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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2025

Das Hörbuch hat mich gut unterhalten

Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht
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Im virtuellen Lesezirkel trifft sich die Creme de la Creme verstorbener Ausnahmeautoren. Von Dostojewski über Mann bis Schiller, alle sind dabei. Herrlich, wie sie dargestellt werden. So stellte ich mir ...

Im virtuellen Lesezirkel trifft sich die Creme de la Creme verstorbener Ausnahmeautoren. Von Dostojewski über Mann bis Schiller, alle sind dabei. Herrlich, wie sie dargestellt werden. So stellte ich mir die hohen Herren immer vor. Besonders der russische Autor Dostojewski und Thomas Mann sind meiner Meinung nach perfekt nachgestellt. Aber auch Goethe als eingebildeter Gockel, passt.

Als ein Mord geschieht, wird Kommissar Jennerwein gerufen. Eigentlich wollte er ja gar nicht mehr ermitteln. Aber alleine sein Spürsinn wird dafür sorgen, dass der Täter bald überführt wird. "Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht" wird vom Autor vorgetragen. Auch wenn die Story mich nicht fesselte, die Lesung von Jörg Maurer gefiel mir sehr gut. Wer Krimis liebt, die nicht durch Brutalität und Blutvergießen punkten, sollte das Buch lesen oder, noch besser, hören.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Spannend und perfekt vorgetragen

Die Todesfalle - Ein Fall für Skalla und Krampe
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Vor einigen Jahren hat Mark Kreutzer Deutschland verlassen. Für ihn war klar, dass sein Vater für eine Tat verurteilt wurde, die er nicht begangen hat. Dass sowohl seine Mutter als auch seine Schwester ...

Vor einigen Jahren hat Mark Kreutzer Deutschland verlassen. Für ihn war klar, dass sein Vater für eine Tat verurteilt wurde, die er nicht begangen hat. Dass sowohl seine Mutter als auch seine Schwester den Vater beschuldigten, konnte er nicht nachvollziehen. Er brach alle Brücken ab. Der Anruf seiner Schwester, die ihn über den Tod der Mutter informierte, veranlasste ihn, noch einmal in seine Heimat zurückzukehren. Kurz entschlossen telefonierte er mit einem Freund aus vergangen Tage. Der lud ihn zu einer Party ein und hier lernte Mark eine Frau kennen. Dass sie sein bisheriges Leben auf den Kopf stellen sollte und auch seinem Vater Gerechtigkeit widerfahren könnte, das war zunächst kaum vorstellbar für ihn.

Das Buch überzeugte mich auf der ganzen Linie. Diese nachvollziehbaren Wendungen sowie der stetig straff gespannte Spannungsbogen; perfekt. Und dann die Realisierung durch den Sprecher Tim Gössler. Besser kann der Genuss eines Hörbuches nicht sein. Einen Sternenregen für Story und Sprecher gibt es daher von mir.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Spannend mit fiesem Cliffhanger

Die Tiefe: Versunken
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Drei Hobbytaucher wollen einen Schatz bergen. Sie bekamen einen Tipp, dass auf dem Grund der Ostsee ein Wikingerschiff läge, das ein Vermögen an Bord habe. Was sie vorfanden, das war eine vierköpfige Familie, ...

Drei Hobbytaucher wollen einen Schatz bergen. Sie bekamen einen Tipp, dass auf dem Grund der Ostsee ein Wikingerschiff läge, das ein Vermögen an Bord habe. Was sie vorfanden, das war eine vierköpfige Familie, die durch Schüsse ermordet wurde. Auf einer Jacht, die so gar nichts mit den Wikingern zu tun hat. Tom Engelhardt weilt derzeit in Spanien bei seinen Eltern. Eigentlich hat er noch einige Tage Urlaub. Als ihn aber der Anruf aus seiner Dienststelle erreicht, bricht er diesen sofort ab und eilt nach Hause.

