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Veröffentlicht am 27.02.2026

Romantischer Spaß mit Hazel und Josh

Josh and Hazel's Guide to Not Dating
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Das Autorinnenduo Christina Lauren ist mir schon lange ein Begriff, aber ich habe noch nicht mal ansatzweise alles von ihnen gelesen. Umso besser, wenn ältere Bücher nochmal neu aufgelegt und mir so ins ...

Das Autorinnenduo Christina Lauren ist mir schon lange ein Begriff, aber ich habe noch nicht mal ansatzweise alles von ihnen gelesen. Umso besser, wenn ältere Bücher nochmal neu aufgelegt und mir so ins Bewusstsein gerufen werden, so gilt das jetzt für „Josh + Hazel’s Guide to Not Dating“.

Häufig ist es so, dass das xte Werk eines Autors den internationalen Durchbruch bedeutet und die ersten Bücher werden dann munter nach übersetzt, um den Hype auszunutzen. Dann fällt häufig auf, dass man die Anfänge doch echt gut bemerken kann, weil jeder mal anfangen muss. Bei „Josh + Hazel’s Guide to Not Dating“ habe ich jetzt nicht nachgesehen, das wievielte gemeinsame Werk es von Christina Lauren ist, aber es fühlt sich nicht unerfahren an. Es ist sofort der humorvolle Ton des Duos zu erkennen, aber man muss auch sagen, dass sie mit Hazel eine Figur geschaffen haben, die in allen Bereichen over the top ist. Für die Art der Erzählung war sie aber einfach perfekt, denn Hazel sagt alles, was sie denkt, sei es noch so vermeintlich peinlich. Ich fand es auch sehr beneidenswert, welches Selbstbewusstsein sie an den Tag legt und dass sie sich auch keinesfalls für jemanden ändern möchte. Auch wenn ich von ihr Lichtjahre entfernt bin, so hat mich die Schreibweise schnell überzeugt, dass Hazel eine wahre Freundin mit einer besonderen Seele ist.

Josh ist dagegen sehr bodenständig und vielleicht sogar langweilig, aber die Unterschiede bestehen von Anfang an und dennoch ist es für Hazel im Grunde Liebe auf den ersten Blick, selbst wenn sie es nie so formulieren würde, aber für sie war er von Anfang an speziell. Josh hat sie genauso immer wahrgenommen, aber sie ist ihm wegen seiner Art im Kopf geblieben. Doch gut war an der Stelle schon, dass er ihre verrückten Momente zwar nicht vergisst, sie damit aber nur in einer Weise aufzieht, die Hazels Art entspricht, er macht sich also nicht auf eine Art lustig, wie es andere tun. Genau daraus kann dann im Erwachsenenalter das lustige Spielchen zwischen ihnen entstehen. Ich mochte das Miteinander der beiden immer mehr und auch wenn sie sich lange im Weg standen, aber es war langsam wachsend, auch wenn es sich letztlich schnell anfühlte. Es fühlte sich schnell an, weil das Buch irgendwann kaum noch aus der Hand zu legen war, denn ich wollte einfach wissen, wie es weitergeht.

Christina Lauren haben Hazel und Josh auch jede Menge liebenswerte Nebenfiguren an die Seite gestellt. Seien es die Eltern, Schwester Emily, die Tiere und dann auch die herrlichen Doppeldatepartner. Ich konnte mir das alles sehr gut als lustigen Film vorstellen, weil die Zutaten für eine Slapstick-Komödie da waren. Genauso geht es aber auch in die Tiefe. Gerade nach hinten raus, als die Basis da ist und es mehr ums Ernste gehen kann, zeigt das Duo seine andere Seite. Ich mochte letztlich vor allem die Botschaft, dass Hazel sich nicht verändern muss, aber dass sie auch die Personen finden muss, die das an ihr als ihren wesentlichen Kern akzeptieren und nicht erwarten, dass sie zur Ruhe kommt. Nein, Hazel ist crazy, aber crazy gut und mit Josh ist genau der richtige ruhende Pol geschrieben worden, der genauso seine Krisen hat, sodass es sich auch ebenbürtig anfühlte, auch weil sie jeweils füreinander da sind.

Fazit: „Josh + Hazel’s Guide to Not Dating“ mag schon älter von Christina Lauren sein, aber es hat sich inhaltlich frisch angefühlt, denn der Erzählstil hat seinen Sog, der Humor reißt mit und letztlich habe ich nur noch gefiebert, wie es für sie ausgeht. Eine kurzweilige Unterhaltung mit Tiefgang in guter Dosis.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Emotionale Herausforderungen

In the Likely Event – Bis wir uns wiedersehen
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Während ich die Fantasy-Yarros immer noch nicht weiterverfolgt habe, sind ihre Liebesromane, die auf dem deutschen Buchmarkt veröffentlicht werden, sofort ein Must-Read. So auch bei „In the Likely Event“, ...

