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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.08.2025

Ihr rennt die Zeit davon

Not Quite Dead Yet
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Natürlich kenne ich den Namen der Autorin durch ihre sehr bekannte Buchreihe "A Good Girl's Guide to Murder". Die Bücher stehen schon länger auf meiner Leseliste, habe es aber noch nicht geschafft sie ...

Natürlich kenne ich den Namen der Autorin durch ihre sehr bekannte Buchreihe "A Good Girl's Guide to Murder". Die Bücher stehen schon länger auf meiner Leseliste, habe es aber noch nicht geschafft sie zu lesen. Da diese Buchreihe sehr bekannt ist, war ich sehr gespannt auf das neue Buch "Not Quite Dead Yet" von Holly Jackson.

Jet wird nach einer Halloween Party von einem unbekannten Täter zu Hause angegriffen und erlitt eine schwere Kopfverletzung. Im Krankenhaus sagt ihr die Ärztin, dass sie ein Aneurysma hat und ohne Operation, die aber sehr riskant ist und nur eine sehr geringe Erfolgschance hat, innerhalb einer Woche sterben wird. Jet entscheidet sich gegen die Operation und beschließt auf Mördersuche zu gehen und ihren eigenen Mord aufzuklären.

Am Anfang hat es bei mir ein bisschen gedauert die Charaktere auseinanderzuhalten. Man lernt gleich zu Beginn auf der Halloweenparty viele Leute kennen und ich brauchte ein bisschen bis ich mir die Namen gemerkt habe.

Die Idee Jet ihren eigenen Mord aufklären zu lassen, bevor sie an den Folgen des Überfalls sterben wird, fand ich echt gut und originell. Die Umsetzung fand ich nicht ganz überzeugend. Ich konnte nicht wirklich Mitgefühl für Jet aufbringen und es entstand keine Bindung zu ihrem Charakter. Ich habe kein tieferes Interesse für ihr Schicksal aufgebaut. Man konnte ihre Entscheidungen teilweise nicht nachvollziehen. Solange das Aneurysma nicht geplatzt ist, sind die Symptome so wie im Buch dargestellt (Kopfschmerzen, doppelt sehen, Lähmung im Gesicht bzw. einer Körperhälfte, vergessen von Wörtern, Schwindel, ...), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Aneurysma beim Zertrümmern eines Betonbodens nicht platzt. Diese Detail muss man beim Lesen einfach außer Acht lassen und nicht zu viel darüber nachdenken.

Das Mitraten hat mir schon sehr Spaß gemacht, da immer wieder falsche Fährten gelegt wurden und ich bis kurz vorm Schluss eigentlich nicht wirklich sagen konnte, wer der Täter war.

Ich finde es gut, dass Jet am Ende auch wirklich gestorben ist und nicht durch irgendein Wunder doch überlebt hat. Das hätte das alles noch unglaubwürdiger gemacht. Ihren Tod fand ich dann doch etwas emotional und wurde meiner Meinung nach gut beschrieben.

Absolut fantastisch finde ich das Cover des Buches. Es passt einfach perfekt zur Handlung und enthält so viele Details. Es zeigt einen Gehirnscan, wegen Jets Hirnverletzung und gleichzeitig ist es auch eine Sanduhr, was andeuten soll, dass ihr die Zeit davonläuft. Wirklich gut umgesetzt.


Das Buch soll im Gegensatz zu ihrer Reihe "A Good Girl's Guide to Murder" ein Buch für Erwachsene sein. Da ich diese Bücher noch nicht gelesen habe, kann ich jetzt nicht beurteilen, wie sich der Schreibstil eventuell angepasst hat, aber ich finde nicht, dass "Not Quite Dead Yet" wirklich ein Erwachsenenbuch war. Ich würde es eher in das Genre "Young Adult" einstufen.

An und für sich fand ich die Idee wirklich gut, aber die Umsetzung finde ich ein bisschen schwach und hätte meiner Meinung nach mehr Potential gehabt.
Für Erwachsene finde ich die Handlung zu einfach gestrickt und geht mir zu wenig in die Tiefe. Für junge Erwachsene finde ich das Buch aber trotzdem als entspanntes Leseerlebnis empfehlenswert.

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  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 03.06.2025

Chaotisch-romantischer Roadtrip

Maybe this is how it starts
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Dieses Buch hat mich total begeistert. Ich hätte mir nicht erwartet, dass ich es so sehr mögen werde.
Millie hat nach dem Beziehungsaus mit ihrem Ex bei ihrer älteren Nachbarin Mrs. Nash gewohnt. Diese ...

Dieses Buch hat mich total begeistert. Ich hätte mir nicht erwartet, dass ich es so sehr mögen werde.
Millie hat nach dem Beziehungsaus mit ihrem Ex bei ihrer älteren Nachbarin Mrs. Nash gewohnt. Diese ist nun leider gestorben und Millie will ihren letzten Wunsch erfüllen, sie mit ihrer verlorenen Liebe Elsie vereinen. Mrs. Nash hat gedacht, dass Elsie im Krieg gestorben ist, aber Millie kann herausfinden, dass sie in einem Hospizheim in Florida lebt, aber nicht mehr lange zu leben hat. Sie begibt sich mit einem kleinen Teil von der Asche von Mrs. Nash auf den Weg. Doch es läuft nicht ganz nach Plan. Zuerst wird der Flug gestrichen, also begibt sie sich mit Hollis, einem Bekannten ihres Ex, auf einen Roadtrip, doch auch dort läuft nicht alles nach Plan. Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Millie, die Romantikerin und Hollis, der Zyniker. Und so beginnt eine lustige, unterhaltsame, romantische, chaotische Reise.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt und ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Charaktere Millie und Hollis waren von Anfang an super sympathisch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Ich habe mit ihnen mitgefiebert und auf ein Happy End gehofft.
Der Schreibstil ist so flüssig zu lesen, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Autorin hat auch genau meinen Humor getroffen und ich musste beim Lesen einige Male laut lachen - nicht nur schmunzeln, sondern wirklich laut lachen - und das sagt schon einiges aus.

Bei dem Buch handelt sich um eine romantische Liebesgeschichte mit Witz aber auch Tiefgang. Der Roman ist sehr zu empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 02.06.2025

Für junge Rätselliebhaber

Geheim! Ein Rätselabenteuer - Rette die magische Eis-Akademie
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Elli möchte ihre Sommerferien am liebsten nur in der Eisdiele ihres Großvaters verbringen und mit ihm magisches Eis herstellen. Denn das Geheimnis der beiden ist, dass sie zu den magischen Eismachern gehören ...

Elli möchte ihre Sommerferien am liebsten nur in der Eisdiele ihres Großvaters verbringen und mit ihm magisches Eis herstellen. Denn das Geheimnis der beiden ist, dass sie zu den magischen Eismachern gehören und mithilfe ihrer Gabe magisches Eis herstellen können. Doch ihr Großvater ist verschwunden Nachdem sie eine geheime Nachricht entdeckt in der sie erfährt, dass die magische Eisakademie in Gefahr ist, begibt sie sich auf die Suche nach ihm, um ihm zu helfen die Akademie zu retten. Sie kann ihre Familie dazu überreden Urlaub in Venedig, wo sich die Eisakademie befindet, zu machen und begibt sich mit ihrem dort wohnenden Freund Fabio und ihrem Haushuhn Ente in ein aufregendes Abenteuer.

Es ist mein erstes Buch aus der Geheim! - Reihe und mich konnte es direkt überzeugen. Die Geschichte ist spannend für junge Leser/innen und die Rätsel am Ende der Kapitel sind noch ein besonderer Pluspunkt, sodass es auch unterhaltsam bleibt. Die Rätsel sind altersgerecht und können mit ein bisschen nachdenken auch schon von jüngeren Kindern alleine gelöst werden. Für kleine Hilfen befinden sich am Ende des Buches zwei Hinweise zu jedem Rätsel. Die Kapitel sind kurz gehalten, genau passend für junge Leser.
Elli und ihre Freunde, vor allem Fabio und das Huhn Ente, sind sehr liebenswürdig und es ist echt unterhaltsam ihnen auf ihrer Reise zu folgen. Mithilfe der Rätsel fühlt man sich auch als wäre man direkt dabei und würde sich aktiv an der Rettung der Akademie beteiligen.

Leider enthalten einige der Rätsel Fehler, wodurch sie nicht richtig lösbar sind. Vor allem jüngere Kinder könnten sich schwer tun, die richtige Lösung zu kombinieren und brauchen die Hilfe von Erwachsenen. Das finde ich sehr schade. Hoffentlich können diese Fehler für die nächste Auflage behoben werden.

Im Großen und ganzen finde ich es ein sehr gelungenes Buch, dass für junge Leser sicherlich sehr spannend ist. Die Rätsel sind super abwechslungsreich und altersgerecht gestaltet. Der einzige Minuspunkt sind die Fehler, die sich in ein paar der Rätsel geschlichen haben.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Thema
Veröffentlicht am 17.05.2025

Wohlfühlbuch mit Tiefe

Passion Project
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Bei dem Buch erwartet man ein paar entspannte Lesestunden mit Sommervibes, aber man erhält so viel mehr. Das Buch hat sehr viel Tiefe und regt wirklich zum Nachdenken an. London Sperry hat Humor, Romanze, ...

Bei dem Buch erwartet man ein paar entspannte Lesestunden mit Sommervibes, aber man erhält so viel mehr. Das Buch hat sehr viel Tiefe und regt wirklich zum Nachdenken an. London Sperry hat Humor, Romanze, Tiefe und etwas schwerere Themen, wie Trauer und Depression, perfekt vereint und dieses perfekte Buch geschaffen.

Die Handlung dreht sich um Bennet, die nach einem schweren Schicksalsschlag mit Depressionen kämpft und in ihrem Leben ein bisschen feststeckt. Aus einem vermurksten Date entsteht eine Freundschaft zwischen Bennet und Henry. Henry will Bennet dazu helfen ihre Passion zu finden und somit starten die beiden das sogenannte Passion Projekt, bei dem sie zusammen die verschiedensten Dinge ausprobieren, in der Hoffnung Bennets Passion zu finden.

Bennet und Henry sind sehr sympathische Protagonisten. Ich habe sie sofort ins Herz geschlossen und konnte so gut mit ihnen mitfühlen. Es ist sehr unterhaltsam sie auf ihrer gemeinsamen Reise und dem Suchen von Bennets Passion zu begleiten.

Das Buch behandelt auch Themen wie Trauer, Verlust, Depression und Neufindung. Meiner Meinung nach werden diese Themen sehr gut dargestellt und es wirkt überhaupt nicht überspitzt. Sie werden auch sehr gut mit den leichteren Themen verbunden, sodass das Buch nicht zu schwer ist, sondern angenehme Lesestunden, die zum Nachdenken anregen, bietet.

Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen. Ich hab das Lesen sehr genossen und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Der Umgang mit den schweren Themen war sehr gut gemacht und hat mich teilweise wirklich zum Nachdenken angeregt.
Wirklich ein wunderschönes Buch.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Zu wenig Spannung

Die Yacht
4

Hannah ist wie jedes Jahr zur Silvesterparty ihrer Freundin aus Kindheitstagen eingeladen. Dieses Jahr findet sie auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia statt. Die Gästeliste ist ganz intim gehalten: ...

Hannah ist wie jedes Jahr zur Silvesterparty ihrer Freundin aus Kindheitstagen eingeladen. Dieses Jahr findet sie auf einer Luxusyacht im Hafen von Ventimiglia statt. Die Gästeliste ist ganz intim gehalten: Es sind nur Hannah, Harry, Libby, ihr Ehemann Olly, Maggie, ihr Verlobter Leon an Bord.
Die Party läuft etwas aus dem Ruder: Hannah muss erfahren wie wenig sie von ihren wohlhabenden Freundinnen Libby und Maggie und ihren Männern geschätzt wird. Nur Harry scheint ein echter Freund zu sein. Am nächsten Morgen möchte sie so schnell wie möglich von der Yacht und nach Hause, doch sie muss feststellen, dass sie sich nicht mehr im Hafen befinden, sondern auf offener See treiben.
Noch dazu kann keiner die Yacht steuern, der Tank ist leer, kein Vorräte sind an Bord, keine Rettungsboote und ein Notruf ist nicht möglich...

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen und auch die Idee der Handlung fand ich super. Jedoch konnte mich das Buch trotzdem nicht ganz überzeugen.
Am Anfang ist es sehr langatmig und es dauert etwas bis es wirklich spannend wird. Als sie dann am Morgen entdecken, dass sie abgetrieben sind und keine Möglichkeit haben wieder zurück an Land zu kommen, habe ich mir gedacht, dass es jetzt endlich richtig spannend wird. Aber leider Fehlanzeige. Die Gespräche und die Handlung wiederholen sich ständig. Es kommt immer wieder zu den gleichen Streitereien. Es wird immer wieder betont, wie wenig sie Hannah leiden können und, dass sie hier nur geduldet wird. Das hat mich dann schon etwas genervt. Da hätte man sie so viel sparen können und dafür mehr spannende Elemente einbauen können. Die Handlung hatte zu wenig Tiefe und es drehte sich immer wieder um das Selbe.
Am Anfang habe ich mir noch gedacht, dass die Charaktere ganz gut beschrieben wurden und man sich die Szene auf der Yacht bei der Party ganz gut vorstellen kann. Aber irgendwie gab es keine wirkliche Charakterentwicklung und für mich waren Libby, Olly, Maggie und Leon bis zum Ende nicht unterscheidbar. Sie hatten keine Tiefe.

Das Ende hat mich auch nicht ganz überzeugt. Die Motive waren eher dämlich und die Auflösung (bzw. die Schlussfolgerungen die zur Auflösung geführt haben), war für mich etwas bei den Haaren herbeigezogen.

Ich hab mir mehr Spannung erwartet und so konnte mich der Thriller nicht ganz überzeugen.

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