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Veröffentlicht am 17.02.2026

Großartiger historischer Roman

Das Haus in Charlottenburg
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In ihrem historischen Roman „Das Haus in Charlottenburg“ nimmt uns Beate Sauer mit ins Berlin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die junge Schneiderin Elise, die mit ihrer verwitweten ...

In ihrem historischen Roman „Das Haus in Charlottenburg“ nimmt uns Beate Sauer mit ins Berlin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht die junge Schneiderin Elise, die mit ihrer verwitweten Mutter und noch zwei Geschwistern in sehr ärmlichen Verhältnissen lebt. Als Elise zufällig den Architekten Johann und dessen Freund, der als Arzt an der renommierten Charité arbeitet, kennenlernt, scheint ihr Leben überraschend eine positive Wende zu nehmen. Johann und Louis haben es sich in den Kopf gesetzt, ein sogenanntes Genossenschaftshaus zu bauen. Indem sie dieses Projekt verwirklichen wollen sie für Menschen der unteren Klassen bezahlbaren Wohnraum schaffen. Doch sie haben ihre Rechnung ohne die intrigante Immobilienspekulantin Leonora von Rienäcker, Louis‘ Mutter, gemacht. Die Adlige möchte riesige Mietskasernen bauen und lehnt genossenschaftliche Bauten rigoros ab. Die Ereignisse überschlagen sich auf dramatische Weise. Beate Sauer erzählt all dies in einer ungeheuer spannenden Geschichte mit viel gelungenem Lokalkolorit. Da ich selbst viele Jahrzehnte in Berlin gelebt habe, war das Buch, das ich nur sehr schwer aus der Hand legen konnte, auch aus diesem Grunde nochmal ein großer Genuss! Durch den flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Die Autorin hat großartige Recherchearbeit geleistet, der Leser erfährt viel Wissenswertes über das damalige Zeitgeschehen, auch das hat mir sehr gut gefallen! Ich kann diesen Roman unbedingt weiterempfehlen, es gibt von mir selbstverständlich die volle Punktzahl und ein großes Dankeschön an Beate Sauer für die perfekte Leseunterhaltung!

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ganz großes Thriller-Kino

Das Signal
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Ja, ich hatte natürlich recht hohe Erwartungen an dieses neue Buch von Ursula Poznanski, immerhin birgt ihr Name für einen hohen Spannungsfaktor! Doch die Autorin konnte diesen Erwartungen mehr als entsprechen ...

Ja, ich hatte natürlich recht hohe Erwartungen an dieses neue Buch von Ursula Poznanski, immerhin birgt ihr Name für einen hohen Spannungsfaktor! Doch die Autorin konnte diesen Erwartungen mehr als entsprechen und hat alles zu voller Zufriedenheit erfüllt! Im Mittelpunkt der Geschichte steht Viola Decker, eine Frau in den besten Jahren, Mitte 30, ihres Zeichens erfolgreiche Innenarchitekten. Geschrieben ist das Ganze aus ihrer Perspektive, wir sind dabei, wie sie im Krankenhaus aus der Narkose erwacht und realisieren muss, dass sie bei einem kürzlich geschehenen Unfall ein Bein verloren hat. Was für ein Schock. Von Beginn an hat man den Eindruck, dass mit ihrem Mann Adam, der sie natürlich häufig besucht, etwas nicht stimmt! hat er etwas zu erfahren u. wenn ja, was? Als Viola aus der Klinik entlassen wird, hat Adam für seine Frau eine Pflegerin namens Otilia engagiert, die ihr im Haushalt zur Hand gehen soll, denn immerhin ist die junge Frau nach dem Verlust des Beines körperlich stark eingeschränkt. Die Pflegekraft erweist sich jedoch eher als Wachhund, doch woran liegt das? Verfolgt sie eigene Ziele, oder steckt Ehemann Adam dahinter. Da Viola eine hochintelligente und selbstständige Frau ist, gibt sie sich nicht mit ihrem Schicksal und der verordneten Passivität ab, sondern nutzt die technischen Möglichkeiten der heutigen Überwachung, um allen, die ihr nahestehen, Ehemann, Pflegerin und zwei Freundinnen zu bespitzeln. Was sie dabei herausfindet, übersteigt ihre kühnsten Befürchtungen. Dass auch Viola selbst in der Vergangenheit offenbar das eine oder andere Geheimnis verbirgt, erfährt der Leser dabei ganz nebenbei. Die Gesamtlage wird dadurch immer verfahrender und steigert sich zum Ende hin zu einem mehr als spannenden Countdown! Der einzige, dem die behinderte Frau vertraut, ist der am Downsyndrom leidenden Nachbarsjunge, der Viola seinen Möglichkeiten entsprechend auf eine berührende Art und Weise zur Seite steht. Ich habe mit der sympathischen Protagonistin bis zur letzten Seite mitgefiebert. Die Autorin baut einige überraschende Plottiwists ein, die den Leser in Atem halten. Hierfür gibt es natürlich die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.01.2026

Eine interessante Frauenfigur, die zu fesseln versteht

Kleopatra
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Da ich bisher zugegebenermaßen leider recht wenig über die historische Figur Kleopatra wusste, hatte ich mich entschieden, dieses Buch zu lesen. Das Cover ist sehr ansprechend und wunderschön gestaltet ...

Da ich bisher zugegebenermaßen leider recht wenig über die historische Figur Kleopatra wusste, hatte ich mich entschieden, dieses Buch zu lesen. Das Cover ist sehr ansprechend und wunderschön gestaltet und macht neugierig auf den Inhalt! Auch der Klappentext hatte die Vorfreude geschürt! Doch muss ich gestehen, dass die Autorin es mir anfangs nicht leicht gemacht hat, ich brauchte tatsächlich fast 150 Seiten, um mich wirklich einzulesen. Doch als es mich gepackt hatte, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Meine Begeisterung, die sich anfangs in Grenzen hielt, hat dann wirklich zunehmend eine erstaunliche Nähe zur Protagonistin entstehen lassen, mit der ich zu Beginn nicht unbedingt gerechnet hatte. Wir lernen die ägyptische Königin als einen unglaublich machthungrigen, exzentrischen Menschen kennen, aber auch als eine sympathische Frau, die eine extrem liebevolle Mutter ist. Kleopatra konnte sowohl eine sehr gute Freundin sein als auch eine aufopfernde Herrscherin, die sich für ihre Untertanen und ihr Land eingesetzt hat. Doch wehe, man machte sie sich zur Feindin! Die Brutalität, mit der sie sich ihrer Feinde entledigte, erstaunte mich zugegebenermaßen hier und dort! Die Passagen, in denen die Autorin Kleopatras Beziehung sowohl zu Caesar als auch Marc Antonius schildert, haben mir am besten gefallen1 Dass es eine Mischung aus Fakten und Erfundenem darstellt, hat mich dabei nicht gestört! Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt, dass die Autorin dabei eine sehr moderne, fast jugendliche Sprache wählt, fand ich durchaus angenehm! Durch meine anfänglichen Schwierigkeiten gibt es nur vier Sterne, aber trotzdem eine unbedingte Leseempfehlung, da mich das Buch letztendlich sehr gut unterhalten hat. Möge sich jeder seine eigene Meinung bilden, ich finde, das Buch hat auf jeden Fall viele Leser verdient!

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Gelungene Fortsetzung

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Mit "Das Antiquariat am alten Friedhof" setzt Kai Meyer seine tolle Reihe rund um das ehemalige Graphische Viertel in Leipzig fort. Auch wenn die einzelnen Teile letztendlich zusammenhängen, lässt sich ...