Während ich die Fantasy-Yarros immer noch nicht weiterverfolgt habe, sind ihre Liebesromane, die auf dem deutschen Buchmarkt veröffentlicht werden, sofort ein Must-Read. So auch bei „In the Likely Event“, das im Original 2023 erschienen ist.

Es ist bekannt, dass Yarros aus einer Militärfamilie stammt und dann auch in eine eingeheiratet hat, weswegen sie auch immer Liebesgeschichten aus diesem Kontext heraus erstellt. In Deutschland sind diese Militärfamilien deutlich seltener, weswegen es immer etwas fremd für mich wirkt, aber vom amerikanischen Markt kennt man es und ich finde auch, dass es Kontexte sind, die eine gewisse Emotionalität in sich tragen. Dennoch habe ich bei „In the Likely Event“ gemerkt, dass es emotionale Grenzen gibt, wo mein Verständnis dann fehlt, sodass ich einen gewissen Bruch merke, weil ich nicht mehr so mitfühlen kann, wie ich es von einer Autorin wie Yarros gewöhnt bin.

Zunächst mal finde ich das Buch gut erzählt, wenn es um die Struktur geht. Yarros arbeitet gerne mit unterschiedlichen Techniken, die es ihr erlauben, dass wir die Anfänge einer Liebesgeschichte verfolgen, dann aber auch in der Gegenwart etwas angeboten bekommen, was das Level trifft, sodass sich beide Perspektiven dann ideal ergänzen. Das hat hier auch wieder wunderbar funktioniert, denn die gemeinsame Vergangenheit mit Flugzeugabsturz und diversen Urlauben wird um die Afghanistan-Geschehnisse ergänzt, die wir 2021 erleben und beides hat eine ungeheure Bewandtnis, sodass ich beide Perspektiven gleichwertig und mitreißend fand und das ist immer die halbe Miete. Ich fand es gerade bei der Afghanistan-Perspektive sehr interessant, dass Yarros da auf sehr konkrete Begebenheiten zurückgegriffen hat, über die sie durch ihren Hintergrund sicherlich auch echt Bescheid weiß. Zudem ist es auch für mich eine sehr präsente Vergangenheit, sodass ich mich auch an die deutsche Perspektive auf die Ereignisse noch gut erinnern kann.

Aber zunächst geht es mit dem Flugzeugabsturz los. Wow, was für eine Idee und das war gleich zu Anfang etwas, was emotional reingehauen hat. Es war zum Mitfiebern, aber es hat auch wirklich eine Verbindung geknüpft, die man dann gerne weiterverfolgen will. Auch der Afghanistan-Teil hat für mich gut funktioniert, weil er eine Relevanz hat. Aber was mir dann nicht so ideal gefallen hat, dass war der Zwischenweg. Wir erfahren zu Nates Vergangenheit zwar die entscheidenden Infos, aber dennoch ist er als Mann sehr zugeknöpft zu seinen Gefühlen über seine familiäre Situation und das hat es für mich schwierig gemacht, immer diese Geduld von Izzy zu ertragen. Und hier fehlte mir dann auch das militärische Verständnis irgendwann, denn diese absolute Hingabe an den Job, wenn es um Krieg und Fernbleiben von den Liebsten geht, da fehlt irgendwann die Logik, zumindest aus meiner Perspektive. Wir erleben auch, was das Erlebte mit Nate macht. Ja, er ist echt gut in seinem Job, aber weil es ihn gleichzeitig so ausgehöhlt hat, war es noch viel schwieriger, immer nachzuvollziehen, warum er den Absprung nicht geschafft hat. Auch wenn ich das Ende für den angebotenen Kontext wieder sehr passend fand und dann auch meinen Frieden gemacht habe, so war die Liebesgeschichte zwischendurch nicht mehr das, was der Anfang versprochen hatte.

Ich habe das Buch auch teilweise als Hörbuch gehabt, sodass ich die mir bekannten Stimmen Rebecca Veil und Tim Gössler nur lobend erwähnen kann. Sie haben die prinzipiell emotionalen Szenen sehr gut transportiert bekommen.

Fazit: Ich lese die Liebesromane von Rebecca Yarros wirklich gerne und da ist auch „In the Likely Event“ keine Ausnahme, aber gleichzeitig war es auch das Buch, wo ich bislang die größte emotionale Barriere gemerkt habe. Der militärische Kontext gehört zu den Büchern, aber es ist nicht, wie ich groß geworden bin, sodass mir hier stellenweise das Verständnis fehlte. Insgesamt hat aber Yarros viele richtige Entscheidungen getroffen und ich würde vom Lesen niemals abraten, dafür ist es trotz der Kritik zu gut.

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Veröffentlicht am 23.02.2026

Gefühle im Scvhwimmsport

You Are My Anchor
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Der erste Ausflug an die Fairview University mit „Your are my Hurricane“ von Emily Aves hat mir gut gefallen, sodass ich jetzt froh war, „You Are my Anchor“ zu entdecken. Ich war doch etwas überrascht, ...

Der erste Ausflug an die Fairview University mit „Your are my Hurricane“ von Emily Aves hat mir gut gefallen, sodass ich jetzt froh war, „You Are my Anchor“ zu entdecken. Ich war doch etwas überrascht, wie unabhängig man Band 1 und Band 2 voneinander lesen kann, weil Hinweise auf Band 1 extrem marginal ausfallen, aber das hat letztlich nichts an der Qualität gefunden.

Aves hat sich für die Reihe verschiedene Sportarten überlegt und ich finde das cool, zumal sie sich mit dem Sport dann auch wirklich auseinandersetzt und ihn einbindet und nicht nur als Verkaufsargument für Sports Romance nutzt. Nach dem Klassiker Football geht es nun ans Schwimmen und das sieht man doch eher selten. Schwimmen ist auch ein Sport mit einer gewissen Faszination bei größeren Wettkämpfen, weswegen ich es als Hintergrund für die gemeinsame Geschichte von Isla und Cyrus gerne genommen haben. Ich finde zusammenfassend auch, dass Schwimmen mit vielen Aspekten sinnig eingebunden wurden. Sowohl die Ernährung war ein Thema, aber auch Trainingsmethoden, psychische Belastung, die Darstellung, wie man entfernt Richtung Olympia kommt, da steckte viel drin. Da ich jetzt im Schwimmen und den vielen Trainingsgruppen, die es in den USA gibt, nicht zuhause bin, hat mir der Umfang hier gut gefallen und ich war sehr zufrieden.

Weniger zufrieden war ich mit dem Einstieg ins Buch. Die ganze Sequenz im Club fand ich sehr befremdlich. Es hat mir erstmal viele Charaktere versaut und ich fand die Selbstverständlichkeit des Ganzen echt seltsam. Ich habe es aber durchgezogen, weil ich den Stil von Aves kannte und Hoffnung hatte, dass es wieder anders wird und das hat sich bewahrheitet. Aber der Einstieg war wirklich überhaupt nicht mein Fall und obwohl es für die gemeinsame Geschichte von Isla und Cyrus so wichtige Momente schon beschert hat, konnte ich da noch nicht groß etwas für die beiden als Paar fühlen. Das hat sich dann mit Cyrus‘ neuem Job erheblich geändert. Die gemeinsamen Szenen der beiden hatten immer eine Chemie und ich fand es reizvoll, wie das im Grunde auch erzeugt wurde, ohne dass es ständig intim werden musste. Die beiden haben sich wirklich an die Regeln gehalten, auch wenn mal schwach werden wollte, aber gerade weil sie so an den Grenzen gewandelt haben, kam eine Spannung rüber, die durchgängig toll erhalten wurde.

Ich fand auch die individuellen Reisen der beiden sehr ansprechend. Sie scheinen sich auf eine Art sehr ähnlich, aber es war gut zu ergründen, dass sie im Grunde doch sehr unterschiedlich sind und sich deswegen auch so viel mitgeben konnten. Sie haben sich durchs Schwimmen verstanden, aber alles andere kam über Ergänzungen. Wir haben auch ein Rätsel, das uns durchgehend begleitet. Ich habe mir die Auflösung irgendwann gedacht, aber es hat dennoch reingehauen, weil es eine emotionale Gewichtung hat, die nur funktioniert, weil es der Autorin bis dahin gelungen ist, gute Charakterstudien zu erzeugen, die über Isla und Cyrus hinausgehen. Ich muss zwar auch sagen, dass es manche Momente gab, in denen Isla mir sehr verändert erschien, vielleicht etwas zu selbstbewusst, aber das war dann der große Vergleich zum Anfang, dort passte noch nichts zusammen, hier tut es das und deswegen sind so kleine Dinge schnell zu verzeihen.

