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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2025

motional, düster und persönlich – ein kraftvoller, aber etwas zu schnell gelöster 13. Fall für Zorn & Schröder

Zorn – Schwarze Tage
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Seit ich den ersten Band rund um Zorn und Schröder geschenkt bekommen habe, bin ich großer Fan der Reihe. Deshalb war für mich sofort klar: Auch der 13. Teil musste direkt nach Erscheinen bei mir einziehen ...

Seit ich den ersten Band rund um Zorn und Schröder geschenkt bekommen habe, bin ich großer Fan der Reihe. Deshalb war für mich sofort klar: Auch der 13. Teil musste direkt nach Erscheinen bei mir einziehen – diesmal als Hörbuch.

Dieser Band ist besonders. Schon die ersten Kapitel waren emotional sehr fordernd – für Fans der Reihe ein schwerer Einstieg. Man kennt und liebt den grummeligen Zorn für seine fluchende, oft zynische Art – und nun ist da auf einmal nur noch Schmerz. Der wichtigste Mensch in seinem Leben ist tot. Auch Schröder kämpft mit der Trauer, aber er weiß: Es muss weitergehen. Und wer Schröder kennt, der weiß auch – er will Antworten, notfalls allein.

Gerade die stille, eigenwillige Art, wie Zorn und Schröder sich gegenseitig Halt geben, ging mir sehr ans Herz. Die beiden sind einfach ein eingespieltes Team – selbst wenn Worte fehlen.

Die Auflösung des Falles hingegen kam mir ein wenig zu schnell und flach daher. Da wäre mehr Tiefe schön gewesen. Besonders spannend fand ich dafür die parallelen Kapitel über die Familie Samadi aus Jordanien. Diese Einblicke waren für mich echte Highlights – nicht nur inhaltlich stark, sondern auch für die Auflösung entscheidend.

Mein Fazit: Dieser Band ist düsterer, persönlicher und emotionaler als viele der vorherigen. Aber genau das macht ihn auch besonders. Fans sollten die Vorgängerbände kennen, um die Wucht der Geschichte und die emotionale Tiefe wirklich zu verstehen.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Solider Thriller mit überraschenden Wendungen – „Crush – Gier“ unterhält gut, bleibt aber ohne Nachhall

Crush - Gier
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Crush – Gier ist eines der vielen Bücher von Sandra Brown, die ich aus einer Wohnungsauflösung geschenkt bekommen habe. Selbst hätte ich vermutlich nie gezielt nach ihren Romanen gegriffen – einfach, weil ...

Crush – Gier ist eines der vielen Bücher von Sandra Brown, die ich aus einer Wohnungsauflösung geschenkt bekommen habe. Selbst hätte ich vermutlich nie gezielt nach ihren Romanen gegriffen – einfach, weil sie bisher nicht auf meinem Radar waren. Aber da ich die Bücher nun einmal besitze, wollte ich ihnen eine Chance geben – und habe mit diesem Titel als Hörbuch angefangen.

Ganz ehrlich: Es war kein Buch, das mich nachhaltig beeindruckt oder lange beschäftigt hat. Aber es war auch keines, bei dem ich mich geärgert hätte, meine Zeit investiert zu haben. Die Geschichte hat mich gut unterhalten – vor allem durch einige Wendungen, die ich so nicht habe kommen sehen. Gerade das finde ich bei einem Thriller immer sehr wichtig: Dass er mich überraschen kann.

Die Figuren waren solide gezeichnet, der Fall spannend genug, um dranzubleiben, und das Hörbuch hat sich angenehm hören lassen. Crush – Gier war für mich vielleicht kein absolutes Lesehighlight, aber definitiv ein solider Thriller für zwischendurch – vor allem, wenn man Lust auf etwas Spannendes mit ein paar unerwarteten Twists hat.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Ein faszinierender Blick hinter die Kulissen

Couchsurfing in Saudi-Arabien
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Ich habe bereits viele (vielleicht sogar alle – da bin ich mir nicht ganz sicher) Bücher von Stephan Orth gelesen. Tatsächlich habe ich sie meistens meiner Mama geschenkt – aber natürlich nur, nachdem ...

