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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.10.2025

Den Titel kann man wörtlich nehmen

Wir zwei - Geschichten zum Einkuscheln
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Auch ohne Decke kann man sich in die Geschichten dieses schönen Kinderbuches gemütlich einkuscheln. Es umhüllen einen stimmungsvolle Bilder in beruhigenden Farben, ein poetischer, aber nicht überladener ...

Auch ohne Decke kann man sich in die Geschichten dieses schönen Kinderbuches gemütlich einkuscheln. Es umhüllen einen stimmungsvolle Bilder in beruhigenden Farben, ein poetischer, aber nicht überladener Erzählstil, der von Kindern gut verstanden und dem sie beim (Vor-)lesen gut folgen können, sowie eine niedliche, liebevoll in Wort und Bild gezeichnete kleine Freundesbande. Der verspielte, manchmal ein wenig einfältige Hase und der nachdenkliche, einfühlende Igel sind die Hauptcharaktere der Geschichte. Begleitet werden sie mal von einem Dachs, einem Biber, einer Haselmaus, einem Eichhörnchen oder einem Waschbären. Die kurzen Geschichten, die sich prima zum Einschlafen vorlesen lassen, oder in einer kurzen Pause zwischendurch, drehen sich um die Abenteuer, die die Waldtiere erleben, aber auch um Freundschaft, Teilen, gegenseitige Fürsorge und Hilfe. Dabei steht für mich allerdings nicht das Belehrende im Vordergrund, sondern die jeweilige Stimmung: die Fröhlichkeit beim gemeinsamen Spiel, die Sehnsucht und die Geborgenheit unter Freunden, das Innehalten und Nichtstun, aber auch das Überwinden von Frucht.
Ein rundum gelungenes Buch zum Anschauen, Vorlesen, Selberlesen. Es ist spannend, humorvoll, nachdenklich, beruhigend, wunderschön und liebevoll gemacht!

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Veröffentlicht am 29.09.2025

Sehr beeindruckend

Eine Insel im Meer
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Auch als erwachsene Leserin, die sich schon viel mit dem Thema der Judenverfolgung beschäftigt hat, ist das Jugendbuch „Eine Insel im Meer“ von Annika Thor ein nachhaltiges Leseerlebnis gewesen. Bewundernswert ...

