Profilbild von lesemaus11

lesemaus11

Lesejury Star
offline

lesemaus11 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lesemaus11 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.09.2024

Interessante Einblicke in die Psyche des Menschen

Auf gefährlich sanfte Art
0

Auf gefährlich sanfte Art. Das Buch hat 208 Seiten, die aber den Leser trotzdem auf eine wunderbare Lesereise mitnehmen. Der Pariser Psychoanalytiker Dr. Faber lebt mit seiner Frau zusammen, die Kinder ...

Auf gefährlich sanfte Art. Das Buch hat 208 Seiten, die aber den Leser trotzdem auf eine wunderbare Lesereise mitnehmen. Der Pariser Psychoanalytiker Dr. Faber lebt mit seiner Frau zusammen, die Kinder sind schon ausgezogen. Die Patienten sind sehr unterschiedlich. Die Patientin Nathalia ist sehr eigenwillig. Ihr Problem ist etwas besonders. Sie ist Fotografin, nachdem sie einen Mord zufälligerweise mit ihrer Kamera aufgenommen hat, hat sie eine Fotoblokade entwickelt und seitdem hat sie kein Foto mehr geschossen. Ihre Zeit verbringt sie damit, den Nachbarn im Haus gegenüber zu beobachten. So stellt sie dem Dr. Faber bei ihrer ersten Sitzung ihr Problem dar. Nun erleben wir, wie die Not den Menschen erfinderisch macht und, dass es ein Sprungbrett in ein besseres Leben sein kann, wenn wir nicht alleine sind. Somit hat Nathalia den Schlüssel zur Heilung selbst in der Hand. Dr. Faber beginnt irgendwann zu merken, warum sie zu ihm kommt und, dass ihre Krise vielleicht sogar mit seiner eigenen zusammenhängt.
Als Leser habe ich mich gut unterhalten gefühlt, ein leichter, flüssiger Schreibstil. Es entsteht eine gute Arzt Patient Beziehung, die zeitweise sehr fesselnd und atemberaubend wirkt. Eben auf gefährlich sanfte Art. Man bekommt auch Einblicke in Farbers Leben und das von anderen Patienten, die ihn besuchen.
Es beginnt eine besondere Therapie. Nathalia soll in die Fenster der Nachbarn schauen und schriftlich berichten, was sie dort beobachtet. Es können wahre Sachen beschrieben werden oder auch erfundene. Die Aufgabe des Arztes besteht darin, zu entschlüsseln was wahr oder was unwahr ist. Das Ende mit dem Twist hat mich überrascht, es ist meiner Meinung nach gut gelungen. Ich vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung und werde bestimmt noch zu der ein oder anderen Geschichte des Autors greifen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2024

Eine schöne Auszeit an der Mosel

Wiedersehen in der kleinen Pension im Weinberg
0

Wiedersehen in der kleinen Pension im Weinberg, es handelt sich hier um Band 3, der 280 Seiten beinhaltet. Das Autoren Duo nimmt den Leser erneut mit den bekannten Protagonisten mit auf eine Reise nach ...

Wiedersehen in der kleinen Pension im Weinberg, es handelt sich hier um Band 3, der 280 Seiten beinhaltet. Das Autoren Duo nimmt den Leser erneut mit den bekannten Protagonisten mit auf eine Reise nach Mosel. Man kann die Bücher auch einzeln als Geschichten lesen, aber mit der Kontinuität ist man vom Vorteil, weil man schon so manche Charaktere kennt. Das Mosel Feeling, die Weinberge, ein Weingut, ein Schluck Riesling, Idylle pur. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig, manchmal voller Spannung, zeitweise aber auch humorvoll, das man beim Lesen schmunzeln konnte.
Eine leichte Lektüre für Zwischendurch über eine Frau, ihre Karriere, Freunde, Familie, gebrochene Ehe, die gemeinsame Erziehung der Tochter. Sie möchte alle mit viel Liebe umgeben, alle zufrieden stellen, keiner soll auf der Strecke bleiben. Und sie selbst??? Sie bräuchte auch eine Auszeit, bevor ihr eigenes privates Leben zu Bruch geht. Auch das muss sie pflegen können, bevor es zu spät ist und sie es am Ende nur bereuen kann. Unsere Protagonistin steht also mitten im Leben, sie führt erfolgreich eine Pension an der Mosel. Hat einen Freund Oliver, der Winzer ist, wo aber momentan nicht alles so glatt läuft, wie sie es sich wünschen würde. Ihre Ehe ist zerbrochen, der Mann wohnt mit einer Lebensgefährtin in London. Ihre gemeinsame Tochter kommt jetzt nach Deutschland, wird bei Katie wohnen und eine Schule besuchen. Katie freut sich auf diese Zeit. Nun läuft es mit der Teenegerin alles andere als erhofft. Die Mutter Tochter Beziehung rieselt immer wieder ganz gewaltig. Aber Katie gibt nicht auf. Dazu kommt noch ein besonderer Gast in die Pension. Ein Maler, Ronald Willen, auch er steht in einer Krise. Er hat einen grossen Auftrag, leider befindet er sich in einer Malblockade, deshalb versucht er zu entspannen, etwas anderes zu malen, als er im Auftrag stehen hat. Gelingt es ihm, das zu erschaffen, was er sich eigentlich vorstellt? Auch ihm möchte Katie in seiner Schaffenskrise helfen. Ob das Ganze für Katie nicht zu viel wird?
Als Leser bekommt man viele Einblick in die Moselgegend, es wird einiges schön malerisch im Detail dargestellt. Die Charaktere wirken echt und authentisch, man fiebert mit ihnen mit und erlebt deren Höhen und Tiefen hautnah. Es wird oft sehr bewegend. Ich vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2024