Ich habe bereits viele (vielleicht sogar alle – da bin ich mir nicht ganz sicher) Bücher von Stephan Orth gelesen. Tatsächlich habe ich sie meistens meiner Mama geschenkt – aber natürlich nur, nachdem ich selbst reingeschaut habe. Man muss ja wissen, was man verschenkt. 😉

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört – auch wenn Stephan Orth es dieses Mal nicht selbst eingesprochen hat, sondern Timo Kinzel –, fand ich das Hörerlebnis dennoch sehr angenehm und passend zum Ton des Buches. Gleichzeitig war ich froh, auch das physische Buch dabeizuhaben, denn darin sind Bilder enthalten, die ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Sie ergänzen das Gelesene wunderbar und machen die Eindrücke aus Saudi-Arabien noch greifbarer.

Orths Schreibstil ist gewohnt unterhaltsam, zugänglich und oft mit einem Augenzwinkern versehen. Das Buch ist gut recherchiert, kurzweilig zu hören (oder zu lesen) und bietet einen spannenden Einblick in ein Land, das für die meisten von uns wohl eher auf der Nicht-so-bald-Reiseliste steht. Genau das macht den Reiz aus: Eine Horizonterweiterung von der heimischen Couch aus.

Wüste, Kamele, Shopping-Malls, Männergesellschaften, Datteln und Tee – auf den ersten Blick scheint das die grobe Zusammenfassung von Orths Saudi-Arabien-Reise zu sein. Doch hinter diesen scheinbar typischen Elementen verbirgt sich viel mehr. Als Couchsurfer war er bei Einheimischen zu Gast, was ihm außergewöhnlich persönliche Einblicke ermöglichte. Humorvoll, atmosphärisch und nicht zuletzt kritisch berichtet er von seinen Begegnungen, Erlebnissen und Beobachtungen in einem Land zwischen Wandel und Widerspruch.

Frauenstimmen kommen im Buch seltener vor – was allerdings viel über die Realität vor Ort sagt. Umso mehr schätze ich Orths sensiblen Blick und seine Fähigkeit, auch leisere Zwischentöne wahrzunehmen.

Für mich persönlich ist Saudi-Arabien kein Reiseziel – aber Couchsurfing in Saudi-Arabien war trotzdem (oder gerade deshalb) ein faszinierendes Lese- und Hörerlebnis. Informativ, überraschend und unterhaltsam.

Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Emotionaler Abschluss voller Tiefe: Right & Wrong überzeugt auf ganzer Linie

Coldhart - Right & Wrong
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Ich habe „Right & Wrong“ zwar schon im Januar gelesen – inzwischen schreiben wir August –, aber manchmal brauchen Geschichten einfach etwas Zeit, um innerlich zu reifen. Und manche Bücher verdienen es, ...

Ich habe „Right & Wrong“ zwar schon im Januar gelesen – inzwischen schreiben wir August –, aber manchmal brauchen Geschichten einfach etwas Zeit, um innerlich zu reifen. Und manche Bücher verdienen es, auch mit ein wenig Abstand gewürdigt zu werden. So auch der finale Band der Coldhart-Reihe von Lena Kiefer, die mich von Anfang an gefesselt hat.

Lena Kiefers Bücher gehören für mich längst zur festen Lese-Rotation – egal ob Don’t, Ophelia Scale, Westwell oder eben Coldhart: Ihre Geschichten tragen immer eine ganz besondere Mischung aus Spannung, Gefühl und starken Charakteren in sich. Auch mit Right & Wrong hat sie mich wieder abgeholt – und Elijahs und Felicitys Geschichte zu einem emotionalen, kraftvollen Ende gebracht.

Das Cover? Schlicht, dunkel und dennoch eindrucksvoll – es spiegelt perfekt die Atmosphäre des Buches wider und fügt sich harmonisch in die Reihe ein.

Lena Kiefers Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd, emotional aufgeladen und dabei so flüssig, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Ich war sofort wieder mittendrin im Geschehen – in der Dynamik zwischen Elijah und Felicity, in all den unausgesprochenen Ängsten, Hoffnungen und Kämpfen.

