Profilbild von liebehee

liebehee

Lesejury Profi
offline

liebehee ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit liebehee über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.01.2023

Noch besser als Band 1

SPIEGELKRISTALLE - Über roten Staub und Kupferuhren (Band 2)
0

Cover
Das Cover passt wieder super zum Inhalt des Buches, vor allem die Steampunkelemente werden hier deutlich, aber auch die orange (kupferrote) Farbe gefällt mir echt gut

Inhalt
Ich bin älter als die ...

Cover
Das Cover passt wieder super zum Inhalt des Buches, vor allem die Steampunkelemente werden hier deutlich, aber auch die orange (kupferrote) Farbe gefällt mir echt gut

Inhalt
Ich bin älter als die Insel, die ihr euer zu Hause nennt. Älter, als die Geschichten und Legenden, die ihr euch erzählt, wenn ihr nachts nicht schlafen könnt. Und ich habe auch einen Weg gefunden, euch alle zu überleben.

Nachdem es dem Spiegelkönig gelungen ist, den Fluch zu lösen, der die Insel Yumaj in zwei Teile gespalten hat, versinkt das Land im Chaos. Doch von dem Monster Akkrésmos fehlt jede Spur. Stattdessen versetzt eine neue Gefahr die Bewohner in Angst und Schrecken: weiße, rauchartige Gestalten, die jeden, der sie berührt, in einen hundertjährigen Schlaf versetzt.
Eira und ihren Freunden bleibt keine andere Wahl, als in das gesegnete Reich zu reisen und einen Handel zu schließen, der sie nicht nur vor den Rauchgestalten schützen soll, sondern auch vor einem drohenden Krieg. Zwischen all dem ist Eira auf den Spuren eines uralten Geheimnisses, das der Schlüssel zum Überleben sein könnte.

Meine Meinung
Nachdem mir Band 1 schon sehr gut gefallen hat, war ich echt gespannt, wie es weitergeht. Vor allem noch, weil noch viele Fragen offen waren.
Ich habe kurz gebraucht, um wieder in die Geschichte reinzukommen, vor allem weil die Geschichte aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt wird und auch verschiedene Erzählstränge existieren. Da war die kleine Erklärung zu Beginn echt hilfreich, manchmal hätte ich mir zwischendrin trotzdem noch ein paar Ausführungen bzw. Wiederholungen gewünscht (z.B. zu Kiers Fluch).
Da im letzten Band so viel passiert ist, war es direkt wieder spannend und ich konnte nach ein paar Kapiteln gut in die Handlung eintauchen. Durch die vielen Wechsel ist immer etwas los und man merkt, dass die Situation auf der Insel sich langsam zuspitzt. Zu den fünf Freunden aus dem ersten Band lernen wir weitere interessante Charaktere kennen und es ergeben sich vor allem spannende neue Konstellationen. Nika schafft es all ihren Figuren Ecken und Kanten zu geben und trotzdem sind die meisten auf ihre Art und Weise sympathisch, selbst mit Blodwen fühle ich irgendwie mit. Umso schmerzhafter war die ein oder andere Situation für mich, weil ich doch eigentlich nur für alle das Happy End möchte. Das bekomme ich aber (wenn überhaupt) erst im dritten Band. Denn einige Fragen und Rätsel sind geklärt, dafür haben sich ganz neue aufgetan und ich bin mir immernoch nicht sicher, wessen Spiel hier eigentlich gespielt wird und wer die wirklich „Bösen“ sind.
Ein I-Tüpfelchen waren für mich wieder die verschiedenen Märchenanspielungen, so spielt zum Beispiel Dornröschens Schloss eine besondere Rolle. Und auch die Steampunktelemente kommen wieder nicht zu kurz, wobei die für mich tatsächlich gar nicht so ausschlaggebend sind, um die Geschichte zu mögen.

