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Veröffentlicht am 25.03.2026

Vergangenheit trifft Herzen

A Photo Finish
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Werbung, Rezensionsexemplar

Mit A Photo Finish liefert Elsie Silver eine gefühlvolle Ranch-Romance, die klassische Tropes mit emotionaler Tiefe und einer intensiven Charakterdynamik verbindet. Zwischen ...

Werbung, Rezensionsexemplar

Mit A Photo Finish liefert Elsie Silver eine gefühlvolle Ranch-Romance, die klassische Tropes mit emotionaler Tiefe und einer intensiven Charakterdynamik verbindet. Zwischen Pferderennen, Vergangenheit und unausgesprochenen Gefühlen entfaltet sich eine Geschichte über zweite Chancen und das langsame Öffnen verschlossener Herzen.

Im Zentrum stehen Violet Eaton und Cole Harding, deren Verbindung lange zurückreicht. Was einst in einem Online-Chat begann, scheint zunächst Vergangenheit zu sein – bis Cole geschäftlich nach Ruby Creek kommt und Violet auf der Ranch seiner Familie wiedertrifft. Die Ausgangssituation schafft sofort Spannung, denn zwischen den beiden liegt mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist.

Violet überzeugt als starke, unabhängige Protagonistin, die sich in einer von Männern dominierten Welt als Jockey behauptet. Gleichzeitig zeigt sie eine verletzliche Seite, die ihre Handlungen und ihre Distanz zu Cole nachvollziehbar macht. Ihre Zurückhaltung wirkt nicht konstruiert, sondern als logische Konsequenz ihrer Erfahrungen.

Cole hingegen verkörpert zunächst den typischen verschlossenen Charakter: kontrolliert, distanziert und emotional zurückhaltend. Doch im Verlauf der Geschichte zeigt sich, dass hinter dieser Fassade Unsicherheit und ungelöste Gefühle stecken. Gerade diese Entwicklung verleiht seiner Figur Tiefe und macht ihn zu mehr als einem klassischen Love Interest.

Die Chemie zwischen Violet und Cole ist von Anfang an spürbar und lebt stark von ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Besonders die unausgesprochenen Spannungen und die langsame Annäherung sorgen für einen gelungenen Slow-Burn-Effekt. Die Verletzung von Violet fungiert dabei als erzählerischer Wendepunkt, der die beiden Figuren näher zusammenbringt und sie zwingt, sich mit ihren Gefühlen auseinanderzusetzen.

Das Ranch-Setting rund um Ruby Creek trägt wesentlich zur Atmosphäre des Romans bei. Die Welt der Pferderennen wirkt authentisch und verleiht der Geschichte eine besondere Dynamik. Gleichzeitig schafft das Kleinstadt-Umfeld ein Gefühl von Nähe und Beobachtung, das die emotionale Entwicklung der Figuren zusätzlich verstärkt.

Erzählerisch bewegt sich der Roman in bekannten Romance-Strukturen, nutzt diese jedoch effektiv, um emotionale Intensität aufzubauen. Einige Entwicklungen sind vorhersehbar, verlieren jedoch nicht an Wirkung, da der Fokus klar auf den Figuren und ihrer Entwicklung liegt.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und emotional zugänglich. Elsie Silver gelingt es, sowohl die leisen als auch die intensiven Momente glaubwürdig darzustellen, ohne ins Kitschige abzurutschen.

Fazit:
A Photo Finish ist eine emotionale Second-Chance-Romance, die mit starker Chemie, glaubwürdigen Figuren und einem stimmungsvollen Ranch-Setting überzeugt. Die Mischung aus Slow Burn, emotionaler Vergangenheit und intensiver Nähe macht den Roman zu einer berührenden Liebesgeschichte über Vertrauen, Heilung und die Kraft, alte Mauern einzureißen. Ein gefühlvoller, authentischer Beitrag im Romance-Genre, der lange nachwirkt.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Beklemmend, intensiv, raffiniert

Todesreigen
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Mit Todesreigen liefert Andreas Gruber einen düsteren, vielschichtigen Thriller, der nicht nur durch Spannung überzeugt, sondern vor allem durch seine beklemmende Atmosphäre und die konsequente Auseinandersetzung ...

Mit Todesreigen liefert Andreas Gruber einen düsteren, vielschichtigen Thriller, der nicht nur durch Spannung überzeugt, sondern vor allem durch seine beklemmende Atmosphäre und die konsequente Auseinandersetzung mit Schuld und Vergangenheit.

