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Veröffentlicht am 21.06.2026

Das wirklich Besondere hat mir hier irgendwie gefehlt

The Artist
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Joseph Adelaide, ein noch junger Journalist am Anfang seiner Karriere, reist in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die französische Provence, um den berühmten Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. ...

Joseph Adelaide, ein noch junger Journalist am Anfang seiner Karriere, reist in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die französische Provence, um den berühmten Maler Édouard Tartuffe zu interviewen. Doch die geheimnisvolle Persönlichkeit ist nicht wie erwartet der Künstler selbst, sondern seine Nichte, die ihm den Haushalt führt und schon lange bei ihm lebt. Joseph bleibt länger als anfangs gedacht, sitzt dem Maler Modell und lernt so auch Ettie, die Nichte des Hausherren, näher kennen. Dabei versucht er, hinter deren Geheimnis bzw. das der Beziehung der beiden zurück gezogen Lebenden zu kommen. In durchaus poetischer Sprache schildert Lucy Steeds die französische Landschaft und sehr anschaulich und bildhaft auch das Künstlerleben mit allem Drumherum. Einerseits war dies ein wirklich schön zu lesender Sommerroman, anderseits fehlte mir das wirklich Besondere, Herausragende an der Geschichte, das in der Vorankündigung so gepriesen wurde, immerhin hat das Buch zahlreiche Preise bekommen, was ich tatsächlich nicht immer nachvollziehen konnte. Für mich wies das Ganze leider immer wieder gewisse Längen auf, durch die ich mich hindurch kämpfen musste, und vieles war zu vorhersehbar. Zwar sind die Charaktere sehr ausführlich und bildhaft dargestellt, aber deren Beziehung zueinander war für mich nicht immer wirklich greifbar. Schade, der Roman blieb leider etwas hinter meinen Erwartungen zurück!

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Familiengeschichte der ganz besonderen Art

Verlorene Schäfchen
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Im Mittelpunkt des neuen Romans "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash steht die Familie Flynn, die in einer amerikanischen Vorstadt lebt. Als Mutter Catherine nach jahrelangem Ehealltag, der sie zunehmend ...

Im Mittelpunkt des neuen Romans "Verlorene Schäfchen" von Madeline Cash steht die Familie Flynn, die in einer amerikanischen Vorstadt lebt. Als Mutter Catherine nach jahrelangem Ehealltag, der sie zunehmend frustriert und nicht zufriedengestellt, für eine sogenannte "offene Ehe" plädiert, zieht Vater Bud in sein Auto in der Garage und schließt sich der Selbsthilfegruppe "Verlorene Schäfchen" an. Die Autorin schildert den Familienalltag in einem locker leichten sehr legeren Schreibstil, immer unterlegt mit einem schrägen Humor und viel Ironie. Ein bisschen gestört hat mich, dass sie dabei so manches Mal über den Punkt hinaus schießt, hier wäre weniger ein bisschen mehr gewesen, so rutschen die Pointen ins zu Absurde ab. Von den veränderten Verhältnisse zwischen den Eltern sind natürlich auch die drei Kinder betroffen, die damit, der eine mehr der andere weniger, klar kommen. Auch den Alltag der Kinder schildert Madeline Cash auf humorvolle interessante Weise, so dass tatsächlich ein Bild der amerikanischen Durchschnittsfamilie abgebildet wird. Auch wenn einem das Lachen schon mal im Halse stecken bleibt, fühlte ich mich gut unterhalten und habe das Buch in einem Rutsch weggelesen!

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Leiser und doch so gewaltiger Roman, der mich sehr bewegt hat

Elbland
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Im Mittelpunkt dieses leisen und doch andererseits so gewaltigen Romans "Elbland" von Claudia Rikl stehen Nina und ihre Mutter Irma, die gleich zu Beginn der Geschichte verstirbt. Wir erfahren, dass es ...

Im Mittelpunkt dieses leisen und doch andererseits so gewaltigen Romans "Elbland" von Claudia Rikl stehen Nina und ihre Mutter Irma, die gleich zu Beginn der Geschichte verstirbt. Wir erfahren, dass es noch eine Schwester, Katja, und den Vater gibt, der die Familie vor vielen Jahren im Stich ließ. Auch Katja hat sich offenbar in keiner Weise um ihre Mutter gekümmert. Alles blieb in den vergangenen Jahren an Nina hängen. Auch zwischen ihr und der Mutter gestaltete sich die Beziehung mehr als schwierig. Nach dem Tod der Mutter macht sich die Tochter auf in die ehemalige Heimat der Familie, nach Böhmen, von wo Irma offenbar vor langer Zeit vertrieben wurde. Was war damals passiert, dass die Frau ihr Leben lang an Depressionen litt, mit keinem über das Erlebte sprach u. weder zu ihrem eigenen Ehemann noch zu ihren Kindern wirkliche Nähe aufbauen konnte? In einem sehr ruhigen Schreibstil, der mir extrem gut gefallen hat, erzählt uns Claudia Rikl diese Geschichte u. verarbeitet damit Ereignisse aus ihrer eigenen Familie. Mich hat die Lektüre sehr bewegt, sie wird noch eine Weile nachhallen! Ich vergebe die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Eine etwas andere und doch sehr schöne Liebesgeschichte