Auch als erwachsene Leserin, die sich schon viel mit dem Thema der Judenverfolgung beschäftigt hat, ist das Jugendbuch „Eine Insel im Meer“ von Annika Thor ein nachhaltiges Leseerlebnis gewesen. Bewundernswert ist es, wie der Autorin die Anlage der Figur der Steffi gelingt, einem jungen jüdischen Mädchen aus Wien, das im Jahr 1939 mit ihrer kleinen Schwester von den Eltern nach Schweden geschickt wird, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Das Schicksal des Mädchens und auch das, was ihr auf der Insel widerfährt, geht wirklich zu Herzen. Denn sie erwartet kein Idyll, wie man es aus den Romanen von Astrid Lindgren kennt. Sie hat auch auf dieser Insel im Meer nicht nur mit Heimweh zu kämpfen, sondern ihre Erfahrungen reichen vom Unglauben, den man dem Schicksal der Juden in Deutschland und Österreich entgegenbringt, über die Gefühl der Hilflosigkeit und Fremdheit, gepaart mit der Sehnsucht nach der Heimat und den Eltern, bis hin zu Ausgrenzung, Niedertracht und Hass, wie ihn am offensten, wenn auch am unreflektiertesten die Gleichaltrigen äußern. Somit ist die Insel in mehrfacher Hinsicht ein Sinnbild für Isolation. Zum einen zeigt sie, wie gefangen sich Steffi fühlt und wie hilflos sie dem Schicksal ausgeliefert ist, dass die Erwachsenen im Großen (Politischen) wie im Kleinen (Familiären) über sie verhängt haben. Aber auch die Bewohner der Insel sind wie isoliert vom Weltgeschehen. Zwar dringen Schreckensnachrichten vom näher rückenden Krieg an ihre Ohren, aber ein Verständnis gibt es kaum. Sehr gelungen macht die Autorin am Unterschied der beiden Schwestern deutlich, wie anders sich die Erfahrungen in der Fremde gestalten können. Ihrer jüngeren Schwester erscheint alles leicht, ihr fliegen die Herzen zu, sie lernt schnell, sich anzupassen und die Sprache zu sprechen. So schnell, dass sie die Ziehmutter bald Mama nennt und mit Steffi Schwedisch statt Deutsch spricht, weil es für sie schöner klingt. Steffi dagegen tut sich schwer und ihr wird es schwer gemacht. Sie hat die Bürde, auf die kleine Schwester aufzupassen, aber auch das Erbe ihrer Wurzeln zu bewahren. Sie kann und will ihre Identität nicht einfach abstreifen. Sie hat Träume und ein Leben, die sie mit der Flucht noch nicht ganz hinter sich gelassen hat, die zu erreichen aber in weite Ferne gerückt ist. Und das, ohne dass Steffi versteht, warum eigentlich: Was hat sie getan? Was macht sie so anders? Warum hat sie das verdient oder eben gerade nicht verdient? Das Buch hat hoch emotionale Szenen, die dem Leser den Hals zuschnüren und das Herz schwer machen, wenn Steffi sich z. B. über das gefrorene Eis auf den Weg zum Festland macht, weil niemand bereit zu sein scheint, ihre Eltern vor dem zu retten, was ihnen in Österreich blüht, sich aber auf der Insel niemand vorstellen kann. Oder auch wenn in den Erinnerungen der Kinder schreckliche Szenen aus ihrem Alltag in Wien unter den Nazis und der beginnenden Schikane gegen die Juden auftauchen. Dagegen vermag das Buch aber auch das Glück der kleinen Dinge setzen, wie ein Tuschkasten vom guten Onkel Everet, ein Schneelicht, ein Fahrrad oder ein roter Badeanzug mit weißen Punkten. In der Kargheit und Einfachheit dieses Lebens auf der Insel, gerade in der Winterzeit, strömt etwas Beruhigendes aus. Und das ist wie Balsam, der sich auf die Seele legt, wenn sie schmerzlich berührt wird von dem, was Steffi widerfährt. Das Buch zeigt Unmenschliches und Menschliches und ist somit auch für jüngere Leser geeignet, die an ein schwieriges Thema herangeführt, und nicht in Watte gepackt, aber auch nicht allein und ungetröstet gelassen werden.
Zu einem kleinen Schatz lassen auch die wunderbaren Zeichnungen von Sabine Wilharm das Buch werden, die die stimmungsvollsten Momente gekonnt einfangen – im Guten wie im Schlechten. Eine Lektüre, die den Leser nachhaltig beeindruckt, die Erinnerung wach hält und so viel mehr vermittelt als ein Stück Zeitgeschichte: es geht dabei immer um (ein) Menschenleben.

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Veröffentlicht am 26.09.2025

Weiter vom Wahnsinn weg und näher an der Menschlichkeit als viele ihrer Zeitgenossen

Prinzessin Alice
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In dieser Geschichte verleiht die Autorin Irene Dische die Figur der Alice Buttenberg, Enkelin von Queen Viktoria, Prinzessin von Griechenland und Schwiegermutter von Queen Elisabeth II. eine eigene Stimme. ...

In dieser Geschichte verleiht die Autorin Irene Dische die Figur der Alice Buttenberg, Enkelin von Queen Viktoria, Prinzessin von Griechenland und Schwiegermutter von Queen Elisabeth II. eine eigene Stimme. Nach ihrer Flucht aus Griechenland ist sie angewiesen auf die Wohltaten ihrer beiden Schwägerinnen. Diese lassen sie aber auch wegen vermeintlicher Schizophrenie für zwei Jahre in ein Sanatorium wegsperren. Dabei scheint Alice die einzig normale in der Welt des Adels zu sein. Bodenständig und entrückt zugleich führt sie selbst ein bescheidenes Leben, sorgt sich aber um die Belange der weniger Privilegierten und verliert trotz aller Rückschläge und persönlichen sowie öffentlichen Schicksalsschlägen nie ihre bisweilen kindlich anmutende Freude an den kleinen Dingen des Lebens. Sehr liebevoll und mit warmen Worten zeichnet die Autorin ein illustres Porträt eines ungewöhnlichen Lebens. Bis in die Übersetzung hinein vermittelt sich der Schreibstil der Autorin, der genau solch kleine Wunder erzeugt, wie die Protagonistin in ihrem schillernden Leben: „Das Schicksal kann einen genauso schnell mit Glück wie mit Leid überfallen. Ich spürte mein Herz in der Brust glühen, und aus jedem Glückssamen, der je in mein Gehirn gepflanzt worden war, sprossen viele Hundert Triebe hervor und öffneten ihre Knospen, bis ich mich ganz in einen Blumengarten verwandelt fühlte.“ In diesen Worten verdichtet sich nicht nur inhaltlich treffend das Wesen unserer Hauptfigur, sondern diese poetische Sprache voller heller, freudiger Bilder ist auch ganz Ausdruck eben jenes Wesens, wie sie gesprochen und gedacht haben mag.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und seine Hauptfigur ist mir dabei ans Herz gewachsen. Der einzige Nachteil, der aus der eingeschränkten Sichtweise der Erzählerin entsteht, ist, dass wie alles nur aus der Perspektive ihres subjektiven Erlebens wahrnehmen, was manchmal dazu führt, dass man sich entweder fragt, ob das wirklich gewesen sein kann oder was manches bedeuten mag: Wer ist der geheimnisvolle Fremde, den sie im Sanatorium kennengelernt hat, wer ist die Familie Cohen, die sie ihre Familie am Schluss des Buches nennt? Da muss man dann doch einmal ein wenig über die historische Figur nachlesen, um sich einen Reim darauf zu machen oder zu wissen: Ja, so ist es wirklich gewesen. Aber es ist ja nicht Aufgabe der Literatur, eine objektive Biografie zu scheiben. Sondern ihre Möglichkeit hier ist es, uns eine Frau näherzubringen, die zu ihrer eigenen Zeit häufig nicht für voll genommen oder verkannt wurde. Und das gelingt der Autorin bravourös.