Emotionen pur

Almost isn't enough. Whispers by the Sea (Secrets of Ferley 1)
0

Das Cover und der dazu passende Farbschnitt sind ein echter Blickfang, es sieht einfach nur wunderschön aus. Es passt zudem zum Setting in der Kleinstadt Ferley, die am Meer liegt und auch bekommt es gegen ...

Das Cover und der dazu passende Farbschnitt sind ein echter Blickfang, es sieht einfach nur wunderschön aus. Es passt zudem zum Setting in der Kleinstadt Ferley, die am Meer liegt und auch bekommt es gegen Ende des Buches eine ganz besondere Bedeutung. Auch die Innengestaltung gefällt mir gut. Zwei Illustrationen auf einer Karte sowie in der Innenklappe des Buches fangen die Atmosphäre des Buches gut ein und sind super gelungen. Zu Beginn der Kapitel gibt es zudem Porträts der Protagonisten im Line-Art-Stil, was der Gestaltung einen besonderen Touch verleiht.

Es geht um Summer, die in ihrer Kindheit in ihrem Elternhaus einen Brand miterleben musste, bei dem auch ihre leiblichen Eltern ums Leben gekommen sind. Seitdem wurde sie von Adoptiveltern aufgezogen und lebt nun in einer WG der lokalen Uni. Allerdings wird sie immer noch von Albträumen über diese Nacht geplagt. Nun zieht Ares als ein weiterer Mitbewohner in die WG ein und die beiden können sich von Anfang an absolut nicht ausstehen, auch wenn es eine gewisse Anziehung zwischen ihnen gibt. Doch auch Ares hat sein Päckchen zu tragen und kann Summers Gefühle dadurch gut nachvollziehen. Mit der Zeit kommen sie sich durch ein Uni-Projekt näher und versuchen schließlich herauszufinden, was genau in der Nacht des Brandes passiert ist.

Der Auftakt der neuen Reihe hat mir sehr gut gefallen, wie von der Autorin gewohnt, ist der Schreibstil sehr leicht und fesselnd. Es gelingt ihr die Emotionen und die Atmosphäre der Geschichte einzufangen und bildhaft zu vermitteln, sodass man sich gut auf die Protagonisten einlassen kann. Erzählt wird aus Summers und Ares' Perspektive, sodass man beide Seiten besser kennenlernen kann. Es bleibt stets spannend, da die beiden versuchen, die mysteriösen Umstände des Brandes zu klären. Rund 100 Seiten vor Ende des Buches denkt man sich, was denn jetzt noch passieren könnte (bis dato hätte ich 4 Sterne vergeben), die Geschichte bis dahin ist eine lockere Geschichte mit einigen Spannungselementen, die sich perfekt für die Sommerzeit eigent, doch es kommt zu einem dramatischen Plottwist, der so absolut nicht vorherzusehen war. Es wird super dramatisch und emotional, herzzerreißend und man muss definitiv Taschentücher bereithalten, sodass ich letztlich 4,5 Sterne vergebe und das Buch eindeutig empfehlen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Horstensientage - eine besondere Familiengeschichte

Hortensientage
0

Manuela Inusa nimmt den Leser mit diesem Schatz auf eine besondere Familienreise. Das Buch beinhaltet 336 Seiten. Der leichte und flüssige Schreibstil bewirkt, dass man ziemlich zügig vorankommt, obwohl ...

