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Veröffentlicht am 24.09.2025

Das große Finale der Crazy Rich Trilogie

Crazy Rich Problems
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Das große Finale der Crazy Rich Trilogie von Kevin Kwan: „Crazy Rich Problems“ 💸

„Es will doch keiner hören, dass wir Probleme haben. Wir sind zu reich für Probleme.“

Diesmal eskaliert das Drama in der ...

Das große Finale der Crazy Rich Trilogie von Kevin Kwan: „Crazy Rich Problems“ 💸

„Es will doch keiner hören, dass wir Probleme haben. Wir sind zu reich für Probleme.“

Diesmal eskaliert das Drama in der Young-Familie komplett: Es geht um das große Erbe des Familienoberhauptes Shang Su Yi und die Frage, wer am Ende mit dem milliardenschweren Anwesen Tyersall Park in Singapur davonkommt. Unsere liebsten Figuren Rachel und Nick Young, Astrid Leoung, Charlie Wu, Kitti Bing etc. tauchen erneut auf und geben uns Einblicke in asiatische Traditionen und Familienkonflikte, die aus Statusdenken und der Gier nach Geld entstehen. Wir erfahren diesmal mehr über die Vergangenheit von Shang Su Yi und die Geschichte von Singapur unter der Besetzung der Japaner während des zweiten Weltkriegs.

Ich mochte die Fußnoten des Autors wieder total gern, die wie gewohnt humorvoll und sarkastisch in das Geschehen hineingrätschen oder der Absurdität die Kirsche auf die Sahne setzen! Allerdings fand ich die Story diesmal ganz schön in die Länge gezogen, unnötig dramatisch (obwohl das ja irgendwie Kwans Vibe ist) und ein wenig kreuz und quer, wodurch mein Lesefluss behindert wurde. Die Erzählstruktur war weniger fesselnd, als in den beiden vorangehenden Bänden. Die Figuren habe ich diesmal sehr klischeehaft wahrgenommen und das hat irgendwann doch etwas genervt 🙈

Fazit: diesmal habe ich viele Leseöhrchen in den Seiten hinterlassen, weil ich das Buch so oft nach einem kurzen Kapitel wieder weggelegt habe. Leider hat mich der letzte Band einfach nicht so gepackt und Spannung kam auch nicht wirklich auf. Dennoch war es schön, noch ein letztes Mal in die Welt der Youngs, T’siens & Shangs hinein zu tauchen und mehr über die Familienmitglieder und deren Werte zu erfahren!

3/5 ⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2025

Der zweite Teil der Crazy Rich Trilogie

Crazy Rich Girlfriend
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Der zweite Teil der Crazy Rich Trilogie von Kewin Kwan startet mit der traumhaften Hochzeit von Rachel und Nick, woraufhin Rachel endlich mehr über ihren leiblichen Vater erfährt und sogleich in die Welt ...

Der zweite Teil der Crazy Rich Trilogie von Kewin Kwan startet mit der traumhaften Hochzeit von Rachel und Nick, woraufhin Rachel endlich mehr über ihren leiblichen Vater erfährt und sogleich in die Welt der ultrareichen Elite eingeführt wird. Während wir Neues über die wunderschöne Astrid Young Teo erfahren und sich der Erzählstrang bezüglich der ominösen Kitti Pong erweitern, treffen wir außerdem auf neue absurde Figuren, bei denen Kwan es mal wieder schafft, diese trotz seiner bissigen Umschreibungen meist sympathisch wirken zu lassen. Besonders seine Fußnoten habe ich geliebt, denn sie waren entweder voller triefenden Sarkasmus oder man erfuhr spannende Fakten über die asiatische Kultur - meist ging beides Hand in Hand. Die Gesellschaftssatire zeigt uns absurde, fast surreal wirkende Luxus-Szenen gepaart mit ein paar emotionalen Momenten, wodurch mir die überzeichneten Charaktere wirklich ans Herz gewachsen sind 🙈🩷

Das Buch war super spannend geschrieben, ich konnte es kaum aus der Hand legen! Freue mich schon auf den nächsten Teil, die Rezension erhaltet ihr dazu auch bald! 🥰

3,5/5 ⭐️

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2025

Mein erstes gelesenes Buch 2025

Crazy Rich Asians
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Wir begleiten Rachel Chu, die mit ihrem Freund Nick nach Singapur reist; nichts ahnend, dass er aus einer der reichsten Familien Asiens stammt. Plötzlich steckt sie mitten in einer Welt aus Luxus, Traditionen ...