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Veröffentlicht am 24.09.2025

Immer wieder aus dem Lesefluss genommen

Sonnenvögel
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Ich mag historische Romane, ich mag Bücher, die auf verschiedenen zeitlichen Ebenen spielen, deren Bezug sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Eigentlich gute Voraussetzungen für den Roman „Sonnenvögel“, ...

Ich mag historische Romane, ich mag Bücher, die auf verschiedenen zeitlichen Ebenen spielen, deren Bezug sich im Laufe der Geschichte entwickelt. Eigentlich gute Voraussetzungen für den Roman „Sonnenvögel“, auf den beides zutrifft. Ich fand auch die Geschichte um den Flößer Franz Ende des 19. Jahrhunderts interessant, die Geschichte des Widerständlers gegen Hitler, Hennig von Tresckow eine geradezu ergreifende und die Geschichte der Ukrainerin Daniila angesichts des Ukraine-Kriegs aktuell und spannend. Am wenigsten noch konnte ich anfangen mit der Geschichte von Viktoria. Sie ist eine nach Kasachstan vertriebene Krimdeutsche. Sie heiratet einen vermeintlich charmanten Mann, der sich aber, gänzlich unvermutet und von daher nicht klar nachvollziehbar in einen prügelnden Sadisten verwandelt. Ohne zu viel verraten zu wollen, führt Victoria ihr weiterer Lebensweg nach Kenia, wo sie als Tierliebhaberin später Jagd auf Großwildjäger macht. Hier zeigt sich für mich schon das Problem, das ich mit dem Buch hatte: alles erscheint mir arg konstruiert. Auch die Erzählzusammenhänge zwischen den einzelnen Geschichten. Da ist die Erklärung von Daniila, sie sei mit Hennig von Tresckow vermutlich über einige Ecken verwandt, wie auch mit Hitler und Jesus und Ghandi und letztlich allen Menschen ein wenig überzeugende Erklärung. Auch finde ich den Vergleich, alle hätten sich widersetzt und dafür viel riskiert, nicht wirklich statthaft. In jeder Geschichte für sich mag das so sein, aber kann man einen Flößerstreik mit der Planung eines Attentats auf einen der greulichsten Diktatoren der Weltgeschichte vergleichen? Oder noch viel mehr das Abknallen von Großwildjägern aus dem Hinterhalt mit dem Widerstand gegen unmenschliche Befehle in einem unmenschlichen Regime? Der abrupte Wechsel zwischen den Geschichten, deren loser Zusammenhang sich erst in der zweiten Hälfte des Buches langsam andeutet, hat für mich den Lesefluss immer wieder unterbrochen, sodass ich mich arg mühen musste, das Buch zu lesen. Immer wenn ich dachte, jetzt wird es spannend, jetzt wird es interessant, sprang die Geschichte in einen Zweig, der mich weniger überzeugen konnte. Außerdem war der Erzählton in allen vier Erzählsträngen gleich, eine häufig eher schlichte bis naive Ausdrucksweise, wie sie vielleicht anfänglich zu einer jungen Victoria passte oder zu einer jugendlichen Daniila, auf lange Sicht aber zudem ein wenig ermüdend wirkte. Mich konnte das Buch leider nicht so ganz in seinen Bann ziehen, obwohl die einzelnen Geschichten für mich viel Potential bieten.