Fazit
Ich fand Band 2 fast noch besser als den ersten Teil, weil man ja einiges schon weiß und auch die Charaktere teilweise schon kannte, sodass es direkt weitergehen konnte. Der Schreibstil war flüssig und die Kapitel relativ kurz, so kommt man schnell durchs Buch.
Ganz klar eine Leseempfehlung für alle Märchenfans, die gerne auch mal eine düstere Auslegung derer lesen und allgemein für alle, die Lust auf eine etwas andere Fantasygeschichte haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2022

Eine spannende Fortsetzung

DAS BRENNEN DER STILLE - Silbernes Schweigen (Band 2)
0

Das ist Band 2, daher kann die Rezension Spoiler enthalten.

Cover:
Ich mag total die vielen Details, die eingearbeitet wurden. Sowohl die Gebärdensprache (finde ich eh sehr interessant) als auch die Stichworte, ...

Das ist Band 2, daher kann die Rezension Spoiler enthalten.

Cover:
Ich mag total die vielen Details, die eingearbeitet wurden. Sowohl die Gebärdensprache (finde ich eh sehr interessant) als auch die Stichworte, die man erst nach dem Lesen wirklich einordnen kann. So wird eine ganz besondere Verbindung zwischen Cover und Geschichte hergestellt.

Inhalt:
Nachdem am Ende des ersten Teils Liv und Kyle getrennte Wege gehen, müssen sie sich nun in ihren jeweiligen Welten zurecht finden. Liv muss ihren Platz in der Oberschicht der „stummen Fische“ behaupten, ohne zu wissen wem sie überhaupt vertrauen kann. Kann sie etwas zu verändern?
Derweil sitzt Kyle bei den Rebellen rund um Jeff fest, immer in Sorge um Liv, denn solange Mason frei herumläuft, ist sie nicht sicher. Aber auch er selbst muss vorsichtig sein. Es kommen neue Fragen auf und die Lage in Tudor spitzt sich immer mehr zu – können sie einen „Bürgerkrieg“ verhindern? Gibt es überhaupt einen gemeinsamen Ausweg für die beiden?

Meine Meinung:
Zurück in Tudor müssen Liv und Kyle im Verborgenen für ihre gemeinsame Zukunft kämpfen. In diesem Band ist es eher ein politischer Kampf, eine Suche nach Verbündeten und Lösungen, während im ersten Teil das körperliche Überleben in der Wüste im Fokus stand. Ab der ersten Seite ist die Anspannung für uns Leser:innen spürbar. Man ist die ganze Zeit am Miträtseln, rechnet auf jeder Seite mit einem Hinterhalt. Tatsächlich haben sich einige meiner Befürchtungen und Gedanken bestätigt, andere Wendungen kamen dafür sehr überraschend.
Der Schreibstil der Autorin führt einen wieder flüssig durch das Buch und die Idee von einer Welt, Sprechen etwas „Schlechtes“ ist, fasziniert mich immer noch.
Kyle und Liv sind genauso authentisch und charakterstark wie im ersten Band. Die Beiden müssen jeweils ihre eigenen Konflikte lösen, trotzdem halten sie immer zueinander. Das hat mir besonders gut gefallen. Denn ihre Beziehung wird nicht künstlich dramatisiert oder in Frage gestellt.
Während ich Band 1 fast in einem Rutsch gelesen habe, war das bei Band 2 etwas anders. Es lag aber nicht am Schreibstil oder fehlender Spannung, sondern eher daran, dass mir die Anspannung manchmal zu viel wurde und ich Angst davor hatte was als nächstes passiert, wissend, dass nicht alles funktionieren kann (schließlich gibt es einen dritten Teil). Zum Glück konnten die Szenen mit Jeff das alles etwas auflockern.
Letztendlich zeigt diese (auch eher subjektive) Empfindung meinerseits aber auch, wie sehr ich mit den Figuren mitgefühlt habe und wie sehr mich ihre Geschichte packen konnte.

Fazit
Ich kann den zweiten Teil wirklich allen empfehlen (und vor allem – wer will nach Band 1 nicht wissen, wie es weitergeht?) Sandy Brandt legt in diesem Fortsetzungsband nochmal einen anderen Fokus und zeigt damit andere Facetten der dystopischen Welt. Ich konnte wieder voll in die Geschichte eintauchen und bin schon sehr gespannt auf den finalen Teil.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.12.2022

Eine gelungener Reihenauftakt

Synchronik
0

Ich war sehr gespannt auf diese neue Geschichte von Anna Brocks, da ich auf Instagram schon einige interessante Posts dazu gesehen habe.