Auch wenn die Geschichte bewusst auch mit charakterlichen Stolperstellen gearbeitet hat, aber ich habe am Ende die ganze Gruppe echt ins Herz geschlossen. Mal wurde das Drama nicht über die Familien erzeugt, was funktioniert hat und stattdessen hatten wir die kleine Schwimmfamilie und die ist mir sehr wichtig geworden.

Fazit: Aves entführt uns mit „You Are My Anchor” in den Schwimmsport, was noch relativ selten ist und sie hat den freien Raum sehr gut besetzt. Auch wenn der Beginn nicht mein Fall war, aber die Geschichte hat von Kapitel zu Kapitel mehr Groove entwickelt und am Ende hätte ich noch ewig weiterlesen können. Weiter so!

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Poznanski geht mit dem Trend

Das Signal
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An Ursula Poznanskis Einzelbänden habe ich immer großen Spaß und nachdem mir „Die Burg“ und „Scandor“ beide sehr gut gefallen haben, war ich auf „Das Signal“ natürlich sehr neugierig. Ich habe das Hörbuch ...

An Ursula Poznanskis Einzelbänden habe ich immer großen Spaß und nachdem mir „Die Burg“ und „Scandor“ beide sehr gut gefallen haben, war ich auf „Das Signal“ natürlich sehr neugierig. Ich habe das Hörbuch gehabt und wurde durch Tessa Mittelstaedt als Stimme von Viola durch das Geschehen geleitet. Das war ein echtes Highlight, denn gerade im späteren Verlauf, nachdem es schon einige wichtige Wendungen gab, hat die Sprecherin ihrer Darstellung einiges mitgegeben, was mir gut gefallen hat. Das war dann sehr am echten Schauspielern und da habe ich an Hörbüchern den größten Spaß.

Was bei „Das Signal“ irgendwann immer augenscheinlicher wurde, das ist der Umstand, dass das Buch mit den anderen beiden genannten Titeln wenig gemein hat und ja, das fand ich etwas schade. Ich verbinde Poznanski vor allem mit spannenden Themen, die Technik, KI etc. in den Blick nehmen. Einfach Szenarien, die man nicht so oft zu lesen bekommt und denen Poznanski dann echt etwas Interessantes und auch Informatives mitgibt. Bei „Das Signal“ würde ich eher einschätzen, dass es mehr einem Trend auf dem Buchmarkt entspricht. Einem Trend, wo ich gerne lese, in dem Sinne war das Bedauern über das Thema verbunden mit der Neugier, wie Poznanski ein recht beliebtes Genre ausfüllt und es gestaltet.

Wir haben hier das Szenario einer hilflosen Frau, die eingeschränkt ist und die damit weniger Kontrolle über Bereiche ihres Lebens hat, als sie es gerne wollen würde. Sie wirkt damit wie ein Spielball, der sich aber herausgefordert sieht, für sich einzutreten. So eine Ausgangslage habe ich im Thrillergenre doch echt schon öfters gelesen und es gibt schon große Unterschiede, wie ich die letztliche Umsetzung dann finde. Poznanski liefert in meinen Augen ein mehr als solides Ergebnis ab. Denn für mich funktioniert „Das Signal“ so gut, weil Viola als Protagonistin wirklich der Star der Geschichte ist. Sie wird zunächst durch das verlorene Bein so inszeniert, als müssten wir alle Mitleid mit ihr haben und das auch zurecht, aber Poznanski hat dann im weiteren Verlauf so viele Seiten zu ihr angeboten, dass ich einer extrem gut ausgearbeiteten Figur begegnet bin. Die wichtigste Wendung betraf dann auch sie selbst. Andere Wendungen habe ich etwas erahnen können, aber die zu ihr war schon echt aus dem Nichts und hat alles danach nochmal spannender gemacht.

Grundsätzlich hat die Autorin aber auch schon vor den Wendungen ein gutes Händchen für ihre Geschichte. All die seltsamen Dinge, die im Haushalt, mit der Pflegerin, mit Adam und weiteren Personen des Umfelds passieren, machen immer neugieriger. Ich wusste auch lange gar nicht, wohin Poznanski eigentlich will. KI habe ich lange immer noch als Protagonist aus dem Hintergrund für möglich gehalten. Das zeigt, dass es doch ein extrem gut aufgebautes Buch war, weil stetig der Lesefluss gesichert war. Poznanski ist es auch gelungen, gut dosiert Infos zu verteilen, sodass die Höhepunkte regelmäßig verteilt waren. Dementsprechend hat es die Anforderungen an einen Thriller durchweg erfüllt.

