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Veröffentlicht am 22.06.2025

Cold Case-Krimi mit ein paar Längen

Eisenblume
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"Eisenblume" von Frida Skybäck hat für einen skandinavischen Krimi ein recht klassisches Cover und beginnt auch richtig spannend. Es gibt einen Mordfall, der weit zurückliegt und dementsprechend als Cold ...

"Eisenblume" von Frida Skybäck hat für einen skandinavischen Krimi ein recht klassisches Cover und beginnt auch richtig spannend. Es gibt einen Mordfall, der weit zurückliegt und dementsprechend als Cold Case nicht so einfach aufzuklären ist. Die Leiche wurde außerdem in einer ehemaligen, nun verlassen, psychiatrischen Anstalt gefunden, was dem Fall besondere Brisanz gibt. Die Autorin hat zudem ein Vorwort mit Hintergrundinformationen geliefert, sodass meine Neugierde geweckt war.

Ich habe den ersten Band der Reihe nicht gelesen. Das war aber kein Problem, da genug Informationen im zweiten Band hierüber erwähnt wurden, um der Handlung folgen zu können.

Der Krimi entwickelte sich zu Beginn spannend, flachte aber meiner Meinung nach im Mittelteil doch etwas ab, obwohl die kurzen Kapitel und der gute Schreibstil ein schnelles Lesen ermöglichten. Dennoch war mir das Hervorheben der Unterschiede zwischen den beiden ermittelnden Personen, Frederika Storm und Henry Calment, an manchen Stellen ein wenig zu viel. Ich bin der Meinung, das hätte man nicht so breittreten müssen. So ging mir ein wenig die Spannung verloren, auch wenn das Ende mit einigen guten Wendungen zu überraschen wusste.

Meiner Meinung nach ein insgesamt durchaus interessanter Krimi, der aber noch etwas mehr Potenzial gehabt hätte. Empfehlenswert für Krimifans, die es auch mal etwas weniger hektisch mögen.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Fantasievoll und spannend

Die Sprache der Drachen
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"Die Sprache der Drachen" von S. F. Williamson ist ein wunderschön gestaltetes Buch (Cover und Farbschnitt). Doch auch der Inhalt braucht sie hinter dem schönen Äußeren nicht zu verstecken.

Das Setting ...

"Die Sprache der Drachen" von S. F. Williamson ist ein wunderschön gestaltetes Buch (Cover und Farbschnitt). Doch auch der Inhalt braucht sie hinter dem schönen Äußeren nicht zu verstecken.

Das Setting der Geschichte ist ein klassenbasiertes Regime im Jahr 1923 in London, in dem sowohl Menschen als auch Drachen leben. Also eine interessante Mischung aus Realismus und Fantasie. Das hat mich persönlich beim Lesen sehr angesprochen. Der Fantasyroman liest sich insgesamt sehr flüssig, ohne dass mir irgendwo Längen aufgefallen wären. In die Hauptfiguren konnte ich mich einfühlen und deren Beweggründe gut nachvollziehen. Die Geschichte weist zudem eine Art moralische Lektion auf, was mich wiederum sehr angesprochen hat.

Insgesamt ein schöner Fantasyroman, den ich allen ans Herz legen kann, die ein Setting in der "realen" Welt kombiniert mit Fantasieelementen mögen. Wer einen Fantasyroman sucht, der in einer komplett erdachten Welt spielt, sollte zu einem anderen Werk greifen.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Spannender, historischer Roman

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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"Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli" von Henrike Engel ist wieder ein historischer Roman, der (wie der Titel schon sagt) in Hamburg spielt. Ich habe bereits die Romanreihe um die Hafenärztin von dieser ...

"Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli" von Henrike Engel ist wieder ein historischer Roman, der (wie der Titel schon sagt) in Hamburg spielt. Ich habe bereits die Romanreihe um die Hafenärztin von dieser Autorin gelesen (der ebenso in Hamburg spielt) und dementsprechend war ich auf ihr neues Werk gespannt.

Wie bei der Hafenärztin ist das Cover wieder sehr eindrucksvoll und macht Lust auf den Roman. Die Autorin hat es wieder einmal geschafft, das Hamburg der 1910er Jahre vor meinen Augen entstehen zu lesen. Dazu liest sich der Roman sehr flüssig und hat neben alten Bekannten aus der Hafenärztin-Reihe zwei tolle, weibliche Hauptfiguren zu bieten. Ella und Louise könnten unterschiedlicher nicht sein und doch finden sie zueinander und meistern gemeinsam nicht wenige Herausforderungen. Mir gefiel dabei besonders, dass bei ihnen unterschiedliche Charaktere und Herangehensweisen aufeinander treffen, sodass es immer interessant bleibt, was denn demnächst passieren wird. Dies macht den Reiz dieses Romans für mich aus. Ich freue mich schon auf den im Herbst erscheinenden zweiten Teil der "Elbnächte".

Insgesamt kann ich diesen unterhaltsamen, historischen Roman allen ans Herz legen, die gerne mal in die jüngere Vergangenheit abtauchen möchten und zugleich von starken Frauenfiguren begeistert sind.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Tolle Idee, wenn auch ausbaufähig

Schauplätze der Weltliteratur
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"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein interessantes Sachbuch, das durch seine tollen Illustrationen besticht und Lust auf das Entdecken literarischer Örtlichkeiten macht. Auch wenn der Herausgeber, John ...

"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein interessantes Sachbuch, das durch seine tollen Illustrationen besticht und Lust auf das Entdecken literarischer Örtlichkeiten macht. Auch wenn der Herausgeber, John Sutherland, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, lädt er die Lesenden doch dazu ein, literarische Werke aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Das Buch ist unterteilt in die vier Kapitel "Romantische Aussichten", "Kartierung der Moderne", "Nachkriegspanoramen" und "Zeitgenössische Schauplätze". Diese Unterleitung finde ich sehr gut gelungen und ich konnte das ein oder andere Werk entdecken, das ich noch gar nicht kannte und jetzt lesen möchte. Als Anregung für Literatur, die man selbst nicht so auf dem Schirm hatte, ist das Sachbuch auf jeden Fall sehr gut geeignet. Deshalb finde ich es ganz gut, dass die Auswahl nicht nur auf weltbekannte Klassiker fiel (wie etwa "Berlin Alexanderplatz" oder "Wem die Stunde schlägt"), sondern auch auf ein paar weniger bekannte Werke.

Nicht ganz so gut gelungen finde ich die Beschreibungen der jeweiligen Örtlichkeiten in diesem Sachbuch. Es wird zwar auf die einzelnen Handlungsorte eingegangen; sie werden aber zumeist nur aus der Sicht der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors beschrieben. Dies ist meiner Meinung nach wichtig in einem solchen Nachschlagewerk, jedoch wäre es zusätzlich schön gewesen, weitere Hintergrundinformationen über die Orte zu erhalten.

Insgesamt ist "Schauplätze der Weltliteratur" dennoch ein interessantes Nachschlagewerk für alle, die sich zu Büchern inspirieren lassen oder den ein oder anderen Klassikern neu entdecken möchten.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Wie das Leben so spielt

Das Café ohne Namen
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"Das Café ohne Namen" ist der erste Roman von Robert Seethaler, den ich gelesen habe und sicherlich nicht der letzte.

Der Roman erzählt die Geschichte von Robert Simon und seinem Café ohne Namen über ...

"Das Café ohne Namen" ist der erste Roman von Robert Seethaler, den ich gelesen habe und sicherlich nicht der letzte.

Der Roman erzählt die Geschichte von Robert Simon und seinem Café ohne Namen über eine Zeitspanne von zehn Jahren. Dabei werden Protagonistinnen und Protagonisten eingeführt und teilweise wieder verabschiedet, sodass eine bunte Mischung der Wiener Leopoldstadt der 1960er Jahre entsteht.

Der Erzählstil Seethalers ist dabei angenehm unaufgeregt, selbst wenn es um ein dramatisches Ereignis geht. Das hat mir besonders beim Lesen gefallen, da ich trotz der unaufgeregten Schilderung die Emotionen der Personen sehr gut nachempfinden konnte.

Ein insgesamt sehr schöner Roman, der es versteht, Figuren zu zeichnen und vor den Lesenden lebendig werden zu lassen. Ich empfehle den Roman allen, die gerne mal in eine andere Zeit abtauchen möchten.

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