterkopf, die beide treffen könnten. Längen gibt es keine; jedes Kapitel treibt die Handlung weiter voran und erhöht den Druck auf Raven und die Situation rund um sie und ihren Bruder. Zudem sorgen einige unerwartete Plottwists dafür, dass man immer wieder aufs Neue überrascht wird und nie ganz weiß, wem man wirklich trauen kann.

To Cage a Wild Bird ist insgesamt ein intensiver, atmosphärischer Dystopie-Auftakt, der vor allem durch seine emotionale Wucht und den durchgehend hohen Spannungsbogen überzeugt. Für mich ein absolut packendes Leseerlebnis und ich kann Band 2 ehrlich gesagt kaum erwarten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2025

Wenn Rennen und Gefühle kollidieren

Off to the Races
0

Vaughn Harding übernimmt die Ranch seines Großvaters und steht nun vor der Herausforderung, deren Ruf und Finanzen zu retten. Als er eine neue Pferdetrainerin einstellen will, begegnet ihm zu seiner Überraschung ...

Vaughn Harding übernimmt die Ranch seines Großvaters und steht nun vor der Herausforderung, deren Ruf und Finanzen zu retten. Als er eine neue Pferdetrainerin einstellen will, begegnet ihm zu seiner Überraschung Billie Black. Billie ist allerdings nicht auf den Mund gefallen, und die beiden liefern sich einen Schlagabtausch nach dem anderen während die gegenseitige Anziehung kaum zu leugnen ist..

Der Einstieg in Off to the Races war für mich unkompliziert, weil man sofort im Geschehen ist.
Die Dynamik zwischen Billie und Vaughn ist von Beginn an sehr intensiv, geprägt von Reibung und einer klar spürbaren Anziehung. Sie sagt, was sie denkt, nimmt kein Blatt vor den Mund und hat mich mit ihrer Art immer wieder zum Schmunzeln gebracht.

Vaughn dagegen war anfangs für mich etwas schwerer zu greifen und verhält sich in manchen Situationen nicht sofort nachvollziehbar. Ohne seine Kapitel wäre es für mich deutlich schwieriger gewesen, Sympathien für ihn zu entwickeln. Durch seine Sicht erhält man jedoch genügend Einblicke in seine Unsicherheiten und seine Gedankenwelt, um sein Verhalten besser einordnen zu können.

Die Entwicklung zwischen Billie und Vaughn wirkte auf mich durchweg realistisch. Die beiden liefern sich regelmäßig Wortgefechte, die unterhaltsam sind, aber nie ins Lächerliche abrutschen. Gleichzeitig spürt man in diesen Momenten die Anziehung und die Unsicherheiten auf beiden Seiten, die ihre Dynamik für mich nachvollziehbar gemacht haben. Auch der Spice war für mich genau richtig dosiert und hat sich an keiner Stelle unpassend angefühlt.

Auch die Nebenfiguren bringen Wärme und Humor in die Geschichte und eröffnen Potenzial für die nächsten Bände, da einige Figuren in den kommenden Teilen eine Rolle spielen werden.

Off to the Races ist insgesamt eine unterhaltsame, gefühlvolle Romance mit charmanten Momenten. Für mich ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf die weiteren Teile macht und auch Leser*innen abholt, die mit Pferden sonst nicht viel anfangen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.11.2025

Mehr Gefühl, als man erwartet

Juniper Hill | Die Edens 2 |
0

Als Memphis in Quincy, Montana ankommt, sucht sie nach einem Neuanfang. Sie lässt ihr altes Leben und die Großstadt hinter sich und reist nur mit ihrem Auto und ihrem kleinen Sohn Drake an. Um sich finanziell ...

Als Memphis in Quincy, Montana ankommt, sucht sie nach einem Neuanfang. Sie lässt ihr altes Leben und die Großstadt hinter sich und reist nur mit ihrem Auto und ihrem kleinen Sohn Drake an. Um sich finanziell über Wasser zu halten, beginnt sie als Hausmädchen im Eloise Inn zu arbeiten und trifft dort auf Knox, den Koch, ihren neuen Vermieter und jemand, zu dem die Anziehung von Beginn an spürbar ist. Doch Memphis hat New York nicht ohne Grund verlassen, und Knox ist alles, was sie sich wünscht, aber eigentlich nicht haben kann…

Juniper Hill hat mich überraschend schnell emotional abgeholt, durch den angenehmen Schreibstil bin ich leicht in die Geschichte hineingekommen und die Emotionen sowie die Schwierigkeiten, die Memphis von der ersten Seite an begleiten, machen es leicht, mit ihr mitzufühlen. Obwohl ich selbst keine Kinder habe, konnte ich ihre Überforderung und ihre Gefühle gut nachvollziehen.
Knox wirkt zu Beginn etwas undurchsichtig, doch gemeinsam mit Memphis lernt man ihn Kapitel für Kapitel besser kennen. Auch seine eigene Hintergrundgeschichte fügt sich stimmig in die Situation ein, in der sich Memphis befindet. Besonders gelungen fand ich die Entwicklung zwischen den beiden: ihren Umgang mit der schwierigen Lage, ihre Verletzlichkeit und die Art, wie beide Schritt für Schritt Vertrauen lernen. Die Chemie wirkt authentisch und nicht überladen, und die vielen kleinen Wohlfühlmomente zwischen ihnen verleihen der Geschichte eine warme Atmosphäre, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat.

Die Handlung enthält einige Twists, die man teilweise erahnen kann, die aber dennoch emotional funktionieren, weil sie organisch eingebunden sind.
Im Mittelteil gibt es kleinere Längen, die jedoch durch die emotionale Tiefe aufgefangen werden. Die Geschichte lebt weniger von Dramatik, sondern vielmehr von emotionaler Ehrlichkeit, kleinen Gesten und einer Liebesgeschichte, die sich natürlich entwickelt.

Insgesamt ist Juniper Hill eine gefühlvolle, warmherzige Romance über Neuanfänge, Vertrauen und das Loslassen alter Wunden. Für mich eine Geschichte über Neuanfänge und Vertrauen, die einem länger im Gedächtnis bleibt, als man zunächst erwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2025

Hexen, Halloween & Small-Town

Spookily Yours
0

Willow führt als Hexe ein beschauliches Leben im kleinen Städtchen Pleasant Grove, bis ein schwarzer Kater plötzlich ihre Welt durcheinanderbringt. Damien behauptet, ein verfluchter Dämon zu sein, und ...

Willow führt als Hexe ein beschauliches Leben im kleinen Städtchen Pleasant Grove, bis ein schwarzer Kater plötzlich ihre Welt durcheinanderbringt. Damien behauptet, ein verfluchter Dämon zu sein, und bittet sie um Hilfe. Ein Zauber später steht Willow einem Mann gegenüber, der nicht nur sehr charmant ist, sondern auch mehr verbirgt, als er zugibt. Zwischen den Funken, die zwischen den beiden sprühen, muss Willow herausfinden, ob sie ihm trauen kann.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Das Setting hat sofort für eine cozy Small-Town-Atmosphäre gesorgt. Pleasant Grove ist eine kleine Stadt voller Hexen, mitten im Halloween-Fieber.
Der Schreibstil ist humorvoll, wodurch sich das Buch angenehm schnell lesen lässt. Besonders die Passagen aus Damiens Sicht haben bei mir für kleine Schmunzler gesorgt und der Geschichte eine humorvolle Leichtigkeit gegeben.

Willow war mir als Protagonistin zwar sympathisch, allerdings hatte ich das Gefühl, dass den Charakteren etwas an Tiefe fehlt. Ihre Dynamik mit Damien lebt besonders von Witz und einer spürbaren Anziehung, die sich schnell entwickelt, vielleicht etwas zu schnell. Die romantischen Szenen nehmen deutlich Raum ein, bleiben aber in sich stimmig, wenn man weiß, worauf man sich bei diesem Buch einlässt.

Spookily Yours ist keine tiefgründige oder komplexe Fantasy, sondern eine leichte, unterhaltsame Geschichte mit Wohlfühlcharakter, Humor und etwas Spice. Perfekt für zwischendurch, wenn man etwas sucht, das sich ohne große Einstiegshürden lesen lässt. Wer gerne humorvolle und leichte Geschichten mit cozy Setting und einer Portion Romantik mag, wird hier gut unterhalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2025

Zwischen Flammen und Freiheit

Of Flame and Fury
0

Auf Cendor gehören die Phönixrennen zu den beliebtesten, aber auch gefährlichsten Events. Gemeinsam mit ihrem Team kämpft Kel darum, ihre Farm und ihren Phönix Savita zu retten, koste es, was es wolle. ...

Auf Cendor gehören die Phönixrennen zu den beliebtesten, aber auch gefährlichsten Events. Gemeinsam mit ihrem Team kämpft Kel darum, ihre Farm und ihren Phönix Savita zu retten, koste es, was es wolle. Unerwartete Umstände zwingen sie dazu, mit ihrem Rivalen Coup zusammenzuarbeiten und vor der Kamera das perfekte Paar zu spielen. Doch je tiefer Kel in die Welt der Phönixe und ihrer Sponsoren eintaucht, desto deutlicher wird, dass dahinter weit mehr steckt, als sie je vermutet hätte.

Besonders gut gefallen hat mir der leichte Einstieg in diese neue Welt, was unter anderem daran lag, dass es sich um eine Art Urban Fantasy handelt, da das Setting in der moderne spielt. Auch durch den flüssigen Schreibstil der Autorin, habe ich schnell in die Welt von Kel und Savita hineingefunden.
Die Beschreibungen der Rennen waren sowohl spannend als auch lebhaft, sodass ich dem Geschehen jederzeit folgen und es kaum erwarten konnte, zu erfahren, wie sie ausgehen.

Kel hat mir als Protagonistin gut gefallen und war mir schnell sympathisch. Sie ist entschlossen, loyal und zeigt zugleich verletzliche Seiten. Besonders die Dynamik mit ihrem Team, mit dem sie an den Phönixrennen teilnimmt, hat mir Spaß gemacht. Das emotionale Zentrum bildet hier natürlich ihre Bindung zu ihrem Phönix Savita, welche die Handlung grundlegend trägt. 
Coup war von Beginn an charmant und witzig. Er ist eindeutig als Publikumsliebling angelegt und das funktioniert hier hervorragend.
Die Dynamik zwischen den beiden ist gespickt mit Schlagabtauschen, und ihre Beziehung entwickelt sich in einem angenehmen Tempo, ohne den eigentlichen Plot zu überlagern.
Auch moralische Konflikte spielen eine Rolle und zwingen die Figuren immer wieder, ihr Handeln und ihre Entscheidungen zu hinterfragen.
Die Nebenfiguren sind authentisch ausgearbeitet und tragen mit ihrer Gruppendynamik viel zur Spannung bei. Im Verlauf des Buches entsteht ein starkes „Found Family“-Gefühl, das die Handlung zusätzlich bereichert.

Of Flame and Fury ist insgesamt ein mitreißender Fantasyroman, der durch spannende Rennen, glaubwürdige Charakterentwicklung und ein originelles Setting überzeugt. Wer eine Geschichte sucht, die durchweg fesselnd bleibt und unerwartete Wendungen bietet, die sorgfältig von Beginn an in die Handlung eingearbeitet sind, wird hier definitiv fündig. Mikayla Bridge überzeugt mit einem unterhaltsamen Schreibstil und viel Liebe zum Detail und ich hatte viel Spaß daran, Kels Geschichte zu begleiten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere