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Veröffentlicht am 10.05.2019

Zwei Frauen gehen ihren Weg

Meine Zeit mit Eleanor
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MeineZeitMitEleanor Lorena Alice Hickok ist eine junge Reporterin als sie Anna Eleanor Roosevelt kennen lernt. Bei einem Interview merken beide, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen. Schon bald ...

MeineZeitMitEleanor Lorena Alice Hickok ist eine junge Reporterin als sie Anna Eleanor Roosevelt kennen lernt. Bei einem Interview merken beide, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen. Schon bald zieht Lorena ins Weiße Haus. Aus dem Grund gibt sie ihre Stelle bei Associated Press auf, da sie sich sonst in einem Gewissenskonflikt befände.

Lorena und Eleanor lieben sich und ihre Affäre dauert etliche Jahre. Eleanors Mann betrügt sie nicht nur mit der Sekretärin aber sie bleibt treu an seiner Seite. Eine Scheidung kommt nicht in Frage. Das Verhältnis zu ihren Kindern ist nicht sehr innig. Lorena wurde durch ihre regelmäßigen Berichte zur Entführung des Lindbergh-Babys bekannt. Schon sehr früh stellte sie fest, dass es keineswegs der Mörder war, der hingerichtet wurde. Bevor sie als Reporterin tätig war, arbeitete sie sogar in einem Wanderzirkus mit „Missgeburten“ zusammen. Also mit Menschen, deren Behinderung als Attraktion und zur Belustigung der Zuschauer diente.

„Kritik ist wie ein körperlicher Schmerz – nicht angenehm, aber was nicht weh tut, das beachtet man nicht.“ Dieses Zitat stammt aus dem Buch

MeineZeitMitEleanor und zeigt, wie lebendig die Autorin schreibt.

Die Autorin hat einen bildhaften Stil und das gefiel mir gut. Was nicht mein Fall ist, das sind die vielen Zeitsprünge innerhalb eines Kapitels. Sie schreibt in der Ich-Form und so als würde Lorena aus dem Nähkästchen plaudern. Etliche Personen spielen eine Rolle und zuweilen wurde mir das einfach zu viel. Der Lesefluss litt darunter.

Was mir ebenfalls gut gefiel, das war die Beschreibung des Lebens damals. Präsident Roosevelt wird meiner Meinung nach ebenfalls gut dargestellt. Zumindest ist das in den Biographien nachzulesen. Ob seine Frau tatsächlich eine lesbische Beziehung hatte, das ist nicht belegt und auch das schreibt die Autorin im Anhang von

MeineZeitMitEleanor.

Vielen Dank dem Verlag und

NetGalley, dass ich das Buch lesen durfte.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Die Dosis macht das Gift

Kräuter bei Stress
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„Alle Ding sind Gift und nichts ist ohn´ Gift; allein die Dosis macht, dass das Ding kein Gift ist.“ Dieses Zitat aus dem Jahr 1538 von Paracelsus bildet den Einstieg in das lesenswerte Buch KräuterBeiStress. ...

„Alle Ding sind Gift und nichts ist ohn´ Gift; allein die Dosis macht, dass das Ding kein Gift ist.“ Dieses Zitat aus dem Jahr 1538 von Paracelsus bildet den Einstieg in das lesenswerte Buch

KräuterBeiStress.

Das Büchlein beginnt mit der Geschichte der Kräuter. Es ist die Rede von Kräuterfrauen, Hexen und Hildegard von Bingen. Danach folgen Beispiele für Stresssituationen und die Erklärung, dass weder Mensch noch Tier ohne Stress existieren kann. Wichtig ist nur, wie mit den Gegebenheiten umgegangen wird. Die Unterscheidung zwischen Dis- und Eustress ist logisch erklärt und war mir aus der Krankenpflegeausbildung bekannt.

Aussagekräftige Zeichnungen der vorgestellten Kräuter geben dem Leser die Möglichkeit, dass er die Pflanzen gut erkennen kann. Dabei sind Blüte, Blatt und Stängel einzeln gezeichnet und je nach Kraut gibt es noch Skizzen über besondere Merkmale.

