motional, düster und persönlich – ein kraftvoller, aber etwas zu schnell gelöster 13. Fall für Zorn & Schröder
Zorn – Schwarze TageSeit ich den ersten Band rund um Zorn und Schröder geschenkt bekommen habe, bin ich großer Fan der Reihe. Deshalb war für mich sofort klar: Auch der 13. Teil musste direkt nach Erscheinen bei mir einziehen ...
Seit ich den ersten Band rund um Zorn und Schröder geschenkt bekommen habe, bin ich großer Fan der Reihe. Deshalb war für mich sofort klar: Auch der 13. Teil musste direkt nach Erscheinen bei mir einziehen – diesmal als Hörbuch.
Dieser Band ist besonders. Schon die ersten Kapitel waren emotional sehr fordernd – für Fans der Reihe ein schwerer Einstieg. Man kennt und liebt den grummeligen Zorn für seine fluchende, oft zynische Art – und nun ist da auf einmal nur noch Schmerz. Der wichtigste Mensch in seinem Leben ist tot. Auch Schröder kämpft mit der Trauer, aber er weiß: Es muss weitergehen. Und wer Schröder kennt, der weiß auch – er will Antworten, notfalls allein.
Gerade die stille, eigenwillige Art, wie Zorn und Schröder sich gegenseitig Halt geben, ging mir sehr ans Herz. Die beiden sind einfach ein eingespieltes Team – selbst wenn Worte fehlen.
Die Auflösung des Falles hingegen kam mir ein wenig zu schnell und flach daher. Da wäre mehr Tiefe schön gewesen. Besonders spannend fand ich dafür die parallelen Kapitel über die Familie Samadi aus Jordanien. Diese Einblicke waren für mich echte Highlights – nicht nur inhaltlich stark, sondern auch für die Auflösung entscheidend.
Mein Fazit: Dieser Band ist düsterer, persönlicher und emotionaler als viele der vorherigen. Aber genau das macht ihn auch besonders. Fans sollten die Vorgängerbände kennen, um die Wucht der Geschichte und die emotionale Tiefe wirklich zu verstehen.