Fazit: „Das Signal“ ist ein spannender Thriller von Ursula Poznanski, der zu Trends in dem Genre sehr gut passt und sich mit den Besten davon messen lassen kann. Auch wenn ich extrem schnell weggehört habe, aber eine gewisse Enttäuschung war dennoch da, denn ich finde Poznanski mit ihren typischen Themen spannender und lehrreicher, als wenn sie aktuelle Trends bedient.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Thematisch leidenschaftlich, mit Luft nach oben

My Idea of No. 14
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Ich habe Alicia Sommer bei Lyx schon etwas länger im Auge gehabt, habe dann aber jetzt doch etwas gebraucht, aber die baldige Veröffentlichung von ihrem dritten Band der LA Vipers-Reihe ist doch Anlass ...

Ich habe Alicia Sommer bei Lyx schon etwas länger im Auge gehabt, habe dann aber jetzt doch etwas gebraucht, aber die baldige Veröffentlichung von ihrem dritten Band der LA Vipers-Reihe ist doch Anlass genug, die Sports Romance-Reihe sich nun mal genauer anzuschauen.

Es ist nicht unbedingt so, dass Sports Romance für mich das absolute Muss ist, aber ich lese die Bücher im Allgemeinen doch gerne und bei „My Idea of No. 14“ da hat mich schon der Klappentext sehr angezogen, denn Leahs Bestreben, in eine absolute Männerdomäne vordringen zu wollen, klingt einfach reizvoll. Ich war zwar in meiner Jugend nicht das einzige Mädchen mit glühender Leidenschaft für Fußball, aber es war doch selten, vor allem weil ich mich auch richtig eingedacht und alles inhaliert habe. Auch wenn ich nie Fußballtrainerin werden wollte, aber trotzdem habe ich schnell viel in Leah von mir entdeckt und wollte sie unbedingt besser kennenlernen. Da ich auch das Interview mit der Autorin im Rahmen des Lyx-Podcasts gehört habe, hat sich beim Lesen ihre Leidenschaft für den Sport sofort widergespiegelt. Ich selbst bin von dem Sport noch nicht mitgerissen worden, aber ich habe schon deutlich gemerkt, dass Sommer weiß, wovon sie schreibt, weil sich die ganzen Geschehnisse mit den verschiedenen Coaches, die Spielbeschreibungen sehr echt anfühlten.

Charakterlich muss ich sagen, dass ich Leah und Sam prinzipiell beide mochte, aber ich fand es etwas schade, was für ein Schwerpunkt zwischendurch gewählt wurde. Bei der gewählten Thematik, dass Leah nicht nur Journalistin oder Cheerleaderin werden will, sondern tatsächlich Trainerin, war klar, dass Vorurteile aufgrund des Geschlechtes eine Rolle spielen müssen, aber ich fand es sehr schade, dass Leah irgendwie selbst geglaubt hat, sie treffe als Frau zu viele falsche Entscheidungen in Bezug auf Männer. Zumal dann die beschriebenen Momente der Vergangenheit auch wahrlich kein Drama waren, sondern alle hochstilisiert wurden. Dementsprechend tat es fast weh, dass Leah da so wenig Selbstbewusstsein hatte. Ich habe keinesfalls erwartet, dass sie mit ihrem Ziel tough und unverwundbar ist, aber das fand ich zu einseitig und es hat in der Konsequenz dann auch die Liebesgeschichte etwas überschattet, weil alles, was zwischen ihr und Sam passierte, wegen der Geheimniskrämerei und ihres Selbstbildes, verboten wirkte.

Aber auch ohne den Eindruck finde ich, dass die Geschichte etwas schnell erzählt ist. Gerade die gemeinsamen Szenen zum Thema Football und Tanzen, die hätten gerne noch mehr ausgearbeitet werden können. Man hat einfach ständig den Schatten des Vaters gespürt, weswegen einiges etwas gehetzt wirkte. Aber insgesamt sehe ich das auch nicht überkritisch, denn Sommer ist noch relativ unerfahren und gerade dieser Eindruck von Oberflächlichkeit, das ist oft total normal und wird von Reihe zu Reihe weniger. Charakterlich war das auch gar nicht so entscheidend, mehr im Aufbau der Handlung, dass ich einfach manches gerne ausführlicher gehabt hätte, anderes hätte man etwas reduzieren können, wegen Wiederholungen (wieder Stichwort Vater). Das sind dann getroffene Entscheidungen, die man gut nachvollziehen kann, aber Potenzial für mehr wäre in jedem Fall da gewesen.

Fazit: „My Idea of No. 14” macht durchaus Lust auf mehr. Mir gefällt vor allem Alicia Sommers Leidenschaft für die Thematik sehr. Es geht schriftstellerisch noch mehr, weswegen ich schon gespannt bin, wie ich es in Band 2 empfinde.

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