📖 Meine Meinung
Eine Sache, die mir wirklich gut gefallen hat, ...

Ich war sehr gespannt auf diese neue Geschichte von Anna Brocks, da ich auf Instagram schon einige interessante Posts dazu gesehen habe.

📖 Meine Meinung
Eine Sache, die mir wirklich gut gefallen hat, ist das Worldbuilding. Da es eine Dystopie ist, gibt es typische postapokalyptische Strukturen. Die Welt wurde Stück für Stück aufgebaut, so dass man sie gut kennenlernen konnte. Es gibt immer wieder Ortswechsel durch die man schnell merkt, dass West aus vielen kleinen Gegenden besteht, die ihre ganz eigenen Gesetze haben. Und ich bin mir sicher, dass man längst noch nicht alles gesehen hat.
Hinzu kommt ein spannender Einstieg, denn Leila ist eine Ermittlerin und muss direkt eine Reihe kaltblütiger Morde im Ödland aufklären. Diese "Krimielemente" haben mir super gefallen und kenne ich auch sonst nicht so aus dystopischen Settings.
Allgemein muss ich sagen, dass Annas Plotideen mir gut gefallen und ich gerne immer noch mehr darüber wissen will. Das war schon bei ihrem Buch "Amelia" so und ist hier auch wieder der Fall. Langeweile kommt beim Lesen eigentlich nicht auf und die Konstellation von Sync und Master finde ich besonders gelungen.
Einzig die menschlichen Beziehungen waren für mich etwas schwer zu fassen, da ist der "Funke" nicht immer zu mir übergesprungen und ich konnte auch nicht alle Handlungen zu 100% nachvollziehen. Gerade wenn es um romantische Gefühle geht.
Außer der taffen Prota Leila (Verto) gibt es eine vielfältige Mischung von Nebencharakteren, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Bisher wurde aber vieles nur angedeutet und manche Charakter erscheinen auch (noch) zu "gutmütig". Aus sicherer Quelle weiß ich aber, dass sich das in den Folgebänden noch ändern wird und auch die offenen Fragen geklärt werden 😉

📝 Fazit:
Die Idee der Geschichte finde ich wirklich gelungen, man merkt einfach anhand der vielen Details, wie gut Anna das alles durchdacht hat 😄 Meine Neugierde wurde auf jeden Fall geweckt und ich bin gespannt darauf, wie sich die Geschichte in den Folgebänden weiterentwickelt.
Bei den Charakteren und ihren Beziehungen ist für mich noch etwas Luft nach oben, aber ich bin optimistisch, dass da in den nächsten Bänden noch einiges passiert. Wen das also nicht allzu sehr stört, dem kann ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen ☺️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2022

Ein (vorerst) großes Finale

Das verbotene Kapitel
0

(Dies ist Band 8 der Reihe – also die Rezension enthält grundsätzlich Spoiler zu den vorherigen Bänden.)

Die Reihe der „unsichtbaren Bibliothek“ begleitet mich schon eine Weile, wobei ich dazu sagen muss, ...

(Dies ist Band 8 der Reihe – also die Rezension enthält grundsätzlich Spoiler zu den vorherigen Bänden.)

Die Reihe der „unsichtbaren Bibliothek“ begleitet mich schon eine Weile, wobei ich dazu sagen muss, dass ich die Teile 5-7 nicht gelesen habe und Band 8 als Teil einer Leserunde. Daher ist es mir am Anfang auch etwas schwer gefallen in die Geschichte reinzukommen. Es gibt so viele Namen und Informationen, die auch aus den vorherigen Bänden aufgegriffen werden, die muss man erstmal alle einordnen.

Trotzdem hat es ab der ersten Seite Spaß gemacht zu lesen, weil Genevieve Cogman einfach einen unvergleichlichen Schreibstil hat. Mit viel Humor beschreibt sie die Abenteuer von Irene Winters und ihren Freunden. Es gibt einen spannenden Einstieg, der aber mit den späteren Ereignissen nicht allzu viel zu tun hat. Trotzdem wird direkt deutlich wie gefährlich Irenes Missionen manchmal sein können. Im Verlaufe des Buches werden viele Fragen aus den vorherigen Bänden aufgelöst und es kommt zu einigen mehr oder weniger überraschenden Wendungen bis zum großen Finale.

