Leider ein totaler Reinfall
Metal Slinger – Dunkle VerheißungMetal Slinger hat mich leider auf kompletter Linie enttäuscht. Und dass wo der Start ziemlich vielversprechend war.
Man wird anfangs direkt in der Handlung hineingeworfen und das Worldbuilding war dort ...
Metal Slinger hat mich leider auf kompletter Linie enttäuscht. Und dass wo der Start ziemlich vielversprechend war.
Man wird anfangs direkt in der Handlung hineingeworfen und das Worldbuilding war dort noch ziemlich undurchsichtig. Sowas ist ja nicht unüblich, leider kamen im verlauf der Handlung auch kaum weitere schlüssige Erklärungen bezüglich der Topografie, der politischen Verbindungen oder geschichtlichen Referenzen aus der Vergangenheit, worauf die ganze Handlung basiert.
Das Magie Konzept klang auch sehr vielversprechend, aber auch dies wurde nicht wirklich ausgeschöpft.
Denn das Buch scheitert an zwei großen Kritikpunkten.
Zunächst einmal die beiden Hauptcharaktere, Brynn und Acker, als angekündigtes „Enemies–to–Lovers“ Paar waren wandelnde Klischees auf zwei Beinen.
Brynn entwickelt sich in kürzester Zeit vom grauen Mäuschen und Außenseiterin aus Alaha zur unbesiegbaren prophezeiten Friedensbringerin für das Land.
Als passenden Gegenpart Acker, welcher als mysteriöser Bad Boy des Feindeslands Kenta angeteasert wird, aber eigentlich nur eine wandelnde Red Flag ist, so übergriffig wie sich dieser teilweise verhält. Da sprechen seine dreisten Lügen und die zweigleisige Romanze deutlich für sich.
Zudem weisen die beiden Charaktere kaum eine Charakter Entwicklung auf und erfüllen nur ihren Rollenstereotyp.
Zweiter großer Kritikpunkt ist das nicht existente Worldbuilding und das die ganze Handlung eher nur durch aneinandergereihte Tropes niedergeschrieben wurde. Man rast durch die Handlung, ohne dass gewisse Szenen die Zeit haben, sich wirklich zu entwickeln oder nachzuwirken. Durch die Naivität der Charaktere sind gewisse „Twists“ der Handlung sehr früh vorherzusehen und insgesamt konnte mich die Geschichte nie ganz greifen. So reihen sich bekannte Tropes wie verloren geglaubte Prinzessin, übermächtige/ seltene Magie, Mating Bond/ Seelengefährten oder auch der One-Bed-Trope sich nur aneinander. Irgendwann hat man nur noch die Augen verdreht.
Die Krone hat dem allen nur noch der finale Plottwist aufgesetzt, der die ganze vorherige Handlung komplett unglaubwürdig erscheinen lässt und logisch gesehen einfach gar keinen Sinn macht.
Da halfen der sich gut lesende Schreibstil und humorvolle Nebencharaktere wie Messer oder Beau am Ende auch nicht mehr, da ich mich größtenteils nur durch die Handlung quälen musste.
Unterm Strich hatte ich das Gefühl, ein Buch zu lesen, das sehr viel will – große Gefühle, große Konflikte, große Enthüllungen – aber sich nicht die Zeit nimmt, irgendetwas davon sauber aufzubauen. Für mich der Flop zum Jahresbeginn.
Da gibt es eindeutig bessere und ausgefeiltere Romantasy Bücher!