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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Faszinierende Geschichte

Fabula Rasa oder Die Königin des Grand Hotels
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"Fabula Rasa oder die Königin des Grand Hotels": Solch ein Titel musste mich neugierig machen und so entdeckte ich Vea Kaiser. Eine sehr talentierte Literatin aus Österreich, die mich die letzten Tage ...

"Fabula Rasa oder die Königin des Grand Hotels": Solch ein Titel musste mich neugierig machen und so entdeckte ich Vea Kaiser. Eine sehr talentierte Literatin aus Österreich, die mich die letzten Tage mit ihrem 556 Seiten starken Buch unterhielt.

Die Handlung des Romans dreht sich um Angelika Moser; eine Person, die mehr vom Leben will und es sich im Zweifel auch nimmt. Wie auf einer Achterbahn verläuft ihr Leben und so fühlte es sich auch an, dieses Buch zu lesen. Ständig neue Herausforderungen und Probleme, die erst mal gelöst werden müssen. Das Ganze unterhaltsam und flüssig erzählt. Angelikas Gedankenwelt wird hervorragend beschrieben und ich konnte ihre Entscheidungen meist nachvollziehen. Ein Lesevergnügen, das für mich nur im letzten Drittel etwas schwächelte; da waren mir ein paar Längen zu viel.

Insgesamt aber ein unterhaltsamer, spielerischer und leichter Roman für alle Freundinnen und Freunde des kurzweiligen Lesegenusses. Und Menschen, die Fan von Vea Kaiser werden möchten.

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Veröffentlicht am 21.09.2025

Spannend und mit tiefen Einblicken in die menschliche Seele

Lügennebel
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"Lügennebel" ist erst das zweite Buch von Viveca Sten, das ich gelesen habe. Das liegt auch mit daran, dass mich "Tief im Schatten", der zweite Fall für Hanna Ahlander, nicht so recht überzeugen konnte. ...

"Lügennebel" ist erst das zweite Buch von Viveca Sten, das ich gelesen habe. Das liegt auch mit daran, dass mich "Tief im Schatten", der zweite Fall für Hanna Ahlander, nicht so recht überzeugen konnte. Bei "Lügennebel" fand ich die Leseprobe schon sehr gut. Nachdem ich mit der Lektüre durch bin, kann ich konstatieren: Der gesamte Krimi hat mich vollends überzeugt.

Der Krimi ist sehr gut geschrieben (respektive übersetzt) und schafft es, die Spannung bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Die Region wird gut beschrieben und ihre Atmosphäre perfekt wiedergegeben. Viveca Sten arbeitet die zwischenmenschlichen Beziehungen im Roman gut heraus, was dem Buch eine gewisse Tiefe verleiht und die schillernden Facetten des Lügens für meinen Geschmack sehr gut offenbart. Was ich ebenfalls gut fand, war, dass dem Privatleben der ermittelnden Personen nicht zu viel Raum eingeräumt wurde. Sowas stört mich zuweilen bei nicht wenigen Krimis, weil dann leicht der rote Faden verloren gehen kann. Bei "Lügennebel" war dies, meiner Meinung nach, nicht so.

Insgesamt ein wirklich guter skandinavischer Krimi, den ich allen ans Herz legen kann, die gerne (Kriminal-)Romane aus dem hohen Norden lesen.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Frauenschicksale im Laufe der Zeit

Das Flüstern der Marsch
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"Das Flüstern der Marsch" von Katja Keweritsch hat ein schönes Cover, das neben der Leseprobe bei mir große Erwartungen weckte. Nachdem ich den gesamten Roman gelesen habe, bin ich leider nicht mehr ganz ...

"Das Flüstern der Marsch" von Katja Keweritsch hat ein schönes Cover, das neben der Leseprobe bei mir große Erwartungen weckte. Nachdem ich den gesamten Roman gelesen habe, bin ich leider nicht mehr ganz so begeistert wie zu Beginn.

Aber immer der Reihe nach. Der Roman hat mehrere Erzählstränge, die erst am Ende ein stimmiges Bild ergeben. An sich mag ich solche Konstellationen, weil sie meine Neugier wecken und ich auf die Auflösung am Ende gespannt bin. Hier haben die einzelnen Protagonistinnen der Erzählstränge leider nicht dazu beigetragen, dass ich unbedingt weiterlesen wollte.
Mir fiel es beim Lesen schwer, mich in die Frauen hineinzufühlen, sodass stets eine gewisse Distanz zwischen mir und ihnen blieb. Alle Figuren blieben für mich, trotz teilweise harter Schicksale, blass. Das ist vor allem deshalb schade, da ernste Themen behandelt werden, die die Rolle der Frau unter anderem sowohl in den 1960er Jahren als auch heute betreffen. Ein ambitioniertes und lobenswertes Unterfangen, das sich bei mir leider nicht verfing.

Insgesamt ein für mich durchschnittlicher Roman, der meiner Meinung nach mehr Potenzial gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Kindgerechte Erzählung zu einem wichtigen Thema

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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"Der Regenbogenfisch in Gefahr" ist der zehnte Band um den beliebten Fisch aus der Feder von Marcus Pfister. Wie die Vorgänger ist auch dieses Buch wieder mit einer tollen Geschichte und schönen Bildern ...

"Der Regenbogenfisch in Gefahr" ist der zehnte Band um den beliebten Fisch aus der Feder von Marcus Pfister. Wie die Vorgänger ist auch dieses Buch wieder mit einer tollen Geschichte und schönen Bildern ausgestattet.

Wieder der Titel schon verrät, ist der Regenbogenfisch ist diesem Band einer Gefahr in Form eines Fischernetzes ausgesetzt. Was es mit dem Netz auf sich hat und welche Folgen dieses für marine Ökosysteme hat, wird in diesem Band kindgerecht vermittelt. Ich denke, dass auch viele Erwachsene hier noch einiges dazulernen können und zum Nachdenken angeregt werden.
Weiterhin zeigt die Geschichte auch, wie wichtig Zusammenhalt innerhalb einer (Meeres-)Gemeinschaft ist und was alles geschafft werden kann, wenn alle zusammenarbeiten.

Das Buch ist ab vier Jahren eingestuft und sehr gut zum Vorlesen geeignet. Die Sprache des Buches ist so gewählt, dass auch kleinere Kinder der Handlung in Kombination mit den schönen Illustrationen folgen können.

Ich selbst habe das Buch meiner siebenjährigen Nichte gegeben, da sie ein Riesenfan des Regenbogenfisches ist. Sie hat das Buch binnen eines Tages durchgelesen, was bei ihr nicht bei jedem Buch mit einer Seitenzahl unter 50 der Fall ist. Insgesamt können wir beide das Buch rundum empfehlen und freuen uns auf das nächste Abenteuer des kleinen, schimmernden Fisches.

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Veröffentlicht am 17.08.2025

Berührende Reise in die Vergangenheit

Die Verlorene
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Von Miriam Georg hatte ich bisher noch keinen Roman gelesen. Da ich das Thema familiäre Spurensuche aber sehr spannend finde, wollte ich unbedingt "Die Verlorene" lesen. Im Roman begibt sich Laura im Jahr ...

Von Miriam Georg hatte ich bisher noch keinen Roman gelesen. Da ich das Thema familiäre Spurensuche aber sehr spannend finde, wollte ich unbedingt "Die Verlorene" lesen. Im Roman begibt sich Laura im Jahr 2019 auf die Spuren ihrer Großmutter Änne nach Schlesien in Polen, um das Leben ihrer Oma vor deren Flucht nach Hessen nachvollziehen zu können und Antworten auf ungestellte Fragen zu bekommen. Miriam Georg hat dabei Teile ihrer eigenen Familiengeschichte als Grundlage der fiktionalen Erzählung genutzt. Dies, finde ich, verleiht dem Roman einen besonderen Touch.

Der Roman ist ein wunderbares literarisches Werk, dass auch unangenehme Themen nicht ausblendet. So musste ich, obwohl sich das Buch sehr flüssig lesen lässt, regelmäßig Pausen einlegen, um das Gelesene sacken zu lassen und zu reflektieren. Miriam Georg schafft es sehr gut, innere Zerrissenheit und widerstrebende Gefühle erlebbar bzw. erlesbar zu machen. Ich konnte mich daher in alle Protagonisten und Protagonisten beim Lesen gut einfühlen, auch wenn ich manche Entscheidungen nicht vollständig nachvollziehen konnte.

Insgesamt ist "Die Verlorene" ein sehr gelungener Roman, der mich nicht selten innehalten und auch nach 512 gelesenen Seiten nicht losließ. Von meiner Seite eine absolute Leseempfehlung für alle, die nachdenklich stimmende Romane mögen.

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