Mit "Das Antiquariat am alten Friedhof" setzt Kai Meyer seine tolle Reihe rund um das ehemalige Graphische Viertel in Leipzig fort. Auch wenn die einzelnen Teile letztendlich zusammenhängen, lässt sich jeder Band einzeln gut lesen und verstehen. Im Mittelpunkt steht eine Clique junger Männer aus wohlhabendem Hause: Felix, Vadim, Julius und Eddie, die alle die Leidenschaft zur Literatur verbindet. Sie treffen sich regelmäßig in Vadims Antiquariat mitten im Graphischen Viertel gelesen, das mehr recht als schlecht floriert und gründen dort den "Club Casaubon". Sie haben sich darauf spezialisiert, Einbrüche zu begehen und bei reichen Sammlern wertvolle oft okkulte Bücher zu entwenden, die sie später weiter verkaufen, um hiermit den Fortbestand des Antiquariats zu gewährleisten, aber auch einem gewissen Nervenkitzel zu frönen. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Zum einen begleiten wir die vier in der Zeit um 1930, als Deutschland bereits durch politische Unruhen aufgewühlt war. Die zweite Ebene ist nach unmittelbarem Ende des Krieges, 1945 angesiedelt. Felix hat die Aufgabe, eine Bibliothek auf der griechischen Insel Patmos, die ebenfalls von den Nazis besetzt war, zu katalogisieren. Dies tut er im Auftrag des US-Geheimdienstes. Bei seiner Tätigkeit wird er auch mit Ereignissen aus der Vergangenheit und den Machenschaften seiner Freunde konfrontiert. Kai Meyer hat in seinem unglaublich poetischen Schreibstil und einer bildhaften Sprache eine spannende Story verfasst, die eine gekonnte fesselnde Mischung aus geschichtlichen Elementen, Mystik und der Spannung eines Krimis bildet. Mir hat das Buch eine sehr unterhaltsame Leseezeit beschert, dafür gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Empfehlung!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Ganz großes Kino

Wenn sie wüsste
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Klar, ich hatte hohe Erwartungen an diesen Thriller, immerhin wird die Autorin schon seit längerem überall hochgelobt, was ihre spannungsgeladenen Geschichten angeht. Aber letztendlich hat "Wenn sie wüsste" ...

Klar, ich hatte hohe Erwartungen an diesen Thriller, immerhin wird die Autorin schon seit längerem überall hochgelobt, was ihre spannungsgeladenen Geschichten angeht. Aber letztendlich hat "Wenn sie wüsste" von Freida McFadden es geschafft, alles noch einmal zu übertreffen. Selten habe ich in letzter Zeit ein Buch so verschlungen, in kürzester Zeit weggesuchtet, konnte gestern Abend nicht eingeschlafen, bevor ich die Story nicht beendet wusste. Aber eigentlich greife ich ja vorweg! Gleich von Beginn an, ja von der ersten Seite an, war ich in der Handlung drin. Da macht es uns die Autorin leicht mit ihrem mehr als flüssigen, angenehmen Schreibstil. Wir lernen Millie kennen, eine junge Frau kennen, die auf Jobsuche ist. Diese gestaltet sich nicht einfach, denn sie ist noch nicht lange aus dem Gefängnis entlassen, warum sie dort war, bleibt anfangs noch verborgen. Kurz zuvor ist sie in einer Bar entlassen worden, auch hierfür erfahren wir nicht sofort. Und so ist Milie froh, als Nina Winchester ihr nicht nur einen Job als Haushälterin anbietet, sondern auch noch ein Zimmer in dem Haus ihrer Familie. Es Tätigkeit der jungen Frau als großer Gewinn, sie ist froh, endlich angekommen zu sein. Und auch der attraktive Ehemann, Andrew, trägt sein Übriges zu Milies glücklicher Lage bei. Doch das Ganze bleibt nicht so wie es anfangs scheint, hinter den schönes Mauern des feudalen Hauses ereignen sich unfassbare Dinge! Mit großartigen Plottwists hat Freida McFadden eine atemberaubende Geschichte geschrieben, die wir in der ersten Hälfte ausschließlich aus der Sicht der Haushälterin erfahren. Millie ist eine sympathische, sehr authentisch skizzierte Protagonistin, die mir schnell ans Herz gewachsen war. Man zittert und bangt mir ihr, und wünscht eigentlich nur, dass alles irgendwie ein hoffentlich gutes Ende findet. Doch bis dahin konnte ich wie gesagt, das Buch nicht aus der Hand legen. Schon jetzt freue ich mich auf den nächsten Band der sogenannten "Housemaid-Reihe", den ich natürlich zeitnah lesen werde. Und auch die Verfilmung, die in den nächsten Tagen im Kino anläuft, werde ich mir nicht entgehen lassen! An dieser Stelle erstmal selbstverständlich die volle Punktzahl für dieses Stück großartige spannende Leseunterhaltung und eine absolute Empfehlung noch dazu!

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