"Die Tiefe Versunken" thematisiert zwei Mordfälle. Neben der Familie, die durch Schüsse aus dem Leben gerissen wurde, gibt es einen weiteren Tatort. Unklar ist allerdings, ob die beiden Fälle zusammenhängen. Die Kryptologin Mascha Krieger stößt aber auf Gemeinsamkeiten und die Ermittler müssen umdenken. Dass Frau Krieger mit Tom Engelhardt befreundet ist, wird nicht von allen Kollegen positiv aufgenommen.

Bisher las ich einige Bücher von Karen Sander und auch dieses konnte mich bestens unterhalten. Einzig der Cliffhanger bringt mich zum Abzug eines Sterns. Allen Lesern, die Spannung ohne übermäßiges Blutvergießen bevorzugen, empfehle ich das Buch.

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Veröffentlicht am 09.11.2025

Das Buch konnte mich nicht fesseln

Satanstango
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Irimias ist tot. So wird es im Dorf erzählt und alle glauben dem Jungen, der die Neuigkeit überall verbreitete. Eines Tages kommt er zurück, dieser Irimias und mit ihm die Hoffnung, dass doch noch alles ...

Irimias ist tot. So wird es im Dorf erzählt und alle glauben dem Jungen, der die Neuigkeit überall verbreitete. Eines Tages kommt er zurück, dieser Irimias und mit ihm die Hoffnung, dass doch noch alles besser wird.

"Satanstango" stammt aus der Feder des diesjährigen Nobelpreisträgers László Krasznahorkai. Das Buch erschien bereits im Jahr 1985 und etliche Jahre später folgte die Verfilmung. Der Autor erzählt von einem Doktor, der sich aufgegeben hat und einer jungen Frau, die sich immer wieder fragt, warum sie von ihrer Familie als dumm und unbrauchbar angesehen wird.

Kein Buch, das mich begeistern konnte. Alleine die Tatsache, dass es aus der Feder des diesjährigen Nobelpreisträgers stammt, machte mich neugierig und ich las es. Kein roter Faden und nur wenig Spannung, so empfand ich das Lesen. Zu viele Protagonisten und eine Sprache, die sich für mich recht vulgär präsentiert, lässt mich nachdenklich zurück.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Eine Hommage an die mutigen Frauen des 2. Weltkriegs

Wir dachten, das Leben kommt noch
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Gwen arbeitet bei der BBC. Sie liebt Herausforderungen und interessiert sich sehr für den Einsatz mutiger Frauen im zweiten Weltkrieg. Ist es Zufall, dass sie zu diesem Thema ein Angebot bekommt? Ein Buch ...

Gwen arbeitet bei der BBC. Sie liebt Herausforderungen und interessiert sich sehr für den Einsatz mutiger Frauen im zweiten Weltkrieg. Ist es Zufall, dass sie zu diesem Thema ein Angebot bekommt? Ein Buch über die tapferen Damen des Widerstands zu schreiben? Nein, das kann nicht sein. Zumal auch ihre Großmutter oft von ihrer Zeit in Paris sprach.

Es gibt so viele Soldatenfriedhöfe und Kriegsgräberstätten in Europa. Immer wieder wird den Heldentaten der Gefallenen gedacht und das ist gut und richtig. Aber leider wird dabei der Mut vieler Frauen vergessen. Sie wurden von England aus nach Frankreich geschickt und mussten nach kurzer Zeit der Einarbeitung Sabotageakte zur Schwächung der Besatzer sicherstellen. Ständig lebten sie in Furcht um ihr Leben. Denunzianten gab es überall. Wer Feind oder Freund war, das wusste niemand.

„Wir dachten, das Leben kommt noch“ ist eine Hommage an die mutigen Frauen des Untergrunds. Elisabeth Sandmann führt den Leser in eine Vergangenheit, die leider nur selten thematisiert wird. Auch wenn mir bei dem Buch die Spannung fehlte, es ist ein wichtiges Zeugnis. So viele Frauen gehörten zum Widerstand. Sie kämpften gegen die Besatzung und ohne ihren Mut wäre das Ende des unsäglichen Krieges noch viele Monate hinausgezögert worden.

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