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Veröffentlicht am 12.09.2025

Immer wieder aufs Neue unfassbar unbegreiflich

Goebbels' Schatten
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Es ist nicht mein erstes Buch über das 3. Reich, seine letzten Tage, über eine Nazi-Größe bzw. einen Verbrecher, über den Untergang oder über die Schuldfrage des einzelnen, des Volkes, der Täter, der Mitläufer ...

Es ist nicht mein erstes Buch über das 3. Reich, seine letzten Tage, über eine Nazi-Größe bzw. einen Verbrecher, über den Untergang oder über die Schuldfrage des einzelnen, des Volkes, der Täter, der Mitläufer und der Wegseher. Aber dennoch ist mir das Gelesene bisweilen geradezu quälend und verstörend unbegreiflich. Wie viel Glück kann ein Mensch haben?
Unversehrt und unbehelligt in den allerletzten Kriegstagen aus dem Führerbunker entkommen, unentdeckt geflohen, unerkannt in die Nähe der Familie gelangt, aufgenommen, mit einem Job versorgt. Dann bald auf einem Karriereposten, Wohlstand, Aufstiegschancen, eine sich erneut anbahnende politische Karriere. Das ist das Leben eines der engen Vertrauten Goebbels, Werner Naumann, der von Goebbels und Hitler mit dem politischen Testament betraut wird, die Anhänger der Bewegung nach dem Untergang des 3. Reiches wieder zu sammeln, und der sich dieser Idee verschrieb bis fast zuletzt. Es ist unfasslich, wie es den ehemaligen Nazi-Größen, die das Ende des 3. Reiches überlebt hatten, in der jungen Bundesrepublik wieder Fuß zu fassen, und nicht nur das, wie sie wieder zu Geld, Einfluss und Ansehen kamen. Sie besetzten wichtige Ämter und Posten und hievten sich gegenseitig die Karriere- und Parteileiter hinauf. Wie standen sie zu dem allen, was die Nürnberger Prozesse zutage förderten von den dunklen Seiten des glorreichen 100jährigen Reiches, das zwar nur 12 Jahre Bestand hatte, aber einen Schaden anrichtete, der locker 100 Jahre währen kann. Alle haben von allem nichts gewusst, nur die Toten, die sich nicht wehren konnten, waren an allem schuld. Manchmal mag man es fast glauben, dass die großen Nazi-Schreibtischtäter, die den Krieg und die Judenvernichtung vom Reißbrett aus planten, keine wirkliche Vorstellungen von dem hatten, was sie da propagierten und anzettelten. Aber Nichtwissen(wollen) schützt vor Strafe nicht. Man könnte irre werden an der Frage nicht der Schuld, denn die ist klar, aber daran, wie jemand sich einer solchen Idee verschreiben kann so mit Haut und Haar, dass ihn nichts von den grauenvollen Kehrseite derselben erreicht. Oder war am Ende doch nur alles weinerliches Lippenbekenntnis von Männern, die zu feige waren, zu ihrer Schuld zu stehen, zu opportun auf ein neues Leben, eine zweite Chance zu bekommen, nur um es demselben Zweck zu widmen wie das erste?
Der Autor schreibt mit großer Sachkenntnis der großen Zusammenhänge und kleinen Details von den letzten Tagen im Führerbunker, über Neumanns Flucht, bis hin zu seinen Neuanfängen, begleitet von den Enthüllungen der Nürnberger Prozesse, und einer beginnenden politischen Karriere sehr nüchtern und sachlich, was der Thematik meines Empfindens nach sehr entgegen kommt. Dabei aber liest man zugleich gebannt und schockiert von den Ereignissen, den Zufällen und den Interessenslagen, die den einen in die Hände spielten, während anderen eine Form der Gerechtigkeit nicht zuteil wurde. Man muss wohl sagen, dass Naumann großes Glück gehabt hat, auf jeder Linie, dass er den amerikanischen Geheimdiensten zugegen kam und von der Lobbyarbeit ehemaliger Parteigenossen profitierte, die auf Generalamnestie drängten und davon profitierten, dass man einen deutschen Staat nicht hätte wieder aufbauen können, hätte man alle, die jemals in Berührung gekommenen sind mit der verheerenden Ideologie des 3. Reiches, zur Rechenschaft ziehen wollen.
Der Roman zeigt die Komplexität der Frage nach der Schuld und letztendlich die Unmöglichkeit absoluter Gerechtigkeit im Rahmen einer Geschichte, die sich ereignet, deren Verlauf aber nicht nach Gut und Böse urteilt, sondern dem Zufall oder dem Glück freien Lauf lässt.

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