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Veröffentlicht am 01.09.2022

Romance Thrille

Liar – Tödlicher Verrat
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Zum Inhalt:
James Cahill wird in seinem Wohnhaus bewusstlos und mit schwerer Kopfverletzung aufgefunden. Da seit diesem Moment seine Freundin Megan Travis spurlos verschwunden ist, gerät er ins Visier ...

Zum Inhalt:
James Cahill wird in seinem Wohnhaus bewusstlos und mit schwerer Kopfverletzung aufgefunden. Da seit diesem Moment seine Freundin Megan Travis spurlos verschwunden ist, gerät er ins Visier der Polizei, die einen Streit mit schlimmem Ausgang vermutet. Doch James kann sich an nichts erinnern, verzweifelt versucht er seine Erinnerungen zu wecken, dabei ist es nicht gerade hilfreich, dass gleich zwei Frauen seine Nähe suchen. Doch was auch immer Megan zugstoßen ist, es gibt jemanden der einen teuflischen Plan verfolgt, indem James Cahill die Hauptrolle spielt.

Meine Meinung:
Lisa Jackson ist für mich keine Unbekannte, aber die Reihe über die Familie Cahill kannte ich noch nicht. Erwartet hatte ich eigentlich einen wirklich spannenden Thriller und dies hat die Autorin für mich nur teilweise umgesetzt. Allein schon die Tatsache, dass James Cahill selbst verletzt und bewusstlos aufgefunden wird und es Zeugen gibt, die gesehen haben, wie Megan James Haus verlässt, aber die Polizei trotzdem davon ausgeht, dass James ihr etwas angetan hat, ließ mich den Kopf schütteln.
Überhaupt haben die beiden Ermittler Brett Rivers und Wynnona Mendoza nicht wirklich eine große Rolle gespielt. Zwar wurde immer wieder von Rivers besonderer Gabe erzählt, aber darauf musste man in ihrem Wirken sehr lange warten. James Cahill, als äußerst gutaussehender, erfolgreicher Junggeselle, der zudem auch noch ein gewaltiges Vermögen erbt, wirkt sehr anziehend auf manche Frauen und so hat er auch ein sehr abwechslungsreiches Liebesleben, was ihm nun aber zum Verhängnis wird. Die Frauen fliegen nur so auf ihn und können es alle kaum erwarten in seinem Bett zu landen, das war mir etwas zu überdosiert und nahm mir die Spannung, teilweise nervte es mich sogar.
Dennoch ist es Lisa Jackson zwischendrin gut gelungen, falsche Fährten zu legen und etwas Psychothrill einzubinden. Wenn das Augenmerk mehr auf dem Thrill anstatt auf der Romance gelegen wäre, hätte mich das Buch sicherlich mehr begeistert.

Fazit:
Guter Romancethrill für zwischendurch, der etwas mehr Spannung vertragen hätte

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Tödliches Geheimnis

Blinde Furcht
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Zum Inhalt:
Eine junge Frau wird im Motel in Painters Mill ermordet aufgefunden. Als Kate Burkholder zum Tatort kommt, ist sie entsetzt, sie kannte die junge Frau von früher.
Rachel Schwartz war ein rebellisches ...

Zum Inhalt:
Eine junge Frau wird im Motel in Painters Mill ermordet aufgefunden. Als Kate Burkholder zum Tatort kommt, ist sie entsetzt, sie kannte die junge Frau von früher.
Rachel Schwartz war ein rebellisches Mädchen und erinnerte Kate stets an sich selbst. Doch warum ist Rachel, die damals der amischen Gemeinde und ihrer Familie den Rücken kehrte, zurückgekommen? Niemand scheint von ihrer Anwesenheit gewusst zu haben, außer der Täter, der mit brutaler Wut ihrem Leben ein Ende setzte. Bei ihren Ermittlungen stößt Kate auf unschöne Seiten von Rachel und lassen die junge Frau nicht nur als Opfer dastehen. Doch wo muss Kate den Mörder suchen, unter der amischen Gemeinde oder war der Täter ein Englischer?

Meine Meinung:
Linda Castillo beginnt in dem 13. Fall von Kate Burkholder mit dem brutalen Mord an Rachel Schwartz und baut so die Spannung auf, die leider zwischendrin etwas abflaute. Der Spannungsbogen nahm erst wieder Fahrt auf, als das Handy und der Laptop der Toten ausgewertet wurden. Die rückblickenden Erzählungen, was Rachel und ihre Freundin Loretta als junge Mädchen erlebt haben, waren für mich interessant, zeigt es doch auf, wie schwer es manchmal für junge Menschen ist, sich strengen religiösen Vorschriften unterzuordnen. Linda Castillo schreckt auch nicht davor zurück, die Sprache der amischen Gemeinde „Deitsch“ einfließen zu lassen, um dem Leser das Ganze näherzubringen. Zusammen mit Kate versucht man die Puzzleteile, die sich bei den Ermittlungen ergeben zusammen zu setzen, um einige Überraschungen und Wendungen zu erleben, die ich als Beobachter von außen jedoch schnell erahnt habe. Letztendlich hat mir Rachel, die mir nicht gerade sympathisch war, leidgetan, da sie durch ihre Erlebnisse vielleicht zu dem gemacht wurde wie sie war.

Fazit:
Linda Castillo hat wieder einmal einen guten, soliden Krimi abgeliefert, der aber ruhig etwas mehr Nervenkitzel vertragen hätte.

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Veröffentlicht am 15.08.2022

Titel und Text lassen mehr erwarten

Die versteckte Apotheke
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Zum Inhalt:
Im 18. Jahrhundert in London finden Frauen in der versteckten Apotheke bei Nella Hilfe gegen ihre untreuen oder jähzornigen Männer. Mit Nellas Hilfe werden so einige Ehen frühzeitig beendet. ...

Zum Inhalt:
Im 18. Jahrhundert in London finden Frauen in der versteckten Apotheke bei Nella Hilfe gegen ihre untreuen oder jähzornigen Männer. Mit Nellas Hilfe werden so einige Ehen frühzeitig beendet. Als sie jedoch eines Tages von einer Kundin erpresst wird und das geplante Vorhaben schiefgeht, muss Nella fliehen.
200 Jahre später nimmt Caroline in London an einer Mudlarking, Schatzsuche im Uferschlamm der Themse, teil. Sie findet ein zerbrochenes, uraltes Glasfläschchen mit einer Inschrift. Ihre Neugier als Historikerin ist geweckt und sie macht sich auf die Suche, um Näheres darüber zu erfahren.

Meine Meinung:
Ein tolles Cover, ein geheimnisvoller Titel und ein vielversprechender Klapptext, mein Interesse war geweckt. Was bietet uns die Autorin Sarah Penner in ihrem Debütroman, der bereits in vielen Ländern übersetzt wurde?
Eine Geschichte, aufgeteilt in zwei Zeitebenen. Wir begleiten die junge Apothekerin Nella im 18. Jahrhundert, die ihr Wissen mit Kräutern nach einer persönlichen Enttäuschung und Betrug nicht mehr zur Heilung, sondern zum Entfernen unliebsamer Ehemänner einsetzt. Eines Tages gesellt sich zu ihr das Mädchen Eliza, die unbedingt in die Geheimnisse eingeweiht werden will.
Mit Caroline, die nach dem Betrug ihres Ehemannes die geplante Reise zum 10. Hochzeitstag nach London alleine antritt, machte ich mich auf die historische Suche nach der Inhaberin des Glasfläschchens.
Erzählt wird in der Ich-Form aller drei Hauptprotagonistinnen. Die Geschichte um Nella und Eliza aus dem 18. Jahrhundert fand ich, wegen des Wissens um die einzelnen Kräuter und ihrer Wirkung, viel interessanter als die Gegenwart mit Caroline. Ihre historischen Nachforschungen konnten mich gar nicht fesseln, viel zu unrealistisch und einfach fiel ihr alles in den Schoss. Dieser Strang hätte viel spannender aufgebaut werden können. Letztendlich habe ich mir mehr von diesem Buch versprochen, da die Grundidee wirklich gut ist. Wer eine einfache Story ohne viel Tiefgang für zwischendurch sucht, wird dennoch gut unterhalten.

Fazit:
Nette Geschichte für zwischendurch, mit unrealistischen Momenten und ohne viel Tiefgang.

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Veröffentlicht am 11.08.2022

Klaras Rückblick

Die karierten Mädchen
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Zum Inhalt:
Klara, mittlerweile 90 Jahre alt und blind, beschließt ihre Lebenserinnerungen auf Band zu sprechen. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit und einem lang gehüteten Geheimnis.
1929 erhält Klara ...

Zum Inhalt:
Klara, mittlerweile 90 Jahre alt und blind, beschließt ihre Lebenserinnerungen auf Band zu sprechen. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit und einem lang gehüteten Geheimnis.
1929 erhält Klara eine Anstellung als Hauswirtschaftslehrerin in der Kinder-Lungenheilanstalt Oranienbaum. Als eines Tages ein Baby abgegeben wird, kümmert sich Klara um die kleine Tolla wie eine Mutter. Rasch spitzt sich die wirtschaftliche Lage zu und dem Haus droht die Schließung. Klara, inzwischen die Leiterin des Heims, wendet sich an die neuen Machthaber. Die Nationalsozialisten bieten Klara die Gelegenheit aus dem Heim eine Bildungsstätte für junge Frauen zu machen, in dem junge Frauen dazu herangezogen werden, sich ganz der Familie als Mutter und dem Volk zu widmen. Um die Zukunft des Heims zu retten lässt sich Klara darauf ein, nicht ahnend wie schnell ihre neuen Arbeitgeber zu einer Gefahr für sie und die kleine Tolla werden. Denn Tolla, die sie inzwischen als ihre Tochter ausgibt, ist jüdischer Abstammung.