Jede Pflanze hat viele Unterarten und die wichtigen sind in dem Buch beschrieben. Nicht alle haben die gleiche Wirkung und das Wissen darum ist sehr wichtig. Wer einen eigenen Garten hat wird sich an den Tipps zur Kultivierung und Pflege der vorgestellten Pflanzen erfreuen. Es gibt viele unterschiedliche Darreichungsformen der Kräuter und auch die unterschiedlichen Rezepte dazu findet der Leser in dem Buch

KräuterBeiStress

Viele Fotos unterstreichen die Aussagen der Autoren. Wichtig ist ebenfalls, dass sowohl Neben- als auch Wechselwirkungen zur Sprache kommen. Kurz gesagt, ein wertvolles Buch, welches in keinem Haushalt fehlen sollte. Vielen Dank sage ich dem Verlag und

NetGalleyDE, dass ich

KräuterBeiStress lesen durfte.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Ein Genuss für alle Sinne

Die Kirschen der Madame Richard
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„Der Garten ist das, was vom Paradies übrig geblieben ist.“ (Zitat aus dem Gartentagebuch von Gaston Bonnefoi) DieKirschenDerMadameRichard

Eine unverhoffte Erbschaft macht es möglich, dass Miriam ihren ...

„Der Garten ist das, was vom Paradies übrig geblieben ist.“ (Zitat aus dem Gartentagebuch von Gaston Bonnefoi)

DieKirschenDerMadameRichard

Eine unverhoffte Erbschaft macht es möglich, dass Miriam ihren Traum erfüllen kann. Sie kauft ganz spontan ein Haus in Südfrankreich und lässt sich dort nieder. Zunächst ist es der Garten, welcher sie in ihren Bann zieht. Mit der Zeit sind es aber auch sehr nette Menschen, die sie kennen und schätzen lernt.

Dass nicht alles glatt läuft, ist normal aber Miriam lässt den Mut nicht sinken. Sie bekommt von vielen Seiten Hilfe und schließt Freundschaften mit netten Einheimischen. Der Nachbar ist äußerst sympathisch und sie ist froh, dass jemand in der unmittelbaren Nähe ihres Häuschens wohnt. Bis zum Dorf sind es nämlich einige Kilometer und so ganz ohne soziale Kontakte möchte sie dann doch nicht sein.

DieKirschenDerMadameRichard ist ein locker leichter Sommerroman. Er ließ sich sehr gut lesen und besonders gefiel mir die Beschreibung der französischen Küche. Vieles war mir bekannt und teilweise lief mir das Wasser im Munde zusammen. Käse in hunderten Variationen, Baguette mit gesalzener Butter oder Olivenöl, köstlich.

Besonders gut gefiel mir auch das Tagebuch vom Vorbesitzer des Hauses, Gaston Bonnefoi. Hier werden nicht nur die verschiedenen Pflanzen des Gartens beschrieben. Sogar ein Rezept für Clafoutis mit Kirschen gibt es in dem Gartentagebuch. Es ist ebenfalls mit wunderschönen Zeichnungen bestückt. Wer sich in Gedanken auf die Reise nach Südfrankreich machen möchte, der sollte das Buch lesen. Die Charaktere sind, bis auf eine Ausnahme, sympathisch und die Story ist keineswegs undenkbar.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Nicht nur für Afrikakenner interessant

Mord am Mandela Square
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Es ist der fünfte Kriminalroman von Matthias Boll, der in Afrika spielt. Dass der Autor die Stadt Johannesburg kennt, belegt er durch seine lebhafte Beschreibung der Orte. Das Cover sprach mich direkt ...

Es ist der fünfte Kriminalroman von Matthias Boll, der in Afrika spielt. Dass der Autor die Stadt Johannesburg kennt, belegt er durch seine lebhafte Beschreibung der Orte. Das Cover sprach mich direkt an, da es einzigartig ist und sich von den sonst momentan üblichen Deckblattgestaltungen anderer Verlage abhebt.