Der Einstieg ist unmittelbar intensiv: Eine Reihe brutaler Selbstmorde unter BKA-Kollegen wirkt zu inszeniert, um Zufall zu sein. Schnell wird klar, dass hinter den Taten mehr steckt – und genau dieses Gefühl zieht sich durch den gesamten Roman. Was zunächst wie einzelne tragische Ereignisse erscheint, entpuppt sich nach und nach als Teil einer weitreichenden, jahrzehntealten Verschwörung.

Im Zentrum steht Sabine Nemez, die als Kommissarin und Ausbilderin nicht nur analytisch, sondern auch emotional überzeugt. Ihr Misstrauen treibt die Handlung an, ihr Alleingang macht sie verletzlich und gleichzeitig umso glaubwürdiger. Als sie schließlich spurlos verschwindet, kippt die Geschichte endgültig in eine neue, noch bedrohlichere Richtung.

Mit Maarten S. Sneijder betritt eine der prägendsten Figuren der Reihe die Bühne. Widerwillig, distanziert und mit seiner ganz eigenen Moral ausgestattet, sorgt er für eine besondere Dynamik. Gerade seine Weigerung, sich einzumischen, und der spätere Sinneswandel unterstreichen seine Komplexität. Sneijder ist kein klassischer Held – vielmehr ein brillanter Kopf, dessen Vergangenheit und Haltung ihn zu einer ebenso faszinierenden wie schwer greifbaren Figur machen.

Die Stärke des Romans liegt in der Verbindung aus psychologischer Spannung und komplexer Handlung. Die Verschwörung, die sich nach und nach entfaltet, verleiht der Geschichte eine zusätzliche Tiefe. Immer wieder stellt sich die Frage, wie weit Schuld zurückreichen kann – und ob sie jemals wirklich vergeht. Dabei gelingt es Gruber, Hinweise zu streuen, ohne die Auflösung zu früh preiszugeben. Einige Entwicklungen lassen sich erahnen, doch die vollständige Wahrheit bleibt bis zum Schluss fesselnd.

Atmosphärisch ist Todesreigen durchgehend dicht und beklemmend. Die inszenierten Selbstmorde, das wachsende Misstrauen innerhalb der Institutionen und das Gefühl, dass niemand wirklich unschuldig ist, erzeugen eine konstante Spannung. Besonders eindrucksvoll ist dabei, wie sehr das System selbst ins Wanken gerät: Vertrauen wird zur Ausnahme, Zweifel zur Regel.

Der Schreibstil ist klar, direkt und zugleich eindringlich. Gruber verzichtet auf unnötige Ausschmückungen und setzt stattdessen auf präzise Szenen, die ihre Wirkung durch Intensität entfalten. Die Handlung bleibt dabei jederzeit nachvollziehbar, ohne an Komplexität zu verlieren.

Fazit:
Todesreigen ist ein packender, düsterer Thriller, der weit über klassische Ermittlungsarbeit hinausgeht. Mit starken Figuren, einer vielschichtigen Verschwörung und einer beklemmenden Atmosphäre gelingt Andreas Gruber eine Geschichte, die nicht nur spannend ist, sondern auch lange nachwirkt. Ein intensiver Roman über Schuld, Wahrheit und die Abgründe hinter scheinbar klaren Fassaden.

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Veröffentlicht am 17.03.2026

Vergangenheit trifft Gegenwart

Love is like a Thunderbolt
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Mit Love is like a Thunderbolt erzählt Ronja Madeleine eine gefühlvolle New-Adult-Romance, die klassische College-Elemente mit emotionaler Tiefe und ernsten Themen verbindet. Zwischen Footballfeld, Cheerleading ...

Mit Love is like a Thunderbolt erzählt Ronja Madeleine eine gefühlvolle New-Adult-Romance, die klassische College-Elemente mit emotionaler Tiefe und ernsten Themen verbindet. Zwischen Footballfeld, Cheerleading und Campusleben entfaltet sich eine Geschichte über Vergangenheit, Schmerz und die Frage, ob Liebe heilen kann.

Im Mittelpunkt steht Elli, die mit einem Stipendium am Miravalle Memorial College in Florida einen Neuanfang wagt. Schnell wird klar, dass sie mehr hinter sich gelassen hat als nur einen Ort – ihre Vergangenheit ist geprägt von Erfahrungen, die sie bis heute beeinflussen. Elli wirkt dabei nahbar, verletzlich und gleichzeitig erstaunlich stark. Ihre Entwicklung ist glaubwürdig und macht sie zu einer Figur, mit der man leicht mitfühlen kann.

Riven, der gefeierte Quarterback, steht zunächst im starken Kontrast zu ihr. Arrogant, distanziert und scheinbar unnahbar verkörpert er das typische Bad-Boy-Image. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto deutlicher wird, dass auch er von inneren Konflikten und Schmerz geprägt ist. Diese Vielschichtigkeit macht ihn zu weit mehr als nur einem Klischee.

Die Chemie zwischen Elli und Riven ist von Anfang an spürbar. Ihre Begegnungen sind geprägt von Spannung, Reibung und unausgesprochenen Gefühlen. Besonders stark wird die Geschichte in den Momenten, in denen nach und nach mehr über die Vergangenheit der beiden ans Licht kommt. Diese Enthüllungen verleihen der Beziehung Tiefe und machen ihre Entwicklung emotional nachvollziehbar.

Das College-Setting ist dabei mehr als nur Kulisse. Football, Cheerleading und der damit verbundene Leistungsdruck schaffen eine dynamische Umgebung, in der sich die Figuren ständig beweisen müssen – sowohl vor anderen als auch vor sich selbst. Gerade dieser Druck verstärkt die inneren Konflikte und sorgt für zusätzliche Spannung.

Erzählerisch bewegt sich der Roman in bekannten New-Adult-Strukturen, nutzt diese jedoch effektiv, um emotionale Höhepunkte zu setzen. Einige Entwicklungen sind vorhersehbar, verlieren dadurch aber nicht an Wirkung, da der Fokus klar auf den Gefühlen und der Entwicklung der Charaktere liegt.

Der Schreibstil ist flüssig, modern und zugänglich. Ronja Madeleine versteht es, Emotionen greifbar zu machen, ohne dabei zu überladen zu wirken. Besonders die ruhigeren, introspektiven Momente bleiben im Gedächtnis.

Fazit:
Love is like a Thunderbolt ist eine emotionale College-Romance über zwei verletzte Menschen, die versuchen, sich selbst und einander zu verstehen. Mit intensiver Chemie, spürbarer Spannung und einer Geschichte, die von Vergangenheit und Heilung geprägt ist, bietet der Roman alles, was Fans des Genres erwarten – und darüber hinaus einige berührende Momente, die lange nachwirken.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Karriere trifft Herz

Forever with the Boss
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Werbung, Rezensionsexemplar

Forever with the Boss erzählt eine Contemporary Romance voller Spannung, Herzklopfen und prickelnder Büro-Dynamik. Ava Cooper verknüpft geschickt berufliche Machtstrukturen ...

Werbung, Rezensionsexemplar

Forever with the Boss erzählt eine Contemporary Romance voller Spannung, Herzklopfen und prickelnder Büro-Dynamik. Ava Cooper verknüpft geschickt berufliche Machtstrukturen mit emotionaler Nähe und liefert so eine Geschichte, die sowohl romantisch als auch glaubwürdig ist.

Im Mittelpunkt steht Olivia Reed, die ihren Traumjob als Personalchefin eines Biotech-Giganten antritt – und dort plötzlich Phil Bennett wiedertrifft, den Mann, der sie nach einer unvergesslichen Nacht wortlos verlassen hat. Die Wiederbegegnung sorgt sofort für Spannung, und Cooper versteht es, die Balance zwischen emotionalem Auf und Ab und beruflichen Konflikten zu halten. Olivia ist eine sympathische, starke Protagonistin, deren berufliche Kompetenz ebenso im Vordergrund steht wie ihre inneren Konflikte und verletzliche Seite.

Phil überzeugt als CEO und als emotional komplexer Mann gleichermaßen. Er ist selbstbewusst, durchsetzungsstark und dennoch geprägt von Unsicherheiten aus der Vergangenheit, die er nach und nach offenbart. Die Dynamik zwischen den beiden ist intensiv, funkelnd und glaubwürdig – die romantische Chemie knistert, ohne künstlich zu wirken.

Besonders stark ist der Konflikt zwischen beruflicher Verantwortung und privaten Gefühlen. Olivia muss sich nicht nur beruflich behaupten, sondern gleichzeitig alte Gefühle und unausgesprochene Verletzungen navigieren. Diese Spannung zieht sich durch die gesamte Handlung und sorgt dafür, dass die Leser:innen emotional involviert bleiben.

Das Setting in der Biotech-Firma ist mehr als nur Kulisse. Vorstandssitzungen, Fusionen und strategische Entscheidungen geben der Geschichte einen realistischen Rahmen, der die Romantik zusätzlich würzt. Gleichzeitig sind humorvolle, charmante und intime Szenen geschickt eingestreut, sodass die Geschichte nicht zu ernst oder schwer wirkt.

Coopers Schreibstil ist flüssig, modern und gut lesbar. Er vermittelt Emotionen, Spannung und Charaktertiefe ohne unnötige Dramatisierung. Besonders gelungen ist die Verknüpfung von Vergangenheit, Geheimnissen und Second-Chance-Romanze, die dafür sorgt, dass jede Handlung nachvollziehbar bleibt.

Fazit:
Forever with the Boss ist eine spannende, emotionale und gut erzählte Contemporary Romance, die klassische Boss- und Second-Chance-Tropes auf moderne Weise umsetzt. Olivia und Phil sind glaubwürdig, die Chemie zwischen ihnen intensiv, und die Mischung aus beruflicher Macht, emotionaler Verletzlichkeit und Romantik macht das Buch zu einem gelungenen Lesevergnügen. Fans von Office-Romance und prickelnden Liebesgeschichten werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Unvergessene Einsätze

Die erste Leiche vergisst man nicht
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Mit Die erste Leiche vergisst man nicht versammelt Volker Uhl eindringliche Erfahrungsberichte aus dem Polizeialltag. Insgesamt 23 Polizeibeamtinnen und -beamte schildern ihre ersten Einsätze – Momente, ...

Mit Die erste Leiche vergisst man nicht versammelt Volker Uhl eindringliche Erfahrungsberichte aus dem Polizeialltag. Insgesamt 23 Polizeibeamtinnen und -beamte schildern ihre ersten Einsätze – Momente, die sie bis heute begleiten. Dabei geht es nicht um spektakuläre Kriminalfälle im klassischen Sinne, sondern um prägende Erfahrungen, die den Beginn einer Laufbahn bei der Polizei markieren.

Schon der Einstieg macht deutlich, dass dieses Buch weniger auf Spannung im klassischen True-Crime-Sinne setzt, sondern auf persönliche Einblicke. Die Geschichten erzählen von den ersten Begegnungen mit schweren Verkehrsunfällen, Gewaltverbrechen oder eben der ersten Leiche. Gerade diese ersten Konfrontationen mit Tod und menschlichen Abgründen sind es, die viele der jungen Beamten nachhaltig prägen.

Besonders eindrucksvoll ist dabei die Offenheit, mit der die Beteiligten über ihre Gefühle sprechen. Viele der Schilderungen wirken beklemmend, weil sie zeigen, wie überfordernd solche Situationen gerade am Anfang der Karriere sein können. Der erste Tote, der erste schwere Unfall oder der erste Einsatz mit Angehörigen hinterlassen Spuren – Erfahrungen, die man laut vieler Berichte nie ganz vergisst.

Durch die Vielzahl der Stimmen entsteht ein facettenreiches Bild der Polizeiarbeit. Jede Geschichte bringt eine eigene Perspektive mit sich: Manche Beamte versuchen, emotional Distanz aufzubauen, andere berichten sehr offen von Unsicherheit, Mitgefühl oder Zweifeln. Gerade diese unterschiedlichen Reaktionen machen deutlich, dass hinter der Uniform Menschen stehen, die lernen müssen, mit extremen Situationen umzugehen.

Ein besonderer Reiz des Buches liegt in seiner Authentizität. Die Fälle werden nüchtern und direkt geschildert, ohne dramatische Überhöhung oder Sensationslust. Stattdessen steht der Alltag der Polizeiarbeit im Mittelpunkt – mit all seinen Herausforderungen, Belastungen und moralischen Grauzonen.

Dabei vermittelt das Buch auch ein realistisches Bild davon, wie prägend die ersten Einsätze für junge Polizistinnen und Polizisten sein können. Sie markieren oft einen Wendepunkt: den Moment, in dem der Beruf nicht mehr nur Ausbildung oder Theorie ist, sondern unmittelbare Realität.

Fazit:
Die erste Leiche vergisst man nicht ist ein eindringlicher True-Crime-Sammelband, der die menschliche Seite der Polizeiarbeit sichtbar macht. Die persönlichen Berichte sind ehrlich, teilweise erschütternd und regen zum Nachdenken an. Ein authentischer Blick hinter die Kulissen der Polizeiarbeit – ruhig erzählt, aber emotional lange nachwirkend.

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