Meine Meinung:
Alexa Hennig von Lange schreibt diese fiktive Geschichte, inspiriert durch die Lebenserinnerungen ihrer Großmutter, in einem flüssigen, aber auch nüchternen Schreibstil, der dennoch eine gewisse Spannung beinhaltet.
Bereits ab der ersten Zeile fühlte ich mich in das Geschehen hineingezogen. Anschaulich wird die politische und gesellschaftliche Entwicklung anhand der Protagonistin und den Figuren dargestellt. Klara, die sich nicht für Politik und die Entwicklung interessiert reagiert zunächst naiv auf die Warnungen ihrer Freundin Susanne. Erst später merkt sie auf wen und was sie sich, in ihren Bemühungen das Heim und die Arbeitsplätze zu erhalten, eingelassen hat. Zwar teilt sie innerlich nicht die Ideologie der Nationalsozialisten aber ist dennoch stolz auf ihre Leistung als Leiterin der Bildungsstätte, das als Vorzeigeobjekt fungiert und ihr Ansehen im Regime einbringt. Und so wird Klara eine Mitläuferin, die schon bald mit den Machthabern paktiert um nicht aufzufallen und macht sich somit Mitschuldig. Auch wenn es hier hauptsächlich um Klaras Leben geht, so möchte man als Leser doch unbedingt wissen was mit Tolla passiert ist. Manches Verhalten von Klara konnte ich nicht nachvollziehen, gerade in Bezug auf Tolla. Und so erwarte ich voller Spannung den fiktiven 2. Teil der Trilogie.

Fazit:
Ein Buch das sicherlich zu Diskussionen über Schuld oder Unschuld anregt

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Veröffentlicht am 21.07.2022

Anders als erwartet

Kleine Wunder
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Zum Inhalt:
Margret, die Oberin des Klosters der Heiligen Philomena, sieht keine Zukunft mehr für ihr kleines Kloster in der englischen Gemeinde Fairbridge. Früher blühte das Kloster und fand seinen festen ...

Zum Inhalt:
Margret, die Oberin des Klosters der Heiligen Philomena, sieht keine Zukunft mehr für ihr kleines Kloster in der englischen Gemeinde Fairbridge. Früher blühte das Kloster und fand seinen festen Platz in der Gemeinde mit ihrer Gemeindearbeit, doch nun besteht es nur noch aus drei Nonnen. Leider sind auch noch viele Rechnungen zu bezahlen und Reparaturen am Kloster vorzunehmen. Schwester Margret befürchtet das Kloster verkaufen zu müssen und sie, mit der 91-jährigen Schwester Cecilia und der leidenschaftlichen Köchin Schwester Bridget sich einem anderen Orden anzuschließen, doch damit stößt sie bei ihren Mitschwestern auf taube Ohren. Als sie plötzlich einen Lottogewinn erhalten, werden sie zum Bischof zitiert und aus der folgenden Unterhaltung ergibt sich für den Bischoff eine neue Hoffnung für die katholische Kirche, der Gemeinde Fairbridge und das Kloster der Heiligen Philomena.

Meine Meinung:
Mit dem Klapptext wird der Leser auf die falsche Fährte geführt und so mancher könnte andere Erwartungen haben. Ja, es gibt einen Lottogewinn, doch dieser spielt eine kleine untergeordnete Rolle in der Geschichte.
Hatte ich am Anfang so meine Schwierigkeiten in das Buch zu kommen, so fand ich es doch im letzten Drittel ganz interessant. Meine Neugier wurde geweckt, wohin mich die Reise der Geschichte führen wird. Aber Vorsicht, wer sich nicht auf Glauben, Kirche etc. einlassen will, für den ist dieses Buch nichts.
Hier geht es um Glauben, Gemeinschaft, Freundschaft, Zusammenhalt und Liebe.
Die drei Nonnen/Protagonistinnen sind sehr sympathisch gezeichnet. Die herzensgute Schwester und Oberin Margret mit ihrem realistischen Blick wirkt oft überfordert und trauert um eine Freundin. Schwester Cecilia, die sich vollkommen ihren Forschungen über den Gründer des Klosters widmet, ist oft grummelig und starrsinnig. Die immer fröhliche Bridget vertraut auf den Herren und sorgt mit Leidenschaft für das leibliche Wohl. Zusammen müssen sie sich auf Geheiß des Bischofs auf eine Reise nach Italien begeben und erleben dort ihr kleines Wunder.
Sicher einiges reimte ich mir schon im Voraus zusammen und dass es ein überladenes Happy End voller Glückseligkeit gibt war mir auch klar, dennoch konnte die Geschichte in ihrem lockeren, leichten Schreibstil gut unterhalten.

Fazit:
Lockere, leichte Lektüre für Zwischendurch mit sympathischen Charakteren.

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