Am Anfang sind es viele Erzählstränge, die mir den Einstieg in die Geschichte erschwerten. Aber ich blieb dran und später wusste ich dann, was es mit Carstens missglückter Präsentation des neuen Torpedos auf sich hatte. Und in welchem Zusammenhang der Mord an dem jungen Mann in der Badewanne mit diesem Ereignis steht. Dann gibt es noch einen dritten Erzählstrang, der in Köln beginnt. Dabei geht es um Tote in einem Kurhaus in Bad Neuenahr und dem Prozess gegen die Kurverwaltung.

Frank Sattler gab ein Statement zum Prozess ab und glänzte mit Fachwissen. Das Bewog die Tochter seines Sportkameraden dazu, ihn um Hilfe zu bitten. Sie lebt momentan in Afrika und ist dort in einer Organisation tätig, die den Menschen vor Ort helfen möchte. Herr Sattler fliegt nach Johannesburg und das Abenteuer beginnt.

Das Buch gefiel mir ganz gut. Leider wurde es aber erst ab der Mitte spannend und das mag ich nicht so gerne. Zu viele Schauplätze des Geschehens bergen die Gefahr, dass Leser nicht mehr folgen können. Eine ausdrückliche Leseempfehlung gebe ich allen, die Johannesburg und die hier beschriebenen Stadtteile kennen.

Veröffentlicht am 06.05.2019

Tutti Fratelli

Die Mohnfelder von Solferino
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„Mohnblumen kannst du nicht pflücken. Du kannst dich nur an ihrem Anblick erfreuen. Sie sind ein Symbol der Vergänglichkeit.“
DieMohnfelderVonSolferino beginnt mit einem kurzen Einblick in die Kindertage ...

„Mohnblumen kannst du nicht pflücken. Du kannst dich nur an ihrem Anblick erfreuen. Sie sind ein Symbol der Vergänglichkeit.“

DieMohnfelderVonSolferino beginnt mit einem kurzen Einblick in die Kindertage von Gio und Milo. Die beiden Cousins sind stets zusammen unterwegs und nicht nur die ersten Liebesabenteuer erleben sie gemeinsam. Bald müssen sie den Wehrdienst leisten und geraten während der Zeit ins Schlachtgetümmel der Unabhängigkeitsbestrebungen von Italienern. In Solverino wird Milo verwundet und er stirbt in den Armen Ginos.
Viele Verwundete schaffen das Überleben auch darum nicht, weil die Helfer zwischen Freund und Feind eine Linie ziehen und sich zudem viel zu wenig Freiwillige anbieten. Henri Dunant, ein Kaufmann aus der Schweiz beobachtet das dortige Geschehen und in ihm entsteht eine Vision, die er später auch umsetzt. Das Rote Kreuz wurde also sozusagen in Solferino gezeugt.
Ebenfalls auf dem Schlachtfeld lernt Gino seine spätere Frau Magdalena kennen. Neben der Liebesgeschichte zwischen den beiden beschreibt die Autorin sehr eindrücklich, wie schwierig der Wunsch nach Tutti Fratelli war. Ja, alle Menschen sollten Brüder und Schwestern sein. Aber auch im Krieg? Als Verwundete? Unvorstellbar!?
Ich las

DieMohnfelderVonSolferino mit großem Interesse. Die Autorin berichtet nicht nur über die Anfänge des Roten Kreuzes. Auch bahnbrechende Entwicklungen im Bereich der Gynäkologie und hier speziell der Schutz von Mutter und Kind sind dargestellt. Wie wichtig ebenfalls die Forschung vom Entstehen und Bekämpfen der Geschlechtskrankheiten war und ist, wird ebenfalls erwähnt.
Ein historischer Roman, der mit Fakten aufwartet, aber niemals trocken oder gar langweilig wurde. Neben dem für mich hohen Unterhaltungswert betone ich auch, dass ich beim Lesen etliche Tatsachen erfuhr, die ich so nicht kannte.
Ich danke dem Verlag und

NetGalleyDE, dass ich

DieMohnfelderVonSolferino lesen durfte.