Eine Liebe ohne Sommer
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Bei dem neuen Buch bzw Debütroman „Eine Liebe ohne Sommer“ hatten mich sowohl der interessant klingende Klappentext als auch das vor allem farblich wunderschön gestaltete Cover, das Lust auf Sommer macht, ...

Bei dem neuen Buch bzw Debütroman „Eine Liebe ohne Sommer“ hatten mich sowohl der interessant klingende Klappentext als auch das vor allem farblich wunderschön gestaltete Cover, das Lust auf Sommer macht, angesprochen. Doch die Liebesgeschichte, die den Leser erwartet, ist etwas anders als erwartet, was das Ganze jedoch gerade deshalb spannend und aber macht. Im Mittelpunkt steht Rosa, eine junge Frau, die im Treppenhaus Nikolas, den Sohn ihrer Nachbarin kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Obwohl es sich alles recht romantisch und harmonisch gestaltet, hat Rosa ein komisches Bauchgefühl, weil Nikolas ihr offenbar seinen Freundeskreis vorenthält, und ihre Beziehung nicht öffentlich machen will. Als er nach der recht kurzen Liebesgeschichte, die sie verbindet, tödlich verunglückt, macht sich Rosa auf die Suche nach Menschen aus seinem Leben. Was steckte hinter dem geheimnisvollen jungen Mann, der offenbar ihre große Liebe hätte werden können? So lernt nicht nur Rosa, sondern auch der Leser Nikolas gleich zweimal kennen. Nebenher streut der Autor Tagebucheinträge von Rosa ein, die das Ganze noch interessanter gestalten. Mich hat dieser Roman, der einfach etwas anders als die herkömmliche Lovestory daherkommt, großartig unterhalten. Timothy Paul hat einen wunderbaren lockeren und sehr angenehmen Schreibstil, der trotz der stellenweise traurigen Geschichte mit einer gewissen Leichtigkeit daherkommt. Von mir gibt es die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung, für alle, die sich auf diesen Liebesroman der etwas anderen Art einlassen möchten!

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Sommerlicher Wohlfühlroman

Au revoir und tschüss
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Beim vorliegenden Roman „Au revoir und tschüss“ von Gudrun Lochte hatten mich von Anfang an sowohl der spannend klingende Klappentext als auch das wunderschön gestaltete Cover angesprochen und positiv ...

Beim vorliegenden Roman „Au revoir und tschüss“ von Gudrun Lochte hatten mich von Anfang an sowohl der spannend klingende Klappentext als auch das wunderschön gestaltete Cover angesprochen und positiv auf das Buch eingestimmt. Sowohl der Schutzumschlag als auch das darunter zum Vorschein kommende Hardcover sind in zarten Blautönen gehalten worden und machen große Lust auf schöne Sommertage! Von Beginn an war ich durch den flüssigen und sehr angenehmen Schreibstil der Autorin in der Geschichte drin. Im Mittelpunkt steht Caro, eine Frau mittleren Alters, um deren Ehe mit ihrem Mann Holger es nicht zum Besten steht. Caro fühlt sich nicht gesehen, sie war mir sofort nahe, was an der gelungenen Skizzierung der Charaktere liegt. Wie egoistisch und kaltherzig ihr Ehemann sie behandelt, hat mich sehr berührt und mit ihr mitfühlen lassen. Um zu sich selbst zu finden, bucht Caro einen Sprachurlaub in Südfrankreich und erfüllt sich damit einen langgehegten Traum. Gudrun Lochte beschreibt auf wundervolle Art und Weise den Frankreichaufenthalt, man hat als Leser geradezu den Eindruck, man wäre mit dabei und würde mit der Protagonistin in einem Café sitzen und das mediterrane Flair genießen. Caro gelingt die Selbstfindung und lässt uns daran teilhaben. Die Autorin hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der sich perfekt als Sommerlektüre eignet!

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