Elijahs innere Zerrissenheit, seine Schuldgefühle und die fast unerträgliche Last, die er auf seinen Schultern trägt, wurden eindrucksvoll beschrieben – ich habe mit ihm gelitten, gehofft, gezweifelt. Und Felicity? Sie hat mich einmal mehr durch ihre Stärke beeindruckt. Sie ist nicht bloß „die Freundin an seiner Seite“, sondern eine eigenständige, kraftvolle Figur, die ihren Weg geht – mit Herz, Verstand und Mut.

Ich mochte die beiden schon in den vorigen Bänden sehr, aber in diesem letzten Teil sind sie mir endgültig ans Herz gewachsen. Ihre Beziehung ist geprägt von Tiefe, aber auch von Konflikten, die sich echt und nachvollziehbar anfühlen – nichts wird beschönigt, alles ist durchzogen von Menschlichkeit.

Mit Right & Wrong hat Lena Kiefer einen gelungenen Abschluss für diese intensive Trilogie geschrieben – spannend, emotional und mit einem Hauch bittersüßer Hoffnung.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle, die Coldhart noch nicht abgeschlossen haben – oder vielleicht gerade erst entdecken. 💥📖💙

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Zwischen Glamour und echter Selbstsuche

That Girl
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Gabriella Santos de Lima ist in meiner Buchbubble derzeit in aller Munde – also wollte ich mir selbst ein Bild machen. That Girl habe ich mir spontan gegönnt, weil das E-Book im Angebot war – und ich habe ...

Gabriella Santos de Lima ist in meiner Buchbubble derzeit in aller Munde – also wollte ich mir selbst ein Bild machen. That Girl habe ich mir spontan gegönnt, weil das E-Book im Angebot war – und ich habe es auch ziemlich schnell durchgelesen.

Das Buch hat mich nicht ganz so mitgerissen, wie es der Hype vielleicht vermuten lässt, aber ich mochte es dennoch. Der Einstieg fiel mir leicht – Tess erzählt in der Ich-Perspektive, was einen schnell in ihre Welt hineinzieht. Ich war überrascht vom Aufbau: Neben der klassischen Erzählung gibt es Auszüge aus ihrem Buchmanuskript, Instagram-Beiträge, Chatnachrichten – diese Mischung macht die Geschichte abwechslungsreich und authentisch.

Tess ist 25, lebt im hippen Hannover-Linden, ist Influencerin, predigt Selbstliebe und schreibt über Tinderdates – und doch bröckelt hinter der perfekten Fassade ihr eigenes Glück. Besonders spannend fand ich, wie das Buch mit Themen wie Feminismus, Selbstfindung und moderner Beziehungskultur umgeht. Es ist definitiv mehr als nur ein Liebesroman.

Allerdings habe ich mich während des Lesens oft gefragt: Steht Tess stellvertretend für eine ganze Generation – oder ist sie ein extremes Beispiel unter vielen? Sie wirkt oft zynisch, fast schon resigniert, was stellenweise sehr ehrlich war, aber manchmal auch etwas einseitig. Die Entwicklung mit Leo, ihrem Love Interest, beginnt stark, verliert für mich aber gegen Ende an Glaubwürdigkeit. Ihre persönliche Entwicklung blieb mir zu flach – ich hätte mir gewünscht, dass sie am Ende klarer weiß, was sie wirklich will oder braucht.

Was das Buch jedoch sehr gut schafft, ist das Auseinandernehmen der „perfekten“ Social-Media-Welt. Es zeigt, dass auch hinter makellosen Profilen echte Menschen mit Ängsten, Zweifeln und Sehnsüchten stecken. Gerade für jüngere Leser*innen, die sich selbst noch finden (müssen), ist das eine wertvolle Botschaft.

Was das Äußere angeht: Das Cover passt inhaltlich, ist mir persönlich aber etwas zu bunt – und mit der Kachelanordnung bin ich nicht ganz warm geworden.

Ein kleiner Fun Fact zum Schluss: Ich hatte den Klappentext vor dem Lesen nicht durchgelesen – und deshalb ein ganz anderes Buch erwartet. Das hat anfangs zu einer gewissen Enttäuschung geführt, aber rückblickend bin ich doch froh, es gelesen zu haben.

That Girl ist ein kurzweiliger, ehrlicher Roman über Selbstinszenierung, innere Leere, echte Gefühle – und die Suche nach dem, was hinter der perfekten Fassade wirklich zählt.

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