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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2024

Vielfältige Infos zur Geldanlage

Frechheit Finanzberater - Täuschen, Tricksen und Verschleiern
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„...Es ist deshalb von allergrößter Wichtigkeit, sich selbstständig und selbstverantwortlich um die eigene finanzielle Zukunft zu kümmern. Hierzu gehört, sich langfristig Vermögen aufzubauen...“

Diese ...

„...Es ist deshalb von allergrößter Wichtigkeit, sich selbstständig und selbstverantwortlich um die eigene finanzielle Zukunft zu kümmern. Hierzu gehört, sich langfristig Vermögen aufzubauen...“

Diese Zeilen auf der ersten Seite saagen schon, was mit dem Buch erreicht werden soll. Es ist eine Art Handreichung für den Vermögensaufbau.
Der Schriftstil des Sachbuches ist locker und leicht. In 18 kurzen Kapiteln werden verschiedene Aspekte beleuchtet.
Eines der Kapitel beschäftigt sich mit dem Thema Schulden. So deutlich wird selten gesagt, dass Schuldenmachen keine gute Idee ist. Natürlich wird vor allem im Netz mit günstigen Krediten gelockt.
Einen Punkt würde ich gern hervorheben, weil ich den auch so sehe. Der Umgang mit Geld muss in der Schule gelehrt werden.
Im weiteren geht darum, wie Finanzberater arbeiten und wer warum welches Produkt empfiehlt. Gut gefallen mir an verschiedenen Stellen die Kosten-Nutzen-Rechnungen. Provisionen spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Akribisch listet der Autor die verschiedensten Anlageprodukte auf und benennt Vorteile und Nachteile.
Seine Empfehlung sind die Anlagenklassen ETF. Das Buch nimmt es einen allerdings nicht ab, sich selbständig weitere Informationen zu besorgen. Das betrifft insbesondere die Struktur der ETFs und deren Aufbau.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es enthält viele nützliche Informationen.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Mehr als eine Familiengeschichte

Die Saar-Töchter - Zeiten der Sehnsucht
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„...Gerd Mosner gehörte nicht zu der Sorte Menschen, die man nicht warten ließ, ganz egal, ob man sein Angestellter oder sein Verwandter war...“

Das weiß auch seine 17jährige Tochter Elisa, die sich deshalb ...

„...Gerd Mosner gehörte nicht zu der Sorte Menschen, die man nicht warten ließ, ganz egal, ob man sein Angestellter oder sein Verwandter war...“

Das weiß auch seine 17jährige Tochter Elisa, die sich deshalb auf den Weg zu ihm macht. Dass dieser 24. Dezember 1848 mit einer unerwarteten Überraschung daherkommt, ahnt sie nicht.
Die Autorin hat einen spannenden historischen Roman geschrieben. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet und lässt sich flott lesen.
Im Mittelpunkt steht der Ingenieur Gerd Mosner mit seiner Familie. Er ist, wie zur damaligen Zeit üblich, ganz Herr im Haus. Aus dem Grund informiert er auch sehr kurzfristig seine Familie, dass ein Umzug von München nach St. Ingbert bevorsteht. In der Saarpfalz soll er beim Aufbau der Eisenbahnlinie helfen, die für den Abtransport der Kohle gebraucht wird.
Die Familienverhältnisse erweisen sich als schwierig.

„Irgendwie war ihre Mutter war stets anwesend, aber selten wirklich präsent...“
Elisa hofft, dass Leo, ihr Freund, sie bald als seine Braut zurück nach München holt. Ihrem Bruder Joseph wird vom Vater die Rückkehr nach Frankreich zum Studium verwehrt. Was dort vorgefallen ist, erfahre ich erst später.
Das Leben an der Saar lässt Elisa ihre Freiheit vermissen. Sie fühlt sich im Haus wie in einem goldenen Käfig. Nur heimlich getraut sie sich, Ausflüge in den nahen Wald zu machen. Dort lernt sie den Bauern Peter kennen. Sie gibt sich ihm gegenüber als Dienstmädchen aus.
Gut werden die Verhältnisse der damaligen Zeit dargestellt. Als Ingenieur gehört Gerd Mosner zur gehobenen Bürgerschicht. Materielle Not kennen er und seine Familie nicht. Dafür gibt es gesellschaftliche Regeln, die es zu beachten gilt und die er bei seinen Kindern strikt durchsetzt.
Joseph lebt mit Vater und Bruder auf einem Bauernhof. Das heißt harte Arbeit und wenig Geld. Er träumt davon, Bergmann zu werden. Denen werden manch Privilegien zugebilligt, denn sie werden dringen gebraucht. Trotzdem ist die Arbeit schwer und gefährlich. Sein Vater aber will davon nichts wissen.
Viel zu selten kommt es zu tiefgründigen Gesprächen zwischen Vater und Tochter.

„...Ich habe das Gefühl, dass in diesem Land überhaupt nichts mehr nach Plan läuft, und das schon eine Weile...“

Es muss eine Menge passieren, bis sich die Verhältnisse in der Familie klären und jeder seinen Weg findet.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 12.06.2024

Die Macht der Frauen

Die Perserinnen
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„...Du solltest überhaupt weniger reden, Auntie. Das wäre das Beste. Und vielleicht fragst du dich mal, warum du das Bedürfnis hast, überall, wo du hinkommst, eine Szene zu machen. Offenbar ist es deine ...

„...Du solltest überhaupt weniger reden, Auntie. Das wäre das Beste. Und vielleicht fragst du dich mal, warum du das Bedürfnis hast, überall, wo du hinkommst, eine Szene zu machen. Offenbar ist es deine größte Angst, nicht ununterbrochen im Mittelpunkt zu stehen...“

Diese Worte sagt Bita fast am Ende des Buches zu ihrer Tante Shirin. Zuvor war eine Menge passiert oder auch nicht, ganz wie man es sieht.
Die Autorin erzählt die Geschichte iranische Frauen. Obwohl der Schriftstil gut ausgearbeitet ist, konnte mich das Buch nicht packen. Das liegt zum einen daran, dass mir ein Teil der Protagonisten unsympathisch sind. Sie ruhen sich auf ihrer angeblich glorreichen Vergangenheit aus. Zum anderen sind mir manche Stellen zu ausschweifend.
Die Geschichte wird aus der Sicht unterschiedlicher Frauen erzählt. Die Männer spielen im Buch eher eine marginale Rolle.
Nach der Revolution sind Shirin und Sima nach Amerika geflohen. Ihre Mutter Elizabeth ist mit der Enkeltochter Niaz im Iran geblieben. Die Familie ist unermesslich reich. Einer ihrer Vorfahren hatte einst im Iran das Sagen, Im Verlaufe der Handlung wird allerdings deutlich, dass an den Händen des Hochgelobten eine Menge Blut klebt.
Die Geschichte beginnt damit, dass Shirin wegen Prostitution ins Gefängnis kommt. Zwar gelingt es, sie gegen Kaution freizubekommen, doch auf sie wartet ein Prozess. Mit diesem Prozess endet das Buch, allerdings ohne dass ich das Urteil erfahre.
Dazwischen wird von den unterschiedlichen Protagonistinnen die Vergangenheit erzählt und aufgearbeitet. Dazu gehört auch Sima obwohl sie zu diesem Zeitpunkt nicht mehr lebt.

„...Jetzt, in Amerika hatten wir nur noch Geld. Es interessierte niemand, wer dein Urgroßvater ist, wenn sie nicht einmal deinen Namen aussprechen können...“

Bita bringt es auf den Punkt. Das Geld aber führt zu einem seichten Leben. Typische Vertreterin ist Shirin, die durch ihre Exzesse auffällt. Nichts scheint für sie Wert zu haben, nichts ist ihr wichtig. Außerdem ist sie beratungsresistent. Aus Kindheit und Jugend hatte sie mitbekommen:

„...Wenn du einen guten Körper hast, stelle ihn zur Schau, aber vorsichtig. Mach dir deine Sinnlichkeit zunutze, aber nur, um dich durchzusetzen, um zu bekommen, was du willst...“

Bita studiert Jura. Sie lebt mit einer Frau zusammen. Aus meiner Sicht ist sie die einzige, die sich wirklich fragt, was sie ist und was sie will.
Durch Niaz lerne ich das Leben im heutigen Iran kennen. Hier spielen auch Veränderungen im Laufe der Zeit eine Rolle. Wie oft in Diktaturen gibt es ein öffentliches Leben und eins im Verborgenen.
Sima war für mich zu Beginn eine Rebellin. Doch nach ihrer Flucht in die USA zieht sie sich ins Private zurück. Ihre Gedanken sind vielschichtig.

„...Nur weil man ausgesorgt hat, lebt man nicht sorgenfrei, nicht weniger trostlos, zumindest nicht, wenn man ein bisschen was im Kopf hat...“

Eines wird von Seite zu Seite deutlicher. Einen Zusammenhalt in der Familie gibt es nicht. Bestenfalls hat sich die jüngere Generation an alte Verhaltensmuster anzupassen, so wenn Bita ihr Leben umstrukturieren muss, weil ihre Tante Shirin bei ihr einzieht und genau weiß, was sie in der Wohnung zu beanspruchen gedenkt.
Nach und nach kommt auch ein altes Familiengeheimnis zutage.
Das Debüt bietet eine Menge an interessanten Einblicken.

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Veröffentlicht am 11.06.2024

Umweltchutz und Magie

Das Bee-Team
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„...Überall wich der Winter, er hatte den Kampf verloren, überall besiegte das Leben die todbringende Kälte im Tumbawunda-Tal. Endlich! Frühling!...“

Auch Majesta, die Wildbienenkönigin, freut sich auf ...

„...Überall wich der Winter, er hatte den Kampf verloren, überall besiegte das Leben die todbringende Kälte im Tumbawunda-Tal. Endlich! Frühling!...“

Auch Majesta, die Wildbienenkönigin, freut sich auf das wieder aufkeimende Leben. Doch Generalin Berta bringt ihr eine bittere Nachricht. Nur einige hundert Wildbienen haben überlebt. Der Rest ist verhungert. Es fehlte im Winter an Nahrungsreserven im Tumbawunda-Tal.
Der Autor hat ein phantasievolles Kinderbuch geschrieben, das ein aktuelles Thema auf dem Schirm hat: das Insektensterben und seine Folge.
Das Problem ist, dass zwischen Schriftstil und Inhalt eine ziemliche Differenz klafft. Im Mittelpunkt stehen eine vierjährige Kindergartengruppe, die pinken Eisprinzessinnen, und eine Grundschulklasse aus vorwiegend Jungen, die Ninjas. Beide passen wunderbar in die Handlung und wären für Kinder zutreffende Bezugspersonen. Der Schriftstil ist aber eher für etwa 10jährige geeignet. Kürzere Absätze und eine klarere Gliederung wären wünschenswert.
Den Geschwistern Oskar und Romy fällt auf, dass es warm genug, aber in ihrem Insektenhotel trotzdem tote Hose ist. Was war passiert? Im Schlaf ruft Oskar das Bee-Team. Im Ort fällt ein mysteriöser Lichtstrahl auf.

„...Ein magisch-bunter Regenbogenstrahl bohrte sich tief aus dem Weltall, weit weg von einer fernen Galaxis kommend durch diesen wunderschönen Abendhimmel...“

Das Buch steckt voller Magie. Damit gelingt es den Kindern und den Tieren nicht nur, neues Leben in den Wald zu bringen, sondern auch das Denken der Erwachsenen in neue Bahnen zu lenken. Plötzlich werden aus Steingärten blühende Wiesen. Insekten werden willkommen geheißen und nicht als Feinde betrachtet. Die ganze Welt wird auf das Tal aufmerksam.
Das Cover ist sehr farbenfroh und kindgerecht gestaltet, doch im Buch fehlen Bilder. Die sind aber gerade in Kinderbüchern wichtig.
Trotz der angesprochenen kritischen Punkten hat mir das Buch gut gefallen. Es vermittelt den Kindern den Wert einer lebenswerten Umwelt und die Bedeutung einer reichen Artenvielfalt. Es zeigt, dass es wichtig und richtig ist, beides zu erhalten.

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Veröffentlicht am 10.06.2024

Freude aus dem Glauben finden

Moment, ich lebe gerade!
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„...Glauben Sie mir. Sie müssen Ihr lecker angerichtetes Essen nicht fotografieren und in den sozialen Medien posten, bevor sie es genießen...“

Diese Zeilen stammen aus den Prolog des Buches, eines Buches, ...

„...Glauben Sie mir. Sie müssen Ihr lecker angerichtetes Essen nicht fotografieren und in den sozialen Medien posten, bevor sie es genießen...“

Diese Zeilen stammen aus den Prolog des Buches, eines Buches, wo mich als Leser der Autor auffordert, den Moment zu genießen und ganz im Heute und Hier zu leben.
In 15 Kapitel erläutert der Autor, wie es gelingen kann, weniger Sorgen und mehr Freude ins Leben zu bringen. Der Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Er ist stellenweise durch einen feinen Humor gekennzeichnet.
Jedes Kapitel hat einen ähnlichen Aufbau: Meist folgt nach der Überschrift ein Bibelwort. Dann erzählt der Autor aus seinem Leben und legt dar, wie er selbst dieses Bibelwort in den Alltag integriert hat und was das für Folgen hatte. Dem folgt unter der fetten Überschrift „...Moment“ ein kurzer Gedanke. Dann wird mir als Leser eine Übung empfohlen. Dabei stellt der Autor klar: Nichts muss, alles kann. Das Kapitel schließt mit einem passenden Witz.
Ausgangspunkt für die meisten Gedanken und die Entstehung dieses Buches ist ein Bibelvers aus Matthäus 6:

„...Darum sage ich euch: Sorget euch nicht um eurer Leben, was ihr Essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet...“

Ich möchte hier nicht die Inhalte des Buches wiedergeben, sondern mich nur auf zwei kurze Gedanken konzentrieren. An einer Stelle schreibt der Autor:

„..Eine gewisse Vorsorge ist gut und sinnvoll. Auch ist es wichtig, dass wir gut für uns sorgen.[…] Die Grenze vom sinnvollen Zurücklegen hin zum panischen Bevorraten und Horten ist fließend und unscheinbar...“

Immer wieder weist er darauf hin, dass wir getrost unsere Sorgen in ein ernsthaftes Gebet legen können. Leider ist der Mensch manchmal anders gestrickt. Statt uns zu freuen und dankbar zu sein, wenn wir knapp an einer Katastrophe vorbeigeschlittert sind, überlegen wir uns lieber, was hätte alles passieren können.
Der zweite Gedanke zeigt auf, dass es helfen kann, selbst aktiv zu werden.

„...Zumal ich eines bereits erkannt habe: die Tatsache, dass meine Sorgen kleiner werden, wenn ich ganz bewusst den Blick von mir weg lenke, um anderen Menschen Gutes zu tun...“

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Durch die vielen persönlichen Erlebnisse wird es lebendig und bringt viele Ideen zum Nachdenken.

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