Hinzu kommen vielfältige Charaktere von skrupellosen Elfen bis zu uralten Geschöpfen der Ordnung. Irene und ihre ungleichen Freunde befinden sich irgendwo dazwischen und bilden eine unschlagbare Einheit. Mir gefällt gerade das Zusammenspiel der vier in ihren gemeinsamen Dialogen. Außerdem ist Irene ein wirklich gelungener Charakter. Als taffe, ehrliche und wortgewandte Bibliotheksagentin lässt sie sich nicht unterkriegen, ist zugleich aber auch (fast immer) selbstreflektiert. Eine Eigenschaft, die den meisten Protagonisten fehlt…

Manchmal waren mir Irenes Gedankensprünge etwas zu groß und bei all den Überlegungen und Abwägungen verliert man schon mal den Überblick, sodass manchmal die ein oder andere Logiklücke auftritt. Allerdings lässt sich das vielleicht auch damit erklären, dass hier Handlungsstränge aus acht Büchern logisch zusammengeführt werden mussten. Vielleicht war das Finale dafür sogar etwas zu unspektakulär?

Alles in allem ist die „unsichtbare Bibliothek“ für mich eine totale Wohlfühlreihe und das hat auch der (vorerst) finale Band wieder bestätigt. Ich kann jedem Bücherliebhaber diese Reihe wirklich nur wärmsten ans Herz legen, ihr werdet es nicht bereuen 😉

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 04.11.2022

Eine spannende Winterromance

Kalte Herzen stiehlt man nicht
0

Meine Meinung:
Die Geschichte von Lilli und Moritz ist anders als die meisten New Adult Bücher, die ich bisher gelesen habe. Das liegt zum einen am deutschen Setting, was erfrischend ist, aber auch die ...

Meine Meinung:
Die Geschichte von Lilli und Moritz ist anders als die meisten New Adult Bücher, die ich bisher gelesen habe. Das liegt zum einen am deutschen Setting, was erfrischend ist, aber auch die winterliche Stimmung und die Spannungselemente machen das Buch besonders 😊
Durch den spannenden Einstieg ist man direkt in der Geschichte drin. Es gibt nicht viele Erklärungen, sondern gleich mal etwas "Action" 😄
Schon in den ersten Szenen merkt man, dass die Familie "Straka" etwas Besonderes ist. Die Szenen mit ihnen mochte ich sehr gerne, man spürt den Zusammenhalt. Und sie sind alle ganz spezielle Charaktere, die vor allem zur Unterhaltung beitragen 😄
Ebenso wie die Gespräche zwischen Moritz und Lilli. Es gibt immer wieder humorvolle "Wortgefechte" zwischen den Beiden, die einen zum Schmunzeln bringen.
Neben den beiden gibt es auch einige andere Charaktere, die man im Verlauf der Geschichte besser kennenlernt. Die meisten sind echt sympathisch und liebenswert, was man zu Beginn vielleicht auch nicht gedacht hätte. Aber das Buch zeigt, dass man Personen nicht auf den ersten Blick beurteilen kann und sollte. Es wird deutlich, dass die Welt sich nicht in Schwarz und Weiß, Gut und Böse unterteilen lässt. Immer wieder wird die eigene Moral hinterfragt, lässt sich Diebstahl rechtfertigen?
Einziger Kritikpunkt - manche Szenen hätten gerne etwas ausführlicher erzählt werden können. Das Buch hat durch sein winterliches Setting und gerade durch die Familie Straka so eine Wohlfühlatmosphäre, da hätte ich gerne an einigen Stellen länger verweilt😊

📝 Fazit:
Durch all diese Aspekte wird das Buch eigentlich nie langweilig, denn es gibt immer wieder kleine Überraschungen und Wendungen, ob bei den Charakteren oder im Handlungsverlauf. Mit dem winterlichen Setting passt das Buch perfekt zur Jahreszeit und von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung 💙

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere