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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2025

Jeder hat eine zweite Chance verdient

Löwe sucht einen Freund - oder: Ich hab dich zum Fressen gern
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Der Löwe ist gerade erst umgezogen und merkt, dass ihm nur noch neue Freunde fehlen. Er begibt sich voller Tatendrang in seiner Nachbarschaft auf die Suche nach neuen Freunden. Doch es läuft nicht ganz ...

Der Löwe ist gerade erst umgezogen und merkt, dass ihm nur noch neue Freunde fehlen. Er begibt sich voller Tatendrang in seiner Nachbarschaft auf die Suche nach neuen Freunden. Doch es läuft nicht ganz so, wie er es sich vorgestellt hat. Er verschreckt alle seine Nachbarn, kann aber selbst nicht so ganz verstehen was genau schief läuft. Doch zum Glück hilft ihm sein Nachbar, der Bär auf die Sprünge. Löwe will es nun noch mal versuchen. Werden ihm die anderen Tiere noch eine zweite Chance geben?

Dieses Buch bietet so viel für Kinder und Erwachsene. Die sehr bunt gestalteten Illustrationen sind für Kinder perfekt. Man kann so viel darauf entdecken.
Auch die Erzählung finde ich super und enthält klein humorvolle Stellen. Beim Lesen mit meinen Neffen und Nichten habe ich jedoch gemerkt, dass es nicht für alle Kinder sofort erkennbar ist, wieso die Tiere zuerst nicht mit dem Löwen befreundet sein wollen. Es ist für kleine Kinder nicht ganz klar erkennbar, was der Löwe falsch macht. Das muss man bedenken und vielleicht ein bisschen zusätzlich zum Text erklären.

Was ich beim Vorlesen weggelassen habe, ist die Anmerkung, dass Mütter nicht immer recht haben müssen. Natürlich haben sie nicht immer recht, aber ich finde es hat da nicht ganz reingepasst, da Mama Löwe ja keine schlechten Tipps gegeben hat. Sie hat ja gemeint, dass man freundlich und hilfsbereit sein sollte. Mit der Schlussfolgerung des Buches klingt es so, als wäre sie da im Unrecht gewesen, als hätte sie schlechte Ratschläge gegeben. Kinder könnten davon ableiten, dass man nicht hilfsbereit und freundlich sein sollte. Den Satz hätte man weglassen können.

Im Ganzen betrachtet, ist das Buch wirklich schön gestaltet und die Geschichte enthält auch die wichtige Botschaft, dass man zweite Chancen geben sollte bzw. dass vielleicht nicht alles gleich beim ersten Mal super klappt.

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  • Thema
Veröffentlicht am 07.09.2025

Krankenhausromanze

Love Sick
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Bei dem Buch taucht man von der ersten Seite an direkt in die Handlung ein. Mit dem leichten zu lesenden und sehr humorvollen Schreibstil konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Grace und ...

Bei dem Buch taucht man von der ersten Seite an direkt in die Handlung ein. Mit dem leichten zu lesenden und sehr humorvollen Schreibstil konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Grace und Julian beginnen beide an einem Lehrkrankenhaus ihre Ausbildungszeit. Doch vom ersten Tag an muss Grace wegen wegen in Umlauf gebrachten Gerüchen leiden und ist dämlichen Situationen ausgesetzt. Wegen den Gerüchen und einem Missverständnis ist auch das Verhältnis zwischen Julian und Grace nicht besonders rosig. Doch sie kommen sich mit der Zeit immer näher und näher.

Die beiden Protagonisten konnte ich sofort ins Herz schließen und habe mit den beiden mitgelitten. Ich mochte es sehr, dass die Kapitel abwechselnd aus Graces und Julians Sicht geschrieben sind, da man dadurch tiefere Einblicke in die Leben und Gedanken der beiden erhalten hat.
Auch die anderen Neuankömmlinge im Krankenhaus, die zur Freundesgruppe der beiden Protagonisten wurde, fand ich super sympathisch und ich mochte diese Unterstützung die untereinander herrschte. Die Freundesgruppe brachte immer wieder viel Humor in die Dialoge und Handlungen.

Das Buch ist auf jeden Fall für alle Lesenden zu empfehlen, die auf Enemies-to-Lover-Tropes stehen und ich kann es nur weiterempfehlen. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere hineinversetzen und habe das Lesen des Buches sehr genossen. Das Buch hat mir einige entspannte Lesestunden gebracht.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 15.08.2025

Gier und Hass übertrifft alles

Die Rosenschlacht
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Ihre gemeinsame Liebe zu Antiquitäten führt Jonathan und Barbara zusammen. Sie lernen sich auf einer Auktion kennen, heiraten, bekommen zwei Kinder und leben in einem wunderschönen Haus, das sie mit wertvollen ...

