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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2026

So toll wie die beiden Vorgänger!

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer am Drachenfels
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"Hilda Hasenherz – Das Abenteuer am Drachenfels" ist der dritte Band aus der Reihe um dieses mutige Hasenmädchen, das uns allen so ans Herz gewachsen ist. Er hat uns, wie seine beiden Vorgänger, restlos ...

"Hilda Hasenherz – Das Abenteuer am Drachenfels" ist der dritte Band aus der Reihe um dieses mutige Hasenmädchen, das uns allen so ans Herz gewachsen ist. Er hat uns, wie seine beiden Vorgänger, restlos überzeugt.

Die Geschichte des dritten Bands erfordert wieder von allen tierischen Heldinnen und Helden Mut und einen starken Zusammenhalt, um ihr gemeinsames Abenteuer zu bestehen. Auf mehr als 150 Seiten begeisterte uns die Geschichte mit sehr viel Spannung. Das Lesevergnügen war dabei umso größer, weil es wieder viele schön gestaltete Bilder im Buch gab, die die Handlung untermalten.

Das Buch ist ab sechs Jahren, was sehr gut passt. Meine Nichte ist mittlerweile acht Jahre alt und ein Fan der ersten Stunde (sie kann es stets kaum erwarten, dass der nächste Band erscheint). Während sie am Anfang eher das Buch als Einschlafgeschichte vorgelesen bekam, ist sie inzwischen so weit, dass sie Hilda Hasenherz auch gerne alleine liest.

"Hilda Hasenherz – Das Abenteuer am Drachenfels" ist für alle Kinder ab 6 Jahren geeignet, die spannende Geschichten mit mutigen Figuren mögen. Ich empfehle, die drei Bände der Reihe nach zu lesen, da in den Folgebänden stets auf Ereignisse der vorherigen Bücher verwiesen wird.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Selbstreflexion während einer Autofahrt

Grüne Welle
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Esther Schüttpelz kannte ich bisher nicht, somit war "Grüne Welle" diesbezüglich eine Premiere für mich.

Die Autorin hat eine spezielle Art zu schreiben; einerseits distanziert, indem keine Namen genannt ...

Esther Schüttpelz kannte ich bisher nicht, somit war "Grüne Welle" diesbezüglich eine Premiere für mich.

Die Autorin hat eine spezielle Art zu schreiben; einerseits distanziert, indem keine Namen genannt werden und relativ unpersönlich von den handelnden Personen erzählt wird: "die Frau", "die Freundin der Frau", "der Mann" usw. Andererseits werden Gedankengänge teilweise detailliert beschrieben. Auf dieses, ich nenne es mal "Lesespiel", muss man bereit sein, sich einzulassen. Tut man das, kann man sich auf ein kurzweiliges Lesevergnügen einstellen, das sich nach und nach entfaltet. So nähert man sich mit jedem gefahrenen Kilometer der zunächst unpersönlich erscheinenden Hauptfigur an und beginnt, ihre Beweggründe nachzuvollziehen. Mir gefiel dieser Ansatz sehr gut, und mich hat die Autorin damit abgeholt. Von Vorteil war dabei sicherlich, dass nach einem für mich etwas schleppenden Beginn die Geschichte buchstäblich Fahrt aufnimmt und mit einigen Überraschungen aufwartet.

Insgesamt kann ich "Grüne Welle" allen ans Herz legen, die mal etwas Neues bzw. Anderes beim Lesen ausprobieren möchten. Esther Schüttpelz forderte meine Lesegewohnheiten heraus, aber die Lektüre hat sich definitiv gelohnt.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Gewohnt spannend bis zum Schluss

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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Der sechste Grenzfall-Krimi von Anna Schneider trägt den sehr passenden Titel "Ihr Grab in den Fluten" und weiß, wie gewohnt, mit viel Spannung zu überzeugen.

Dank einer flüssigen Sprache und einer guten ...

Der sechste Grenzfall-Krimi von Anna Schneider trägt den sehr passenden Titel "Ihr Grab in den Fluten" und weiß, wie gewohnt, mit viel Spannung zu überzeugen.

Dank einer flüssigen Sprache und einer guten Kapitellänge gelingt es der Autorin erneut, mich in den Bann eines Kriminalfalls zu ziehen, der während einer Flutkatastrophe spielt. Sie schafft es dabei gekonnt, sowohl die Auswirkungen der Naturkatastrophe als auch den Fall so zu beschreiben, dass ich mir alles vor meinem inneren Auge vorstellen konnte.

