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Veröffentlicht am 07.04.2026

Gelungene Fortsetzung der Wohlfühl-Dilogie

Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers
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Nachdem ich kurz zuvor den ersten Teil der Dilogie von Gabriella Engelmann gelesen hatte, war ich natürlich unendlich gespannt, wie die Autorin die Geschichte rund um die starken Frauen über mehrere Generationen ...

Nachdem ich kurz zuvor den ersten Teil der Dilogie von Gabriella Engelmann gelesen hatte, war ich natürlich unendlich gespannt, wie die Autorin die Geschichte rund um die starken Frauen über mehrere Generationen auf der Insel Sylt weiter erzählt. Der zweite Teil hat mir hierbei sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen als die Ausgangsstory, hier hatten die Figuren in meinen Augen noch mehr Tiefe, das Gesamte war noch spannender und hatte mehr Aussagekraft. Der Schreibstil hat mir überaus gut gefallen, ich konnte von Beginn an in die Handlung eintauchen. Auch das wunderschön gestaltete Cover hat dazu beigetragen, dass ich das Buch immer wieder sehr gerne zur Hand genommen habe. Alle Protagonistinnen waren extrem authentisch skizziert und mir sehr nahe. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven und auf zwei zeitlichen Ebenen erzählt, was das Ganze sehr abwechslungsreich und spannend macht! Die Journalistin Anna, die in der Gegenwart der 85jährigen Fenja bei der Suche nach ihrer über Jahrzehnte verschollenen Schwester Martje behilflich ist, deren Werdegang uns immer wieder mit in die Vergangenheit nimmt, lässt einen als Leser mit fiebern und den Roman nur ungern aus der Hand legen. Besonders gut gefallen haben mir bei der Lektüre die wunderschönen idyllischen Landschaftsbeschreibungen. Gabriella Engelmann bringt das Setting sehr gekonnt rüber, so dass man das Gefühl hat, den Nordseewind und die Atmosphäre an der Küste regelrecht zu spüren! Für mich war die Dilogie die erste Berührung mit der Autorin, aber mit Sicherheit möchte ich nun noch weitere Bücher von ihr lesen. Ich kann auf jeden Fall eine absolute Leseempfehlung aussprechen und vergebe gerne die volle Punktzahl!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2026

Viel Luft nach oben

Tainted Love
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Mit "Tainted Love" hat Vincent Tal einen Krimi geschrieben, auf den ich sehr gespannt war und mir viel spannende Leseunterhaltung erhofft hatte. Leider wurde ich insgesamt vom Buch nicht wirklich abgeholt ...

Mit "Tainted Love" hat Vincent Tal einen Krimi geschrieben, auf den ich sehr gespannt war und mir viel spannende Leseunterhaltung erhofft hatte. Leider wurde ich insgesamt vom Buch nicht wirklich abgeholt und bin ehrlich gesagt nach Beendigung der Lektüre etwas enttäuscht. Der Schreibstil ist zwar flüssig und unkompliziert, und ich bin als Leser schnell in die Geschichte und die Handlung eingestiegen, trotzdem ist insgesamt der Funke nicht richtig übergesprungen. Startet das Ganze am Anfang noch ansatzweise spannend, lässt dies zur Mitte hin deutlich nach und weist für mich sogar einige Längen auf. Auch die Charaktere lassen es für mich an Tiefe vermissen, obwohl ich sie eigentlich recht sympathisch fand, konnte ich irgendwie keine echte Nähe zu ihnen aufbauen. Positiv fand ich, dass die Protagonisten recht normale Menschen wie du und ich sind und nicht irgendwelche herunter gekommenen Existenzen. Insgesamt hatte ich mir einfach mehr erhofft, was die Krimihandlung betrifft, besteht für mich einfach noch ganz viel Luft nach oben und ich möchte das Buch nicht richtig empfehlen!

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  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 26.03.2026

Humorvolle Story mit Tiefgang

Einatmen. Ausatmen.
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In seinem neuen Roman "Einatmen. Ausatmen" erzählt Maxim Leo eine sehr kurzweilige Geschichte, die viele eingestreute humorvolle Stellen aufweist und damit den Leser gut unterhält! Im Mittelpunkt steht ...

In seinem neuen Roman "Einatmen. Ausatmen" erzählt Maxim Leo eine sehr kurzweilige Geschichte, die viele eingestreute humorvolle Stellen aufweist und damit den Leser gut unterhält! Im Mittelpunkt steht Marlene Buchholz, eine erfolgreiche Managerin, die leider trotz großer Erfolge in ihrem Unternehmen menschliche Defizite in der Mitarbeiterführung aufweist und deshalb von der Führung zu einem sogenannten "Achtsamkeitsseminar" in die brandenburgische Provinz geschickt wird. Dass der Chef der Coaching-Agentur, wo Marlene landet, selbst psychische Probleme hat und unter Panikattacken leidet, macht die Sache nicht gerade besser. Während des Lehrgangs stößt die Protagonistin auf spannende und interessante, kauzige, aber liebenswerte Charaktere, die Maxim Leo alle authentisch skizziert. Die Handlung entwickelt sich anders als man anfangs denken mag: Anstatt an ihrem Managerprofil zu feilen, kommt die Erfolgsfrau nach und nach ins Grübeln, ob das "höher, schneller, weiter" ihres bisherigen Lebens tatsächlich erstrebenswert war und ist! Maxim Leo hat mit sehr viel Humor eine Geschichte mit Tiefgang verfasst, die bei mir noch lange nachhallen wird. Er zeigt uns damit, dass Karriere machen und viel Geld verdienen nicht unbedingt immer die erhoffte Erfüllung im Leben bringt. Die durchaus humorvollen Szenen, in denen der Autor manches extrem überspitzt, wirkt stellenweise etwas überdreht. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass das Buch deutlich länger gewesen wäre, das hätte vielleicht noch mehr Tiefgang in einiges gebracht. Trotzdem haben mich der sehr flüssige Schreibstil und die liebenswerten Charaktere sehr gut unterhalten und kurzweilige Leseunterhaltung beschert!

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine Handlung, die unter die Haut geht

Der Kuckucksjunge
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Mit "Der Kuckucksjunge" hat Søren Sveistrup hat wieder einen spannenden Thriller geschrieben, der mir gelungene Leseunterhaltung beschert hat! Wie im Vorgänger Band der Reihe "Der Kastanienmann" ermittelt ...

Mit "Der Kuckucksjunge" hat Søren Sveistrup hat wieder einen spannenden Thriller geschrieben, der mir gelungene Leseunterhaltung beschert hat! Wie im Vorgänger Band der Reihe "Der Kastanienmann" ermittelt wieder das Duo Naia Thulin und Mark Hess, ich mag es, wenn man die Charaktere wieder trifft, deshalb lese ich besonders gerne solche Reihen! Vor allem, wenn wir, wie hier, Einblicke in das Privatleben der ermittelnden Personen erhalten! Die Thrillerhandlung ist gekonnt inszeniert, eine verschwundene Frau hatte als letzte Nachricht auf ihrem Handy einen Kinderabzählreim. Dies arlamiert die Ermittler, denn schon eine 19jährige hatte kurz vor ihrem Tod ähnliches erhalten. Handelt es sich um einen Serientäter? Und wenn ja, hat er bereits sein nächstes Opfer auf dem Schirm? Die Kommissare sind dem Mörder auf der Spur, er spielt mit ihnen ein Katz-und-Maus-Spiel, was den Leser in atemloser Spannung hält, u. mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ. Dafür natürlich die Höchstpunktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung! Ich freue mich schon auf Weiteres aus der Feder des Autors!

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Berührender Wohlfühlroman

Eine Maus namens Merlin
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Aufmerksam geworden war ich auf dieses Buch zugegebenermaßen durch das für meinen Geschmack wirklich entzückende und sehr sehr ansprechend gestaltete Cover. Sein Übriges hatte dann nochmal der interessant ...

Aufmerksam geworden war ich auf dieses Buch zugegebenermaßen durch das für meinen Geschmack wirklich entzückende und sehr sehr ansprechend gestaltete Cover. Sein Übriges hatte dann nochmal der interessant klingende Klappentext getan, so dass ziemlich schnell klar war, dass ich dieses Buch lesen muss! Und ich wurde nicht enttäuscht. Voraus gesagt werden muss, dass ich ein ganz großer Tierfan bin, die emotionale enge Bindung zwischen Mensch und Tier ist für mich etwas ganz Besonderes, das im Mittelpunkt meines Lebens steht, wobei sich diese Beziehung bei mir bisher auf Mensch und Hund konzentriert. Im Roman "Eine Maus namens Merlin" von Simon van Booy steht, wie der Titel schon sagt nun aber eine Maus im Vordergrund, bzw. die 80jährige Helen Cartwright, die nach langen Jahren in Australien in ihre Heimat England zurückkehrt und dort sehr zurück gezogen, ja leider auch einsam lebt und eigentlich nichts mehr vom Leben erwartet. In den frühen Morgenstunden, wenn andere noch schlafen, stromert die alte Frau durch die Nachbarschaft und rettet aus Sperrmüllfunden vermeintliche Schätze. So bringt sie eines Morgens unabsichtlich in einem Karton eine kleine Maus mit in ihr Haus. Anfangs will sie diese wieder möglichst schnell loswerden, doch nach und nach entwickelt sich zwischen Helen und Merlin, so tauft die Alte das Tierchen, eine wirklich rührende Beziehung. Dies führt nicht nur zu einem neuen Lebensinhalt für Helen, sondern daraus resultiert auch, dass die Seniorin über ihren Schatten springt und Beziehungen zu anderen Menschen knüpft, ja sogar Bekanntschaften und Freundschaften schließt, sich für Neues öffnet. Man kann diese Entwicklung quasi sogar als zweite Chance in einem wirklich späten Lebensalter bezeichnen, die bestimmt nicht alltäglich oder an der Tagesordnung ist. Simon van Booy erzählt uns diese Geschichte in einem sehr flüssigen angenehmen Schreibstil, der mich sofort in die Handlung einsteigen ließ. Der gemächliche ruhige Ton passt hervorragend zum Thema. Mich hat die Story wirklich extrem bewegt, die Protagonistin war mir von Beginn an ans Herz gewachsen. Von mir gibt es hierfür auf jeden Fall die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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