Wir begleiten Rachel Chu, die mit ihrem Freund Nick nach Singapur reist; nichts ahnend, dass er aus einer der reichsten Familien Asiens stammt. Plötzlich steckt sie mitten in einer Welt aus Luxus, Traditionen und Intrigen, in der Status alles bedeutet #gossipgirlvibes 🩷

Auch wenn es für mich zunächst schwer war, in die Story reinzukommen, weil ich mit den vielen Namen überfordert war, konnte ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen. Drei aufgezeichnete Stammbäume auf den ersten Selten haben mir außerdem geholfen, den Überblick zu behalten 🙈

Die einzelnen Erzählstränge fand ich super spannend und ich konnte mir durch Kwans Beschreibungen jede Figur ganz genau vorstellen, als hätte ich sie persönlich kennengelernt. Was man über die asiatische Kultur erfährt, ist auch ein überaus interessanter Nebenaspekt. Die humorvollen und teils sarkastischen Fußnoten des Autors selbst haben mich bestens unterhalten 👍🏼

4,5/5 ⭐️

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2025

Wie eine warme Decke

Vom Nichts suchen und Alles finden
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Das Buch knüpft an „Tinder Stories: Ein Jahr voller Dates“ an und nimmt uns erneut mit auf eine Reise des Suchens und Findens von Liebe. In nach Jahreszeiten geordneten Kapiteln erzählt @luiseliebt von ...

Das Buch knüpft an „Tinder Stories: Ein Jahr voller Dates“ an und nimmt uns erneut mit auf eine Reise des Suchens und Findens von Liebe. In nach Jahreszeiten geordneten Kapiteln erzählt @luiseliebt von ihrer unerwarteten, tiefen Liebe zu Nick – einem Mann, der kompromisslos im Hier und Jetzt lebt. Seine pragmatische Haltung kollidiert manchmal mit Luises eigenen Ängsten, fasziniert sie aber zugleich. Neben der Liebesgeschichte geht es um Freundschaften, Heimat und die Suche nach sich selbst.

Das Buch hat mich eine lange Zeit begleitet, mehrere Wochen hatte ich es immer dabei, weil ich mir so viel Zeit damit ließ. Luises Schreibstil fasziniert mich immer wieder aufs Neue, so poetisch und tiefsinnig sind ihre Gefühle und Gedanken, die sie mit uns so offen teilt. Sie macht es einem sehr leicht, sich mit ihr zu identifizieren und ihre Gedanken laden immer wieder zum Verweilen ein. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, ihre Perspektiven habe ich mir wie eine zweite Haut übergezogen, hatte das Gefühl, wir leben das selbe Leben; wären ein und dieselbe Person, die zeitgleich die selben Momente erleben. Ihre Denkanstöße hinsichtlich der Beziehungen zu sich und anderen haben mich auf eine ganz einzigartige Art eingenommen, ohne dass ich mich nach Beendigung des Buches allein gelassen gefühlt habe.

4|5 ⭐️

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
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Veröffentlicht am 24.09.2025

Heimat zwischen Innen und Außen 💕

Die Suche nach Zuhause
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✨ REZENSION zu "Die Suche nach Zuhause" von Marie-Luise Ritter (@luiseliebt), erschienen im Piper Verlag

📖 Inhalt (spoilerfrei): In "Die Suche nach Zuhause" begleitet man Marie-Luise Ritter auf einer ...

✨ REZENSION zu "Die Suche nach Zuhause" von Marie-Luise Ritter (@luiseliebt), erschienen im Piper Verlag

📖 Inhalt (spoilerfrei): In "Die Suche nach Zuhause" begleitet man Marie-Luise Ritter auf einer sehr persönlichen Reise: Es geht um die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, um die Frage, was „Zuhause“ eigentlich bedeutet, und wie es sich in verschiedenen Lebensphasen verändert. Luise erzählt von Umzügen, vom Ankommen in Paris, von Orten, die Heimat werden und Heimat bleiben, und von dem Gefühl, sich manchmal fremd zu fühlen, selbst da, wo man schon lange lebt. Eingestreut sind dabei viele kleine Anekdoten, gut recherchierte Fakten, historische Hintergründe zu Städten wie Paris, Architekturdetails und spannende Studien. Das macht das Buch nicht nur intim und introspektiv, sondern auch informativ und gesellschaftlich relevant.