Hinzu kommen zwei für mich tolle Ermittlerduos, dies- und jenseits der Grenze. Und ein interessantes Vater-Tochter-Gespann, das sehr harmonisch agiert. Somit bleibt die Reihe stark, obwohl dies bereits das sechste Buch der Serie ist. Nur einen Stern muss ich bei der Bewertung abziehen, weil es mir zum Schluss hin etwas zu schnell ging und ich nicht alle Stränge der einzelnen Handlungen sinnvoll abschließend zusammenbringen konnte.

Es insgesamt gelungener Kriminalroman, der meiner Meinung nach die meisten Krimifans und Fans der Reihe zufriedenstellen sollte.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Der schleichende Verlust der Freiheit

Der letzte Sommer der Tauben
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"Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider hat ein ruhig anmutendes Cover, was mein Gefühl beim Lesen dieses Romans sehr gut in einem Bild zusammenfasst.

Der Autor schafft es hervorragend, mit kurzen ...

"Der letzte Sommer der Tauben" von Abbas Khider hat ein ruhig anmutendes Cover, was mein Gefühl beim Lesen dieses Romans sehr gut in einem Bild zusammenfasst.

Der Autor schafft es hervorragend, mit kurzen Kapiteln und vollkommen unaufgeregt zu beschreiben, wie es ist, wenn ein autoritäres Regime die Macht ergreift. Aus Sicht des Jungen Noah erzählt er, wie Stück für Stück das Leben der Menschen in einem nicht genannten Land eingeschränkt wird.

Besonders gut hat mir in diesem Roman gefallen, wie Abbas Khider die Taubenzucht als Vehikel nutzt, mit der Noah seine Gefühle angesichts des schwer Begreiflichen kenntlich macht. Nebenbei habe ich auch noch einiges über Tauben und deren richtige Haltung und Zucht erfahren.

Sprachlich gewandt wurde ich durch diesen Roman geführt und spürte, wie Noah, eine wachsende Beklemmung beim Lesen, die von Seite zu Seite mehr wurde. Ein sehr guter Roman, der ein wichtiges Thema aufgreift und mich sehr nachdenklich zurückließ. Empfehlenswert für alle, die Romane mögen, die wichtige gesellschaftliche und politische Themen aufgreifen.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Für mich der schwächste Band der Reihe

Das Antiquariat am alten Friedhof
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"Das Antiquariat am alten Friedhof" ist der vierte Band der Reihe "Die Geheimnisse des Graphischen Viertels" von Kai Meyer und für mich der schwächste Teil.

Band 4 hat, wie seine Vorgänger, ein schönes ...

"Das Antiquariat am alten Friedhof" ist der vierte Band der Reihe "Die Geheimnisse des Graphischen Viertels" von Kai Meyer und für mich der schwächste Teil.

Band 4 hat, wie seine Vorgänger, ein schönes Cover, das einen direkten Wiedererkennungswert bietet. Der Roman ist wie seine Vorgänger mit zwei Zeitebenen angelegt und weist mystische Anleihen auf. Er lässt sich flüssig lesen, die Sprünge zwischen den beiden Zeitebenen sind gelungen und ich konnte der Handlung gut folgen. Die angenehme Länge der einzelnen Kapitel half außerdem dabei.

Die Hauptfiguren des Romans blieben für mich leider etwas blass. Ich konnte manche Entscheidungen und Handlungen nur bedingt nachvollziehen. Zudem wurden einige Schicksale nur am Rand, teilweise in Erzählungen Dritter, angerissen. So fiel es mir schwer, eine richtige Verbindung zu den handelnden Personen aufzubauen.

Weiterhin war für mich der Spannungsbogen in diesem Roman, ungewohnt bei Kai Meyer, relativ flach und ein paar Seiten bzw. Kapitel weniger hätten dem Buch meiner Meinung nach keinen Abbruch getan.

Insgesamt ein für mich durchschnittlicher historischer Roman, der eher etwas für eingefleischte Fans des Autors sein dürfte als für Menschen, die den Autor für sich entdecken möchten. Letzteren empfehle ich die ersten Bände der Reihe.

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