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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2025

Berührende Reise in die Vergangenheit

Die Verlorene
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Von Miriam Georg hatte ich bisher noch keinen Roman gelesen. Da ich das Thema familiäre Spurensuche aber sehr spannend finde, wollte ich unbedingt "Die Verlorene" lesen. Im Roman begibt sich Laura im Jahr ...

Von Miriam Georg hatte ich bisher noch keinen Roman gelesen. Da ich das Thema familiäre Spurensuche aber sehr spannend finde, wollte ich unbedingt "Die Verlorene" lesen. Im Roman begibt sich Laura im Jahr 2019 auf die Spuren ihrer Großmutter Änne nach Schlesien in Polen, um das Leben ihrer Oma vor deren Flucht nach Hessen nachvollziehen zu können und Antworten auf ungestellte Fragen zu bekommen. Miriam Georg hat dabei Teile ihrer eigenen Familiengeschichte als Grundlage der fiktionalen Erzählung genutzt. Dies, finde ich, verleiht dem Roman einen besonderen Touch.

Der Roman ist ein wunderbares literarisches Werk, dass auch unangenehme Themen nicht ausblendet. So musste ich, obwohl sich das Buch sehr flüssig lesen lässt, regelmäßig Pausen einlegen, um das Gelesene sacken zu lassen und zu reflektieren. Miriam Georg schafft es sehr gut, innere Zerrissenheit und widerstrebende Gefühle erlebbar bzw. erlesbar zu machen. Ich konnte mich daher in alle Protagonisten und Protagonisten beim Lesen gut einfühlen, auch wenn ich manche Entscheidungen nicht vollständig nachvollziehen konnte.

Insgesamt ist "Die Verlorene" ein sehr gelungener Roman, der mich nicht selten innehalten und auch nach 512 gelesenen Seiten nicht losließ. Von meiner Seite eine absolute Leseempfehlung für alle, die nachdenklich stimmende Romane mögen.

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Veröffentlicht am 18.07.2025

Historischer Krimi vor toller Kulisse

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der vierte Teil aus der Totengräber-Reihe von Oliver Pötzsch. Das Cover ist, wie stets bei dieser Reihe, wieder äußerst gelungen und fängt die Stimmung des Krimis ...

„Der Totengräber und die Pratermorde“ ist der vierte Teil aus der Totengräber-Reihe von Oliver Pötzsch. Das Cover ist, wie stets bei dieser Reihe, wieder äußerst gelungen und fängt die Stimmung des Krimis sehr gut ein, finde ich.

Der Autor hat es mal wieder geschafft, auf mehr als 500 Seiten keine Langeweile bei mir aufkommen zu lassen. Zudem hat er einen Schreibstil, der ein flüssiges Lesen erlaubt und dennoch die Spannung aufrechterhält. Gespickt ist das Buch mit einigen lokaltypischen Begriffen des sogenannten Wiener Schmähs, was dem Roman die gewisse Würze gibt. Mir erschlossen sich die Begriffe aus dem Kontext. Für alle Fälle ist aber am Ende des Buchs auch ein Glossar mit „Übersetzungen“ der Dialektwörter zu finden.

Der Roman beginnt in gewohnter Manier mit einem durchaus blutigen Verbrechen. Der Ermittlungsort ist diesmal der Wiener Prater des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit seinen Buden und Schaustellern, über die ich beim Lesen einiges erfahre (das Nachwort des Autors lohnt ebenfalls; nicht nur in dieser Hinsicht). Es gibt nicht wenige Verwicklungen, sodass ich bis zum Schluss gerätselt habe, ob und wie dieser Roman wohl endet. Die Figuren sind für mich wie immer sehr authentisch und ihre Beweggründe und Missgeschicke im Zwischenmenschlichen sehr gut nachvollziehbar. Somit war das Lesen dieses Romans erneut ein wunderbar spannender und unterhaltsamer Zeitvertreib!

Den Roman empfehle ich allen Fans von historischen Krimis und von Oliver Pötzsch natürlich. Weiterhin lohnt es sich, sofern noch nicht geschehen, bei dieser tollen Reihe mit den ersten Bänden zu starten, um den Überblick zu behalten. Band 4 lässt sich zwar auch ohne Vorkenntnisse aus den vorherigen Büchern lesen, aber für manche private Themen empfehle ich dennoch die gesamte Reihe von Beginn an.

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Veröffentlicht am 08.07.2025

Unterhaltsame und kurzweilige Abenteuergeschichte für Erstklässler

Andor Junior, Bücherhelden 1. Klasse, Die geheime Botschaft
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"Die geheime Botschaft" aus der Reihe "Andor Junior Bücherhelden 1. Klasse" ist ein hervorragendes Buch für junge Leserinnen und Leser. Es ist übersichtlich gestaltet, enthält viele Illustrationen und ...