Ihre gemeinsame Liebe zu Antiquitäten führt Jonathan und Barbara zusammen. Sie lernen sich auf einer Auktion kennen, heiraten, bekommen zwei Kinder und leben in einem wunderschönen Haus, das sie mit wertvollen Antiquitäten einrichten. Auch beruflich sind sie sehr erfolgreich: Jonathan ist Anwalt und Barbara ist, nachdem sie die letzten Jahre bei den Kindern zuhause war, dabei sich ein Catering Service aufzubauen.
Jonathan wir eines Tages mit Verdacht auf einen Herzinfarkt ins Krankenhaus geliefert. Barbara kommt nicht, wie von Jonathan erhofft zu ihm ins Krankenhaus sondern überrumpelt ihn nach seiner Entlassung auch noch mit der Forderung zur Scheidung.
Beide sind jedoch nicht gewillt das Haus aufzugeben und so beginnt ein unglaublich brutaler Kampf um das Haus.

Ich habe das Lesen des Buches wirklich sehr genossen. Man hat die Geschichte aus mehreren Sichten erfahren: Jonathan, Barbara und dem AuPair.
Von den drei Personen war mir Jonathan am sympathischsten, denn ich konnte mich in seine Situation am besten hineinversetzen. Je weiter die Schlacht jedoch fortschritt, desto unsympathischer wurde auch er mir. Man konnte die Handlungen einfach nicht mehr verstehen und sie waren nur noch besessen davon den anderen zu besiegen und selbst zu "gewinnen".
Barbaras plötzlichen Sinneswandel und Hass auf Jonathan konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Sie will sie scheiden lassen, da sie das Leben das sie gemeinsam führen hasst und behauptet endlich ihr Leben so leben zu können, wie sie es will. Diese Argumentation konnte ich nicht verstehen, denn im Buch kam eigentlich nie rüber, dass Jonathan sie irgendwie unterdrückt hätte und ihr nicht erlaubt hätte, das Studium fertig zu machen oder selbst berufstätig zu sein.

Und so kommt es zu einem Schlagabtausch nach dem anderen. Barbara und Jonathan versuchen sich gegenseitig immer mehr Schmerz zuzufügen, damit einer endlich aufgibt und dem jeweils anderen das Haus überlässt. Sie geraden komplett außer Kontrolle.
Dieses ständige hin und her wurde mir zwischendurch ein bisschen zu langweilig. Ein Schlagabtausch weniger hätte meiner Meinung nach auch gereicht.

Im Laufe des beschriebenen Geschehens kann man gar nicht glauben zu was die beiden alles fähig sind. Die Vernichtungsideen der beiden werden immer ausgeklügelter und schrecklicher. Sie verlieren komplett die Kontrolle über ihre Leben und haben nur noch das Ziel den anderen zu vernichten. Sie vergessen dabei sogar die eigenen Kinder. Da sieht man zu was die Gier und der Hass alles verleiten.

Ich konnte das Buch fast nicht weglegen, da ich einfach immer weiterlesen musste, um zu erfahren, was sie sich noch alles antun und wie genau es am Ende dann ausgehen wird.
Auf jeden Fall eine Leseempfehlung von mir.

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  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 09.08.2025

Ihr rennt die Zeit davon

Not Quite Dead Yet
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Natürlich kenne ich den Namen der Autorin durch ihre sehr bekannte Buchreihe "A Good Girl's Guide to Murder". Die Bücher stehen schon länger auf meiner Leseliste, habe es aber noch nicht geschafft sie ...

Natürlich kenne ich den Namen der Autorin durch ihre sehr bekannte Buchreihe "A Good Girl's Guide to Murder". Die Bücher stehen schon länger auf meiner Leseliste, habe es aber noch nicht geschafft sie zu lesen. Da diese Buchreihe sehr bekannt ist, war ich sehr gespannt auf das neue Buch "Not Quite Dead Yet" von Holly Jackson.

Jet wird nach einer Halloween Party von einem unbekannten Täter zu Hause angegriffen und erlitt eine schwere Kopfverletzung. Im Krankenhaus sagt ihr die Ärztin, dass sie ein Aneurysma hat und ohne Operation, die aber sehr riskant ist und nur eine sehr geringe Erfolgschance hat, innerhalb einer Woche sterben wird. Jet entscheidet sich gegen die Operation und beschließt auf Mördersuche zu gehen und ihren eigenen Mord aufzuklären.

Am Anfang hat es bei mir ein bisschen gedauert die Charaktere auseinanderzuhalten. Man lernt gleich zu Beginn auf der Halloweenparty viele Leute kennen und ich brauchte ein bisschen bis ich mir die Namen gemerkt habe.

Die Idee Jet ihren eigenen Mord aufklären zu lassen, bevor sie an den Folgen des Überfalls sterben wird, fand ich echt gut und originell. Die Umsetzung fand ich nicht ganz überzeugend. Ich konnte nicht wirklich Mitgefühl für Jet aufbringen und es entstand keine Bindung zu ihrem Charakter. Ich habe kein tieferes Interesse für ihr Schicksal aufgebaut. Man konnte ihre Entscheidungen teilweise nicht nachvollziehen. Solange das Aneurysma nicht geplatzt ist, sind die Symptome so wie im Buch dargestellt (Kopfschmerzen, doppelt sehen, Lähmung im Gesicht bzw. einer Körperhälfte, vergessen von Wörtern, Schwindel, ...), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Aneurysma beim Zertrümmern eines Betonbodens nicht platzt. Diese Detail muss man beim Lesen einfach außer Acht lassen und nicht zu viel darüber nachdenken.

Das Mitraten hat mir schon sehr Spaß gemacht, da immer wieder falsche Fährten gelegt wurden und ich bis kurz vorm Schluss eigentlich nicht wirklich sagen konnte, wer der Täter war.

Ich finde es gut, dass Jet am Ende auch wirklich gestorben ist und nicht durch irgendein Wunder doch überlebt hat. Das hätte das alles noch unglaubwürdiger gemacht. Ihren Tod fand ich dann doch etwas emotional und wurde meiner Meinung nach gut beschrieben.

Absolut fantastisch finde ich das Cover des Buches. Es passt einfach perfekt zur Handlung und enthält so viele Details. Es zeigt einen Gehirnscan, wegen Jets Hirnverletzung und gleichzeitig ist es auch eine Sanduhr, was andeuten soll, dass ihr die Zeit davonläuft. Wirklich gut umgesetzt.


Das Buch soll im Gegensatz zu ihrer Reihe "A Good Girl's Guide to Murder" ein Buch für Erwachsene sein. Da ich diese Bücher noch nicht gelesen habe, kann ich jetzt nicht beurteilen, wie sich der Schreibstil eventuell angepasst hat, aber ich finde nicht, dass "Not Quite Dead Yet" wirklich ein Erwachsenenbuch war. Ich würde es eher in das Genre "Young Adult" einstufen.

An und für sich fand ich die Idee wirklich gut, aber die Umsetzung finde ich ein bisschen schwach und hätte meiner Meinung nach mehr Potential gehabt.
Für Erwachsene finde ich die Handlung zu einfach gestrickt und geht mir zu wenig in die Tiefe. Für junge Erwachsene finde ich das Buch aber trotzdem als entspanntes Leseerlebnis empfehlenswert.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 03.06.2025

Chaotisch-romantischer Roadtrip

Maybe this is how it starts
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Dieses Buch hat mich total begeistert. Ich hätte mir nicht erwartet, dass ich es so sehr mögen werde.
Millie hat nach dem Beziehungsaus mit ihrem Ex bei ihrer älteren Nachbarin Mrs. Nash gewohnt. Diese ...

Dieses Buch hat mich total begeistert. Ich hätte mir nicht erwartet, dass ich es so sehr mögen werde.
Millie hat nach dem Beziehungsaus mit ihrem Ex bei ihrer älteren Nachbarin Mrs. Nash gewohnt. Diese ist nun leider gestorben und Millie will ihren letzten Wunsch erfüllen, sie mit ihrer verlorenen Liebe Elsie vereinen. Mrs. Nash hat gedacht, dass Elsie im Krieg gestorben ist, aber Millie kann herausfinden, dass sie in einem Hospizheim in Florida lebt, aber nicht mehr lange zu leben hat. Sie begibt sich mit einem kleinen Teil von der Asche von Mrs. Nash auf den Weg. Doch es läuft nicht ganz nach Plan. Zuerst wird der Flug gestrichen, also begibt sie sich mit Hollis, einem Bekannten ihres Ex, auf einen Roadtrip, doch auch dort läuft nicht alles nach Plan. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Millie, die Romantikerin und Hollis, der Zyniker. Und so beginnt eine lustige, unterhaltsame, romantische, chaotische Reise.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere Millie und Hollis waren von Anfang an super sympathisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und auf ein Happy End gehofft.
Der Schreibstil ist so flüssig zu lesen, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Autorin hat auch genau meinen Humor getroffen und ich musste beim Lesen einige Male laut lachen - nicht nur schmunzeln, sondern wirklich laut lachen - und das sagt schon einiges aus.

Bei dem Buch handelt sich um eine romantische Liebesgeschichte mit Witz aber auch Tiefgang. Der Roman ist sehr zu empfehlen.

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