🖋️ Erzählstil & Struktur: Luises Sprache ist wie eine warme Decke: introspektiv, poetisch, bildhaft und gleichzeitig präzise. Jeder Satz wirkt wohlüberlegt, voller Metaphern, oft so treffend, dass man ihn sofort unterstreichen möchte. Das Buch liest sich fließend, gleichzeitig verlangt es ein bewusst langsames Lesen, um die Gedanken nachklingen zu lassen. Häufig habe ich das Gefühl, direkt in ihren Kopf zu schauen. Ihre Texte sind so authentisch und nahbar, dass sie wirken, als spräche eine enge Freundin ihre innersten Gedanken aus. Besonders eindrucksvoll ist die intertextuelle Struktur: Sie verwebt Zitate aus anderen Büchern, wissenschaftliche Studien und persönliche Beobachtungen miteinander, wodurch ein Netz entsteht, das dem Thema „Zuhause“ Tiefe und intensiv recherchierte Vielschichtigkeit verleiht.

👥 Figuren/Charaktere: Auch wenn es ein autobiografisches Werk ist, wirken die Menschen, von denen Luise erzählt, fast wie literarische Figuren. Vor allem aber steht sie selbst im Mittelpunkt und dabei introspektiv, offen, schonungslos ehrlich. Sie erzählt von eigenen Entscheidungen, auch von Fehlentscheidungen, ohne Scham, sondern mit einer natürlich menschlichen Fehlbarkeit. Auch ihr Umfeld (Freund:innen, Begegnungen in Paris, Gespräche) fließen ein und verdichten das Buch zu einem komplexen Mosaik aus persönlichen und kollektiven Erfahrungen.

🔎 Themen und Symbole: Am stärksten behandelt wird natürlich die Suche nach Heimat. Dabei behandelt Luise aber auch ganz eindringlich damit einhergehende Themen, wie Ausgrenzungserfahrungen, Freundschaft und Selbstfindung, aber auch Kapitalismuskritik (etwa in Bezug auf Wohnungspreise). Besonders intensiv befasst sie sich mit ihrem Gefühl der Zugehörigkeit und um Diskriminierung, wenn man sich immer wieder beweisen muss, „wirklich von hier“ zu sein. Dieser Einblick hat ganz deutlich gezeigt, wie sehr Ausgrenzung Menschen prägen kann. Besonders stark fand ich persönlich aber auch das Thema Alkohol. Anfangs wirkt es so, als sei er ein überpräsentes Motiv, das zu sehr normalisiert wird. Doch im Verlauf zeigt sich, dass dies von Luise bewusst eingesetzt wird. Sie beschreibt Alkohol als feine Trennlinie zwischen dem Ich und dem Außen. Mit jedem Glas entfernt sich Luise ein Stück mehr von ihrem inneren Zuhause, während das Außen lauter, das Innere leiser wird. Am Ende reflektiert sie eindringlich die gesellschaftliche Normalisierung von Alkohol; dass man gedrängt wird, mitzutrinken, um nicht spießig zu wirken; dass Abstinenz kritischer beäugt wird als Konsum. Für mich ist das ein starkes Symbol für die Entfremdung vom eigenen Körper, der zugleich das eigentliche Zuhause ist. Was mir außerdem aufgefallen ist, ist dass Luise manchmal das generische Maskulinum und manchmal das generische Femininum verwendet. Das hat mich zunächst etwas irritiert, da man das nicht kennt (allgemein geläufig ist ja das generische Maskulinum), aber es hat mich stark zum Nachdenken angeregt: warum einem das eine auffällt, das andere nicht. Sprache kann so auch zum Spiegel unserer Vorstellungen von Zugehörigkeit werden.

💡 Fazit: "Die Suche nach Zuhause" ist introspektiv, mutig und unglaublich inspirierend. Marie-Luise Ritter schafft es, persönliche Erfahrungen, gesellschaftliche Reflexionen und literarische Sprache genial zu verweben, ohne den Lesefluss zu behindern, belehrend oder jemals gekünstelt zu klingen. Für mich bleibt die Erkenntnis: Zuhause ist nicht nur ein Ort, sondern auch der eigene Körper, das eigene Ich und es lohnt sich, immer wieder neu zu fragen, wo und wie man leben möchte, um wirklich anzukommen. Inspirierend fand ich auch die Passagen, in denen Luise davon erzählt, nicht aufzugeben, wenn andere einem raten, sich mit weniger zufrieden zu geben; sei es bei einer Wohnung oder in Beziehungen. Stattdessen plädiert sie dafür, Geduld zu haben, den eigenen Wünschen treu zu bleiben und weiterzusuchen, bis man das findet, was einen wirklich glücklich macht.

5|5 ⭐️

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