"Die geheime Botschaft" aus der Reihe "Andor Junior Bücherhelden 1. Klasse" ist ein hervorragendes Buch für junge Leserinnen und Leser. Es ist übersichtlich gestaltet, enthält viele Illustrationen und eine spannende Geschichte. Der Text ist groß und zwischen den Zeilen ist ausreichend Abstand, sodass Leseanfängerinnen und -anfänger keine Probleme beim Lesen bekommen.

Meine siebenjährige Nichte war mit dem Buch samt Rätseln und Verständnisfragen innerhalb eines Tages komplett durch und hellauf begeistert. Selten habe ich sie nach dem Lesen eines Buches dermaßen entzückt erlebt. In ihrem Fall kam die Begeisterung durch die Kombination aus Rätseln/Fragen und der kurzen, spannenden Geschichte. Bei anderen Büchern, die natürlich auch länger sind, verliert sie schon mal die Geduld/Lust. Daher ist das Buch, meiner Meinung nach, auch gut für Leserinnen und Leser geeignet, die sich noch nicht an dickere Bücher herantrauen.

Insgesamt ein sehr gutes Buch für Erstleserinnen und -leser, die aufregende Geschichten mögen und auch gerne das ein oder andere Rätsel lösen.

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Veröffentlicht am 22.06.2025

Cold Case-Krimi mit ein paar Längen

Eisenblume
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"Eisenblume" von Frida Skybäck hat für einen skandinavischen Krimi ein recht klassisches Cover und beginnt auch richtig spannend. Es gibt einen Mordfall, der weit zurückliegt und dementsprechend als Cold ...

"Eisenblume" von Frida Skybäck hat für einen skandinavischen Krimi ein recht klassisches Cover und beginnt auch richtig spannend. Es gibt einen Mordfall, der weit zurückliegt und dementsprechend als Cold Case nicht so einfach aufzuklären ist. Die Leiche wurde außerdem in einer ehemaligen, nun verlassen, psychiatrischen Anstalt gefunden, was dem Fall besondere Brisanz gibt. Die Autorin hat zudem ein Vorwort mit Hintergrundinformationen geliefert, sodass meine Neugierde geweckt war.

Ich habe den ersten Band der Reihe nicht gelesen. Das war aber kein Problem, da genug Informationen im zweiten Band hierüber erwähnt wurden, um der Handlung folgen zu können.

Der Krimi entwickelte sich zu Beginn spannend, flachte aber meiner Meinung nach im Mittelteil doch etwas ab, obwohl die kurzen Kapitel und der gute Schreibstil ein schnelles Lesen ermöglichten. Dennoch war mir das Hervorheben der Unterschiede zwischen den beiden ermittelnden Personen, Frederika Storm und Henry Calment, an manchen Stellen ein wenig zu viel. Ich bin der Meinung, das hätte man nicht so breittreten müssen. So ging mir ein wenig die Spannung verloren, auch wenn das Ende mit einigen guten Wendungen zu überraschen wusste.

Meiner Meinung nach ein insgesamt durchaus interessanter Krimi, der aber noch etwas mehr Potenzial gehabt hätte. Empfehlenswert für Krimifans, die es auch mal etwas weniger hektisch mögen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Fantasievoll und spannend

Die Sprache der Drachen
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"Die Sprache der Drachen" von S. F. Williamson ist ein wunderschön gestaltetes Buch (Cover und Farbschnitt). Doch auch der Inhalt braucht sie hinter dem schönen Äußeren nicht zu verstecken.

Das Setting ...

"Die Sprache der Drachen" von S. F. Williamson ist ein wunderschön gestaltetes Buch (Cover und Farbschnitt). Doch auch der Inhalt braucht sie hinter dem schönen Äußeren nicht zu verstecken.

Das Setting der Geschichte ist ein klassenbasiertes Regime im Jahr 1923 in London, in dem sowohl Menschen als auch Drachen leben. Also eine interessante Mischung aus Realismus und Fantasie. Das hat mich persönlich beim Lesen sehr angesprochen. Der Fantasyroman liest sich insgesamt sehr flüssig, ohne dass mir irgendwo Längen aufgefallen wären. In die Hauptfiguren konnte ich mich einfühlen und deren Beweggründe gut nachvollziehen. Die Geschichte weist zudem eine Art moralische Lektion auf, was mich wiederum sehr angesprochen hat.

Insgesamt ein schöner Fantasyroman, den ich allen ans Herz legen kann, die ein Setting in der "realen" Welt kombiniert mit Fantasieelementen mögen. Wer einen Fantasyroman sucht, der in einer komplett erdachten Welt spielt, sollte zu einem anderen Werk greifen.

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