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Veröffentlicht am 03.03.2026

Humorvoller Krimi

Detektivin Wunderwuzzi in Dänemark
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„...Inzwischen habe ich mir einen Namen gemacht und es ist zu meiner Mission geworden, Angehörigen die Möglichkeit zu geben, abzuschließen…“

Silke, genant Wunderwuzzi, ist Detektivin. Sie sucht nach verschwundenen ...

„...Inzwischen habe ich mir einen Namen gemacht und es ist zu meiner Mission geworden, Angehörigen die Möglichkeit zu geben, abzuschließen…“

Silke, genant Wunderwuzzi, ist Detektivin. Sie sucht nach verschwundenen Personen. Dabei begleiten sie drei Leichenspürhunde.
Die Autorin hat einen humorvollen Kurzkrimi geschrieben. Der Schriftstil ist voller Humor und gestaltet in Form von Blogbeiträgen. Wunderwuzzi spricht also ihre Fans direkt an.
Wunderwuzzi ist in Dänemark angekommen. Hier soll sie nach Petra suchen. Alles spricht dafür, dass sie ihr Mann umgebracht hat. Sie erläutert mir als Leser, wie sie vorgeht.

„...Manchmal stelle ich dem Verdächtigen eine Falle. Ich behaupte, ich wüsste etwas, und lege mich auf die Lauer…“

Ganz nebenbei erfahre ich, wie Wunderwuzzi schon mit acht Jahren ihren ersten Fall gelöst hat. Damals war ihre beste Freundin verschwunden.
Nebenbei erfahre ich einiges über das Urlaubsland Dänemark. Wunderwuzzi arbeitet nicht nur, sie genießt auch die Nähe des Meeres und die Angebote für Touristen.
Das Buch besticht durch all die unerwarteten Wendungen. Außerdem wird die Spannung auch dadurch hoch gehalten, dass die Handlung nicht linear erzählt wird, sondern Wunderwuzzi zwischendurch auf alte Fälle hinweist. Viele Szenen laden zum Schmunzeln ein. Am Ende jedes Kapitels gibt es einen zweizeiligen Vers.
Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten. Ich hoffe, ich lese die Detektivin mal wieder.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Eine starke Frau

Die Hoffnung, die uns trägt
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„...Zwei Zimmer sind Luxus, dachte Amália. Es war das Ergebnis mehrfachen Wälzens, um die richtige Schlafposition zu finden. Vergeblich. Also grübelte sie auf der dünnen Matratze im Schlafraum über ihren ...

„...Zwei Zimmer sind Luxus, dachte Amália. Es war das Ergebnis mehrfachen Wälzens, um die richtige Schlafposition zu finden. Vergeblich. Also grübelte sie auf der dünnen Matratze im Schlafraum über ihren Tag und den Sinn des Lebens nach…“

Mit diesen Zeilen beginnt ein historischer Roman, der mich als Leser in die jüngere Geschichte Portugals führt. Wir schreiben das Jahr 1961, das für Amália eine heftige Wendung bringen sollte.
Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Die Spannungen im Lande werden deutlich herausgearbeitet. Auch die Gründe dafür sind ein Thema der Geschichte.
Amálias Vater gehört zu den Männern, die jeden Morgen zum Hafen gehen, um nach Arbeit zu fragen. Amália selbst hilft Senhor Teotónio am Obststand. Die Mutter kümmert sich um Pedro, den kleine Bruder, dessen Husten in der feuchten Wohnung nicht aufhört. Als Amália an diesem Morgen erwacht, ist ihr Bruder Pedro tot.

„...Ihre Mutter saß auf einem Stuhl. Auf dem Tisch lag auf einem weißen Tischtuch ihr Bruder. Ein paar Nachbarinnen standen hinter ihr und beteten…“

Die Familie zerbricht. Der Vater verschwindet, die Mutter versinkt in ihre Trauer.
Amália bekommt einen Job in einem Café. Als sie die Wohnung verliert, weil die Mutter in eine Krankenhaus muss, erhält sie von den Besitzern des Cafés ein Zimmer. Im Café lernt Amálie Marcelo kennen. Wir befinden uns in der Zeit der Studentenunruhen in Portugal. Marcelo gehört zu den protestierenden Studenten. Amália hat sich bisher kaum mit Politik befasst. Sie hatte zu tun, ihr Leben in den Griff zu bekommen.
Häufig besucht Amália das Grab ihres Bruders. Sie erzählt ihm von ihren Leben und ringt dort um Entscheidungen. Dort erlebt sie auch, dass manche Dinge unausweichlich sind.

