Großartiger historischer Roman
Das Haus in CharlottenburgIn ihrem historischen Roman „Das Haus in Charlottenburg“ nimmt uns Beate Sauer mit ins Berlin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die junge Schneiderin Elise, die mit ihrer verwitweten ...
In ihrem historischen Roman „Das Haus in Charlottenburg“ nimmt uns Beate Sauer mit ins Berlin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die junge Schneiderin Elise, die mit ihrer verwitweten Mutter und noch zwei Geschwistern in sehr ärmlichen Verhältnissen lebt. Als Elise zufällig den Architekten Johann und dessen Freund, der als Arzt an der renommierten Charité arbeitet, kennenlernt, scheint ihr Leben überraschend eine positive Wende zu nehmen. Johann und Louis haben es sich in den Kopf gesetzt, ein sogenanntes Genossenschaftshaus zu bauen. Indem sie dieses Projekt verwirklichen wollen sie für Menschen der unteren Klassen bezahlbaren Wohnraum schaffen. Doch sie haben ihre Rechnung ohne die intrigante Immobilienspekulantin Leonora von Rienäcker, Louis‘ Mutter, gemacht. Die Adlige möchte riesige Mietskasernen bauen und lehnt genossenschaftliche Bauten rigoros ab. Die Ereignisse überschlagen sich auf dramatische Weise. Beate Sauer erzählt all dies in einer ungeheuer spannenden Geschichte mit viel gelungenem Lokalkolorit. Da ich selbst viele Jahrzehnte in Berlin gelebt habe, war das Buch, das ich nur sehr schwer aus der Hand legen konnte, auch aus diesem Grunde nochmal ein großer Genuss! Durch den flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Die Autorin hat großartige Recherchearbeit geleistet, der Leser erfährt viel Wissenswertes über das damalige Zeitgeschehen, auch das hat mir sehr gut gefallen! Ich kann diesen Roman unbedingt weiterempfehlen, es gibt von mir selbstverständlich die volle Punktzahl und ein großes Dankeschön an Beate Sauer für die perfekte Leseunterhaltung!