Manuela Inusa nimmt den Leser mit diesem Schatz auf eine besondere Familienreise. Das Buch beinhaltet 336 Seiten. Der leichte und flüssige Schreibstil bewirkt, dass man ziemlich zügig vorankommt, obwohl manche Abschnitte den Leser zum Nachdenken anregen und ein Durchatmen fordern. Die Kapitel sind nicht zu lang. Es spielt sich in 2 Zeitzonen ab, in der Gegenwart, wie die Protagonistin es erlebt, und die Vergangenheit im Zeitraum vor dem 2 Weltkrieg und währenddessen. Da sind die Erinnerungen von der Großmutter im Vordergrund. Es ist die Geschichte der Autorin und ihrer Großeltern, was sehr bewegend und emotional und gespickt ist mit vielen Höhen und Tiefen. Es wird ein Generationenleben beschrieben, wie schön es ist, eine intakte Familie zu haben, wo viel Liebe da ist, wo man sich mit allen Problemen auseinandersetzt, aber auch manches für sich behält und tief im Herzen unausgesprochen bis ins hohe Alter trägt. Manche Ereignisse brauchen länger, um verarbeitet zu werden und, bis man mit anderen Leuten über sie spricht und sie preisgibt. Manches bleibt dabei für immer verborgen. Die Harmonie in der Familie wird in diesem Buch durch Manuela als Schlüssel zum Glück dargestellt. Sie erzählt in diesem Buch sehr viel über ihre Großeltern, aber auch vieles über ihre kleine Familie, wie sie den Alltag so meistert. Ein besonderer Termin jeden Mittwoch ist der Besuch ihrer Großmutter Lisa im Pflegeheim. Auch viele Samstage verbringt sie dort, dann zusammen mit ihren Kindern. Man bekommt auch Einblicke in das Leben in einer Einrichtung, deren Bewohner und Mitarbeiter. Das Cover des Buches hat mich angesprochen, der blaue Farbton der Hortensien, das alte Foto, eine frisch verliebtes Pärchen. Meine Vermutung hat mich nicht getäuscht. Es ist eine Erzählung, eine ausgesprochene Gedankenreise in die Vergangenheit. Der eine verarbeitet damit einige eigene Gefühle, der andere erfährt damit noch mehr verborgene Sachen der Familie und wird damit noch mehr bereichert.

Die Geschichte selbst: es geht um die Autorin Ela und ihre Oma Lisa, die Geschichtenerzählerin. Ela hat das Talent vererbt, sie ist gerade dabei ihren ersten Liebesroman zu verfassen, ihr fehlt es aber an Inspiration. Sie findet in einer alten Schachtel Fotos und Postkarten von Opa Werner aus dem britischen Gefangenenlager. Nun überlegt Ela, warum Oma nie davon etwas erzählt hat. Sie übernimmt die Initiative und tastet sich in den kurzen Gesprächen mit Oma an das Thema ran. Erstmal blockt Lisa ab, bis sie schließlich sich öffnet und anfängt, zu erzählen. Was Ela erfährt, lesen Sie am besten selbst, Sie werden es nicht bereuen. Ich vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Ein interessanter Einstieg in die Welt von Morrighan

Morrighan - Wie alles begann
0

Da die Chroniken der Verbliebenen und die Chroniken der Hoffnung schon recht lange auf meinem SuB liegen und nun die Neuauflage in wunderschönen Schmuckausgaben erscheint, habe ich das Ganze zum Anlass ...

Da die Chroniken der Verbliebenen und die Chroniken der Hoffnung schon recht lange auf meinem SuB liegen und nun die Neuauflage in wunderschönen Schmuckausgaben erscheint, habe ich das Ganze zum Anlass genommen, um die Bücher endlich zu lesen. Beginnen wollte ich dabei mit diesem Prequel, das lange vor den Ereignissen der beiden Reihen spielen soll.
Ich bin vollkommen ohne Vorkenntnisse in die Geschichte gestartet und mochte sie gerne. Es geht um Morrighan, die in der Gruppe der Verbliebenen lebt sowie um Jafir, der zur verfeindeten Gruppe der Plünderer gehört. Die beiden lernen sich kennen und mit der Zeit auch lieben, müssen ihre Treffen allerdings vor ihren Stämmen geheim halten. Wird ihnen das gelingen?
Ich fand die Geschichte sehr schön, erst gegen Ende versteht man, wer genau Morrighan ist und welche Rolle sie in den beiden Buchreihen spielt. Auch wenn ich noch einige Fragen zu der Welt habe, zum Beispiel, wie und warum die Zivilisation sich in diese dystopische Welt gewandelt hat, und hoffe, dass diese mit den Chroniken der Verbliebenen oder den Chroniken der Hoffnung beantwortet werden können.
Von der Gestaltung her ist das Buch wirklich ein Traum. Das Cover sieht edel aus und auch das innere sollte man nicht unterschätzen. Es gibt immer wieder liebevoll gestaltete Zeichnungen, die die Geschehnisse der Geschichte unterstreichen und verbildlichen.
Alles in allem fand ich die Geschichte auch ohne Vorkenntnisse klasse, für Fans der Reihe auf jeden Fall empfehlenswert, aber auch als Start in die Welt auf jeden Fall eine Geschichte, die wirklich Lust auf die Chroniken der Verbliebenen macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere