Ihr rennt die Zeit davon
Not Quite Dead YetNatürlich kenne ich den Namen der Autorin durch ihre sehr bekannte Buchreihe "A Good Girl's Guide to Murder". Die Bücher stehen schon länger auf meiner Leseliste, habe es aber noch nicht geschafft sie ...
Natürlich kenne ich den Namen der Autorin durch ihre sehr bekannte Buchreihe "A Good Girl's Guide to Murder". Die Bücher stehen schon länger auf meiner Leseliste, habe es aber noch nicht geschafft sie zu lesen. Da diese Buchreihe sehr bekannt ist, war ich sehr gespannt auf das neue Buch "Not Quite Dead Yet" von Holly Jackson.
Jet wird nach einer Halloween Party von einem unbekannten Täter zu Hause angegriffen und erlitt eine schwere Kopfverletzung. Im Krankenhaus sagt ihr die Ärztin, dass sie ein Aneurysma hat und ohne Operation, die aber sehr riskant ist und nur eine sehr geringe Erfolgschance hat, innerhalb einer Woche sterben wird. Jet entscheidet sich gegen die Operation und beschließt auf Mördersuche zu gehen und ihren eigenen Mord aufzuklären.
Am Anfang hat es bei mir ein bisschen gedauert die Charaktere auseinanderzuhalten. Man lernt gleich zu Beginn auf der Halloweenparty viele Leute kennen und ich brauchte ein bisschen bis ich mir die Namen gemerkt habe.
Die Idee Jet ihren eigenen Mord aufklären zu lassen, bevor sie an den Folgen des Überfalls sterben wird, fand ich echt gut und originell. Die Umsetzung fand ich nicht ganz überzeugend. Ich konnte nicht wirklich Mitgefühl für Jet aufbringen und es entstand keine Bindung zu ihrem Charakter. Ich habe kein tieferes Interesse für ihr Schicksal aufgebaut. Man konnte ihre Entscheidungen teilweise nicht nachvollziehen. Solange das Aneurysma nicht geplatzt ist, sind die Symptome so wie im Buch dargestellt (Kopfschmerzen, doppelt sehen, Lähmung im Gesicht bzw. einer Körperhälfte, vergessen von Wörtern, Schwindel, ...), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Aneurysma beim Zertrümmern eines Betonbodens nicht platzt. Diese Detail muss man beim Lesen einfach außer Acht lassen und nicht zu viel darüber nachdenken.
Das Mitraten hat mir schon sehr Spaß gemacht, da immer wieder falsche Fährten gelegt wurden und ich bis kurz vorm Schluss eigentlich nicht wirklich sagen konnte, wer der Täter war.
Ich finde es gut, dass Jet am Ende auch wirklich gestorben ist und nicht durch irgendein Wunder doch überlebt hat. Das hätte das alles noch unglaubwürdiger gemacht. Ihren Tod fand ich dann doch etwas emotional und wurde meiner Meinung nach gut beschrieben.
Absolut fantastisch finde ich das Cover des Buches. Es passt einfach perfekt zur Handlung und enthält so viele Details. Es zeigt einen Gehirnscan, wegen Jets Hirnverletzung und gleichzeitig ist es auch eine Sanduhr, was andeuten soll, dass ihr die Zeit davonläuft. Wirklich gut umgesetzt.
Das Buch soll im Gegensatz zu ihrer Reihe "A Good Girl's Guide to Murder" ein Buch für Erwachsene sein. Da ich diese Bücher noch nicht gelesen habe, kann ich jetzt nicht beurteilen, wie sich der Schreibstil eventuell angepasst hat, aber ich finde nicht, dass "Not Quite Dead Yet" wirklich ein Erwachsenenbuch war. Ich würde es eher in das Genre "Young Adult" einstufen.
An und für sich fand ich die Idee wirklich gut, aber die Umsetzung finde ich ein bisschen schwach und hätte meiner Meinung nach mehr Potential gehabt.
Für Erwachsene finde ich die Handlung zu einfach gestrickt und geht mir zu wenig in die Tiefe. Für junge Erwachsene finde ich das Buch aber trotzdem als entspanntes Leseerlebnis empfehlenswert.