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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2026

Porträt eines eher unbekannten Fotografen

Der Fotograf Fred Stein
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"Der Fotograf Fred Stein" von Daniel Siemens beleuchtet einen in Deutschland eher weniger bekannten Fotografen, der im Dritten Reich gezwungen war, erst nach Paris und später in die USA auszuwandern. Dort ...

"Der Fotograf Fred Stein" von Daniel Siemens beleuchtet einen in Deutschland eher weniger bekannten Fotografen, der im Dritten Reich gezwungen war, erst nach Paris und später in die USA auszuwandern. Dort wurde er zu dem Fotografen, dessen Werke bis heute so bekannt sind, etwa sein Porträt von Albert Einstein. Neben Porträts sind vor allem seine Straßenfotografien für mich herausragend.

Daniel Siemens hat für mich ein akribisch dokumentiertes Porträt des Fotografen geschrieben, dass sich jedoch an manchen Stellen zu sehr in Details aus dem zeitgeschichtlichen Rahmen verliert. Nichtsdestotrotz ist es ein tolles Sachbuch, das den Lesenden den Fotografen näherbringt.

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Veröffentlicht am 22.08.2026

Gewohnt spannend und düster

Der Totengräber und der Orden des Teufels (Die Totengräber-Serie 5)
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Oliver Pötzsch hat es wieder getan und der Reihe um den Totengräber ein fünftes Buch hinzugefügt. Wie seine Vorgänger weiß auch "Der Totengräber und der Orden des Teufels" mit hoher Spannung, Wiener Flair ...

Oliver Pötzsch hat es wieder getan und der Reihe um den Totengräber ein fünftes Buch hinzugefügt. Wie seine Vorgänger weiß auch "Der Totengräber und der Orden des Teufels" mit hoher Spannung, Wiener Flair und speziellen Figuren aufzuwarten.

Der Roman beginnt wie gewohnt mit einem durchaus blutigen Kriminalfall, dessen Lösung sich durch das ganze Buch zieht. Hinzu kommen weitere Nebenhandlungen, die sich nach und nach in das gesamte Geschehen einfügen. Natürlich spielt auch hier Augustin Rothmayer als Totengräber erneut eine wichtige Rolle und Dr. Sigmund Freud mischt ebenfalls munter mit. Durch den angenehmen Schreibstil des Autors und dem Wiener Schmäh ist das Lesen dieses Romans ein einziger Fluss, der stets mit neuen spannenden Elementen am Flussufer aufwartet. Ein insgesamt wieder sehr gelungener Roman, der mich voller Vorfreude auf den nächsten Streich des Autors warten lässt.

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Veröffentlicht am 07.06.2026

Schöne Mischung aus historischen Fakten und Fiktion

Die geheime Mission
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"Die geheime Mission" ist erneut ein historischer Roman aus der Feder von TItus Müller, der sich um das Thema Spionage dreht. Handlungsort ist Berlin; zeitlich eingebettet ist der Roman in die Nachkriegszeit; ...

"Die geheime Mission" ist erneut ein historischer Roman aus der Feder von TItus Müller, der sich um das Thema Spionage dreht. Handlungsort ist Berlin; zeitlich eingebettet ist der Roman in die Nachkriegszeit; im Speziellen die Berlin-Blockade.

Titus Müller ist spannender, historischer Roman gelungen, der durchweg interessant ist und mit vielen mir unbekannten historischen Fakten aufwartet. Mir persönlich gefiel dies sehr gut, da ich schon einiges Vorwissen zum geschichtlichen Hintergrund hatte. Wer weniger Vorkenntnisse hat, könnte sich aber durch die Fülle an Fakten eventuell etwas überfordert fühlen.

Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, sodass sich der Roman zügig lesen lässt. Die Figuren im Roman sind alle glaubhaft beschrieben und ihre Gefühle und Beweggründe konnte ich sehr gut nachvollziehen. Insgesamt ein sehr guter historischer Roman für Fans des Autors und/oder des Genres.

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Veröffentlicht am 20.05.2026

Spannender Krimi mit ein wenig zu viel Ecken und Kanten

Strandopfer
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"Strandopfer" von Frank Goldammer ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors, die mit einem deutsch-polnischen Ermittlerduo aufwartet.

Der Kriminalfall an sich gefiel mir recht gut, wobei zum Schluss ...

"Strandopfer" von Frank Goldammer ist der erste Band einer neuen Reihe des Autors, die mit einem deutsch-polnischen Ermittlerduo aufwartet.

Der Kriminalfall an sich gefiel mir recht gut, wobei zum Schluss hin für meinen Geschmack ein wenig die Logik verloren ging. Der Fall ist spannend und bis zur Auflösung wusste ich selbst nicht, wie das Ganze ausgeht. Dabei wurde ich selbst beim Lesen mit meinen eigenen Vorverurteilungen konfrontiert, was dann auch zu den beiden ermittelnden Hauptfiguren passte. Lena Schuldt und Adam Krawczyk versuchen, einen Kriminalfall zu lösen, und schaffen es dabei nicht, ihre eigenen Gedanken, Vorurteile und Vorverurteilungen außer Acht zu lassen. Das liest sich trotz des flüssigen Schreibstils dann stellenweise ein wenig zu behäbig (etwa, wenn Lena zum gefühlt x-ten Mal nachts um ihre Übernachtungsmöglichkeit schleicht, weil sie sich bedroht fühlt).
An sich finde ich es nicht schlecht, dass Frank Goldammer Figuren mit Ecken und Kanten in seinen Romanen porträtiert (man denke hierbei nur an die Bruch-Romane). In "Strandopfer" wurde es mir aber stellenweise zu viel, weil das Fortkommen der Geschichte für mich darunter litt. Keine der im Roman vorkommenden Figuren war mir außerdem ansatzweise sympathisch. Mich stört dies beim Lesen nur bedingt, aber ich kann mir vorstellen, dass dies den einen oder anderen Leser verschreckt.

Insgesamt ein solider und spannender Krimi, der aber nur bedingt für alle Krimifans empfehlenswert ist, da nicht jeder und jede ein Ermittlerduo mag, das sich nicht wirklich versteht.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Belastende Lektüre

Schwebende Lasten
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"Schwebende Lasten" von Annett Gröschner ist ein bedrückender Roman über das Leben einer Frau im Laufe des 20. Jahrhunderts in Berlin und vor allem in Magdeburg.
Der Roman fing gut an und ich lernte Hanna ...

"Schwebende Lasten" von Annett Gröschner ist ein bedrückender Roman über das Leben einer Frau im Laufe des 20. Jahrhunderts in Berlin und vor allem in Magdeburg.
Der Roman fing gut an und ich lernte Hanna und ihre spezielle Art kennen. Ihre Leidenschaft sind Blumen, weshalb auch zu Beginn jedes Kapitels eine Blumenart mit einem kurzen Steckbrief vorgestellt wird. Mit den darauffolgenden Kapiteln haben diese Steckbriefe aber meiner Meinung nach nichts zu tun.

Die Autorin nutzt in diesem Roman die Berichtsform, was bei mir leider nur bedingt eine Nähe zur Hauptfigur aufkommen ließ. Dennoch haben mich manche Schicksalsschläge im Roman beim Lesen deprimiert. Dies vor allem, weil ich das Gefühl hatte, dass Hannas Leben nur aus einer Aneinanderreihung solcher Schläge besteht. Das war für mich persönlich zu viel. Ich musste das Buch daher einige Male weglegen und das Gelesene sacken lassen. Trotz dieser Dichte an Ereignissen konnte ich mich nicht richtig in die Gefühlswelt der Hauptfigur einfinden. Dies ist vor allem deshalb schade, weil ich das Ansinnen der Autorin, mit diesem Roman den ungesehenen Frauen eine Geschichte zu geben, gut finde. Allerdings hätte ich mir zum Schluss noch eine ausführliche Darstellung der Recherchearbeit der Autorin gewünscht, um die Handlung jenseits der historisch verbrieften Geschehnisse besser einordnen zu können.

Insgesamt ein solider Roman, der mich deprimiert zurückließ und in meinen Augen mehr Potenzial gehabt hätte.

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