Nicht verstanden
Lasst mich einfach hier sitzen und Yakisoba essenMit großen Erwartungen habe ich zu diesem Roman gegriffen. Der Klappentext versprach eine humorvolle, vielleicht sogar skurrile Lektüre, die den Arbeitsalltag auf unterhaltsame Weise beleuchtet. Genau ...
Mit großen Erwartungen habe ich zu diesem Roman gegriffen. Der Klappentext versprach eine humorvolle, vielleicht sogar skurrile Lektüre, die den Arbeitsalltag auf unterhaltsame Weise beleuchtet. Genau darauf hatte ich mich gefreut, Witz, feine Ironie und Figuren, in denen man sich mit einem Augenzwinkern wiedererkennen kann. Leider wurde diese Erwartung in keiner Weise erfüllt. Statt eines lebendigen Romans entfaltet sich eine Aneinanderreihung von Arbeitsgeschichten, die über weite Strecken überraschend monoton wirkt. Die einzelnen Episoden scheinen lose nebeneinander zu stehen, ohne sich zu einem spannenden Ganzen zu verbinden. Für mich war das Lesen diesen Romanes sehr ermüdend. Der angekündigte Humor blieb für mich nahezu vollständig aus. Statt zu schmunzeln oder überrascht zu werden, ertappte ich mich immer wieder dabei, wie meine Aufmerksamkeit abschweifte. Die Arbeitswelt wird zwar detailliert beschrieben, doch diese Genauigkeit ersetzt keine Spannung und keine emotionale Bindung zu den Figuren. An manchen Stellen fragte ich mich, ob das Problem vielleicht bei mir liegt. Möglicherweise erschließt sich dieser Roman erst auf einer anderen, intellektuelleren Ebene, die ich nicht vollständig erfassen konnte.