„..Doch dann bemerkte sie das Foto einer jungen, wunderschönen Frau in einem Metallrahmen, das in die Gruft gestellt wurde, und hörte das ergreifende Schluchzen eines Mannes. Geld half nicht gegen Sterben und Trauer. Und zum ersten Mal kam ihr der Gedanke, dass kein Geld der Welkt hätte Pedro retten können…“

Das Buch zeugt von ausführlicher Recherche der Autorin. Das zeigt sich nicht zuletzt, bei der Beschreibung der Verhaftung der Studenten und deren Leben nach der Freilassung. Sie werden zu Kanonenfutter in den Kolonialgebieten Portugals, wenn es ihnen nicht gelingt, rechtzeitig unterzutauchen. Amália bleibt verschont, weil sie ja – nur – Kellnerin ist.
Amália ist eine starke junge Frau. Sie nimmt all die Veränderungen in ihrem Leben als Chance. Selbst in schwierigen Zeiten steht sie fest an der Seite Marcelos.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Sehr aktuell und lesenswert

Unter Null Grad – Countdown im Eis
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„...Wenn das Wetter gut ist, könnte ich vielleicht hoch in den Norden in eine Hütte…“

Yutu hat Ferien. Er möchte allein auf Robbenjagd gehen. Doch seine Großmutter ist dagegen. Sie hat Angst, auch noch ...

„...Wenn das Wetter gut ist, könnte ich vielleicht hoch in den Norden in eine Hütte…“

Yutu hat Ferien. Er möchte allein auf Robbenjagd gehen. Doch seine Großmutter ist dagegen. Sie hat Angst, auch noch den Enkelsohn zu verlieren.
Die Autorin hat einen spannenden Jugendroman geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet. Die Schönheit der eisigen Landschaft, aber auch die Gefahren der Arktis sind in jeder Zeile spürbar.
Yutu träumt davon, nach der Schule die Heimat zu verlassen und zu studieren. Er ahnt, dass ihr Leben keine Zukunft hat. Der Robbenfang nimmt ab und die Karibus kommen kaum noch.

„...Petur sagt, in unserer Bucht ist es zu warm. Der Klimawandel ist schuld, dass sie immer weiter nach Norden ziehen…“

Bees Vater ist Geologe. Er hat ein Gespür für die Lage von Erdölfelder und wird deshalb rund um die Welt geschickt. Jetzt soll er Felder in der Arktis finden. Deshalb ist die Familie erneut umgezogen. Bee vermisst es, Freundinnen zu haben. In der neuen Schule wird sie gemobbt. Ihr Vater ist gegen die Förderung im ewigen Eis.

„...Aber diese Gegend ist eine der letzten unberührten Naturlandschaften auf dem Planeten, das können wir einfach nicht tun...“

Seine Meinung bleibt nicht ohne Folgen. Die Ölfirmen sehen das anders.
Heimlich fährt Yutu mit dem Schneemobil nach Norden. Bei der Suche nach den Robben gelangt er mit dem Bein in ein Eisloch. Er schafft es, zu ein r unbewohnten Hütte zu kommen.
Bee fliegt mit ihrem Vater gen Norden. Dort eskaliert die Lage. Bee fliegt mit dem Flugzeug und strandet im Eis. Sie trifft auf Yutu.
Nun beginnt für beide eine gefährliche und spannende Reise durch Eis und Schnee.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Ermittlungen statt Urlaub

Alpenmord und Almgedudel
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„...Ich gratuliere uns. Wir haben einen Mord aufzuklären. Gemeinsam, als Team. Das wird der spannendste Urlaub, den wir je hatten…“

Eigentlich wollte Familie Brunner aus Wien nur einen geruhsamen Urlaub ...

„...Ich gratuliere uns. Wir haben einen Mord aufzuklären. Gemeinsam, als Team. Das wird der spannendste Urlaub, den wir je hatten…“

Eigentlich wollte Familie Brunner aus Wien nur einen geruhsamen Urlaub in Tirol verbringen. Der Vater, Franz Brunner, ist Arzt und braucht genauso Erholung wie seine Frau Brigitte, die Gymnasiallehrerin ist. Der 18jährige Sohn Felix wollte sich in den Bergen auf seine Sportprüfung für das Studium vorbereiten. Die 16jährige Rebecca ist vielseitig interessiert und weiß über so manches Bescheid. Dann aber finden sie in der Tiefenbachklamm einen Toten. Chefinspektorin Stammer geht von einem Unfall aus. Die Beobachtungen von Franz wischt sie vom Tisch.
Der Autor hat einen spannenden, humorvollen und abwechslungsreichen Krimi geschrieben. Der Schriftstil ist leicht und locker.
Immer wieder kommt zum Ausdruck, dass Wiener in Tirol misstrauisch beäugt werden.

„...“Geschichtlich betrachtet“, doziert Rebecca, „Haben sich die Tiroler immer unabhängig gefühlt. Wollten sich von Napoleon gar nix sagen lassen und von den Habsburgern im fernen Wien auch nicht alles.“…“

Die Familie geht bei ihren Ermittlungen erstaunlich logisch vor. Gespräche mit der Pensionswirtin in Renthegg führen jeweils zu neuen Verdächtigen. Natürlich ist zuerst die Familie im Fokus. Doch auch die anderen Pensionsgäste bleiben nicht ungeschoren. Nebenbei lerne ich so einiges von der Umgebung kennen und erhalte einen Einblick in die Tiroler Küche. Auch die Herstellung von Zirbelschnaps wird erläutert.
Professor Hochstätter, einer der Gäste in der Pension, erklärt Rebecca auf deren Nachfrage den Wert von Smaragden. Er hofft, in der Klamm einen zu finden.

„...Wenn der Stein makellos und ohne Einschlüsse ist, wird er teuer. Auch wenn sie tiefgrün sind, sind sie besonders begehrt...“

Das Buch überzeugt durch immer neue Wendungen. Nach und nach gehen der Familie die möglichen Verdächtigen aus. Dann aber wird es haarig.
Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das liegt an den sympathischen Protagonisten, aber auch an der schönen Einbindung von Land und Leuten.

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Veröffentlicht am 28.02.2026

Keine einfache Lektüre

Alma
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„...Alma blickt zum Kirchturm empor und sieht eine Möwe, die ihre Flügel reckt. Heute Morgen hat sie im Hotel auf der Insel angerufen, gefragt, ob es möglich sei, ein Zimmer zu reservieren…“

Alma hatte ...

„...Alma blickt zum Kirchturm empor und sieht eine Möwe, die ihre Flügel reckt. Heute Morgen hat sie im Hotel auf der Insel angerufen, gefragt, ob es möglich sei, ein Zimmer zu reservieren…“

Alma hatte nicht vor, in die Stadt ihrer Kindheit zurückzukehren. Doch die Erbschaft das Vaters sorgt dafür, dass sie wieder in Triest ist.
Die Autorin hat einen vielschichtigen Roman geschrieben. Hier werden persönliche Lebensverhältnisse mit politischen Entwicklungen verwoben. Der Schriftstil ist fein ausgearbeitet, zwingt aber zur Konzentration, da Orte, Zeiten und Geschehnisse schnell wechseln.
Bei ihren Gang durch die Stadt kommen Erinnerungen an die Vergangenheit hoch. Als Kind der 70er Jahre war Alma mit drei Situationen konfrontiert. Ihre Mutter pflegte einen sehr chaotischen Lebensstil. Ihre gutbürgerlichen Großeltern hielten an den Gepflogenheiten der Vergangenheit fest. Ihr Vater stammte aus Jugoslawien und hat die Tochter ab und an dorthin mitgenommen. Meist verschwand er aber für längere Zeit allein. Alma erinnert sich an die Begegnung mit Tito.

„...Er war kräftig, unerschütterlich, braungebrannt. Sie hatte ihn groß in Erinnerung, doch vielleicht war er es nicht. Er hatte grünliche, energischen und ruhige Augen...“

Eines Tages bringt ihr Vater einen Jungen mit. Vili wird ab jetzt bei ihnen leben. Ihr Verhältnis ist lange Zeit gespannt. Dazu trägt bei, dass der Vater sie nicht mehr mitnimmt, wenn er verschwindet. Auch verbringt er viel Zeit mit Vili.

„...Und es ist jedes Mal das Gleiche, er verduftet wie ein Schmetterling, von dem man nicht weiß, ob er gestorben oder zu einer anderen Blüte geflattert ist…“

Einen weiten Raum im Buch nehmen die Geschehnisse nach dem Tode Titos in Jugoslawien ein. Während Almas Vater von dort flieht und in Triest bleibt, geht Vili als Fotograf in sein Land zurück. Die Beschreibungen der Lage gehen unter die Haut. Alma bringt es auf den Punkt, als sie aufgefordert wird, über den Krieg in der Ukraine zu berichten.

„...Ein anderer Krieg hatte ihr gezeigt, dass es schwer ist, eine klare Linie zwischen Freunden und Feinden zu ziehen, besser man bleibt auf Abstand…“

Die Vergangenheit, die Alma geprägt hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte.
Das Buch hat mir gut gefallen. Es ist keine einfache Lektüre. Hier wird eine Stück europäischer Geschichte auf ganz besondere Art erzählt.

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